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Ägypten : Präsident Mursi feuert Armeechef Tantawi

DPAÄgyptens neuer Präsident Mursi legt sich mit dem mächtigen Militär an: Der einflussreiche Verteidigungsminister Tantawi wird in den Ruhestand versetzt. Zugleich will Mursi die Vorrechte des Militärs aufheben. Das Land steht vor einem neuen Machtkampf.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...849639,00.html
  1. #1

    Die Armee steht als einzige der Islamisierung des agyptischen Staates noch im Wege.

    Man kann sich daher nicht wünschen dass Mursi den Machtkampf für sich entscheiden kann.
  2. #2

    Demokratie

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Ägyptens neuer Präsident Mursi legt sich mit dem mächtigen Militär an: Der einflussreiche Verteidigungsminister Tantawi wird in den Ruhestand versetzt. Zugleich will Mursi die Vorrechte des Militärs aufheben. Das Land steht vor einem neuen Machtkampf.

    Ägyptens Präsident Mursi feuert Armeechef Tantawi - SPIEGEL ONLINE
    Wie es aussieht, geht in Ägypten der Demokratisierungsprozess weiter.
    Und das ist auch gut und richtig so, wenngleich es bestimmt dem Einen oder Anderen überhaupt nicht in den Kram passt. Ich bin nur gespannt, ob die Militärs ihre politische Macht und auch die wohl vorhandene ökonomische tatsächlich aus der Hand geben.
  3. #3

    President Mursi ringt um die Demokratie!

    Ein echtes Zeichen, dass der arabische Frühling in Ägypten noch nicht zu Ende ist. Der Westen sollte sich bemühen den Presidenten zu unterstützen,
    denn eine wahre Demokratie kann nur bestehen, wenn alle Volksvertreter,
    -auch im Militär- ein legales Mandat innehaben.
    Spielt das Militär weiterhin die erste Geige,so kann man nur von einer
    Scheindemokratie reden,in welcher der alte Status weiterhin praktiziert wird.
  4. #4

    Islam und Demokratie ...

    Zitat von rolandjulius Beitrag anzeigen
    Ein echtes Zeichen, dass der arabische Frühling in Ägypten noch nicht zu Ende ist. Der Westen sollte sich bemühen den Presidenten zu unterstützen,
    denn eine wahre Demokratie kann nur bestehen, wenn alle Volksvertreter,
    -auch im Militär- ein legales Mandat innehaben.
    Spielt das Militär weiterhin die erste Geige,so kann man nur von einer
    Scheindemokratie reden,in welcher der alte Status weiterhin praktiziert wird.
    ... widersprechen sich. Es wird deshalb auch kein "demokratisches" Ägypten geben, höchstens ein islamisches. Das allerdings regelt seine Angelegenheiten mittels Scharia - die Scharia allerdings hat mit Demokratie rein gar nichts zu tun. Von daher sollte man aufhören, hier von einer Demokratie zu reden.
  5. #5

    Was sagt Fr.Clinton dazu?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Ägyptens neuer Präsident Mursi legt sich mit dem mächtigen Militär an: Der einflussreiche Verteidigungsminister Tantawi wird in den Ruhestand versetzt. Zugleich will Mursi die Vorrechte des Militärs aufheben. Das Land steht vor einem neuen Machtkampf.

    Ägyptens Präsident Mursi feuert Armeechef Tantawi - SPIEGEL ONLINE
    Ausser Tantawi wurden auch sein Stellvertreter und die Oberkommandierenden des Heeres der Luftwaffe und Marine abgelöst.

    Mursi muss sich sehr sicher fühlen, wenn er so eine Aktion durchzieht.

    Eine offizielle Stellungnahme der USA steht noch aus, vermute deshalb, dass Fr.Clinton nicht vorab unterrichtet war.

    Vielleicht wartet Fr.Clinton bis sich die Militärs die Macht zurückholen und gibt erst dann ihre Erklärung ab. Man darf gespannt sein
  6. #6

    Aus dem Arabischen Frühling ist ein islamistischer Herbst geworden. Jetzt wird das Militär, letzte Bollwerk gegen das Roll-back ins finstere Islam-Mittelalter, geschleift.
    Auch in Syrien wird es nicht mehr lange dauern, bis die vom Westen bejubelten Rebellen die Macht übernehmen. Wir können uns schon mal auf auf die ersten Lynchmorde an Christen und Steinigungen von "Ehebrecherinnen" einstellen...
  7. #7

    Panikmache.

    Zitat von M. Michaelis Beitrag anzeigen
    Die Armee steht als einzige der Islamisierung des agyptischen Staates noch im Wege.

    Man kann sich daher nicht wünschen dass Mursi den Machtkampf für sich entscheiden kann.
    Ägypten kann nicht islamisiert werden, da es bereits islamisiert ist. Dass ist vergleichbar mit der Provinz in Ostdeutschland, wo die NPD faktisch die Straße regiert...

    Die wirklichen Feinde der Demokratie sind die korrupten Militärs, die das Land in den Ruin "regiert" haben.
  8. #8

    Ringen um was?

