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Ärztin in der Onkologie: "Von Sterbenden kann man viel lernen"

Der Tod gehört im Krankenhaus zum Arbeitsalltag. Für die Mitarbeiter ist das nicht leicht. Täglich erleben sie die Ängste der Patienten und das Leid der Angehörigen. Und für lange Gespräche oder stille Momente bleibt keine Zeit. Das stresst - und kann krank machen.

http://www.spiegel.de/karriere/beruf...-a-858617.html
  1. #1

    ...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der Tod gehört im Krankenhaus zum Arbeitsalltag. Für die Mitarbeiter ist das nicht leicht. Täglich erleben sie die Ängste der Patienten und das Leid der Angehörigen. Und für lange Gespräche oder stille Momente bleibt keine Zeit. Das stresst - und kann krank machen.

    Ärzte und Pfleger in der Onkologie: Der Tod gehört zum Alltag - SPIEGEL ONLINE
    Gibt es in diesem belastenden Umfeld denn keinen einfachen Zugang zu Seelsorge?
  2. #2

    Zitat von Scheidungskind Beitrag anzeigen
    Gibt es in diesem belastenden Umfeld denn keinen einfachen Zugang zu Seelsorge?
    Wie wir letzte Woche gelernt haben: nur für Kirchensteuerzahler.
  3. #3

    Professionelle Distanz

    Professionelle Distanz durchgiftet unsere Gesellschaft noch in den winzigsten Ecken unseres Lebens. Warum sollte man mitfühlend mit denen sein, die sich aus professionell-egoistischen Gründen distanzieren?
  4. #4

    Zitat von Scheidungskind Beitrag anzeigen
    Gibt es in diesem belastenden Umfeld denn keinen einfachen Zugang zu Seelsorge?
    Also ich habe jahrelang in dem Feld in verschiedenen Funktionen gearbeitet. Das muss man koennen oder zumindest entsprechend lernen. Die Aerztin hier in dem Artikel macht das soweit schon ganz richtig.
    Wer in einem solchen Umfeld zu "burnout" oder sowas neigt, ist sehr warhscheinlich von vornherein aus den falschen Gruenden in eine solche Fachrichtung gegangen. Gleiches gilt fuer Leute, die dabei "einfachen Zugang zu Seelsorge" brauchen.
    Ich hab grosse Zweifel, dass Gespraeche ueber unsichtbare Freunde im Himmel oder rumpsychologisieren solchen Leuten ersthaft hilft. Die sollten einfach den Beruf wechseln.

    Tut mir leid wenn das hart oder arrogant klingt, aber man muss erkennen, dass es niemanden nuetzt, wenn man da staendig "betroffen" ist. Wichtiger finde ich, dafuer zu sorgen das Raum fuer Gespraeche mit Patienten und Angehoerigen bleibt da das oft das einzige ist, was man noch machen kann. Stattdessen verfallen viele Kollegen dann in hektische Geschaeftigkeit.

    So oder so darf man sich diese Arbeit nicht mit nach Hause nehmen.
  5. #5

    Was bitte

    Zitat von sanctum.praeputium Beitrag anzeigen
    Professionelle Distanz durchgiftet unsere Gesellschaft noch in den winzigsten Ecken unseres Lebens. Warum sollte man mitfühlend mit denen sein, die sich aus professionell-egoistischen Gründen distanzieren?
    ...ist das den für ein enthirnter Kommentar?
    Wenn ich keine professionelle Distanz in einem solchen Umfeld aufbauen kann/darf, dann kann ich da nicht arbeiten und niemandem helfen. Es muss Distanz möglich und erlaubt sein, weil ansonsten die notwendige Objektivität leidet, die ich dringend brauche um kritische Situationen richtig einschätzen zu können.
    Mitgefühl und Distanz in der richtigen Mischung, das macht den Unterschied.
    Mit Distanz ist auch nicht gemeint jemanden links liegen zu lassen, sondern sich von der Emotionalität der Situation nicht mitreißen zu lassen bzw lähmen zu lassen.

