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Ägypten: Mursi fordert Obama zu neuer Arabien-Politik auf

DPA / Egyptian PresidencyDer ägyptische Präsident Mursi hat den USA schwere Fehler in der Politik gegenüber den arabischen Staaten vorgeworfen. Er geißelte dabei vor allem die jahrzehntelange Unterstützung von Diktatoren in der Region - damit habe sich Washington den Hass der Menschen zugezogen.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...857428,00.html
  1. #1

    optional

    Einige Kritiker werfen ihm bereits vor, er betone zu sehr die Außenpolitik, anstatt sich der internen Probleme des Landes am Nil zu widmen.
    Beides hängt zusammen. Eine der wesentlichen Fragen in der Region ist die aktuelle Stellung Ägyptens zu Israel, den westlichen Ländern und den arabischen Staaten. Es muss eine gewisse Sicherheit und Verlässlichkeit diesbezüglich geben. Dies ist auch innenpolitisch von Bedeutung, da zum einen Rechtssicherheit für ausländische Investoren, zum anderen ein stabiler Frieden für den touristischen Sektor unerlässlich sind.
  2. #2

    Es ist ja wohl dringender..

    dass die arabischen Staaten ihre Politik gegenüber den USA und der westlichen Welt ändern
  3. #3

    Mursi auf dem Schleudersitz

    Mursi droht die ägyptische Volkswirtschaft "um die Ohren" zu fliegen. Die Devisenreserven schmelzen wie Schnee in der Sonne, die Benzin- und Stromversorgung wird immer schlechter.
    Jetzt hat er sowohl Katar um Geld angebettelt als auch seine Fühler zum IWF ausgestreckt.
    In spätestens einem halben Jahr wird es Unruhen gegen Mursi geben.
  4. #4

    Schnee von Gestern

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der ägyptische Präsident Mursi hat den USA schwere Fehler in der Politik gegenüber den arabischen Staaten vorgeworfen. Er geißelte dabei vor allem die jahrzehntelange Unterstützung von Diktatoren in der Region - damit habe sich Washington den Hass der Menschen zugezogen.
    Mursi sollte selbst am Allerbesten wissen, dass die USA diese Politik längst aufgegeben haben, denn sonst wäre er nicht Präsident Ägyptens.


    "Vergangene US-Regierungen haben sich mit dem Geld ihrer Steuerzahler in erster Linie die Abneigung, wenn nicht den Hass, der Völker der Region gekauft", sagte Mursi der "New York Times". Damit meinte er Washingtons jahrzehntelange Unterstützung für autoritäre Herrscher in der arabischen Welt und die bedingungslose Unterstützung Israels.
    Aha, daher weht der Wind. Dem Islamisten Mursi dessen Partei den Friedensvertrag mit Israel kündigen will, passt es nicht, dass die USA Israel bei der Sicherung seiner Existenz helfen. Tja, daran wird sich nix ändern und das ist auch gut so!


    Die USA seien für das Recht der Araber eingetreten, die "selbe Freiheit zu genießen wie die Amerikaner". Die USA hätten allerdings auch eine "besondere Verantwortung" für die Palästinenser, mahnte Mursi in dem Interview. "Solange Frieden und Gerechtigkeit für die Palästinenser nicht verwirklicht sind, bleibt das Abkommen unerfüllt", sagte er mit Blick auf das Camp-David-Abkommen von 1978.
    Erstens kann ich von Freiheit nicht viel im Nahen Osten sehen, radikalen Islam schon eher und zweitens sind die Palästinenser die Schmiede ihres eigenen Unglücks:

    Fragebogen für Palästina-Solidaritäter
  5. #5

    Verbündeter?

