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Ärger in Niedersachsen: Piraten quälen sich durch Problem-Parteitag

dapdIhre Pressepolitik sorgt für Häme, sie müssen ihre Kandidaten für die Landtagswahl ein zweites Mal aufstellen: Die niedersächsischen Piraten stehen auf ihrem Parteitag mächtig unter Druck. Doch sie lähmen sich einen Tag lang selbst - aus Angst vor den Querulanten in der Partei.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...845719,00.html
  1. #1

    Na klar

    und die Mainstreampresse bemüht sich sehr eifrig die Piraten runterzuziehen, schließlich soll niemand die Einheitsfront aus SPD/CDU/FDP/Grünen hier gefährden damit der Finanzkapitalismus mit seinen Helfern in der Politik ungehindert weitermachen kann...
  2. #2

    optional

    Die Piratenpartei wollte eben den zweiten Schritt vor dem ersten tun. Jetzt rappelt man sich wieder auf, betreibt Schadensbegrenzung und fängt noch mal von vorne an. Es wird keine zwei Jahre dauern, dann haben wir eine fesche Anzug- und Schlipspartei als vierten oder fünften Grünen-Abklatsch.
  3. #3

    Was gibt's

    an einer Privatzone nicht zu verstehen. Die Presse konnte _alles_ überblicken, nur nicht _direkt_ hinterm Rücken der Leute stehen. Find ich total in Ordnung. Wenn Schäuble der Presse sagt sie soll nicht sein Tablet filmen, versprechen die Besserung. Aber bei den Piraten wird gleich nach Pressefreiheit und Transparenz gebrüllt, obwohl diese voll und ganz gegeben war.
  4. #4

    Souveränität

    Es mangelt den Piraten natürlich an der Souveränität und Kompetenz der großen Volksparteien. Persönlichkeiten wie Mappus, die durch Ehrlichkeit und Unbestechlichkeit herausragen; oder Christina Schröder; oder Westerwelle, oder Rösler; ganz zu schweigen von dem legendären Dreamteam Fischer-Schröder oder den zahlreichen Kanzlerkandidaten der SPD.... Da müssen die Praten noch eine Menge lernen.
  5. #5

    Grau ist alle Theorie

    Zitat von warndtbewohner Beitrag anzeigen
    und die Mainstreampresse bemüht sich sehr eifrig die Piraten runterzuziehen, schließlich soll niemand die Einheitsfront aus SPD/CDU/FDP/Grünen hier gefährden damit der Finanzkapitalismus mit seinen Helfern in der Politik ungehindert weitermachen kann...
    Und wenn man nicht weiter weiss, sucht man die Schuld halt bei den anderen. Vielleicht merken die Piraten jetzt, dass es eine ganze Menge Menschen gibt, die um jeden Preis rechthaben wollen. Wenn alles so einfach wäre wie die Theorie, gäbe es keine Streitrereien.
  6. #6

    Tja, ich halte die Piraten ja wirklich nicht gerade für "die" Alternative zu den etablieren Parteien, obwohl ich sie interessiert beobachte. Ein bisschen Zeit gebe ich denen, bevor ich mir ein Urteil bilde.

    Auf der anderen Seite: Kann es sein, dass die Medien inzwischen so stark gewöhnt sind an effizient durchorganisierte Parteitage und pseudo-demokratische Abstimmungen, dass sie vergessen haben: Demokratie ist nun mal genau das, was die Piraten da machen. Manchmal chaotisch, erratisch, unberechenbar und v.a. ermüdend langsam.
  7. #7

    Zitat von warndtbewohner Beitrag anzeigen
    und die Mainstreampresse bemüht sich sehr eifrig die Piraten runterzuziehen, ...
    Das ist nicht ganz richtig. Die SPD-nahe Presse versucht die Piraten runterzuziehen. Denn alle wissen, wenn die Piraten nächstes Jahr in den Bundestag einziehen, kann die SPD sich die Aufstellung des Kanzlerkandidatens sparen und gleich für die große Koalition Wahlkampf machen. Denn die Piratenstimmen werden SPD und Grünen fehlen.

    CDU/CSU und FDP können über die Piraten froh sein, denn mit Linkspartei und Piratenpartei fallen im linken Parteienspektrum genau die Prozente weg, die rot-grün zu einer satten eigenen Mehrheit verhelfen würden.
  8. #8

    Och Joh!

    Immer mehr ähnelt diese Partei in ihren organisatorischen Querelen den Anfängen der Grünen.

    Wenn sie diese überwunden haben, werden diese in ein paar Jahren garantiert genauso allglatt und im Maßanzug auftreten, wie die heutigen Karriere-Grünen. Selbstverständlich wird dann auch keine Rede mehr von einer Reform der Politikerbezüge und -pensionen sein, allerdings vermutlich das erste echte Internetzensurgesetz durch diese initiiert. Die "Friedenspartei" der Grünen hat es ja vorgemacht und den deutschen Kriegseinsatz in der ganzen Welt, wesentlich dank ihres seinerzeitigen kamoferprobten Spontis und Vorsitzenden Fischer, ermöglicht.
  9. #9

    Problemparteitag?

    Als Problemparteitag würde ich eher den der CDU in BW bezeichnen aufgrund der Mappus-Geschichte.

    Auch wenn ich selbst kein Pirat bin, so finde ich doch hat jeder ein Recht auf Privatsphäre. Dies muss man auch den Mitgliedern der Piratenpartei zugestehen. Wenn ich mich an die Fernsehbilder der letzten Parteitage der Piraten erinnere, als die Kamerateams munter die ganzen Handy- und Laptopdisplays der Piraten abgefilmt und veröffentlicht haben, so kann ich diese Reaktion nachvollziehen.

    Was mich an diesem Artikel besonders stört sind solche reißerischen Formulierungen wie: "Die Grenze zwischen Transparenz und Datenschutz leuchtet matt-orange auf dem Holzboden." So was hat Bildzeitungsniveau! Mich hätte vielmehr eine intellektuelle Auseinandersetzung interessiert, wie Transparenz und Privatsphäre den miteinander vereinbar sind.

    Persönlich bin ich der Meinung, dass auf der einen Seite eine höherer Transparenz (und größeres Mitspracherecht) bei der politischen Entscheidungsfindung und der finanziellen Abhängigkeiten geben sollte. Auf der anderen Seite darf dass Privatleben auch privat bleiben, wobei Google wahrscheinlich schon die sexuellen Vorlieben der Nutzer besser kennt als die meisten Freundinnen bzw. Ehefrauen ;)








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