    Nachdenken hilft und tut oft nicht so weh wie man denkt.

    herzliche Grüße
  6. #6

    leichter gesagt

    Zitat von libertarian2012 Beitrag anzeigen
    Also ich habe jahrelang in dem Feld in verschiedenen Funktionen gearbeitet. Das muss man koennen oder zumindest entsprechend lernen. Die Aerztin hier in dem Artikel macht das soweit schon ganz richtig.
    Wer in einem solchen Umfeld zu "burnout" oder sowas neigt, ist sehr warhscheinlich von vornherein aus den falschen Gruenden in eine solche Fachrichtung gegangen. Gleiches gilt fuer Leute, die dabei "einfachen Zugang zu Seelsorge" brauchen.
    Ich hab grosse Zweifel, dass Gespraeche ueber unsichtbare Freunde im Himmel oder rumpsychologisieren solchen Leuten ersthaft hilft. Die sollten einfach den Beruf wechseln.

    Tut mir leid wenn das hart oder arrogant klingt, aber man muss erkennen, dass es niemanden nuetzt, wenn man da staendig "betroffen" ist. Wichtiger finde ich, dafuer zu sorgen das Raum fuer Gespraeche mit Patienten und Angehoerigen bleibt da das oft das einzige ist, was man noch machen kann. Stattdessen verfallen viele Kollegen dann in hektische Geschaeftigkeit.

    So oder so darf man sich diese Arbeit nicht mit nach Hause nehmen.
    als getan, würde ich sagen. Wer weiß denn bitteschön über sich selbst, ob er zum Bournout neigt oder nicht? wie soll das bitte funktionieren?
    Und entlasstende Gespräche im Rahmen einer Seelsorge sind ihre Zeit in Gold wert. Man muss es nur nutzen.
    Wer hilft dem Helfenden? Es muss doch möglich sein über die Probleme und die Sorgen, die einen im Zusammenhang mit der Arbeit treffen. reden zu können.
    Und was man nicht darf/sollte/kann steht eh auf einem ganz anderen Blatt.
  7. #7

    Dankbar

    Anstatt Urteile zu fällen und giftige Kommentare abzugeben sollten wir vielleicht einfach dankbar sein, dass es Menschen gibt, die sich diese Bürde auf die Schultern legen. Ich habe erlebt wie großartig es ist, wenn ein Mensch da ist der Beistand leistet und hilft mit dem Tod eines geliebten Menschen umzugehen. Ich bewundere die Menschen die das können und bin selbst unendlich dankbar, dass jemand da war der mir mit professioneller Distanz, aber gleichermaßen mit unglaublich viel Mitgefühl geholfen hat. Sollte ich in die Situation kommen, in einer solchen Station mein Leben beenden zu müssen, würde ich mich freuen wenn diese Ärztin dort wäre.
  8. #8

    Der Tod

    Zitat von Tiburon_Blanco Beitrag anzeigen
    Anstatt Urteile zu fällen und giftige Kommentare abzugeben sollten wir vielleicht einfach dankbar sein, dass es Menschen gibt, die sich diese Bürde auf die Schultern legen. Ich habe erlebt wie großartig es ist, wenn ein Mensch da ist der Beistand leistet und hilft mit dem Tod eines geliebten Menschen umzugehen. Ich bewundere die Menschen die das können und bin selbst unendlich dankbar, dass jemand da war der mir mit professioneller Distanz, aber gleichermaßen mit unglaublich viel Mitgefühl geholfen hat. Sollte ich in die Situation kommen, in einer solchen Station mein Leben beenden zu müssen, würde ich mich freuen wenn diese Ärztin dort wäre.
    Der Tod gehört zu uns allen, nur wollen wir imgrunde damit nichts zu tun haben, es ist ja verständlich, aber wir kommen trotzdem immer wieder mit ihm in Berührung.
    Keiner lebt ewig, jedensfalls habe ich noch keinen getroffen und wenn dann es Personen gibt die sich aus beruflichen Dingen mit Sterbenden abgeben und ihnen den letzten Gang versuchen teilweise zu begleiten, dann sollten wir sie auch dankbar sein.
    Ich habe größte Achtung vor Leuten die die Sterbenden in den letzten Lebensabschnitt begleiten, viele halten es mental nicht aus, deshalb sollten diese Prersonen auch dafür Unterstützung erhalten.
    HR
  9. #9

    optimale work-life balance

    Super Einstellung, große Hingabe.
    Ich wünschte, wir hätten noch mehr Ärzte, die sich diesen Arbeitsethos zueigen machten.


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