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Ägyptische Frauen: Jung, weiblich, revolutionär

Sie*übernachteten auf dem Tahrir-Platz und legten sich mit Polizisten an: Die ägyptischen Frauen griffen selbstbewusst in die Revolution ein. Jetzt*fordern sie mehr*Rechte, doch die konservative Gesellschaft will von Gleichberechtigung nichts wissen.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...773702,00.html
  1. #10

    Vielfalt

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Sie*übernachteten auf dem Tahrir-Platz und legten sich mit Polizisten an: Die ägyptischen Frauen griffen selbstbewusst in die Revolution ein. Jetzt*fordern sie mehr*Rechte, doch die konservative Gesellschaft will von Gleichberechtigung nichts wissen.
    Kann ich verstehen. Und ich hoffe, "die konservative Gesellschaft" bleibt, was sie ist. Warum muß denn die ganze Welt nach dem dem Bilde des Westens geformt sein?

    Es ist doch merkwürdig: Einerseits ist bei uns ständig vom Ideal einer multikulturellen Gesellschaft die Rede. Aber wehe, eine Gesellschaft irgendwo auf der Welt sieht nicht genauso aus wie unsere.

    Hat nicht gestern irgendwo im Spiegel jemand vom überzogenen moralischen Anspruch Deutschlands, das alle Welt belehren will, gewarnt?
  2. #11

    Wie lang?

    Zitat von feuercaro1 Beitrag anzeigen
    Zur Erinnerung: In Saudi Arabien ist es Frauen immer noch verboten, Auto zu fahren. Frauenunterdrücker verteilten dort an Männer Stricke, mit denen "unbotmäßige" Frauen später dann geschlagen wurden.

    Eine zarte Blume wächst jetzt Ägypten. Lasst uns hoffen, dass sie nicht zertreten wird.

    Auf lange Sicht lässt sich die Gleichberechtigung der Frau nirgendwo mehr aufhalten. Nur: WIE lang?
    Auch die bei uns so viel gepriesenen "Revolutionäre" haben in den arabischen Ländern mit Frauen-Emanzipation nicht viel am Hut. In Libyen wird das Rad der Geschichte diesbezüglich gerade zurückgedreht, sollten die sogenannten Rebellen an die Macht kommen. Wie schon geschrieben: Träume ade...
  3. #12

    auch die längste Reise ...

    ... beginnt mit dem ersten Schritt.

    gebt Ägypten, gebt der Türkei, gebt Afrika ein bißchen mehr Zeit.
    Zeit zu entscheiden, wo sie ankommen wollen.
    Zeit all das aufzuholen, was über den Westen die letzten hundert Jahre hereingebrochen ist.

    Was glaubt ihr, wie viele Generationen Indien, China, Iran, Afghanistan brauchen werden, um selbstbewusst entscheiden zu können, wie ihre Gesellschaft geordnet ist ?

    Ob bis dahin in den DAX Gesellschaften mehr als 30% Frauen im Vorstand sitzen ?
    Ob es dann immer noch Todesstrafen in USA und ein Sonderlager Guantanamo gibt ?
    Ob bis dahin immer noch die Erbfolge in den Königshäusern Mädchen benachteiligt ?

    Die Kulturen werden sich vermischen und gegenseitig beeinflussen. So wie die französische Revolution Europa beeinflusst hat, so wie zwei Weltkriege den Westen beeinflusst haben.
    Afrika und Asien erleben gerade eine Neugeburt ihrer Kulturen. Gebt ihnen ein bißchen Zeit, ihre Kindheit selbst zu bestimmen.
  4. #13

    Jung vielleicht, aber...

    ... was an diesen vermummten Gestalten weiblich und revolutionär sein soll, entzieht sich meiner Kenntnis.
  5. #14

    .

    Zitat von Student5 Beitrag anzeigen
    Kann ich verstehen. Und ich hoffe, "die konservative Gesellschaft" bleibt, was sie ist. Warum muß denn die ganze Welt nach dem dem Bilde des Westens geformt sein?
    Interessant.
    "Konservativ" heisst ja dort Zwei-Klassen-Gesellschaft, durch die Geschlechtszugehoerigkeit in zwei Klassen getrennt.

