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ADAC-Pannenstatistik 2011: Deutsche Hersteller auf den Spitzenplätzen

DDPAutos aus Deutschland sind die zuverlässigsten - jedenfalls laut der ADAC-Pannenstatistik für das Jahr 2011. Im Ranking des Automobilclubs belegen Fahrzeuge deutscher Hersteller die vorderen Plätze. Bleiben die Autos liegen, ist häufig eine Innovation schuld.

http://www.spiegel.de/auto/aktuell/0...830020,00.html
  1. #10

    Was in der Statistik auch nicht berücksichtigt wird ist die unterschiedliche Laufleistung, da viele Fahrzeuge der deutschen Hersteller 30.000 km und mehr pro Jahr gefahren werden, während viele japaner und koreaner als Zweit und Einkaufswagen gerade mal 10.000 km im Jahr gefahren werden.

    Mein A3 1.8T hab ich seit 14 Jahren, er hat 175.000 km gelaufen und hat mich nicht ein mal im Stich gelassen. Er hat keinen Rost und hat gerade ohne Mängel TÜV und AU bestanden.
    Einen gleichalten Ford Escort Kombi meiner Frau ist so durchgerostet das er ein Fall für den Autoverwerter ist.

    Der A3 war natürlich deutlich teurer aber unter dem Strich trotzdem das bessere Angebot. Nach 14 Jahren noch der erste Auspuff in der Zeit brauchte der Ford 3 End- und 2 Mitteltöpfe.
  2. #11

    Qualität ist, was den Aktionären gefällt

    Zitat von Umbriel Beitrag anzeigen
    Die Hersteller setzen eindeutig auf Optik, Markenimage und eine Handvoll harter Zahlen, im Prinzip diejenigen, die ohnehin im KFZ Schein auftauchen müssen.
    Bereits beim "Verbrauch" wird es ungenau bis wachsweich.
    ...
    Für mich besteht überhaupt kein Zweifel, daß die Hersteller aller Konsumgüter in letzter Zeit enormen Aufwand in eine Feinjustierung der Obsoleszenz (absichtlichen Alterung) gesteckt haben.

    Gewisse Geräte fallen nach Überschreiten der Garantiezeit bei "normaler Nutzung" an 10 neuralgischen Stellen auf einmal aus, ...
    Danke für den Hinweis, wusste gar nicht, dass wir für diese unschöne Strategie so ein schönes Wort haben. Bestes Beispiel ist für mich der TDI Motor. Volkswagen hat es geschafft, den Zahnriemen so zu dimensionieren, dass der Konzern für 100.000 km Garantie geben kann. Schaut man in die Gebrauchtwageninserate, wimmelt es von Wagen mit Austauschmotor. Häufigster Grund: Kapitaler Motorschaden, weil der Zahnriemen gerissen ist. Und zwar massenweise bei Autos zwischen 102 und 110 tkm. Toll, da sitzt also ein begnadeter Materialwissenschaftler, und alles was er tut, ist sein Know How gegen seine Kunden einzusetzen.
  3. #12

    „Qualität“ .... hahaha

    Für Mercedes S-Klasse-Fahrer und BMW 7er-Fahrer gibt es einen werkseigenen „Mobilitätsservice“. Die fließen in keine ADAC-Pannenstatistik ein. Zumindest nicht die Fahrzeuge, die weniger als zwei Jahre alt sind.

    Die Qualität von VW ist unter aller Kanone (ich schreib das jetzt, weil die Werkstatt heute nachmittag anrief): Wir haben seit 2,5 Jahren einen Skoda Octavia (also ein Golf mit etwas mehr Ladezone). Die Kiste hat 60.000 Kilometer auf der Uhr. Jede Glühbirne wurde jetzt mindestens ein Mal ersetzt. Kennzeichenbeleuchtung drei Mal, vorne die Scheinwerfer auch jeweils drei Mal. Das Fahrzeug hat ein 6-Gang-Automatikgetriebe. Nach langer Autobahnfahrt (so sechs Stunden) kam es schon mal vor, dass das Getriebe in der Stadt heftig durcheinanderschaltete. Jetzt macht die Karre das schon nach 1,5 Stunden. Die Werkstatt meint, dass das Problem bekannt sei und deshalb nach 60.000 Kilometern das Getrieböl plus Filter gewechselt werden muss. Ah ja ...

    Die hinteren Reifen sind - trotz geringer Beladung weggefressen wie nichts (Sommerreifen, 25.000 Kilometer), und heute haben sie (60.000 Kilometer wohlgemerkt!) festgestellt, dass vorn ein Radlager im Eimer ist.

