Ägypten: Militärrat stellt Präsidentschaftswahl infrage

DPAFünf Wochen vor Beginn der Präsidentenwahl in Ägypten steht die Machtübergabe an eine zivile Führung auf der Kippe: Der Armeechef will noch vor der Wahl eine neue Verfassung verabschieden, drei Favoriten wurden disqualifiziert. Sie haben nun Einspruch gegen die Entscheidung eingelegt.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...827914,00.html
  1. #1

    Wie Sache in Ägypten ist noch lange nicht vorbei

    Gesetzt den Fall, daß es sich beim Lärmen und Toben auf Ägyptens Straßen um eine echte Staatsveränderung handelt, so wird das Gesichtertauschen und die vorgetäuschte Übergangszeit den alten, neuen Herrschern wenig helfen, denn die Ursachen der Erhebung – also Armut, Überbevölkerung, Arbeitslosigkeit, etc. – vermochten sie nicht zu beseitigen und auch die Wahlen werden wenig helfen; auch hat man die Lage mutwillig verschlechtert, indem man die milden Gaben für die Armen gestrichen hat und seitdem die Lebensmittelpreise in Ägypten geradezu explodieren und dies treibt die Armen in die Hände der religiösen Eiferer, welche ihnen Almosen und Trost bieten; und manche Schreiberlinge fragen dann noch wunderbar unwissend, woher die religiösen Eiferer wohl fast unbegrenzte Geldmittel erhalten haben; dabei befindet sich die Antwort auf der anderen Seite des roten Meeres. Wohin es allerdings führt, wenn den besagten Eiferern die modernen ägyptischen Waffen in die fallen, kann man sich wohl denken.
  2. #2

    Böses Ende

    Zitat von edmond_d._berggraf-christ Beitrag anzeigen
    und manche Schreiberlinge fragen dann noch wunderbar unwissend, woher die religiösen Eiferer wohl fast unbegrenzte Geldmittel erhalten haben; dabei befindet sich die Antwort auf der anderen Seite des roten Meeres. Wohin es allerdings führt, wenn den besagten Eiferern die modernen ägyptischen Waffen in die fallen, kann man sich wohl denken.
    Dem kann man nur beipflichten. Saudische Wahabisten haben sich mit Milliardensummen in Ägyptens Regierung gekauft. Die selben, die neben Moscheen und Koranschulen, auch Waffen und Hetzpropaganda in alle Welt exportieren. Armut und Ungleichheit zu bekämpfen war nie ihr Ziel, sie wollten nur islamische Hassprediger in die ägyptische Politik einschleusen.
    Schon jetzt sagt die Atmosphäre Unheil voraus. Themen in der Politik sind nicht Demokratie, Freiheit und Gleichberechtigung, sondern wie sehr und in welcher Form der Islam über alle anderen herrschen und walten darf. Sogar von einer Kopfsteuer für Kopten ist die Rede. Und die Friedensverträge mit einem Judenstaat wurden auch längst für nichtig erklärt.