Ackermanns Abgang: Watsche für den neuen Chef

Josef Ackermanns letzte Bilanzpressekonferenz sollte allein ihm gehören. Doch das gelingt nicht. Aller Augen sind auf einen seiner zwei Nachfolger gerichtet: auf den umstrittenen Investmentbanker Anshu Jain. Und daran ist der scheidende Deutsche-Bank-Chef nicht ganz unschuldig.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...812983,00.html
  1. #20

    @ a.b. surd --- 1

    Zitat von a.b. surd Beitrag anzeigen
    Zufallsschwankungen? Glauben Sie auch an den Weihnachtsmann? Es hat Methode, große Teile der Bevölkerung klein zu halten. Aber Sie glauben natürlich, dass es sich um Zufallsschwankungen handelt,....
    Das ist keine Glaubensfrage!

    Da in einer Firma unsere Existenz und unser Wohlergehen seit Jahren von der korrekten Interpretation von Trends und allgemein Statistik abhängt, denke ich zunächst einmal, dass wir hier etwas Beurteilungskompetenz haben.

    Eine Behauptung eines Trends, beispielsweise, "die Vermögensverteilung in Deutschland wird ungleicher" kann anhand von 20-30 Datenpunkten, z.B. bei jährlicher Erhebung nur mit sehr großer Unsicherheit postuliert werden. Die derzeitigen Aussagen stützen sich jedoch auf maximal 10-15 oder sogar noch viel weniger (1-3) Datenpunkte, so dass eine Trendbehauptung völlig unmöglich ist. Gleiches gilt für Veränderungen des GINI Koeffizienten. Seit Jahren war Deutschland in der obersten Dezentile der Länder, die weltweit die absolute Spitze in der Gleichverteilung darstellten. Warum wird das konstant ignoriert? Alleine aus der einmaligen Änderung des Rangplatzes im letzten Jahr wird wieder unzulässig, vor allem von links, plötzlich ein Trend postuliert. Es passt halt zur Demagogie.

    Gerade aber den methodisch unzulässigen Zweckinterpretationen z.B. der so genannten Böckler Boxen, die ja bekanntermaßen eine linke Weltsicht vertreten, wird von den Sympathisanten Glauben geschenkt - alles andere ist angeblich manipuliert. Aber selbst bei der OECD Statistik kann man methodisch die bewusste linke Weltsicht - z.B. bei der Vermögenssteuerdiskussion, nachgewiesen werden

    Zitat von a.b. surd Beitrag anzeigen
    Ebenso wollte der Zufall ja, dass auf Kosten verhungernder Menschen mit Nahrungsmitteln spekuliert wird.
    Das ist z.B. eine ganz bösartige abseitige Falschbehauptung - aufgestellt in der Regel von Personen die keinerlei Bezug und Wissen von den Märkten haben. Sollte sie mal in Zusammenhang mit einer unserer Gesellschaften gemacht werden, werden wir uns nicht scheuen, den Behaupter strafrechtlich zu belangen. Selbst linke "Pamphlete", wie das UNCTAD-bezahlte von Flassbeck oder die von Foodwatch sind mit solchen Behauptungen vorsichtig. Seriöse Untersuchungen finden gar keinen Zusammenhang. Die Ursachen für Hunger in der Welt liegen mal ganz eindeutig an anderer Stelle.
  2. #21

    a.b. surd --- 2

    [QUOTE=a.b. surd;9568381] Die kommen zu "uns", weil es denen dort schlechter geht. Und die kommen zu "uns", weil sie hoffen, sich hier holen zu können, was wir uns auf deren Kosten erwirtschaftet haben.

    Auch hier zeigt sich leider eine weit verbreitete, sehr üble Gesinnung, die eine eigene Leistung desjenigen, der etwas erreicht hat, grundsätzlich dadurch negiert, dass behauptet wird, es gehe immer "auf Kosten irgendwelcher anderen.". Nein, jeder hat in einer freien Gesellschaft das Recht "NEIN" zu sagen. Es gibt keine Ausbeutung sondern nur zweiseitig geschlossene Verträge und das Recht der jederzeitigen Ablehnung des Vertragsschlusses. Es ist eine Charakterfrage und rein individuelle Opportunitätsüberlegung, ob man sich wegen Geld "verbiegt". Im internationalen Massstab negiert eine solche Weltsicht ebenfalls jegliche Eigenverantwortung. Das ist typisch für Leute, die Ihr Schicksal fremdbestimmt sehen und nicht erkennen wollen, dass man selbst etwas erreichen oder ändern kann. Wenn Menschen aber dann doch etwas erreicht haben, muss die parasitäre "Teilhabe" legitimiert werden

    Diese Einstellung ist daher die Grundlage der typisch linken "Strassenräubermentalität", die diese Sicht zum Anlass, nimmt eine Umverteilung bzw. Enteignung zu begründen - so wie eine Dieb die Begründung für seinen Diebstahl darin sieht, dass der andere etwas hat und der Räuber eben nicht, aber es ja eigentlich dem Räuber "zusteht".

    Am erfolgreichsten sind win-win Strukturen, wie wir sie als Unternehmen im Kleinen und die im internationalen Masststab durch Zusammenarbeit praktiziert wird. Gerade diese Vorteile werden durch diese Sicht ebenfalls in Abrede gestellt. Beachte, in Ländern, die mit Industrienationen wie Deutschland zusammearbeiten steigt auch das allgemeine Lohnniveau.

