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Acta-Abkommen: Tausende protestierten für Netzfreiheit

DPADas umstrittene Urheberrechtsabkommen Acta sorgt weiter für Proteste: In deutschen Großstädten demonstrierten Tausende gegen die geplante EU-weite Regelung im Internet. Sie halten das Abkommen für undemokratisch und fürchten Zensur.

http://www.spiegel.de/netzwelt/netzp...817554,00.html
  1. #1

    Acta-Abkommen

    Ein Abkommen mag schon wichtig sein, aber dann bitte in aller Öffentlichkeit und nicht in "Hinterzimmern".
  2. #2

    Zitat von Wikinger62 Beitrag anzeigen
    Ein Abkommen mag schon wichtig sein, aber dann bitte in aller Öffentlichkeit und nicht in "Hinterzimmern".
    Den Text des Abkommens können Sie seit Monaten öffentlich im Volltext nachlesen.
  3. #3

    Die Art der Entstehung sagt schon alles!

    Zitat von Wikinger62 Beitrag anzeigen
    Ein Abkommen mag schon wichtig sein, aber dann bitte in aller Öffentlichkeit und nicht in "Hinterzimmern".
    Allein die Art der Kungel-Entstehung unter Beteiligung der Content-Lobby zeigt schon, wohin das Ganze gehen soll. Die Bestimmungen sind außerdem so schwammig, dass man anschließend mit den "Ausführungsgesetzen" sämtliche Grundrechte einschränken kann. Das ganze Machwerk ist der Einstieg in den Ausstieg aus dem Rechtsstaat und die Menschen lehnen sich zu Recht so massiv dagegen auf. Kein wirtschaftliches Interesse von Einzelnen kann so groß sein, dass dafür Grundrechte verletzt werden dürfen-niemals!! Schon garnicht wenn es aus der windigen Content- und Abmahnecke kommt, wo man es mit den Rechten der Betroffenen noch nie so genau genommen hat und oft auf maßlose Abzocke aus ist!
  4. #4

    Von wegen Grundrechte...

    Zitat von Benjowi Beitrag anzeigen
    Allein die Art der Kungel-Entstehung unter Beteiligung der Content-Lobby zeigt schon, wohin das Ganze gehen soll. Die Bestimmungen sind außerdem so schwammig, dass man anschließend mit den "Ausführungsgesetzen" sämtliche Grundrechte einschränken kann. Das ganze Machwerk ist der Einstieg in den Ausstieg aus dem Rechtsstaat und die Menschen lehnen sich zu Recht so massiv dagegen auf. Kein wirtschaftliches Interesse von Einzelnen kann so groß sein, dass dafür Grundrechte verletzt werden dürfen-niemals!! Schon garnicht wenn es aus der windigen Content- und Abmahnecke kommt, wo man es mit den Rechten der Betroffenen noch nie so genau genommen hat und oft auf maßlose Abzocke aus ist!
    Es nervt ziemlich, dass sich die Anti-ACTA-Bewegung (wenngleich der Begriff "Bewegung" nicht ganz passend ist, da eine solche "Bewegung" eine ideologische Verbundenheit voraussetzt - das einzig verbindende ist in diesem Fall allerdings einen "Unwissenheit sehenden Auges", gepaart mit einer breiten Ignoranz) auf die Wahrung der Grundrechte bezieht. Wo gibt es denn bitte ein "Grundrecht auf die kostenfreie Nutzung geistigen Eigentums Dritter"???

    Die Bemühung der "Informationellen Selbstbestimmung" bleibt zudem genauso plakativ und populistisch wie in den Diskussionen um Vorratsdatenspeicherung, etc. Denn auch dort gilt - wie in der ACTA-Sache: 90 Prozent der "Bewegung" wissen im Kern überhaupt nicht wrum es geht, haben nie die rechtlichen Grundlagen sowie die in Rede stehenden Gesetzesvorschläge gelesen und schwimmen allein auf der oberflächlichen und "Agenda-Gesetteten" Welle der Medien und von Eigeninteressen gelenkter Blogger mit.

