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Actionpainting mit Kollegen: "Vergesst die blöde Kunstlehrerin"

Matthias KaufmannDas Betriebsklima in Ihrer Firma ist nicht das beste? Es könnte helfen, die Kollegen einfach mal mit Farbe zu beklecksen. Die Künstlerin Etelka Kovacs-Koller bietet dafür Seminare an. Die machen Spaß - aber bringt das was fürs Unternehmen?

http://www.spiegel.de/karriere/beruf...848898,00.html
  1. #1

    Es bleibt ein positives Erlebnis

    "knapp zwei Stunden nach Beginn des Workshops, sehen alle wieder aus wie Wöhrl-Mitarbeiter."

    Positive Emotionen und gemeinsame Aktionen sind unter anderem wichtige Bestandteile für gute Beziehungsgestaltung. Hier noch zusätzlich der Spaßfaktor, schöner als damals in der Schule.

    Spaßbremserargument: wir sollten doch auch schaffen, im normalen Arbeitsalltag Aktionen hinzubekommen, die Spaß machen und an die wir uns lange erinnern: Die besonders gute Besprechung, das tolle Projekt, die erfolgreich bewältigte Krise, die erreichten Ziele. Teaming als Weg von der Kooperation zur Kollaboration. Zusammenarbeit kann auch gut gelingen und Freude bereiten.
  2. #2

    action-painting,

    das gibts im kunstunterricht seit den 70iger jahren des vorigen jahrhunderts. und der erfinder ist nicht Frau Etelka Kovacs-Koller, sondern Jackson Pollock. (empfehlung*: «*Pollock*» von und mit Ed Harris, 2000, fantastischer film!)
    ist ja erfreulich, wenn firmen-angehörige in den genuss von action-painting kommen, aber warum muss die dame auf eine "blöde Kunstlehrerin" verbal einschlagen? meint sie eine bestimmte? oder will sie ganz allgemein das fach kunst in der schule verunglimpfen? als steilvorgabe für stundenplan-kürzer? damit unsere kinder und jugendlichen noch weniger kunst in der schule erleben?
    vielleicht liegt es ja auch am journalisten, der dieses zitat zum titel gemacht hat. teacher-bashing geht immer gut, nicht wahr? kennen wir nicht erst seit G. Schröder...
  3. #3

    Erbarmen!

    Hmmmhm. Orchideen am Empfang haben wir schon, Repliken balinesischer Tempelwächter erfreuen uns auf den Toiletten, der Fuhrpark ist erneuert - wir brauchen dringend noch eine handvoll Betriebsausgaben - und seien diese noch so schwachsinnig. Ja, ja, kreativ ist immer gut. Kreativ und innovativ. Das machen wir. Super!

    Erbarmen!
  4. #4

    Sie entlarven sich selbst ...

    Zitat von kompetenzfabrik Beitrag anzeigen
    "knapp zwei Stunden nach Beginn des Workshops, sehen alle wieder aus wie Wöhrl-Mitarbeiter."

    Positive Emotionen und gemeinsame Aktionen sind unter anderem wichtige Bestandteile für gute Beziehungsgestaltung. Hier noch zusätzlich der Spaßfaktor, schöner als damals in der Schule.

    Spaßbremserargument: wir sollten doch auch schaffen, im normalen Arbeitsalltag Aktionen hinzubekommen, die Spaß machen und an die wir uns lange erinnern: Die besonders gute Besprechung, das tolle Projekt, die erfolgreich bewältigte Krise, die erreichten Ziele. Teaming als Weg von der Kooperation zur Kollaboration. Zusammenarbeit kann auch gut gelingen und Freude bereiten.
    Danke! Wer keinen Bock auf sinnlosen u.v.a. teuren Ringelpiez mit Anfassen hat ist dann eine Spaßbremse.
    Die Argumentation schreit zum Himmel und der Grundtenor ist wie immer Intoleranz.
  5. #5

    Und wie zu erwarten ...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Das Betriebsklima in Ihrer Firma ist nicht das beste? Es könnte helfen, die Kollegen einfach mal mit Farbe zu beklecksen. Die Künstlerin Etelka Kovacs-Koller bietet dafür Seminare an. Die machen Spaß - aber bringt das was fürs Unternehmen?

    Actionpainting: Seminar zum Teambuilding bei Wöhrl - SPIEGEL ONLINE
    die neueste Marotte aus der Klamottenkiste Teambuilding. Ach und wer nicht mitmacht ist ne Spaßbremse ... ätschibäääätsch!
  6. #6

    Joschi

    @hcr.bue

    es sollte doch eigentlich jedem erschließlich sein, dass mindestens die Künstlerin, sicher aber DER SPIEGEL nicht das Unterrichtsfach Kunst im allgemeinen oder deren Protagonisten mit "Vergesst die blöde Kunstlehrerin" beleidigen möchte.
    Eine Ecke weitergedacht erscheint auch folgendes Ziel der Künstlerin plausibel: Freiheit!
  7. #7

    Wir gehen dann lieber in die umliegenden Schulen oder Kindergärten und bemalen dort die Wände - ganz konservativ einfarbig. Zwei unsere drei Geschäftsführer (die immer mitmachen) haben sich dabei als ziemlich geschickte Heimwerker erwiesen. Der Dritte geht rum und verteilt Kaffee oder schleppt Farbeimer und Werkzeug.
  8. #8

    Biste...

    ... denn eine, tigermommy?

    ______________________________

    "A great many people think they are thinking
    when they are merely rearranging their prejudices."

    -- William James
  9. #9

    Zitat von hcr.bue Beitrag anzeigen
    das gibts im kunstunterricht seit den 70iger jahren des vorigen jahrhunderts. und der erfinder ist nicht Frau Etelka Kovacs-Koller, sondern Jackson Pollock. (empfehlung*: «*Pollock*» von und mit Ed Harris, 2000, fantastischer film!)
    ist ja erfreulich, wenn firmen-angehörige in den genuss von action-painting kommen, aber warum muss die dame auf eine "blöde Kunstlehrerin" verbal einschlagen? meint sie eine bestimmte? oder will sie ganz allgemein das fach kunst in der schule verunglimpfen? als steilvorgabe für stundenplan-kürzer? damit unsere kinder und jugendlichen noch weniger kunst in der schule erleben?
    vielleicht liegt es ja auch am journalisten, der dieses zitat zum titel gemacht hat. teacher-bashing geht immer gut, nicht wahr? kennen wir nicht erst seit G. Schröder...
    Die meisten derartigen "Künstler" hacken auf allem herum, was mit Lernen und Üben zu tun hat. In der Schule lernt man, wenn man einen guten Lehrer hat, vorallem Kunstgeschichte und verschiedene Techniken. Das hat eben weniger mit hemmungslosem Herumklecksen und mehr mit Arbeit zu tun. Aber da Kunst heute immer öfter eben nichtmehr von Können kommt, muß die "langweilige" Kunst, die erst durch Talent und harte Arbeit entsteht, eben diskreditiert werden. Auch in Kunsthochschulen geht es inzwischen mehr um Marketing und Selbstdarstellung, als darum, künstlerisches Können und Wissen zu erlangen. Am Ende will jeder, der drei Kleckse macht ohne sich dabei mit dem Pinsel das Auge auszustechen, Künstler sein. Und wenn er es schafft, sich zu verkaufen, wird er auch von allen Seiten als solcher anerkannt.








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