Der Riese gibt sich bürgernah: Die neuen Facebook-Regeln konnten von den Mitgliedern kommentiert werden, nun stehen sie zur Abstimmung. Weder die Nutzer noch Facebook nehmen die Wahl sonderlich ernst - aus guten Gründen.
http://www.spiegel.de/netzwelt/netzp...837015,00.html
Danke, der Artikel entspricht meiner Meinung über diese Simulation von Mitbestimmung, um in der öffentlichen Wahrnehmung das Bild eines sozialen Projekts zu erzeugen, an dem alle mitbauen und auch an Entscheidungen beteiligt werden.
Es ist tatsächlich eine Farce. Nur leider wird dies seltener benannt, auch von Medien, die es besser wissen müssen.
Facebook hält sich nicht an geltendes Recht. Wenn ich das auf meiner kleinen Website mache, erhalte ich Abmahnungen von Abmahnhaien. Facebook mahnt niemand ab - vermutlich weil die den längeren Atem vor Gericht hätten?
Die Anonymität im Internet ist kein Grund. Facebooks Firmensitze sind wohl bekannt - die Verantwortlichen ebenso. Trotzdem gibt es keine Klagen und keine Verfahren. Grossunternehmen können scheinbar machen was sie wollen. Sie wählen ihren Firmensitz in einem (kleinen) Staat und bekommen dafür Steuergeschenke und eine Regulierungsbehörde, die beide Augen zudrückt!
Ich habe vor Wochen bereits meinen Facebook-Account gelöscht.
Vor Monaten meine (privaten) Bilder entfernt.
Ich hatte mir die Nutzungsbedingungsänderungen durchgelesen, die sich damals jeweils ändern sollten.
Als Marketingprofi war mir klar, welches Potenzial Facebook da entwickelt - und lange Zeit nicht "richtig" zu nutzen wusste...
Nun "wissen" "Sie" "es" - denn Facebook muss "liefern". Dem Markt aka der Börse. Den Anlegern.
Facebook ist nun längst kein Studenten-Start-Up mit Garagenfreiheitsimage, sondern eine Art "Kundenkarte" - nur das man bei FB nichts kaufen kann. Noch nicht jedenfalls.
Kundenkarten sammeln in ihrer jeweiligen Mikroökonomie ebenfalls mehr oder weniger persönliche, bzw. Personen bezogene Daten ihrer Nutzer. Der Nutzen für die Kunden ist dabei stets marginal - für die ausgebenden Unternehmen jedoch ein veritabler Vorteil, der sich auf unterschiedlichen Wegen in Umsatzzahlen ummünzen lässt.
Ich habe keine Kundenkarten - und nun auch keinen FB-Account mehr. Ich habe kaum "I like" gedrückt - wohl wissend, das diese Statements gesammelt werden um ausgewertet zu werden.
Ich habe auch keinen "E-Perso". Aus ähnlichen Gründen.
Ich lasse mich in meiner Freiheit nicht einschränken und auch nicht von Wirtschaftsunternehmen bevormunden - oder gar meiner Identität und Daten bestehlen!
Machen Sie das?
Es zwingt Sie niemand dazu. Marketing und Werbung funktionier(t)en auch ohne Facebook, Preisausschreiben und Co. - wenngleich dabei das alte Henry Ford Zitat "Fünfzig Prozent bei der Werbung sind immer rausgeworfen. Man weiß aber nicht, welche Hälfte das ist." Gültigkeit behielt.
Facebook und Kundenkarten wollen genau dieses Zitat widerlegen!
In diesem Sinne: Adieu, Facebook aka 1984!
Das ganze ist ein weitere unnötiger Vertrauensverlust, der Facebook schaden ...
http://www.futurebiz.de/artikel/die-300-mio-user-kampagne/
...zumindest was die Leute betrifft, die über die Wahl informiert werden. Ich habe von Facebook eine Mail mit Link zur Wahlmöglichkeit bekommen obwohl ich ca. einmal pro Woche für 5 Minuten bei denen eingeloggt bin und ganz sicher gar nix diesbezüglich abonniert habe...
So wie die meisten Wahlen bei uns...Es ist eine Farce.