    Das Fahrzeug ist nie „getreten“ worden, auf der Autobahn so mit 140 km/h in der Regel. Wenn das Qualität ist, dann ist mir klar, warum kaum noch jemand einen Neuwagen kauft. Wir würden es nie tun.
  4. #13

    Gefühlte und tatsächliche Qualität

    Zitat von Zeugma Beitrag anzeigen
    Wenn die Hersteller schon vor 10 Jahren die gleichen Pannenservices hatten, dann war die Qualität in Relation zu den Japanern seinerzeit wohl noch übler.

    Hier ist auch zu beachten, dass Firmenwagen meist nicht länger als vier Jahre gehalten werden. Diesen Zeitraum sollte jeder Hersteller beherrschen.
    .
    Qualität ist das Ergebis eines komplizierten Miteinanders verschiedener Faktoren.

    Ein Teil der Qualität steht in einer direkten Beziehung zum Herstellungsaufwand. Bessere Materialien, bessere Maschinen, bessere Arbeiter und Ingenieure und bessere Qualitätssicherung führen zu besserer Planung, besserer Erkennung von Schwachstellen und besserer Verarbeitung insgesamt.

    Und im Ergebnis zuverlässigere KFZ für die Kunden.

    Die Gegenregulierung findet durch den Kostendruck statt.

    Zu Beginn des KFZ Bau gab es in Ermangelung von Wissen ständig eine Fülle von Qualitätsproblemen, sodaß das Verbesserungsinteresse der Ingenieure und Investoren harmonisierte.

    Mit zunehmender Perfektionierung und Marktsättigung steigt jedoch das vitale betriebswirtschaftliche Interesse an geplanter Obsoleszenz.

    Im Prinzip könnte es bei anderer Steuerung des Neuwagenmarktes inzwischen durchaus achtbare KFZ geben, die einerseits wesentlich billiger zu reparieren wären und andererseits eine wesentlich höhere Beständigkeit und Zuverlässigkeit hätten.

    Im Prinzip könnte ein KFZ der Golf/Passat - Klasse so gebaut sein, daß

    a) technsicher Fortschritt besser nachgerüstet werden kann

    b) Inventar und Karosserie, Antrieb und Fahrgestell 2-3 mal länger beständig bleiben

    Das Ergebnis wäre eine Art

    "Dauergolf"

    - ein Auto, dessen Unterboden, Radhäuser, Stoßfänger, Lackierung bei mäßiger Wartung auch nach 8 Jahren noch gut aussehen und weitgehend haltbar sind.

    - ein Auto, dessen Verschleißteile und Gebrauchsteile mit denen anderer Modelle der KFZ - Klasse kompatibel sind

    - ein Auto, bei dem Fensterheber oder Scheibenwischer quasi nie ausfallen und keine Bedienelemente abbrechen

    - ein Auto, dessen Bremsen, Radlager, Lenkung, Kupplung unkaputtbar sind

    - ein Auto, bei dem kapitale Motoschäden und Getriebeschäden quasi unmöglich sind

    - ein Auto, dessen Innenraum und Sitze, Gurte und Ablagen so ausgeleggt sind, daß sie auch nach 10 Jahren einwandfrei aussehen
  5. #14

    So was von Unneutral

    Autos aus Deutschland ist schon mal falsch.

    Nicht wenige haben ein Deutsches LOGO und das wars.

    In den USA und CHINA sehen die Resultate der Pannenstatistiken/Kundenzufriedenheit grundlegend anders aus.

    Da kann man zum ADAC nur sagen es gibt eindeutig in Deutschland zu wenig US Cars, Japaner, Koreaner etc und viel zuviel deutsche Herstellerbetreute Kurzzeits-Leasingsautos.
  6. #15

    Exakt erkannt

    Zitat von Zeugma Beitrag anzeigen
    Angesichts der Pannenservices der Hersteller eine Statistik ohne Wert. Vor allem sind diese Services wahrscheinlich Teil der Verträge mit Firmenwagen-Großkunden.

    Kann Privatkäufern nur empfehlen, sich mal zu überlegen, warum Japaner und Koreaner weitaus längere Garantien geben können als Hersteller aus Europa.
    Zeugma hat es exakt beschrieben... warum trauen sich die deutschen Hersteller keine längeren Garantien zu?
    Und 30 Jahre gehen Durchrostung bei MB? Ja von innen nach aussen...defacto Muster ohne Wert. Einfach mal die Augen offen halten,und die Baureihen W202, W203,W210 im Strassenverkehr aufmerksam betrachten..
  7. #16

    Zahnriemen - der geplante Motortod mit Sondergebühr vermeidbar

    Zitat von Jochen aus F Beitrag anzeigen
    Danke für den Hinweis, wusste gar nicht, dass wir für diese unschöne Strategie so ein schönes Wort haben. Bestes Beispiel ist für mich der TDI Motor. Volkswagen hat es geschafft, den Zahnriemen so zu dimensionieren, dass der Konzern für 100.000 km Garantie geben kann. .
    Das ist richtig.