    Die Aussage von Obama Ägypten sei weder Verbündeter noch Feind dürfte die richtige sein.Denn auch in den USA wird die bisherige Nahostostpolitik auf dem Prüfstand stehen.Ich persönlich kann mir nicht vorstellen das die jüngsten Ausschreitungen gegen westliche Botschaften die Obama Regierung ignoriert.Es ist eher denkbar das die offizielen Verlautbarungen ein anderes Bild wiedergeben als die interne Diskussion um dieses Thema.Denn eins dürfte der US Regierung mittlerweile auch klar geworden sein .Einen velässlichen Verbündeten außer Israel haben sie in dieser Region nicht mehr, was auch die Aussage Obamas wiederspiegelt.Welche Kosequenzen sich daraus ergeben und in die weitere Nahostpolitik einfliesen wird sich zeigen.
  6. #6

    Mursi, der Taktiker

    Die Kritik von Ägyptens Präsident Mursi an den USA geht bewusst nur soweit -wie deren Akzeptanz und Finanzhilfen ungefährdet bleiben.
    Auch mit Obama wird gerade das Islamistenzentrum Saudi Arabien,- regiert im Steinzeitislam-, unverändert militärisch aufgerüstet. Nachgewiesenermaßen ist gerade dort der fundamentale Islamismus, (Mohabiten), beheimatet der sich dann Afghanistans bemächtigte. Ob Taliban, Salafisten oder sonstige fundamentale Gewaltaktivisten die inzwischen ihr Unwesen in weiteren islamischen Ländern betreiben, sie alle haben diese saudi arabischen “Mutter”. Nur dem der die Augen davor verschließt bleibt verborgen, dass dieses Land stabil im seinem steinzeitlichen Islam verharrt und seine internationale Brut nährt.
    Aus welchen Interessen die US-Regierung Saudi-Arabiens Militärmacht puscht, bzw. puschen lässt, (z.B. v. Dt.), dagegen den Niedergang moderater anderer islam. Staaten unterstützt, muss ich offen lassen. Aktuell heißt ihr Erzfeind IRAN, vom dem eine atomare Bedrohung ausgehen soll.
  7. #7

    Wird Ägypten den VSA auch weiterhin die Treue halten?

    Jahrzehntelang erkauften sich die VSA (würdelos wie immer) durch ihre Hilfszahlungen die Freundschaft Ägyptens, welches sich zuvor auf der marxistischen Russen gestellt hatte; und nach dem Sturz des russischen Weltreiches hatte Ägypten eigentlich gar keine andere Wahl, zumal es durch diese Hilfsgelder und den Fremdenverkehr sehr abhängig von den VSA und ihren europäischen Vasallen geworden war. Womit es anders als die an Öl und Gas so unverschämt reichen Perser den VSA nicht einfach mit Götz von Berlingen entsagen konnte, zumindest traf dies auf die alte, träge Regierung zu; nun haben sich die mohammedanischen Eiferer die Macht in Ägypten verschafft und unter deren Regiment dürfte zumindest der Fremdenverkehr ein jähes Ende finden und es ist auch fraglich, ob die VS-Regierung weiterhin die Geldzahlungen an Ägypten tätigen kann; schließlich wendet sich der so überschwänglich gefeierte morgenländische Frühling nun gegen die VSA und deren Kongress pflegt manchmal unbotmäßig zu sein.
  8. #8

    Glashaus? Steine?

    "Damit meinte er Washingtons jahrzehntelange Unterstützung für autoritäre Herrscher in der arabischen Welt und die bedingungslose Unterstützung Israels." Und was sagt Mursi zu den Freiheitsrechten der Menschen in den Autokratien der Golfregion, wenn er sich dort wie in Qatar den nächsten Scheck abholt?
  9. #9

    Beweis ?

    Zitat von messwert Beitrag anzeigen
    ---------Nachgewiesenermaßen ist gerade dort der fundamentale Islamismus, (Mohabiten), beheimatet der sich dann Afghanistans bemächtigte.
    ---------.
    Wer schon "nachgewiesenermaßen" unbedingt mit "Islamwissen" glänzen will sollte mindestens wissen, dass in Saudi-Arabien nicht die Mohabiten sondern die Wahabiten herrschen.

    Die Mohabiten (richtig Moabiter) waren ein Stamm aus dem AT welcher von Joram , dem König von Israel während seiner 12-jährigen Herrschaft in Gemeinschaft mit Josaphat , dem König von Juda besiegt wurde.


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