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Adobe contra Apple: Kampf ums Multimedia-Web
Apple stellt den Multimedia-Standard Flash in Frage, verzichtet bei iPhone und iPad auf die etablierte Technik. Ein technologische Vorstoß mit Aussicht auf Erfolg oder bloß Marketingeplänkel? Auf der Entwicklerkonferenz Adobe Max suchen Software-Experten nach einer Antwort.
http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0...725682,00.html
- #1 28.10.2010 11:04 von
Kontra Adobe
Adobe ist ein monopolistischer, rücksichtsloser Krake, der seine Kunden ignoriert, sobald sie aufmucken, und der auf nichts als komplette Marktbeherrschung zielt. Gute Konkurrenzprodukte werden plattgemacht, die Arbeit vieler Jahre fast wertlos. Das ist meine langjährige Erfahrung. Eine Schande, das da die Kartellbehörden noch nicht eingegriffen haben.
Wenn Apple denen Konkurrenz macht - ich bin sofort dabei. - #2 28.10.2010 11:16 von
*
Flash war gut, hat sich aber überholt.
Das Bessere ist des Guten Feind. - #3 28.10.2010 11:34 von
...
Man man ein wenig über den Tellerrand hinaus denkt hat Apple Recht.
Ich fürchte aber dass sich Jobs mit seiner rigiden Vorgehensweise hier verhebt. Man kann die Zugkraft zweifelsohne attraktiver Produkte auch überstrapazieren.
Ich frage mich allerdings warum das Thema Flash so bedeutsam ist. Um Filme abzuspielen braucht es nur einen Videodecoder. Für Webseitengezappel reicht HTML5 und bei Software reicht JAVA oder eine gut integrierte Plattformspezifische Software.
Ich sähe Flash lieber als Entwicklungsplattform die Code bzw. Programme für die Jeweilige Zielplattform generiert. - #4 28.10.2010 11:36 von
Nix wie weg damit!
Es wird Zeit, dass dieses unsägliche Flash-Zeug endlich auf dem Müllhaufen der IT-Geschichte landet.
Das liegt nicht so sehr an Flash selber, sondern an den Kommunikationsautisten, die es für ihre Web-Sites einsetzen - und ALLE Standards und allen gesunden Menschenverstand zum Thema Ergonomie über Bord werfen.
Web-Sites, die einen als allererstes mit fürchterlichem Gedudel beschallen (blöd, wenn die Lautstärke seit dem letzten YouTube-Video noch auf ganz laut steht), winzige Futzel-Schriftarten, die man nur mit der Lupe lesen und nicht einmal vergrößern kann (Danke, lieber Web-Designer, es hat nun nicht jeder einen 32"-Monitor) und völlig überflüssige Filmchen, die man erdulden muß, bis irgendeine Art von echtem Content kommt.
Besonders Kleinfirmen lassen ihre Web-Sites gerne so machen - Hauptsache, bunt, grell und laut, Inhalt ist da nicht so wichtig. Vor allem, wenn an echtem Inhalt außer der Telefonnummer (E-Mail liest dort eh niemand) nix da ist.
Flash braucht kein Mensch. Weg damit.
Und entsorgt die Web-Designer gleich mit, die das so gerne benutzen! Schickt sie zurück in den Knast, wo sie das Zeug in den letzten Monaten ihrer Haftstrafe als Wiedereingliederungsmaßnahme gelernt haben! (Kein Witz, ich kenne solche Leute) - #5 28.10.2010 11:40 von Klau3
WebM
Was ist mit dem Video-Codec WebM? Der wird im Artikel unterschlagen, dabei ist er sehr leistungsfähig und Open Source = sprich kostenlos (jedenfalls dürfte das für die meisten die gängige Definition sein. Open Source bedeutet aber auch das man nicht von den Launen eines einzelnen Herstellers abhängig ist, wie derzeit von Adobe).
Ich hoffe für die Menschheit das sich WebM durchsetzt und wir nicht eine weitere Fragmentierung des Webs erleben. Genauso wie es jedem möglich sein sollte eine HTML-Internetseite kostenlos zu erstellen, genauso sollte es auch jedem möglich sein ein Video kostenlos zu erstellen, zu bearbeiten und auf einer Internetseite zu veröffentlichen.
Sollte h.264 sich durchsetzen wären Lizenzgebühren fällig, gut für die Wirtschaft - schlecht für die Entwicklung des Internets (bzw. der Menschen). - #6 28.10.2010 11:45 von
Was war Flash noch gleich?
„We love Flash Memory...“
Im Ernst: Nur falls Adobe zeigt, dass es wirkliche mobile Killeranwendungen auf der Basis gibt, wird sich Apple bewegen. Überlegene Konkurrenzprodukte sind die einzige Sprache, die Apple versteht, alles andere geht denen am A... vorbei, und das ist gut so.
Leider zeigen die bisherigen Implementierungen nicht viel in der Richtung, was nicht zuletzt daran liegt, dass bestehende Flash-Applikationen auf Maus und Tastatur ausgelegt sind, und sich mit Touchinterfaces schlecht bis gar nicht bedienen lassen.
Apple hat auch nichts gegen Flash: Sollte Adobe oder sonstwer einen Browser mit Flash-Support herausbringen, der mit den offiziellen APIs auskommt, wird Apple da nicht viel gegen haben. Sie haben nur absolut keinen Bock mehr darauf, sich diesen Schuh selber anzuziehen und das in ihr System zu integrieren.
Der Zug ist meiner Meinung nach abgefahren. Die Flash-Passagiere merken nur noch nicht, dass ihre Reise ins Nirgendwo geht. - #7 28.10.2010 12:16 von lassehoffe
- #8 28.10.2010 12:23 von
- #9 28.10.2010 12:37 von
Apfel kann kein Blitz
Apple ist da kein Deut besser. Schon jetzt ist auch Apple eine Datenkrake und bestimmt in Teilen massiv, was gemacht wird. Apple gängelt seine Kunden zudem ordentlich. Freiheit sieht anders aus. Warum gibt Apple nicht die Freiheit, dass der jeweilige User entscheidet, ob er sich ein Flash-Plugin installiert oder nicht?
Apple & Adobe nehmen sich also nicht unbedingt viel. Schaut nur mal auf die Bilanzzahlen und legt ein Augenmerk auf den Gewinn. Da weiß man was man kauft - in jedem Fall überteuert!
Apfel will kein Blitz, weil Apfels Touchscreen-Bedienung mit Blitz nicht klarkommt. Ich vermute sowas wie Mouse-Over und anderes geht mit Apfel's Touchscreen-Mechanismuss nicht so wirklich. Bevor das jemand merkt, wird Flash einfach ausgesperrt.
Außerdem sollte man die Geschichte von Flash sehen - die beginnt Anfang der Neunziger, lange bevor Adobe es gekauft hatte (http://de.wikipedia.org/wiki/Adobe_Flash#Chronik). Flash gehört zum Web wie HTML.
Ein "Technologie"-Konzern, der sich dessen einfach verweigert, sollte nicht behaupten, innovativ zu sein, wenn Quasi-Standards, die über nun fast Jahrzehnte gewachsen sind, nicht implementiert werden. Das finde ich schwach!
Flash wird sehr oft nur bei der Darstellung von Videos genannt. Das kann ein anderer Video-Standard sicherlich besser. Aber Flash ist nicht nur Videoabspielen, Flash ist viel viel viel mehr.
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