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Afghanistan: Bundeswehr knausert sich durch den Krieg

Ein Soldat verliert in den Bergen Afghanistans einen Handschuh - und soll*der Bundeswehr den Gegenwert von 7,17 Euro ersetzen. Immer wieder kämpfen deutsche*Truppen nicht nur gegen Taliban, sondern auch mit der Bürokratie an der Heimatfront.*Selbst*nötigste Ausrüstung fehlt.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...789842,00.html
  1. #110

    Volksvermögen in Weltkreigen verfeuert ...

    Zitat von leser_81 Beitrag anzeigen
    Und weiter ?
    7,50 Euro für ein paar neue Handschuhe ! Was solls ?
    Wenn ich Ausrüstungsgegenstände meines Arbeitgebers verliere oder beschädige und z.B. mein Firmenhandy.....
    Hier geht es aber um einen verkappten Kriegseinsatz und nicht darum, dass jemand seinen Parker oder ähnliches nach Abschluß seiner Dienstzeit mitnimmt.

    Die Diskussion über im Feld verlorene Einsatzteile ist so lächerlich, dass sich erst gedacht habe es handele sich um einen verspäteten Aprilscherz in einem Land, das bereits zwei Volksvermögen in Weltkriegen verfeuert hat.
  2. #111

    ...

    Zitat von franko_potente Beitrag anzeigen
    Man, Sie haben null Ahnung. Das ist vorher nciht bekannt. Früher haben sich die Soldaten über die Bevölkerung des Einsatzlandes versorgt - da möchte ich Ihren Aufschrei mal hören.
    Macht man sich da nicht vorher schlau, was einen da so erwartet ?

    Apropos Aufschrei: War mal monatelang in der Saudi Arabischen Wüste zum arbeiten. Glauben Sie, dass es dort Gourmetküche gab ? Morgens Toast mit immer gleichem Schmelzkäse, wochenlang, Lagerkoller ... von wegen keine Ahnung.

    Das war eine harte Prüfung, aber mein Arbeitgeber hat diese Entbehrungen fürstlich belohnt.
  3. #112

    ....

    Zitat von Wilder Eber Beitrag anzeigen
    Meine Arbeitskleidung, Anzug, Hemd und Krawatte zahlt mir auch niemand.
    Von Ihrer Kleidung hängt aber auch nicht Ihr Leben davon ab. Außerdem Sie können täglich wechseln und müssen nicht damit mehrere Tage unter wechselnden Klimabedingungen zu Recht kommen.
  4. #113

    -

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Ein Soldat verliert in den Bergen Afghanistans einen Handschuh - und soll*der Bundeswehr den Gegenwert von 7,17 Euro ersetzen. Immer wieder kämpfen deutsche*Truppen nicht nur gegen Taliban, sondern auch mit der Bürokratie an der Heimatfront.*Selbst*nötigste Ausrüstung fehlt.

    http://www.spiegel.de/politik/deutsc...789842,00.html
    Na ja - die Beispiele sind schon teils ein wenig schräg...
    Wie die Strickmützen jetzt modisch wirken ist eigentlich egal.

    Trauriger sind da Berichte von seit Jahren fehlender Sicherheitsausrüstung, ungeeigneten Fahrzeugen und und und.

    Man kann von dem Einsatz halten was man will, aber ein beträchtlicher Teil der auch heute noch im Bundestag vertretenen Politiker war für diesen Einsatz und da ist es mir dann einfach unverständlich dass seit Jahren u.a. auf Kosten der Sicherheit gespart wird...
  5. #114

    Mann, Mann ...

    wenn ich lese was hier so abgesondert wird, wird es mir schlichtweg übel.

    Ich bin wie jeder hier der Meinung, dass dieser ausgerechnet von den 68er Oberpazifisten Schröder und Fischer angezettelte Kriegseinsatz so schnell wie möglich beendet werden muss. Aber so lange unsere Jungs und Mädels in diesem Drecksland Afghanistan ihren Kopf hinhalten können diese doch wohl ein Mindestmaß an Rückhalt erwarten!
  6. #115

    Absolute Zustimmung

    Zitat von mantrid Beitrag anzeigen
    Da scheint sich in den letzten 25 Jahren bei der Bundeswehr wenig geändert zu haben. Während meiner Wehrzeit hatten wir Temperaturen von weniger als -20 Grad. Winterausrüstung sei zwar für Soldaten vorhanden, diese jedoch eingelagert und nur für den V-Fall vorgesehen, wurde .....
    Ich möchte allerdings noch einen draufsetzen. In meiner Dienstzeit hatten wir folgendes Dilemma: Jeweils zum 01. April wurde allen Witterungskapriolen zum Trotz "der Sommer befohlen". Egal ob 15°C minus, Schneegestöber oder andere Kälteeinbrüche, der Bundeswehrsoldat marschierte mit dem Kurzarmfeld ins Feld. Das Anziehen eines gefütterten Parkas war nur mit ausdrücklicher Genehmigung des Standortkommandeurs möglich.