    Aber ich glaube, so wie Sie kann auch nur jemand reden, der zu der oberen der beiden "Klassen" gehoert.


    Zitat von Student5 Beitrag anzeigen
    Es ist doch merkwürdig: Einerseits ist bei uns ständig vom Ideal einer multikulturellen Gesellschaft die Rede. Aber wehe, eine Gesellschaft irgendwo auf der Welt sieht nicht genauso aus wie unsere.
    Da bringen Sie aber was maechtig durcheinander.


    Zitat von Student5 Beitrag anzeigen
    Hat nicht gestern irgendwo im Spiegel jemand vom überzogenen moralischen Anspruch Deutschlands, das alle Welt belehren will, gewarnt?
    Deutschland will eigentlich nicht in dem Sinn "belehren", sondern macht einfach seine Zuwendungen abhaengig davon, ob ein Staat seinen moralischen Anspruechen genuegt. Ist sein gutes Recht.

    Oder finden Sie die Kritik an China oder gar am Iran "ueberzogen"?
  6. #15

    auch die längste Reise...

    Zitat von old_spice Beitrag anzeigen
    ... beginnt mit dem ersten Schritt.

    gebt Ägypten, gebt der Türkei, gebt Afrika ein bißchen mehr Zeit.
    Zeit zu entscheiden, wo sie ankommen wollen.
    Zeit all das aufzuholen, was über den Westen die letzten hundert Jahre hereingebrochen ist.

    Was glaubt ihr, wie viele Generationen Indien, China, Iran, Afghanistan brauchen werden, um selbstbewusst entscheiden zu können, wie ihre Gesellschaft geordnet ist ?

    Ob bis dahin in den DAX Gesellschaften mehr als 30% Frauen im Vorstand sitzen ?
    Ob es dann immer noch Todesstrafen in USA und ein Sonderlager Guantanamo gibt ?
    Ob bis dahin immer noch die Erbfolge in den Königshäusern Mädchen benachteiligt ?

    Die Kulturen werden sich vermischen und gegenseitig beeinflussen. So wie die französische Revolution Europa beeinflusst hat, so wie zwei Weltkriege den Westen beeinflusst haben.
    Afrika und Asien erleben gerade eine Neugeburt ihrer Kulturen. Gebt ihnen ein bißchen Zeit, ihre Kindheit selbst zu bestimmen.
    Jaja, für manche ist halt der Weg das Ziel, weil Ankommen nicht eingeplant ist. In den von Ihnen eingangs genannten Gegenden wird mir allerdings zuviel rückwärts gelaufen...
  7. #16

    ...

    Da muss ne deutsche Task-Force runter.

    Angeführt von Alice Schwarzer und Bascha Mika. Den operativen Teil übernehmen Ines Pohl und eine Heerschar Emma-Leserinnen.

    Labern kann man viel, liebe Damen. Handeln sie!
  8. #17

    Bitte geben Sie einen Titel für den Beitrag an!

    Zitat von steinaug Beitrag anzeigen
    Der sagenumwobene arabische Frühling ist wohl doch ein islamischer Winter.
    Genau. Seit wievielen Jahrhunderten ist denn die Frau im christlichen Abendland gleichberechtig?
  9. #18

    Seit..

    Zitat von Walter Sobchak Beitrag anzeigen
    Genau. Seit wievielen Jahrhunderten ist denn die Frau im christlichen Abendland gleichberechtig?
    Kirchen und Religionen nicht mehr das große Sagen haben. In islamischen "Gottesstaaten" sehe ich leider keine Tendenz, die Macht des Islam und dessen Vertreter einzuschränken. Ganz im Gegenteil.
  10. #19

    Leittragende oder Leitbringende?

    Nahezu alle Frauen, die in TV-Berichten sichtbar am Revolutiönchen beteiligt waren, haben ein Kopftuch oder gleich einen ganzen Sack über den Körper getragen. Sie waren und sind also Repräsentanten eines offensichtlich nicht aufgeklärten, sehr konservativen Teils der Bevölkerung.

    Das Ziel war nicht, eine gleichberechtigte und aufgeklärte Gesellschaft zu schaffen, sondern genau das Gegenteil davon: Mehr Einfluss der einschlägig bekannten Religion...








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