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Ältester Absolvent der Welt: Uropa feiert vierten Uni-Abschluss

DPALebenslanges Lernen ist für ihn keine hohle Phrase: Der Australier Allan Stewart hat mit 97 Jahren sein viertes Studium abgeschlossen. Jetzt will er seine Uni-Robe an den Nagel hängen - das sagt er allerdings nicht zum ersten Mal.

http://www.spiegel.de/unispiegel/wun...831338,00.html
  1. #10

    Zitat von reuanmuc Beitrag anzeigen
    Wenn es den Mann befriedigt, sei es ihm gegönnt. Bewundern kann ich es nicht. Ich würde micht nicht jahrelang quälen, nur um mir noch ein Diplom umhängen zu können. Darin sehe ich keinen Sinn. Für mich wäre es sinnvoller, eigene Gedanken zu einem Thema zu entwickeln, auch ohne Diplom.
    Verstehe ich nicht. Er quält sich doch wohl nicht ab, es macht ihm doch offenbar Spaß. Und wenn man sich schon intellektuell mit etwas beschäftigt, wieso soll man nicht sein Diplom machen? Im Übrigen sehe ich nicht, wieso ein Studium mit Abschluss und eigene Gedanken sich ausschließen sollen.
  2. #11

    Zitat von lindenbast Beitrag anzeigen
    Verstehe ich nicht.
    Das verlangt auch niemand von Ihnen.
    Er quält sich doch wohl nicht ab, es macht ihm doch offenbar Spaß.
    Immerhin spricht er von Mühe und ein Hochschulstudium ist wahrlich nicht nur Spaß, heute weniger denn je.
    Und wenn man sich schon intellektuell mit etwas beschäftigt, wieso soll man nicht sein Diplom machen?
    Das muss jeder für sich selber entscheiden. Für junge, "normale" Studenten, die darauf ihren Beruf aufbauen, ist das keine Frage. Aber mit 90 ist ein Diplom nicht mehr so relevant.
    Im Übrigen sehe ich nicht, wieso ein Studium mit Abschluss und eigene Gedanken sich ausschließen sollen.
    Ein Studium ist pauken, da ist nicht viel mit eigenen Gedanken. Es gilt, Prüfungen zu bestehen und Arbeiten zu schreiben.
  3. #12

    Ich finde es bewundernswert! Zu der befremdlichen Diskussion über "dem Staat zur Last fallen" und Studiengebühren möchte ich hinzufügen, dass in Australien Studiengebühren in teils erheblicher Höhe die Regel sind.
  4. #13

    Schon interessant

    was für Kommentare angesichts einer solchen Leistung (ja, das ist schon eine Leistung!) abgegeben werden. Haben die Abgebenden eine ähnliche Qualifikation oder eine ähnliche Motivation?

    Egal: nebenbei muss in Australien Studiengebühr entrichtet werden. Ob in jedem Fall weiss ich nicht. Aber gehen wir mal davon aus, dass er seinem eigenen Geldbeutel und nicht dem Staat "zur Last gefallen ist". Oder sind die negativen Kommentare vielleicht Neid auf die geistigen Fähigkeiten eines 97-jährigen? Das wäre allerdings mehr als befremdlich...
  5. #14

    bravo!

    Zitat von joki81 Beitrag anzeigen
    Ich finde, der Lebenslauf lässt hier ziemlich klar den Schluss zu, dass das keineswegs der Fall ist: Er ist Jahrgang 1915, und hat 1936 seinen Zahnmedizin-Abschluss gemacht, mit 21. Hört sich das für sie vielleicht nach einem Bummelstudenten an? Der Zahnchirurgie-Abschluss ist nicht datiert, aber man kann davon ausgehen, dass er sich als Zahnarzt eben noch spezialisieren wollte. Danach dürfte also ein ganz normales Berufsleben als Zahnarzt/Zahnchirurg folgen. Als er nun 2001 sein Jurastudium angefangen hat, war er 86 und somit längst im Ruhestand. Gerade da Australien erhebliche Studiengebühren fordert, ist ja wohl überhaupt nichts dagegen einzuwenden, wenn jemand seine Altersversorgung zum Studieren verwendet.
    Vermutlich ist Studieren sein Hobby. Jeder hat das Recht, sein Leben so zu gestalten, wie er mag.

    Ich finde ihn uneingeschränkt toll, den Opa.
  6. #15

    ....