    Übrigens: Wer soll sich denn bitte sonst für ein Abkommen wie ACTA stark machen, wenn nicht die Verlage und "Contenter". Diese sind als Rechteinhaber bzw. als Vertreter der Rechteinhaber nun einmal die Betroffenen bzw. Geschädigten des Diebstahls geistigen Eigentums. Sie haben alles Recht, sich für ACTA einzusetzen - das kann man natürlich auch Lobby nennen. Schließlich machen machen sich ja Frauen (als potentiell Begünstigte / Benachteiligte) auch für Gleichstellungsgesetze oder Opfer sexueller Straftaten für eine Verschärfung des Sexualstrafrechts stark (ein bissl Populismus sei mir gestattet...).
  5. #5

    Wieso protestiert ihr immer gegen die Regierung?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Das umstrittene Urheberrechtsabkommen Acta sorgt weiter für Proteste: In deutschen Großstädten demonstrierten Tausende gegen die geplante EU-weite Regelung im Internet. Sie halten das Abkommen für undemokratisch und fürchten Zensur.

    Acta-Abkommen: Tausende protestierten für Netzfreiheit - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Netzwelt
    Das Internet wird ständig gegen die Regierungen "verteidigt" - dabei ignorieren die wackeren "Freiheitskämpfer" geflissentlich, dass das Netz längst in Händen von vier, fünf amerikanischen Konzernen (Google, Facebook, Amazon, Twitter etc.) ist, die 80% des Verkehrs kontrollieren, eine "Internetdemokratie" nach Gutsherrenart pflegen, private Daten klauen wie Taschendiebe, ein Internet der zwei Geschwindigkeiten einführen, den Datenschutz wie einen alten Latschen behandeln und soviel Geld scheffeln, dass sie gar nicht mehr wissen, wohin damit.
    Seid ihr blind, Leute?
  6. #6

    Arrogante Überheblichkeit macht die Sache auch nicht besser!

    Zitat von observer09 Beitrag anzeigen
    Es nervt ziemlich, dass sich die Anti-ACTA-Bewegung (wenngleich der Begriff "Bewegung" nicht ganz passend ist, da eine solche "Bewegung" eine ideologische Verbundenheit voraussetzt - das einzig verbindende ist in diesem Fall allerdings einen "Unwissenheit sehenden Auges", gepaart mit einer breiten Ignoranz) auf die Wahrung der Grundrechte bezieht. Wo gibt es denn bitte ein "Grundrecht auf die kostenfreie Nutzung geistigen Eigentums Dritter"???
    ........
    ).
    Es zeugt von ziemlicher Arroganz, den dort engagierten Leuten pauschal "Unwissenheit" und "Ignoranz" zu unterstellen. Im Übrigen ist für unsere Gesetzgebung ganz sicher nicht eine Lobby ausgerechnet vom Zuschnitt der Verwertungsgesellschaften in Geheimverhandlungen zuständig, sondern gewählte Parlamente und Regierungen. Das so etwas mittlerweile als "normal" angesehen wird, zeugt allein schon vom Verfall der Sitten - der Umstand, dass Gesetzestexte Unter aktiver Beteiligung von "externen" Beratern geschrieben werden dürfen -wie es offensichtlich häufig vorgekommen ist und in dem Fall wieder zutrifft- ist von Haus aus ein Unding.
    Der Versuch, der letztlich mit "ACTA" und ähnlichen Machwerken unternommen wird, ist ganz klar ein Ansatz zur Selbstjustiz und genau darum geht es und nicht um den vielbeschworenen Schutz geistigen Eigentums. Ernsthafte gewerbliche Angriffe auf dieses Eigentum können sehr wohl schon jetzt wirkungsvoll unterbunden werden, wie verschiedene Fälle in der letzten Zeit deutlich gezeigt haben, dazu braucht es weder die Möglichkeiten von Selbstjustiz noch den Einsatz von Abmahnabzockern noch die potenziell mögliche Zensur des Internets!
  7. #7

    Zitat von Europa! Beitrag anzeigen
    Das Internet wird ständig gegen die Regierungen "verteidigt" - dabei ignorieren die wackeren "Freiheitskämpfer" geflissentlich, dass das Netz längst in Händen von vier, fünf amerikanischen Konzernen (Google, Facebook, Amazon, Twitter etc.) ist, die 80% des Verkehrs kontrollieren, eine "Internetdemokratie" nach Gutsherrenart pflegen, private Daten klauen wie Taschendiebe, ein Internet der zwei Geschwindigkeiten einführen, den Datenschutz wie einen alten Latschen behandeln und soviel Geld scheffeln, dass sie gar nicht mehr wissen, wohin damit.
    Seid ihr blind, Leute?
    Niemand wird gezwungen, Gugel, Gesichtsbuch, Amazone oder Zwitscher zu benutzen. Jeder wird jedoch dazu gezwungen, Gesetzen zu folgen.
  8. #8

    Diebstahl!

