Adeles Steuer-Frust: "Eine Waffe kaufen und losballern"

Mit ihrem Album "21" verdient Adele Millionen. Die Steuer kassiert da natürlich ordentlich mit* - sehr zum Leidwesen der jungen Sängerin. Sie fühle sich gedemütigt, klagt die 23-Jährige. Und rechnet furios mit staatlichen Einrichtungen ab.

http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,764970,00.html
  1. #110

    verfressener Wohlstand

    Zitat von n.holgerson Beitrag anzeigen
    Ich bin immer begeistert, wenn Leute wie sie von "es geht den Bach runter" reden. Ich rate ihnen mal ein wenig zu reisen. Schauen sie sich mal andere Länder an....
    Bin ich. Habe ich. Schon mal in Schweden gewesen, in der Schweiz, Österreich, Luxemburg? Oder immer nur auf dem Ballermann?

    Zitat von n.holgerson Beitrag anzeigen
    Es ist doch mit Typen wie ihnen immer das gleiche. Wir leben im absoluten Wohlstand. Selbstredend kann man darüber diskutieren, ob man noch mehr "Umverteilen" sollte, aber Typen wie sie haben doch den Blick für die Realität verloren...
    Typen, wie ich reflektieren. Das geht Ihnen ab. Ich sprach sicher nicht von noch mehr Umverteilung.
    Zitat von n.holgerson Beitrag anzeigen
    Erstens rate ich ihnen sich ein wenig zu informieren. Nicht die Steuern sind das Problem des "normalen" Mannes, sondern die Sozialabgaben...
    Beides sind das Problem. Die Steuern weil sie kompliziert sind und verschwendet werden. Die Sozialabgaben, weil Wohlstand umverteilt und verfressen wird.

    Zitat von n.holgerson Beitrag anzeigen
    Wie gesagt, es ist immer das Selbe. Leuten wie ihnen ist der Wohlstand zu Kopf gestiegen. Sie haben überhaupt keine Ahnung was arm ist. Wären sie mal ein wenig im Ausland unterwegs, dann wüssten sie, was wir an unserem Sozialstaat haben.
    Als ich persönlich wurde, hat SPON das leider nicht gebracht.

    Zitat von n.holgerson Beitrag anzeigen
    Aber genau das passiert, wenn Leute wie sie zu viel haben. Ihnen wird langweilig.
    Das trifft auf alle zu, die sich nur über Geld definieren können.
    Sicher nicht auf mich....
  2. #111

    Was immer wirklich lustig ist bei dieser Diskussion

    Erstmal wird hier von Steuern gesprochen, obwohl die meisten die Steuern und die Sozialabgaben meinen...
    Und der Witz ist dann, dass immer von "dem Staat" gesprochen wird. Also, als wenn er eine "fremde Person" wäre. Irgendjemand an dem ich mein Geld "abdrücken" muss und der dann damit sich ein schönes Leben macht....

    Lustig ist dann immer, dass natürlich niemand vom Staat bzw. von den Sozialabgaben profitiert. Keiner bekommt Rente, niemand Wohngeld, AG II, keiner fährt auf den Straßen, niemand braucht die Polizei, keiner die Gerichte,....
    Nein der Staat, also die "fremde Person" gibt das ganze Geld natürlich für sinnlose Projekte aus und alle Politiker sind über bezahlt... ist klar....

    Ach ja, für die Schulden ist natürlich auch niemand verantwortlich. Die sind vom Himmel gefallen. Selbstredend hat der "böse Staat" diese Schulden gemacht und hat das Geld dann nicht für den Bürger eingesetzt. Weil wie oben ja schon erwähnt, niemand bekommt ja was vom Staat...

    Schon eigenartig einige Experten hier. Also, sie behaupten die Steuern (und die Sozialabgaben) seien zu hoch. Auf der anderen Seite, wissen sie ganz genau, wie man Ausgaben (des Staates) sparen könnte, ohne das es jemand schlecht gehen würde...

    Also, ich würde mal behaupten, wer so eine Konzept schlüssig und nachprüfbar darstellen kann, der kann als Politiker großes erreichen. Weil der Großteil der Bevölkerung würde doch so ein "Ergebnis" unterstützen... Jetzt fragt man sich natürlich, warum diese "Experten" hier im Forum ihr Wissen mit uns teilen, aber sich nicht politisch Engagieren und schon längst Bundeskanzler sind...

