DPADie Lufthansa hat die Bonusmeilen beim Vielfliegerprogramm "Miles & More" abgewertet, nun eskaliert der Streit. Nach SPIEGEL-Informationen ist eine weitere Strafanzeige gegen die Fluggesellschaft eingereicht worden. Der Vorwurf: gewerbsmäßiger Betrug in 21 Millionen Fällen.
Ärger um "Miles & More": Vielflieger zeigt Lufthansa wegen Bonusmeilen an - SPIEGEL ONLINE
Um es noch einmal klar zu formulieren: Bonusmeilen sind eine Ersatzwährung. Der Herausgeber dieser Währung kann den Wert seiner Währung anpassen, indem er z.B. die Preise (in der Einheit Bonusmeile) für reale Produkte oder Dienstleistungen ändert.
Es ist natürlich kulant und kundenfreundlich, gewisse Übergangsfristen zu gewähren. Aber man kann nicht erwarten, dass die Währung für immer ihren Wert behält. Und man kann nicht erwarten, dass diese Übergangsfristen beliebig lange sind.
Im normalen Geschäftsalltag gibt es für Preise (in Euro) selten überhaupt eine Übergangsfrist.
Die zentrale Frage ist ja, ob die AGB das so hergeben, oder aber eine Vorlaufzeit (Aufbrauchfrist, während der die "Bonusmeilen" noch zu den alten Konditionen eingelöst werden können) erforderlich ist. Ich würde das - anders als das erstinstanzliche Gericht - eher verneinen, da die "Bonusmeilen" mittlerweile eine Art privates Ersatzgeld sind, das für eine Vielzahl von Gütern und Dienstleistungen aller möglichen Anbieter eingelöst werden kann, und die Konditionenänderung im Hinblick auf die Flugprämien daher nur eine - jederzeit mögliche - Preiserhöhung darstellt, aber man kann das sicher auch anders sehen. Strafrechtlich Relevanz hat das Ganze aber jedenfalls nicht, die Strafanzeige ist wieder einmal nur ein laienhafter Gag...
Es ist eben keine Ersatzwährung,denn die Meilen sind nur für Produkte aus dem Lufthansa Miles'n More Programm verwendbar. Der Kunde hat einen Vertrag, an den hat sich Lufthansa zu halten. Die Strafanzeige wurde wegen der Email aus dem Lufthansa Management gestellt, welche Anlass zu der Vermutung gibt, man wolle durch eine kurze unerwartbare Frist Kunden gezielt um ihre Meilen bringen. Das wäre dann in der Tat Betrug.
Mittelmäßige Fluggesellschaft mit bescheidenem Vielfliegerprogramm macht besagtes Programm noch unattraktiver. Was schließen wir daraus? Mit anderen Fluggesellschaften und Allianzen fliegen, eigentlich ganz einfach.
Ich habe mehrere Vielfliegerkarten, löse aber die Guthaben immer möglichst schnell auf.
Bei der gegenwärtigen Konkurrenzsituation der Fluggesellschaften gibt es nur noch wenige Gründe mit Lufthansa zu fliegen: entweder man kann kein Englisch und/oder der Flughafen ist in der Nähe. Bei grenznahen Wohnorten sollte man immer schauen, ob es nicht zeitlich und finanziell günstiger ist, im Ausland zu starten.
Nun halte ich mich mit lediglich 6 bis 8 Interkontinentalflügen pro Jahr, meist aus Südostasien und zur Zeit Salomon-Inseln, nicht für einen typischen Vielflieger, aber ich möchte als Passagier gut behandelt werden und, egal wer das Ticket bezahlt hat, ich möchte nicht um Punkte betrogen werden.
Aber Luxemburg ist beispielsweise ein netter überschaubarer Flughafen und man ist schnell in London, Paris, Zürich oder Amsterdam, wo die Auswahl an Fluggesellschaften und Flugzielen mindestens ebenso groß ist wie in Frankfurt.
Also ich kann ihre Begeisterung für die 180º neigbaren Sitzen nicht teilen. Wenn man versucht die Zeit im Flieger mit einem Laptop auf dem Schoß zu verbringen und der Fordermann einfach so mal seinen Sitz nach hinten kippt, wird es ganz schön eng. Man lebt seinen Neigesitzkompfort immer auf Kosten der dahintersitzenden Passagiere aus.