    Der Zahnriemen ist ein sehr einfaches Teil, vor dessen Tausch VW etwa 400-800 Euro gestellt hat. Eine Art Sodnersteuer.

    Das könnte man natürlich wesentlich billiger machen, darüber muss man nicht weiter diskutieren.

    Aus Gründen, die nur als kundenfeindliche Absicht an der Grenze zum Betrug interpretierbar sind, arbeitet VW (u.a.) mit diesem System.

    Es wäre technisch leicht möglich,

    a) den Zahnriemenwechsel deutlich einfacher und billiger vorzubereiten

    b) die Folgeschäden bei Zahnriemenschaden zu vermeiden


    VW&Co weiß ganz genau, daß der Zahnriemenwechsel unangenehm teuer ist, daß viele Kunden dummerweise ANNEHMEN, daß der Riemen halten wird und daß niemand WEISS, wie lange so ein Riemen wirklich halten kann.

    VW weiß weiterhin, daß diese Riemen
  8. #17

    Also: wenn die Statistik seit Jahren nach dem gleichen System aufgebaut ist, gibt sie wenigstens Anhaltspunkte für die PANNENHÄUFIGKEIT , nicht mehr und nicht weniger! In diesem Bereich liegen gut gewartete Autos natürlich vorn. Ich gehe mal davon aus, daß Premium-Marken eher als andere einen professionellen Service erfahren. Dafür werden sie auch mehr gefahren.
    Geschäftswagen und Leasing-Fahrzeuge sowieso. Aufschlußreicher sind die vielen Mängel, die nicht zum Liegenbleiben aber zur Reparatur führen. In der Summe kann man sagen, wenn alles so gut wäre wie Autos, ginge es uns gut.
    Schlimm sind nur die wiederholten Außreißer, die sich auch Premiummarken, wie Mercedes leisten. Rost. Einspritzdüsen, Steuerketten....
    Diese Dinge stehen in einem starken Kontrast zu den prunkvollen Aufritten auf Automessen! Aus vieler Erfahrung (50 Jahre) halte ich inzwischen Audi und BMW insgesamt für die Top-Marken, wenn es um Qualität im Ganzen geht!
    Kauri
  9. #18

    Zitat von Zeugma Beitrag anzeigen
    Angesichts der Pannenservices der Hersteller eine Statistik ohne Wert. Vor allem sind diese Services wahrscheinlich Teil der Verträge mit Firmenwagen-Großkunden.
    In dem Punkt liegt die ADAC Statistik aber garnicht so falsch einen eigenen Pannenservice leisten sich mittlerweile immer weniger Hersteller, eigentlich sind das nur noch VW, Mercedes und zu Teilen BMW. Beim (relevanten) Rest kommt wer wenn man dort anruft?
    Richtig es kommt der ADAC, fliesst also auch mit ein in die Statistik.

    Und auch wenn es niemand hören will in den letzten Jahren haben vor allem japanischer Hersteller stark nachgelassen allen voran Toyota Geschichten wie durchgehende Motoren wegen Problemen mit dem Gaspedal waren dabei zwar medienwirksam aber nur die spitze des Eisberges, immer wenn die Hersteller intern (und teils extern) eine Qualitätsoffensive starten dann steigen sie auch in der Pannenstatistik stetig nach oben, irgendwann geht es dann wieder langsam bergab bis zur nächsten Qualitätsoffensive.

    Zum Thema lange Garantie bei Koreanern, die bekommt man bei allen Herstellern (kostet aber extra) wer aber jetzt glaubt man bekäme die Garantieverlängerung bei den Koreanern geschenkt, der glaubt auch an den Weihnachtsmann
  10. #19

    Ich habe mich kürzlich notwendigerweise mit Gebrauchtwagen beschäftigt. Ziel war ca.2005-7 Eine Sache, auf die man sehr schnell stößt: Man kann keinen Mercedes kaufen. Massive Rostprobleme bei fast allen Modellen sowie enorme Unzuverlässigkeit (Und Reparaturkosten). BMW scheint besser zu sein, aber da hört man auch von häufigen Fehlern mit Fahrwerk und co. Kurz gesagt: Bei etwas älteren Autos gilt nach wievor: Japan. Teilweise Korea. Bei deutsche Autos ist es sehr Modellabhängig. Franzosen und Italiener... naja.
    Daß die meisten Mittelklasseautos dieses Alters unaustauschbare Steinzeitradios haben ist ein anderes Thema. Das schließt dann nämlich auch ALLE Audis, BMWs, Mazdas aus. Übrigens auch etwas, was kaputtgehen kann und dann durch Verwurschtelung mit der kompletten Elektronik absurd teuer zu reparieren ist.


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