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Acta-Abkommen: Tausende protestierten für Netzfreiheit
DPADas umstrittene Urheberrechtsabkommen Acta sorgt weiter für Proteste: In deutschen Großstädten demonstrierten Tausende gegen die geplante EU-weite Regelung im Internet. Sie halten das Abkommen für undemokratisch und fürchten Zensur.
http://www.spiegel.de/netzwelt/netzp...817554,00.html
- #50 28.02.2012 14:49 von
Der Verkauf von Content im Internet steigt weiterhin massiv an.
Auch die Vinylschallplatte ist erfolgreich zurück.
Nur die CD ist angezählt, da, man muss es klar sehen, die Generationen U30 oft nur noch mp3s Kaufen.
Ich hatte noch eine Stereoanlage mit CD-Player zur Konfirmation bekommen, heute wünscht man sich PC mit Soundsystem oder Blähstation.
Ich hoffe Sie haben recht und mir flattert nicht mal eine Abmahnung wegen dem Konsum von Streams im Ausland ins Haus.
Ich habe dabei immer ein ungutes Gefühl, obwohl ich die Serien dann eh auf DVD kaufe, wenn sie in D rauskommen. - #51 28.02.2012 15:29 von
Moment
Wir sprachen über die Musikindustrie (nicht Content allegemein) und da kann ich Ihnen die deutschen Zahlen gerne geben. Da steigt zwar der digitale Bereich an, der legale!, aber insgesamt reicht das nicht, um alles andere aufzufangen. Wir können uns trefflich darüber streiten, ob das Auswirkungen von Filesharing ist oder nicht. Es gibt sehr gute Untersuchungen über Medienbudgets und die sagen etwas sehr eindeutiges. Das Geld wird anders ausgegeben, weil man nicht mehr wie früher Geld in die Hand nehmen muss, um sich mit Medien zu versorgen.
Die Arbeitsplatzzahlen sprechen ebenfalls eine deutliche Sprache und widersprechen Ihrer These. Wenn alles so toll ist, dann würden die Firmen einstellen aber keineswegs entlassen. - #52 29.02.2012 10:34 von
Wenn das so weiter geht, haben wir bald auch ein Schwarzspeichergesetz
Habe gerade das Buch Schwarzspeicher von T.Radloff gelesen. Ein Zukunftsthriller, der ein Deutschland beschreibt in dem der Staat kompletten Zugriff auf alle Daten und Bewegungen seiner Bürger erhält und die Persönlichkeitsrechte geschickt ausgehebelt werden, obwohl sie laut Gesetz noch existieren. Ein quasi staatlich geführtes facebook.
Mit dem Acta-Abkommen verhält es sich ähnlich. Im Gesetz steht uns zwar das Recht an der "Privatkopie" zu, zahlen dürfen wir auch alle fleißig für dieses Recht, wenn wir ein Vervielfältigungsgerät (Kopierer, Brenner usw.) samt Medien erwerben, aber nutzen können wir dieses Recht nicht mehr, weil jeder noch so banale Kopierschutz die Privatkopie unter Strafe stellt. - #53 29.02.2012 18:37 von
Toll ist es für die Branche sicher nicht. Das hatte ich auch nicht sagen wollen. Aber wenn jetzt Jobs wegfallen, dann ist das wohl das nötiges Gesundschrumpfen um den Wasserkopf abzubauen, der zu den Zeiten entstand als der Tonträger noch nicht so leicht und kostenlos vervielfältigbar war. Die fetten Jahre sind vorbei.
Neue Konkurrenz beim Bezahlcontent (DVD, Spiele etc.) und zu einem Teil sicher auch die einfache Tauschbarkeit der Privatkopie sind schuld. Man muss heute nicht mehr die Katze im Sack kaufen, kauft nur noch was wirklich gut ist und gefällt.
Und die Privatkopie lässt sich nicht verhindern, wenn man nicht den Rechtsstaat komplett abschaffen will. Wer will verhindern, dass ganze CD-Sammlungen digitalisiert werden und per mobiler USB-Terrabytefestplatte getauscht werden? Mit dieser Wahrheit muss die Branche leben lernen und das Beste daraus machen.
'Das Beste' heisst aber sicher nicht, die Kunden, die für Content zahlen wollen, beschimpfen und ihnen Steine in den Weg legen. - #54 01.03.2012 07:39 von
Das sind jetzt viele Behauptungen drin, zu denen ich gern Stellung nehmen. Der Arbeitsplatzabbau hat nicht erst jetzt angefangen sondern Jahre vorher. Er ist nach wie vor im vollem Gang.
Katze Im Sack: Eine schöne Vorstellung: Ich ziehe mir den Song irgendwo im Netz und danach kaufe ich ihn bei Gefallen. Die Zahlen zeigen aber genau das Gegenteil. So viele Gutmenschen gibt es dann ja wohl doch nicht.
Es kann niemand den Tausch von ganzen Sammlungen per Festplatte verhindern. Bei dieser Form des Tausches müssen sich die beiden Tauschenden aber kennen. Beim Filesharing oder Filehosting jedoch nicht.
Das sprengt auch den Rahmen der Privatkopie. Wobei ich die Regelung mit den 7 Kopien nicht nachvollziehen kann. Wenn ich bei meinem Bäcker 7 Brötchen klaue, dann wäre es ok, solange ich die dann in meinem Familienkreis oder Bekanntenkreis esse? Einziger Unterschied ist die Wegnahme. Ansonsten der gleiche Sachverhalt.
Verhalten hat auch mit Haltung zu tun. Und wie es um die Haltung bestellt ist, kann man jeden Tag im Netz sehen. Saugen, was nur geht, dafür zahlen? Man ist doch nicht blöd. Wenn es technisch möglich ist, dann muss es auch gemacht werden, egal welche Konsequenzen es für andere hat.
Und, ich wiederhole mich gern: Als kaufender Kunde werden Sie nicht kriminalisiert. Der Lizenzgeber zur Nutzung hat das Recht, dieses nach seinen Vorstellungen zu gestalten. Wenn Sie es nicht wollen oder es Ihnen nicht passt, dann kaufen Sie einfach nicht. So simpel ist das.
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