    Liegt wahrscheinlich daran, dass es einfacher ist, hole Phrasen im Internet raus zuhauen, keine wirklichen Lösungsvorschläge hat,....
  3. #112

    Kenne ich nicht

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Mit ihrem Album "21" verdient Adele Millionen. Die Steuer kassiert da natürlich ordentlich mit* - sehr zum Leidwesen der jungen Sängerin. Sie fühle sich gedemütigt, klagt die 23-Jährige. Und rechnet furios mit staatlichen Einrichtungen ab.

    http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,764970,00.html
    Muss man die Frau kennen? Ich höre gerade zum ersten Mal von ihr. :D Inhaltlich muss man glaube ich nicht will dazu schreiben. Wer baut denn die Straßen und Flughäfen, die sie mit ihren Hubschraubern, Fliegern und Autos nutzt?
  4. #113

    ...

    Zitat von n.holgerson Beitrag anzeigen
    Bei einem Bruttolohn von 3500 Euro, Steuerklasse 1, zahlt man ohne weitere WK o.ä. ca. 7000 Euro Steuern! Das ist ein Steuersatz von 20%!
    Es sind 7791 Euro

    Allerdings kann man die SV-Beiträge nicht ganz ausklammern. Vor allem die GKV ist eine riesige Umverteilungsmaschine. Das hat dann schon Steuercharakter. Die Sozialversicherungen werden in Deutschland missbraucht, so dass sie für viele zum Minusgeschäft werden.
  5. #114

    Ökonomie

    Zitat von meinefresse Beitrag anzeigen
    Staatliche Organisationen arbeiten kostendeckend. Private Unternehmen müssen Gewinn abwerfen, dieser Gewinn muss jedes Jahr gesteigert werden.
    Nun dieses "kostendeckend" relativiert sich in zwei Punbkten sehr schnell.
    Zum einen bestimmen staatliche Organisationen ihre Kosten selbst. Diese werden selten minimiert (von Massenentlassungen aufgrund von Rationalisierungsmaßnahmen werden sie im öffentlichen Dienst wohl kaum hören) stattdessen neigen staatliche Organisationen , selbst noch bei schrumpfender Nachfrage und Arbeitsoutput eher dazu mehr Leute einzustellen.

    Zum anderen ist es ja leider nicht so, dass staatliche Organisationen kostendeckend arbeiten, sondern sich der Staat von jahr zu Jahr immer mehr verschuldet.

    Unternehmen hingegen müssen Gewinn abwerfen, also ständig darauf achten, dass ihnen die Kostenseite nicht explodiert.
    Der gewinnaufschlag , den wir bezahlen, ist dabei mit 3-5% sehr gering. Zwar versuchen einzelne Unternehmen sehr viel mehr Gewinn zu machen, aber das ist mikroökonomie, makroökonomisch bleibt es beim Gewinn kurz über der Inflationsrate. (Was übrigens je nach Eigenkapitalquote einer Eigenkapitalrendite bis zu 25% entprechen kann)
  6. #115

    Besseren Steuerberater suchen.

    Kann ich gut nachvollziehen. Sie soll sofort ihren Gewinn anlegen und dann von der Steuer absetzen.
    Sie hat keinen guten Steuerberater.
    Wieso zahlen riesige Konzerne keine Steuern, weil sie andere Projekte refinanzieren.
  7. #116

    ...

    Zitat von meinefresse Beitrag anzeigen
    Staatliche Organisationen arbeiten kostendeckend. Private Unternehmen müssen Gewinn abwerfen, dieser Gewinn muss jedes Jahr gesteigert werden.
    Wie kommen Sie also darauf, dass dies besser oder kostengünstiger sein soll? Wo war dies bisher der Fall? Bei der Privatisierung der der Stromerzeugung etwa?
    Es gibt neben der Einnahmenseite eben noch eine Ausgabenseite. Eine Organisation, vor allem wenn sie das Monopol hat, die keine Gewinne machen darf, wird eher höhere Ausgaben hinnehmen als eine die auf Gewinne angewiesen ist. Langfristig entwickelt sich dadurch ein Wasserkopf und die Ausgaben steigen und steigen, mit der Folge, das dann die Einnahmen auch steigen müssen und das bezahlt dann der Kunde.