    Zitat von rolandjulius Beitrag anzeigen
    Ein echtes Zeichen, dass der arabische Frühling in Ägypten noch nicht zu Ende ist. Der Westen sollte sich bemühen den Presidenten zu unterstützen,
    denn eine wahre Demokratie kann nur bestehen, wenn alle Volksvertreter,
    -auch im Militär- ein legales Mandat innehaben.
    Spielt das Militär weiterhin die erste Geige,so kann man nur von einer
    Scheindemokratie reden,in welcher der alte Status weiterhin praktiziert wird.
    Mursi ringt nicht um Demokratie, sondern um Macht für die Moslembruderschaft und deren Partei FJP. Er hat längst keinen Rückhalt mehr in der Bevölkerung und konnte die Wahlen überhaupt nur gewinnen, da er gegen Shafiq antrat. Gegen jeden anderen hätte er verloren! Er wurde von 51% bei einer Wahlbeteiligung von nur 50% gewählt, also nur von einem Viertel der wahlberechtigten Bevölkerung und das auch nur, weil sich linke, sekulare, Revolutionsgruppen und andere Mubarak-Gegner für ihn als das "kleinere Übel" ausgesprochen und zu seiner Wahl aufgerufen hatten. Damals het er im Gegenzug bestimmte Versperchungen gemacht, von denen KEINE EINZIGE eingehalten wurde. Inzwischen hat sich der Großteil seiner damaligen Unterstützer von ihm abgewandt und zu seinem Sturz aufgerufen. Am 24.8. wird es eine Großdemonstration gegen ihn geben. Um die Macht nicht vollends zu verlieren, triit er nun um sich (bzw. die MB). Gestern wurde eine oppositionelle Zeitung verboten, eine Satellitenkanal gesperrt und heute das Militär entmachtet. Das ist nur der Versuch, sich an die Macht zu klammern, bevor sie entgültig entgleitet.

    Die Ägypter haben die Schn... voll!
    Seit Monaten andauernde Benzinknappheit, landesweit stundenlange Stromausfälle, Rückgang im Tourismus um enorm ansteigende Arbeitslosigkeit, massive Preiserhöhungen für Grundnahrungsmittel, unsichere Straßen und steigende Kriminalität, islamisierung der staatlichen Medien durch die Ernennung eines Aufsehers von der Moslembruderschaft, Verfolgung der Kopten und entvölkerung ganzer mehrheitlich koptischer Stadtviertel in Kairo - kurs: hier geht es drunter und drüber!

    Die Ägypter haben gelernt, dass man eine Revolution machen kann und trauen mehrheitlich dem Militär immer noch mehr als den Moslembrüdern. Ich vermute, dass sich Mursi hier verhoben hat. Das Militär wird sich, auch aus eigenen, wirtschaftlichen Interessen, die Macht nicht nehmen lassen und hat mehr Rückhalt in der frustrierten Bevölkerung. Ich gebe Mursi noch ein viertel Jahr - dann wird er Vergangenheit sein. Die MB bekommen hier so schnell keinen Fuß mehr auf den Boden, da bereits nach den Parlamentswahlen Anfang des Jahres, wo sie mit viel Vorschußlorbeeren knapp 50% der Stimmen erhielten, die Enttäuschung enorm war. Schon bei der Präsidentschaftwahl hatte sich der Stimmenanteil mehr als halbiert. Jetzt wird dieser Putsch, und nichts anderes ist es, nicht geduldet werden.

    In einem halben Jahr heisst der Präsident wahrscheinlich El Baradei oder Amr Moussa und das Militär sitzt wieder im Sattel.
  9. #9

    Nur so geht es!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Ägyptens neuer Präsident Mursi legt sich mit dem mächtigen Militär an: Der einflussreiche Verteidigungsminister Tantawi wird in den Ruhestand versetzt. Zugleich will Mursi die Vorrechte des Militärs aufheben. Das Land steht vor einem neuen Machtkampf.

    Ägyptens Präsident Mursi feuert Armeechef Tantawi - SPIEGEL ONLINE
    Natürlich muss Mursi die immer noch sehr mächtige Armee unter Kontrolle bringen. Ansonsten hat er keine Chance. Man darf ja nicht vergessen, dass diese Armee mächtige Seilschaften aufgebaut hat und quasi bis dato bestimmt, was in diesem Land passiert. Das ist jedenfalls mit einer Demokratie nicht vereinbar. Man stelle sich einmal vor, in D. würde die Bundeswehr bestimmen wo es lang geht. Unvorstellbar!!
    Dafür haben wir hier eine Finanz- und Wirtschaftsdikatatur - so ist das eben! Jedenfalls scheint mir Mursi ein Demokrat zu sein und ernst zu machen. Herzlichen Glückwunsch und weiter so. Wenn nun jemand meint, der gemäßigte islamische Glaube sei Teufelszeug, der hat den christlichen Fundamentalisten Bush junior wohl schon vergessen. Schlimmer kann das gar nicht sein. Auch im Islam gibt es jede Menge Strömungen und Mursi scheint nicht ein Fundamentalist zu sein, sondern seinen Glauben ernst zu nehmen: Für Katholiken unvorstellbar!








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