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Ärzte: Staat streicht Subventionen für Verkaufs-Trainings

Eckhard H. RothEin Belastungs-EKG gefällig? Bei Verkaufstrainings lernen Mediziner, ihren Patienten möglichst viele Selbstzahlerleistungen aufzuschwatzen. Bisher subventionierte der Staat die umstrittenen Seminare, damit soll jetzt Schluss sein.

http://www.spiegel.de/gesundheit/dia...849771,00.html
  1. #1

    Immer dieselbe Leier

    Mich ärgert immer wieder der aktionistische Charakter solcher Aktionen wie der Streichung dieser Verkaufs-Trainings-Subventionen. Als das eingeführt wurde, war es ebensowenig "mit den ethischen Grundsätzen des Berufsrechts der Ärzte vereinbar" wie jetzt. Und ähnliche Beispiele gibt es viele. Warum nur können Politiker und/oder Beamte nicht einmal gründlich nachdenken, bevor etwas entschieden wird. Ist es Unvermögen, Lobbyismus, oder was kommt sonst noch in Frage?
  2. #2

    Zitat von mensch0817 Beitrag anzeigen
    Mich ärgert immer wieder der aktionistische Charakter solcher Aktionen wie der Streichung dieser Verkaufs-Trainings-Subventionen. Als das eingeführt wurde, war es ebensowenig "mit den ethischen Grundsätzen des Berufsrechts der Ärzte vereinbar" wie jetzt. Und ähnliche Beispiele gibt es viele. Warum nur können Politiker und/oder Beamte nicht einmal gründlich nachdenken, bevor etwas entschieden wird. Ist es Unvermögen, Lobbyismus, oder was kommt sonst noch in Frage?
    Vielen Dank, alles wesentliche auf den Punkt gebracht.
  3. #3

    Absolut sinnvoll ...

    ich kam mir schon wie bei einer Fast Food Kette vor als ich neulich beim Zahnarzt zahlreiche Leistungen aufgeschwatzt bekommen sollte ... ich fragte mich wirklich, wo ich denn wäre.

    Man muss dazu sagen ich bin selber im Verkauf tätig neben meinem Studium und kenne die Art zu verkaufen und zu argumentieren (allerdings in einem anständigen Maße, in einem anständigen Unternehmen)..
    Mein Vertrauen zu meiner Zahnarztpraxis, die ich seit meiner Kindheit besuche war allerdings sehr erschüttert. Schade... dabei geht es meiner Ansicht nach in gerade in der Medizin nicht um verkaufen und verdienen sondern um Gesundheit ... scheinbar nicht mehr.
  4. #4

    ein richtige Massnahme

    gleichwohl, weitere Streichungen von diversen " Seminaren " sind erforderlich. Das Angebot der AOK wurde schon reduziert und das ist ein Schritt in die richtige Richtung.
  5. #5

    noch mehr Sparpotential

    Forschungsgelder sollten auch schärfer kontroliert werden. Sie werden für manche überflüssige,an den Haaren herbeigezogene Arbeit beantragt.
    Auch vor einem Professor-Titel sollte man nicht einknicken.Sind auch nur Menschen/Gauner wie andere auch, nur raffinierter.
  6. #6

    Bitte bedenken

    Bitte bedenken Sie: ein ZAHNarzt ist kein Arzt im Sinne eines Humanmediziners.
  7. #7

    mittlerweile normal

    Zitat von mensch0817 Beitrag anzeigen
    Mich ärgert immer wieder der aktionistische Charakter solcher Aktionen wie der Streichung dieser Verkaufs-Trainings-Subventionen. Als das eingeführt wurde, war es ebensowenig "mit den ethischen Grundsätzen des Berufsrechts der Ärzte vereinbar" wie jetzt. Und ähnliche Beispiele gibt es viele. Warum nur können Politiker und/oder Beamte nicht einmal gründlich nachdenken, bevor etwas entschieden wird. Ist es Unvermögen, Lobbyismus, oder was kommt sonst noch in Frage?
    So ist das in der Politik. Es wird sich die Hand vor die Augen gehalten und gesagt "Ihr seht mich nicht mehr!"
    Und wenn irgendwas auffliegt, will es wieder keiner gewesen sein und sogar die die es selber mit verzapft haben sind empört und steuern öffentlichkeitswirksam dagegen! Schließlich ist alles so lange legitim und ethisch/moralisch i.O. so lange keiner davon weiß ;)
  8. #8

    Lustig

    Lustig ist Folgendes: da wird von seiten der Politik das Gesundheitswesen zum Dienstleistungssektor deklariert und alle Beteiligten sollen im Wettbewerb stehen. Teile der Gesellschaft finden das ganz klasse und stossen ins gleiche Horn. Kaum entwickeln die Beteiligten im Gesundheitswesen dann den Dienstleistungsgedanken (meiner Meinung nach was völlig anderes als das Berufsbild Arzt/ Schwester/ Zahnarzt etc. hergibt) und es werden "Service"untersuchungen angeboten -und Verkaufsseminare zum Verkauf dieser angeboten-, schreit die Gesellschaft und die Politik auf und geisselt das an. Vielleicht sollte man sich überlegen (Politik UND Gesellschaft), was man denn nun wirklich möchte. Fast alle im Gesundheitswesen wollen -so behaupte ich- in erster Linie für den Patienten arbeiten und sich wenig Gedanken ums Verkaufen und Erlösen machen....
  9. #9

    Vertrauensverlust

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Ein Belastungs-EKG gefällig? Bei Verkaufstrainings lernen Mediziner, ihren Patienten möglichst viele Selbstzahlerleistungen aufzuschwatzen. Bisher subventionierte der Staat die umstrittenen Seminare, damit soll jetzt Schluss sein.

    Igel-Leistungen: Staat streicht Subventionen für Ärzte-Trainings - SPIEGEL ONLINE
    Es ist schon soweit, dass ich es vermeide zum Arzt zu gehen, weil ich befürchte, dass der Arzt überwiegend in seinem Sinne handelt. Es ist unglaublich, was die Ärzte durch die Pharma- und Medizingeräteindustie mit sich haben machen lassen. Ärzte müssen inzwischen dranschreiben, wenn sie auch heilen können. Meine Frau hat ihren Busen nicht vor dem Arzt retten können, weil sie nicht wusste, wie Ärzte funktionieren und ich habe immehin einen Weisheitszahn bisher gerettet, obwohl bisher fast jeder Zahnarzt seine Chance sah.


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