Zitat von
Tinker1
Mit Abschluss des Mietvertrages überlässt ein Vermieter dem Mieter ein hohes Wirtschaftsgut. Der Mieter hat ein Interesse daran, ein gutes Wohnumfeld zu finden und eine gute Wohnung zu mieten und umgekehrt möchte der Vermieter für mögliche Schäden eine gewisse Absicherung, sprich Kaution dafür, haben. Beide Seiten sind sich in der Regel unbekannt.
Es gibt viele "kleinere" Vermieter, die beim eigenen Hausbau z.B. eine zweite Wohnung miterrichteten. Wenn es all diese kleinen Häuslesbauer nicht mehr gäbe, sähe der Wohnungsmarkt noch schlechter aus. Aber genau diesen trifft es hart, wenn er nach Auszug erst einmal Handwerker zur Schadensbeseitigung kommen lassen muss. Sollte er jetzt die durch den Mieter angerichteten Schaden etwa selbst bezahlen? Wäre das gerecht? Oder sollte er jetzt erst einmal einen langen Klageweg beschreiten, um von dem Schadensverursacher überhaupt nur einen Euro zu erhalten? Viel anders sieht es wahrscheinlich denn auch nicht bei dieser genannten Versicherung aus, auf deren Kautionsangebot sich wahrscheinlich kein vernünftiger Vermieter einlassen wird. Solche Firmengründer wollen doch mit einem derartigen "neuen Geschäftsmodell" bei Mietern nur absahnen.
Janko Tietz relativiert in seinem BILD-reisserisch aufgemachten und unsauber geschriebenen Artikel mit "7400 Euro Kaution" ja schon von selbst, indem er z.B. auf die Deutschen als grösste Mietnation hinweist. Das sagt doch schon alles. Warum machen es denn die anderen besser? Dazu gibt er keine Antwort.
Viele von denen, die da immer gegen die Vermieter lamentieren, sollten vielleicht mal mehr aufs Land in eine günstigere Mietwohnung ziehen. Aber alles zusammen, kurzer Arbeitsweg und kleine Miete geht eben oft nicht. Oder zur rechten Zeit ebenfalls an Eigentumsbildung denken - und möglicherweise dafür z.B. ein kleineres Auto fahren.... (siehe Frankreich!)