    Die Liberalisierung des Strommarktes hat für mich deutliche Einsparungen gebracht. Ein noch besseres Beispiel ist der Telekommunikationsmarkt. Würde dort die Deutsche Post heute noch das Staatsmonopol haben, gäbe es sicher nicht einmal DSL-Flatrates.
  8. #117

    Reiche Gierlappen par excellence

    Zitat von Vergil Beitrag anzeigen
    Deshalb finde ich ja auch die FDP so wichtig in unserem Staat. Die FDP ist die einzige Partei, die für Steuersenkungen ist. Alle anderen Parteien halten es für absoluten Nonsens, den Bürgern ihr teuer verdientes Geld zu belassen, und verweisen auf die immense Staatsverschuldung. Kaum ein Politiker wagt sich ernsthaft an die Ausgabenseite. Solange aber der Staat einfach immer mehr Geld ausgibt als er einnimmt, bringt eine Steuererhöhung überhaupt nichts.
    Und in wessen Hände fließt die Staatsverschuldung? Richtig, in die Hände der Gläubiger. Noch mal zur Erinnerung: Gläubiger sind die, die so viel Geld haben, dass sie es verleihen können. Und jetzt Sie!

    Zitat von Vergil Beitrag anzeigen
    Die Ausgaben müssen endlich gesenkt werden. Da der Sozialsektor die weitaus meisten Ausgaben hat, muss der Staat hier auch am meisten kürzen. Also Sozialausgaben kürzen, Renten kürzen bzw. wenigstens nicht noch weiter erhöhen durch Anpassung an die Löhne. Subventionen abbauen, in allen Bereichen, da Subventionen nur den Wettbewerb verzerren. Auf der anderen Seite aber auch keine Steuergeschenke an irgendwelche Gruppen. Die Steuerermäßigung für Hoteliers, von CSU und FDP gefordert und durchgesetzt, war für die FDP eine Katastrophe, weil es sie unglaubwürdig machte (die CSU konnte sich irgendwie aus der Sache raushalten).
    Blabla bla, der übliche Sermon halt den Reiche so von sich geben, wenn der Tag lang und das Wetter nicht zum Golfspielen geeignet ist.
  9. #118

    Die Steuern auf Einkommen sind höher

    Zitat von atipic Beitrag anzeigen
    …soll sie - und andere Briten die sich benachteiligt füllen - nach Deutschland auswandern.

    Bei uns müssen Menschen die solchen Summen verdienen nur 42% Steuer zahlen.
    Unser Staat sorgt dafür, dass die Reichen noch reicher werden….
    Wie kommen Sie auf die 42%? Der SPD-Propaganda zum Opfer gefallen? Zum Einkommensspitzensteuersatz von 42% kommt noch der Soli und die Kirchensteuer. Dann sind wir bei 48%. Und für die soziale Absicherung kommt dann noch Altersvorsorge und Krankenversicherung hinzu. Dies ist in der Steuer vieler anderer Spitzensteuerländer bereits enthalten. Singles müssen übrigens keine Millionen verdienen. Knapp 54 TEUR Jahresgehalt reichen aus, um zum Club der Besserverdiener zu gehören, die max. abgezockt werden. Für die Klientel von Leuten, die ein Einkommen zwischen 50 TEUR und ca. 200 TEUR im Jahr haben, ist UK steuerlich deutlich interessanter. Ich kenne daher auch viele Selbständige, die eine Ltd.-Briefkastenfirma in UK gründen.
  10. #119

    Wieso nicht die Macht als Konsument nutzen?

    Zitat von viwaldi Beitrag anzeigen
    Kaufen Sie Musik weil Sie sie gut finden und gerne hören - oder weil sie die Sänger politisch und moralisch integer finden und als Vorbild haben möchten?
    Dann kaufen Sie sich auch.....
    Man kann und sollte von seiner Macht als Konsument Gebrauch machen.
    Viel mehr bleibt uns in unseren konzernbeherrschten Scheindemokratien mit plutokratischen Zügen nicht mehr übrig.