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Ärger beim DIW: Rürup lässt es rumpeln
DPABert Rürup war einst der einflussreichste Ökonom Deutschlands. Heute ist er Unternehmer und baut nebenbei das Forschungsinstitut DIW nach seinem Geschmack um. Sein selbstbewusster Stil sorgt dort nun für Ärger, ein renommierter Wissenschaftler soll seinen Posten verlieren.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,828634,00.html
- #10 20.04.2012 08:14 von
Rürup ist, wie schon in den Diskussionsbeiträgen mehrfach korrekt
erwähnt, inzwischen ein Lakai und Zuarbeiter der Versicherungswirtschaft.
Bei seinem Engagement im Joint Venture mit dem einstigen Vater aller AWD Drücker
ist er für "ökonomische Analysen" zuständig.
Da würde es es dann hervorragend passen, diese Analysen künftig aus einer - über Leibnitz größtenteils aus Steuergeldern finanzierten Abteilung
des DIW umsonst geliefert zu bekommen.
Als Kuratoriumsmitglied hat er natürlich bevorzugten Zugriff darauf und seine Maschmeyer-Rürup AG spart sich einen Haufen Geld - solche Datensammlungen und Analysen sind ansonsten
nämlich teuer zu bezahlen. ;)
Die Abteilung dagegen, die er jetzt auflösen will, ist für seine Versicherungsgeschäfte von sehr beschränktem Nutzen.
Das dürfte der eigentliche Hintergrund der DIW- Charaden des
rührigen Bert sein.
Bert Rürup
Ich finde es unsäglich von unseren Politikern, dass sie diesen Lobbyisten und Geschäftemacher immer noch in wichtige Ämter lassen.
Aber er war ja auch mal nützlich. Welche Berufsgruppe erzielt
bei der "Rürup Rente" die höchste Rendite, für welche lohnt sie sich am meisten?
Für Beamte. Laut Finanztest. - #11 20.04.2012 09:13 von
Umlagefinanzierung?
Verstehe ich das richtig? Hier wird kritisiert, dass die Rürup-Rente nicht umlage- sondern kapitalgedeckt ist? Schon mal was von demografischer Entwicklung gehört? Die neuen Rentenformen (Riester, Rürup), die im übrigen meines Wissens bisher allesamt die gesetzliche Rente (Umlageprinzip!) nur ergänzen, nicht aber ersetzen sollen, wurden ja gerade deshalb erdacht, weil das Umlageprinzip schon jetzt schlecht und bald gar nicht mehr funktioniert.
Und dass Leute, die eine Versicherung abschließen wollen, zu einer Versicherung gehen und solche, die einen Sparvertrag machen wollen, zu einer Bank, das halte ich jetzt auch nicht gerade wert, entrüstet darüber aufzuschreien. Wenn ich ein Auto kaufen will (oder muss), gehe ich auch ins Autohaus und nicht zur Bäckerei. - #12 20.04.2012 09:41 von
Rürup ist lediglich ein weiterer Maschmeyer-Lobbyist.
Die ARD hat das Geflecht um den Lebensgefährten von Frau Ferres in einer Dokumentation mal durchleuchtet, hier ein Ausschnitt mit Riester und Rürup:
http://www.youtube.com/watch?v=DTkh9YEmfkM - #13 20.04.2012 10:24 von
- #14 20.04.2012 10:24 von
Wortwahl
...eines Ertappten:
"Blödsinn!" - #15 20.04.2012 10:38 von
Die Made
Die derzeit in Deutschland vorherrschenden demokratischen Verhältnisse lassen sich am besten mit einem durch und durch verwurmten Apfel vergleichen. Eine der in diesem Apfel zahlreich kreuchenden Maden ist Rürup, dessen Größe als stattlich zu bewerten ist.
- #16 20.04.2012 14:39 von
Rürup hat mit diesem Brief endgültig das operative Geschäft des DIW übernommen.
Damit verwischen sich die Verantwortlichkeiten vonAufsicht und Vorstand - die Frage ist, ob das
noch mit einem Leibniz-Institut vereinbar ist!Viele kompetente Wissenschaftler haben schon das
Haus verlassen, andere werden folgen. Die Gruppevon Brück ist die größte Forschungsabteilung des
DIW und wissenschaftlich und wirtschaftlich dieerfolgreichste. Sie soll jetzt zielgerichtet
gleichgeschaltet werden, weil Brück keinKeynesianer ist. Damit werden andere
wissenschaftlichen Meinungen unterdrückt, ohne
den Wissenschaftlichen Beirat des Institutsüberhaupt zu fragen! Absurd dabei ist, dass seine
Weltwirtschaftliche Abteilung letztes Jahr erstauf "Entwicklung und Sicherheit" reduziert wurde,
um sie jetzt ganz streichen zu können. Und diesalles, bevor ein neuer Präsident ins Haus kommt.
Wer wird sich für diesen Scherbenhaufen von Rürup
überhaupt interessieren, müsste er sich doch zuseinem Befehlsempfänger machen. Die Doktoranden
sind verängstigt und sorgen sich um ihre Zukunft.
Wie lange lassen sich der WissenschaftlicherBeirat des DIW und die Leibniz-Gemeinschaft das noch bieten? - #17 21.04.2012 09:06 von
Herr Rürup möchte mit seinem Vorschlag langfristig das Überleben des DIWs sichern respektive dessen drohenden Abstieg in die Zweitklassigkeit verhindern. Dies sollte erste einmal gewürdigt werden, auch wenn die Kommunikationsform vielleicht nicht optimal war.
Ein Blick auf Herrn Brücks Publikationsliste zeigt (http://ideas.repec.org/e/pbr19.html), dass Herr Rürup mit seiner Einschätzung nicht ganz falsch liegt: viel Masse, wenig Klasse. Einzelautorpublikationen vor allem im DIW-Hausjournal ohne echten Gutachterprozess. Zudem reine Spezialisierung auf Konfliktforschung. Ganz objektiv reicht das nicht für die Leitung einer dringend notwendigen, neu aufzubauenden Abteilung 'Internationale Wirtschaft'.
Die meisten der 20 Mitarbeiter sind Doktoranden - das Zeitfenster bis 2014 sollte genügen, ihre Arbeiten abzuschliessen; deren Arbeitsverträge sind übrigens allein an die Laufzeit der Projekte geknüpft (also laufen evtl. sowieso über 2014 hinaus). Herrn Rürups frühe Kommunikation ermöglicht hier eine sozialverträgliche Lösung. - #18 21.04.2012 09:41 von
Siehe mein letzter Beitrag (Überschrift fehlt)
- #19 21.04.2012 10:13 von
Zitat "einst der einflussreichste Ökonom Deutschlands"
Er ist es nicht mehr weil wohl u.a. sein persönlicher Output in einer entscheidenden Phase nicht nur etwa als "randständig" sondern schlichtweg als katastrophal falsch und unwissenschaftlich empfunden wurde.
Und folgerichtig scheint es, seit Rürup bei Maschmeier eingestiegen ist, wie die Affäre Wulff demonstriert, bei dem auch nicht mehr so richtig zu laufen.
Wofür brauche ich einen alten Mann, der von der Materie für die er vorgibt Fachmann zu sein, keine Ahnung zu haben scheint?
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