Forum: Blogs
Ärger über JU-Grundsatzprogramm: Asta la vista, Studentenvertreter
DPADie Junge Union hat sich in ihrem Grundsatzprogramm für die Abschaffung der Verfassten Studierendenschaft ausgesprochen. Christdemokratische Studentenvertreter fühlen sich brüskiert - und werfen den JU-Parteifreunden vor, sie seien in der Hochschulpolitik ahnungslos.
http://www.spiegel.de/unispiegel/stu...-a-860115.html
- #1 08.10.2012 17:59 von
Zwielichtliges Finanzgebaren von ASten; hier RefRat an der HU Berlin
siehe ReferentInnenrat der Humboldt-Universität zu Berlin; da wird alles finanziert, nur werden Studierende nicht unterstützt. Das Geld fließt auch in Nicht-Studierenden-Projekte. Und politisch habe ich den ReferentInnen-Rat der Humboldt-Univ. zu Berlin noch nie erlebt. Es werden nur die RefRat-Pfründe verteidigt und genährt.
ABER: An Stelle die verfasste Studierendenschaft abzuschaffen, sollte die JU und sollte der RCDS selber mal eine Buchprüfung zum Beispiel beim ReferentInnen-Rat (gesetzlich: AStA) der Humboldt-Universität zu Berlin vornehmen. - #2 08.10.2012 18:41 von
Also bisher sind gerade die von RCDS und Freunde gestellten ASten immer wieder durch »Verschwendung« (genauer: Selbstbereicherung) aufgefallen.
Zweitens gibt es die Beschränkung auf »hochschulpolitische Themen« schon lange. Noch nie von der Verweigerung des »allgemeinpolitischen Mandats« gehört?
Aber vielleicht will die JU auch einfach erreichen, dass sich keine Studierenden mehr kostenlos beim AStA über Studienprobleme, BAföG und sonstige Dinge beraten lassen kann, sondern immer und überall zum Anwalt muss? (Bzw. zur Öffentlichen Rechtsauskunft mit »Offenbarungseid«, damit die Beratung kein Vermögen kostet.) - #3 08.10.2012 18:50 von
Konsequent:
Folgen wir mal dieser Logik bis zur bitteren Konsequenz:
Zu geringe Wahlbeteiligung in der Kommune --> Gemeinderat abschaffen. Gemeinde unter Zwangsverwaltung des Landes stellen (würde in Görlitz nicht so viel ändern)
Zu geringe Wahlbeteiligung im Land (hallo Sachsen-Anhalt) --> Parlament abschaffen, vom Bund bestimmen lassen. (sollte man in bestimmten Fällen eh machen)
Zu geringe Wahlbeteiligung im Bund? --> Deutschland von der EU regieren lassen (würde effektiv eh nichts ändern)
Geringe Beteiligung bei den Europawahlen? --> Banken bestimmen lassen (würde effektiv eh nichts ändern).
Dankbarer weise sind unsere Parlamentarier auch gute Vorbilder, und sind zu wichtigen Abstimmungen lieber Fußball gucken als an der Arbeit.
Ich muss immer überlegen: Wofür steht das "C" in CDU? Doof? An solchen Sachen sieht man mal, was für Nachwuchspolitiker die Union hat. Gute Nacht!
Mag ja sein, das die Asten und StuRa Geld verfeuern, aber im Verlgeich zu einigen anderen Sachen ist das lächerlich wenig. Zum Beispiel die Rettung bestimmter systemrelevanter Banken. - #4 08.10.2012 19:44 von
Oi, sie nutzen den Aufwind, den die JU mit ihrer Forderung in Sachsen erhielt.
In jedem Bundesland mit verfassten Studentenschaften gibt es mindestens eine Rechtsinstanz (hier in Sachsen sind es sogar gleich mehrere, fängt bei Innenrevision der Hochschule an und zieht sich hoch bis zum Landesrechnungshof und Berufsgenossenschaft), die die Wahrnehmung der Aufgaben durch und das Finanzwesen der Studentenschaften überwacht. Blöd nur, wenn diese kaum "Holz" liefern, um die von der Jungen Union in die Welt gesetzten Mißbrauchsvorwürfe zu befeuern. Daher versuchen sie jetzt dies über die Gesetzgeber regeln zu lassen. Die Anpassung des Programms ist nur ein weiterer Schritt.
In Sachsen werden mit dem Hochschul"FREIHEITS"gesetz die Studentenschaften ab 01.01.13 weiterhin zur Wahrnehmung ganz bestimmter Aufgaben verpflichtet (und für deren Wahrnehmung hoffentlich noch genügend Studenten sich neben Studium und Nebenjob Zeit für dieses Ehrenamt aufwenden werden), jedoch den einzelnen Studenten von seiner Mitwirkungspflicht, sei es finanziell oder durch Engagement, "befreit" werden.
Zu "zu links/zu rechts/zu konservativ": in vielen Studentenschaften können Förderungen von Gruppen nur nach Antragsstellung ausgesprochen werden. Zumindest hier in Dresden haben in den letzten zwei Jahren die Organisationen, die die verfasste Studentenschaft als solche in Frage stellen, weder Anträge gestellt noch aktiv mitgearbeitet, geschweige sich für Wahlen sichtbar aufstellen lassen. Sie machen es sich dadurch verdammt einfach, dann jedem eine einseitige Förderung zu unterstellen und die Mär' vom links okkupierten StuRa/AStA am Leben zu halten.
LG, TB - #5 08.10.2012 19:49 von
- #6 08.10.2012 21:34 von
Ach Muttis Jubelverein
...gibt es auch noch. Hat sich ja nicht viel geändert. Immer noch ohne eigene Meinung, ausgestattet mit massiven Demokratiedefiziten, für Atomkraft wieder besseren Wissens und naja, die Fotos sagen ja eigentlich schon alles.
- #7 08.10.2012 21:53 von
Hasta la vista AStA!
Ich finde das eine sehr gute Idee. Klar wird an einigen Hochschulen das Geld vom AStA für sinnvoll Dinge, die den Studenten weiterhelfen, eingesetzt. Aber es gibt auch unzählige Beispiele wo das nicht der Fall ist und damit nur das eigene Klientel unterstützt wird: linksextreme Antifa-Truppen, Schwulen/Lesben/Transgender-Selbsterfahrungskurs, internationale Solidarität mit XXX (wofür sich niemand interessiert, weil er/sie gerade andere Sorgen hat: z.B. Bücher aus der Bibliothek zu bekommen) oder das Geld einfach bei Feiern versoffen wird.
Niemand würde merken, wenn es keinen AStA mehr geben würde. Hier wird auf falsche demokratische Beteiligung gesetzt. - #8 08.10.2012 22:32 von
- #9 08.10.2012 23:16 von
Ist-Zustand = Reform?
Wieso soll das Semesterticket nicht mehr Pflicht "werden"? An den Unis, die ich kenne ist das schon längst der Fall. Z.T. gibt es einen gewissen Grundbeitrag im Rahmen der Semestergebühren, aber der ist gegenüber den anderen Uni-Verwaltungsgebühren vernachlässigbar.
Oder hab ich nur die Nadeln im Heuhaufen kennengelernt?
Die aktuellen Top-Themen
Antworten / Zitieren