    Zitat von observer09 Beitrag anzeigen
    Übrigens: Wer soll sich denn bitte sonst für ein Abkommen wie ACTA stark machen, wenn nicht die Verlage und "Contenter". Diese sind als Rechteinhaber bzw. als Vertreter der Rechteinhaber nun einmal die Betroffenen bzw. Geschädigten des Diebstahls geistigen Eigentums. Sie haben alles Recht, sich für ACTA einzusetzen - das kann man natürlich auch Lobby nennen. Schließlich machen machen sich ja Frauen (als potentiell Begünstigte / Benachteiligte) auch für Gleichstellungsgesetze oder Opfer sexueller Straftaten für eine Verschärfung des Sexualstrafrechts stark (ein bissl Populismus sei mir gestattet...).
    Was genau wird bei einer Kopie denn gestohlen?
    Soweit ich weiss, kann ich ganz legal in einen Laden gehen mir eine DVD kaufen und nach fertigem Gebrauch dem nächst besten Fremden auf der Straße schenken oder per Post verschicken oder einfach an zehn meiner engsten Freunde verleihen etc
    Genauso kann ich es mit einer aufgenommenen Fernsehserie tun oder einem Lied aus dem Radio.
    Sollten jemand Profit aus solch einem Gebaren schlagen kann man ihn gerne strafrechtlich verfolgen aber das gibt niemandem das Recht jeden unter Generalverdacht zu stellen und großflächige, ungezielte Kontrollen einzuführen.
    Da könnte man ja gleich Leibesvisitationen an jedem Kaufhausausgang durchführen, kann ja sein dass jemand etwas reelles gestohlen hat (ein bissl Populismus sei mir gestattet...)

    Kleines Zitat geklaut aus Wikipedia:

    "The sections provides that rights holders have access to civil or (if they exist) administrative procedures (Article 7) and to have the possibility for judges "to issue an order against a party to desist from an infringement" (Article 8). They may also require in civil procedure pirated copyright goods and counterfeit trademark goods to be destroyed (Article 10). According to Article 11, they may ask (alleged) infringers to provide information on the goods it "controls". "
  9. #9

    Zitat von observer09 Beitrag anzeigen
    Wer soll sich denn bitte sonst für ein Abkommen wie ACTA stark machen, wenn nicht die Verlage und "Contenter". Diese sind als Rechteinhaber bzw. als Vertreter der Rechteinhaber nun einmal die Betroffenen bzw. Geschädigten des Diebstahls geistigen Eigentums. Sie haben alles Recht, sich für ACTA einzusetzen - das kann man natürlich auch Lobby nennen.
    ACTA schreibt quasi überalterte Vertriebswege des 20. Jahrhunderts per Strafgesetzbuch fest. Innovationen werden dadurch beeinträchtigt. Der Urheber hat von ACTA gar nichts. Es werden lediglich die Rechte der Verwerter gestärkt - das ist ein wichtiger Unterschied, der von der Lobby gerne verschwiegen wird. ACTA geht um knallharte Interessen der Verwerter.

    Das ist das Ergebnis zu dem auch Menschen kommen, die selber kreativ tätig sind.

    Es geht beim Protest gegen ACTA nicht darum, den Diebstahl geistigen Eigentums zu legitimieren, sondern ein Abkommen das undemokratisch zustande gekommen ist, und bei dem die Lobby-Gruppen aus Hollywood tatsächlich am Verhandlungstisch saßen, zu stoppen.

    Parlamente waren außen vor, Lobbygruppen saßen mit Verhandlungstisch. Sieht so Demokratie im 21. Jahrhundert aus?


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