AFPZur Machtübergabe bei der Deutschen Bank müht sich die zerstrittene Führung um Haltung. Sie will die internen Konflikte übertünchen. Die beiden neuen Chefs halten still. Der scheidende Vorsitzende Josef Ackermann hält eine Lobrede auf sich selbst - und ist am Ende tief berührt.
Deutsche Bank: Ackermann verabschiedet sich auf der Hauptversammlung - SPIEGEL ONLINE
... in dieser schweren Stunde jemand zur Seite. Vermutlich ist er vom Abgang Hrn. Ackermann so gerührt wie damals, als er ihn vor laufenden Kameras so ergriffen würdigte.
Könnte es sein, der Joe glaubt am Ende noch selber was er so sagt?
Heritabilität bei 0,5 – warum selektiert die Evolution die Güte? | oberham
Heer A. beweisst einen ungesunden Narzissmus. Wie er zum Characterbild von Managern und Schwerstkriminellen gehört (Wobei, Massenmörder haben i.d.R. eine weniger dissoziale Persönlichkeit als Spitzenmanager im Bankensektor). Herr A. beweisst dieses wieder. Und bestätigt: Diese Menschen können vor lauert Selbstliebe Ihre Umwelt nicht mehr wahrnehmen. Obe es da eine gute Idee ist, das Schicksal des Landes in diese Hände zu legen? Zu mindest die Bankenkriese erklärt sich aus diesen Tränen.
Ackermanns Persönlichkeit mag polarisieren. Aber seine berufliche Leistung ist herausragend. Und ich respektiere sehr, dass er sich von einer üblen Kampagne zur Beschädigung seiner Reputation, auf die viele Unwissende aufgesprungen sind, nie wirklich hat beeinflussen lassen. Was hat man ihm vorzuwerfen? Dass er das größte deutsche Bankhaus exzellent durch eine schwere Krise der gesamten Finanzbranche geführt hat? Dass er viele Arbeitsplätze gesichert hat? Das er für seinen Arbeitgeber Milliarden Gewinne erwirtschaftet hat? Wer von denen, die meinen ihn kritisieren zu müssen kann auf ähnliche Leistungen zurückblicken?
… und wer soll ihn loben, wenn nicht er selbst. Selbstgefälligkeit gehört doch zum Geschäft wie die Verlogenheit die es braucht um ein solches Unternehmen „ethisch“ zu führen. Also da darf er sich im Zweifel sogar ein wenig beweinen, die Boni werden ihn darüber hinwegtrösten.
Aber vielleicht dreht er ja alsbald das ganz große Rad, wer weiß wofür die Aufgabe eines solchen Jobs gut ist … hier eine Fundstelle die Aufklärung bietet:
Ackermann Aufsichtsrat-Verzichts-Mysterium enthüllt … ein kleiner Spot(t) auf seinen Abtritt und eventuelle höhere Weihen. Ich bin mir sicher, Ackermann wird nicht sang und klanglos in der Versenkung verschwinden … der Umverteilungskrieg ist noch nicht beendet und solche Ackersmänner werden da auch weiter benötigt … (°!°)
es kommt auf den biochemischen Mix an, aber ist es wirklich eine Leistung zur Vernichtung der Lebensgrundlagen entscheidend beizutragen?
Wobei - als Vernichter ist man eben ein Held, als Bewahrer ein Trottel.
Die Assoziationen sind ähnlich verschieden - eher positiv beim Vernichter (selbst wenn man von Vernichtung im wahren Sinn des Wortes spricht - projeziert man oft auf den Wandel, die Erneuerung, den Fortschritt) - eher negativ beim Bewahrer (man denkt wohl eher an Stillstand, an Trägheit, ja an Rückschritt)
Soweit ich das erfassen kann (manche hier sind sicher weitaus visionärer und reflektierter....) stehen die erfolgreichen Modelle der Evolution eher in einem symbiotischen Kontext mit ihrer Umwelt, der Mensch kommt mir da fast wie ein Feuer ein Vulkanausbruch - eine biologische Kathastrophe vor, er vernichtet alles - auf dass danach neues entstehe.
Nur - nach dem Feuer kommt alles - nur das Feuer ist erloschen.
Also kann man schließen, Ackermann war eine lodernde Flamme, wo andere nur winzige Glutnester sind - ein herausragender Artgenosse fürwahr.
Man kann das alles nicht werten, das Normative entzieht sich mir hier -
wir können doch nur beobachten, was wir Menschen mit unserer Umwelt und uns selbst - sprich unseren Mitmenschen (wobei - wir sind nichts weiter als ein winziger Teil der Umwelt) anstellen - wer da heute noch bestreitet wir währen keine Plage, oder eben positiv kein reinigendes Feuer (vielleicht kommt nach uns eine völlig angstfreie Natur - da auch Tiere Angst und Schmerz empfinden- ) dem gratuliere ich zu seinem Immunisierungspotential.
Egal - am Ende schließt sich der Kreis - es wird nicht viele hier geben die soviel geleistet haben wie Ackermann.
Ach Ja? Das könne auch viele Mafiosi von sich behaupten. Wir versuchen trotzdem derer Habhaft zu werden und spere diese dann ein.
Kampagne? Diese Vorwürfe kommen immer von denen, die wissen wie Recht die Kritiker doch haben (vgl. Guttenberg).
Auf wessen kosten? Mit wessen Geld? Genau, auf dem Rücken des Steuerzahlers. Mit dem billigen Geld des Steuerzahlers.
Und dabei an anderer Stelle mehr Abreitsplätze vernichtete hat, mehr Geld verbrannt hat, Menschen mit windigen Geschäften um Hab und Gut gebracht hat (z.B. US Häuslebauer)?
Ich kritisiere auch M. Manson, ohne dessen Leistungen nacheifern zu wollen. Was dagegen?
Schlecht Informierte weinen Ackermann keine echte Träne nach. Die besser Informierten sollten über schreckliche wirtschaftliche Ergebnisse der staatlich gelenkten Landesbanken, HRE, IKB, Commerzbank,
usw. Fluten von Tränen vergießen. Denn da müssen die Bürger -
anders als bei der Deutschen Bank unter Ackermann - für erfolglose
Geschäftspolitik und Milliardenverluste bezahlen.