    Zitat von crocodil Beitrag anzeigen
    Dass er vielleicht dem Staat auf die Last gefallen ist, wird ihn warhrscheinlich nicht interessieren. Wenn mal so lange paukt, wo hat er eigentlich die Zeit gefunden. dass man 12 facher Großvater werden kann??
    Hätten einige unserer Politiker ähnliche Begeisterung für das Lernen gehabt, würden sie heute noch ihren Dr. vor dem Namen führen und wären nach ihrem Ausscheiden aus dem Amt nicht dem Staat(Steuerzahler) zur Last gefallen.

    Oder wie sehen Sie das?
  7. #16

    es ist sicher gesund

    Zitat von lindenbast Beitrag anzeigen
    Verstehe ich nicht. Er quält sich doch wohl nicht ab, es macht ihm doch offenbar Spaß. Und wenn man sich schon intellektuell mit etwas beschäftigt, wieso soll man nicht sein Diplom machen? Im Übrigen sehe ich nicht, wieso ein Studium mit Abschluss und eigene Gedanken sich ausschließen sollen.
    Es macht ihm augenscheinlich Spass.

    Eigene Gedanken: Ich denke, dass sein Impetus nicht allein akademisches Wissenwollen oder Forschung ist, denn zu einem Vollstudium gehören ja üblicherweise auch lästige Fächer, die nicht mit seinen Interessen harmonieren. Das Diplom anzustreben ist vielleicht dadurch bedingt, dass man die Bestätigung haben will, etwas zu können, was andere nicht können. Das kann durchaus dem Selbstbewusstsein zuträglich sein und wäre damit Psychohygiene. Mglw. will er auch als Vorbild für seine Enkel dienen.

    Ich mache auch so etwas, aber als Gasthörer und über Onlinekurse amerikanischer Unis. Ich will kein Diplom mehr erwerben, aber ich will weitere Kenntnisse und Fertigkeiten für ein mir selbst gestecktes Ziel (Projekt) erwerben.
  8. #17

    Zitat von Schäfer Beitrag anzeigen
    Ich mache auch so etwas, aber als Gasthörer und über Onlinekurse amerikanischer Unis. Ich will kein Diplom mehr erwerben, aber ich will weitere Kenntnisse und Fertigkeiten für ein mir selbst gestecktes Ziel (Projekt) erwerben.
    Selbstverständlich ist es anerkennenswert, wenn jemand ein Hochschulstudium schafft, egal in welchem Alter. Aber bewunderungswürdig ist es genauso wenig, wie jemand mit zwei oder drei Doktortiteln. Wenn jemand für sich darin eine Befriedigung sieht, dann sei es ihm gegönnt, man muss es weder kritisieren noch verurteilen.

    Entscheidend ist jedoch vielmehr, was man mit dem erworbenen Wissen macht. Wissen nur zu besitzen, hat wenig Bedeutung oder Wert. Selbstverständlich kann man als junger Mensch nie genau wissen, wie der weitere Lebenslauf sein wird, so dass ein Wissens- oder Titelvorrat eine Grundlage liefern kann für künftige Entscheidungen. Im Alter von 90 Jahren ist das aber nicht mehr der Fall. Um Wissen aus Spaß an der Erkenntnis zu erwerben, ist ein Hochschulstudium eher nicht geeignet.
  9. #18

    Typisch deutsche Diskussion. Warum immer gleich meckern und motzen? Lasst dem Mann doch seinen Spaß. Nicht jeder ist dafür gemacht nach der Rente im Schrebergarten zu sitzen und die Bildzeitung zu lesen.
  10. #19

    jein

    Zitat von reuanmuc Beitrag anzeigen
    Entscheidend ist jedoch vielmehr, was man mit dem erworbenen Wissen macht. Wissen nur zu besitzen, hat wenig Bedeutung oder Wert. Selbstverständlich kann man als junger Mensch nie genau wissen, wie der weitere Lebenslauf sein wird, so dass ein Wissens- oder Titelvorrat eine Grundlage liefern kann für künftige Entscheidungen. Im Alter von 90 Jahren ist das aber nicht mehr der Fall. Um Wissen aus Spaß an der Erkenntnis zu erwerben, ist ein Hochschulstudium eher nicht geeignet.
    Lernen als Selbstzweck hat auch seine Berechtigung. Niemand muss sich rechtfertigen, indem er angibt, welchen Zweck er mit dem Lernen verfolgt. Und Prüfungen halte ich schon für notwendig, weil man selbst Defizite nicht erkennen kann.

    Als Pensionär hat der alte Mann doch ein Recht darauf, zu tun, was er will. Seinen Beitrag an die Gesellschaft hat er schon geleistet.


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