    Ebenso kann ich mich an die Klagen der Kameraden erinnern, die vor ein paar Jahren einen dubiosen und fragwürdigen Auslandseinsatz im Kongo hatten. Irgendwie gab es da Probleme mit der zu warmen Ausrüstung.

    Kurz und gut. Irgendwie passt das......
  7. #116

    Kampfeinsatz

    Zitat von EineStimme Beitrag anzeigen
    Wenn ein Soldat etwas auf dem Truppenübungsplatz verliert, dann muss er es ersetzen, aber nicht im Kampfeinsatz.

    Bei der Budneswehr sitzen viel zu viele Bürokraten. Bürokratie kann auch nützlich sein, aber man sollte die vom Beschaffungsamt mal dorthin schicken, so als Außenstelle, damit sie mal sehen, was dort los ist.
    Man stelle sich vor, ein Teil der Ausrüstung wird im Kampf beschädigt - das wird ein Verwaltungsakt mit Untersuchungskomission vor Ort!
  8. #117

    Umkehr

    Was verlangt ein Angehöriger vom Bund, wenn der Soldat sein Leben verliert?
  9. #118

    falle klapp. kleintier krabbel, bw gruen

    Titel ist BW speak fuer eine mausefalle. Mein Vater war als unteroffizier Berufssoldat von 1963 bis 1998, die letzten 15 Jahre hat er im Heeresamt in Koeln StAN 's ( Stärke- und Ausstattungsnachweisung) fuer moegliche einsatztruppen erstellt.
    Wie oft er ueber die beschaffungsstrategien der BW geflucht hat ? Ueber billigste ausruestung, bekloppte buerokratie, unendliche antragslaufzeiten und dubiose auftragsvergabesyteme ?
    Der ausruestungsschrott, mit dem die BW ihre Soldaten in den Krieg schickt, ist nicht erst seit gestern veraltet.
    Die zynischen kommentare mancher foristen ueber die Soldaten, die es sich doch selber ausgesucht haben, sind mir allerdings voellig unverstaendlich.
    Da die von uns gewaehlten volksvertreter unseres demokratischen staates diese einsaetze im bundestag abgesegnet (sic ) haben, waere es doch wohl angebrachter, auf die Politiker dieses landes stinkesauer zu sein, oder auf die waehler dieser nulpen. Die Soldaten im einsatz koennen am wenigsten dafuer, halten aber ihren kopf hin.
    Da moechte ich auf dem kopf des buergers in uniform einen anstaendigen helm wissen, eine brille die nicht nach 2 wochen einsatz im eimer ist und stiefel, die sich nicht bei hitze von ihren sohlen trennen. Eine kampfweste, die den namen auch verdient und keine tonnen wiegt, wie das antike preiswert-model das gerade im einsatz ist, waere auch schoen.
    Es scheint, als ob fuer viele foristen Soldaten etwas abstraktes sind, und weil mann gegen den krieg ist, ist mann natuerlich auch gegen die Soldaten.
    Ich versichere ihnen, es ist eine ecke logischer, auf die politiker sauer zu sein, die die einsaetze beschliessen.
    Ich habe viele Soldaten und Soldatinnen in meinem bekanntenkreis - was meinen sie, wie es ist, sich von einem knappen sold vor dem moeglicherweise toedlichen einsatz auch noch seine eigene ausruestung kaufen zu muessen, weil der schrott, den dein land dir gibt, dein leben gefaehrdet ?
    Ich finde das beschaemend.
    mit freundlichen gruessen,
    realpirate
  10. #119

    Verloren

    Die Bundeswehr verliert in Afghanistan nicht nur Handschuhe, sondern Menschenleben und Ansehen (letzteres bei mir zumindest - als ehemaliger Zeitsoldat).

    In Wirklichkeit hat sie da gar nichts verloren.

    Die Privatisierung - ähhhm ich meine Professionalisierung - der Bundeswehr weg von der Wehrpflicht, die unserer Polit-Elite von den transatlantischen Strippenziehern eingeflüstert wurden - wird fatale Folgen für unser Land haben.








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