    Zitat von a.b. surd Beitrag anzeigen
    Sie haben Angst, dass man Sie mit Ihrer Firmengruppe zu einem größeren Beitrag für soziale Gerechtigkeit zwingt
    Definieren Sie doch bitte "soziale Gerechtigkeit". Gerade die Ursupation und völlige Verdrehung des Gerechtigkeitsbegriffs ist doch das derzeitige Grundübel in Deutschland. Analysiert man die, von diesen Protagonisten angenommene Bedeutung, kommt man genau zu dem von mir im ersten Beitrag beschriebenen Phänomen der tiefen Ungerechtigkeit, die mit diesem Begriff "soziale Gerechtigkeit" erzeugt werden soll.

    Zitat von a.b. surd Beitrag anzeigen
    Übrigens: meine Reinigungskraft erhält ganz offiziell einen Stundenlohn, der ihr am Ende für die von mir sehr wertgeschätzte Arbeit etwa 15 Euro Netto bringt, darüber hinaus bekommt sie auch Weihnachts- und Urlaubsgeld. Ich könnte das auch belegen. Was verdienen denn so die Reinigungskräfte in Ihrer Firmengruppe?
    Wir putzen selbst!!! Obwohl wir alle sehr gut verdienen. Bei uns ist der "Mindestlohn" 20 EUR/h und jeder Mitarbeiter ist darber hinaus am Gesamtgewinn beteiligt (Bonus) - so ist sie halt, die Finanzbranche.
  3. #22

    Ach ja ...

    Zitat von Spekulant Beitrag anzeigen
    Wir putzen selbst!!! Obwohl wir alle sehr gut verdienen. Bei uns ist der "Mindestlohn" 20 EUR/h und jeder Mitarbeiter ist darber hinaus am Gesamtgewinn beteiligt (Bonus) - so ist sie halt, die Finanzbranche.
    Sehen Sie, das ist das, was ich mit "sozial" meine. In meinem Betrieb fällt kaum Dreck an, den ich nicht auch selbst wegputzen könnte, und ich bin mir auch in keiner Weise zu schade für solche Arbeit.

    ABER: Wenn Sie doch angeblich so gut verdienen - warum lassen Sie andere, die in ihrem Beruf ansonsten mies bezahlt werden, nicht an Ihrem Wohlstand teilhaben? Ich mache das, und zwar vorsätzlich und bewusst mit deutlicher "Überbezahlung", wenn man den Durchschnitt nimmt. DARIN sehe ich meine Verantwortung, weil die politische Klasse in unserem angeblich sozial-marktwirtschaftlichen System ja nicht in der Lage ist, dafür zu sorgen.

    Können Sie mir übrigens erklären, warum FDP-Parteiangehörige einen billigeren Sondertarif bei eine großen deutschen Privatversicherung bekommen? Ich verstehe das nicht! Obwohl - doch, ich verstehe das schon. Schon mal was von Lobbyismus gehört?
  4. #23

    @ Spekulant

    Zitat von Spekulant Beitrag anzeigen
    Das ist keine Glaubensfrage!
    Meine erste Antwort auf Ihren Beitrag scheint "geschluckt" worden zu sein, von daher noch einmal.

    Das Auseinanderklaffen von Arm und Reich bei gleichzeitigem Aussterben des Mittelstandes wurde im Juni vorletzten Jahres vom DIW (Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung) beklagt. Ich wusste nicht, dass Sie das DIW für links infiltriert halten.

    Natürlich ist die Spekutation mit Nahrungsmitteln unredlich und unmoralisch. Gerade Herr Ackermann hat augenblicklich mit dieser Kritik zu tun, und er lamentiert und verzögert, was das Zeug nur hält. Ist Ihnen das entgangen? Und ebenso erschließt sich nach geringfügigem Nachdenkem jedem, dass künstlich erzielte Verteuerung von Nahrungsmitteln nun nicht gerade die finanziell Gutstehenden betrifft, oder muss ich Ihnen das erklären?

    Ich halte es übrigens auch für asozial, wenn Gutverdiener in Discounterläden billige Lebensmittel für den Eigenbedarf erwerben. Es ist doch bekannt, dass die "Produktion" nicht nur tierquälerisch ist, sondern man dort auch von arbeitenden Menschen bedient wird, die unterbezahlt sind. All das scheint Sie aber nicht zu stören - irgendwie muss der neue Benz ja finanziert werden.

    Das hat mit Straßenräubermentalität nichts zu tun, wenn gefordert wird, das unverdiente Großverdienste enteignet werden, um das Geld denen zuzuführen, die es tatsächlich verdient haben. Wobei ich da differenzierte sein möchte: ich bin nicht für Enteignung, sondern vielmehr für die Schaffung von Strukturen, die sowas von vornherein verhindern.

    Im übrigen kann ich Ihren Versuch der Androhung strafrechlicher Verfolgung nur belächeln. Ich hätte nicht die geringsten Schwierigkeit, auch das Treiben Ihrer Unternehmensgruppe in die Öffentlichkeit zu stellen, wenn ich denn wüsste, wie der Name ist und ich Belege hätte, die meine Anklage unterstützen.
  5. #24

    @ Spekulant: Zu guter letzt ...

    In all Ihren "Antworten" sind Sie nicht einmal auf meine Kritik bezüglich Ihrer totalitaristischen und undemokratischen "Argumentation" eingegangen, die Andersdenken per Staatsgewalt das Reden verbieten möchte. Sie argumentieren monarchistisch - wobei das Kapital und die Gier der Monarch sind. Das werden Sie aber nach meiner Einschätzung niemals verstehen. Ich denke von daher, dass wir diese Diskussion beenden sollten. Meinen Respekt als Mensch und als jemand, der offensichtlich aus eigener Kraft etwas aufgebaut hat, von dem er leben und auf das er stolz sein kann, haben Sie allemal. Sie scheinen sich angestrengt zu haben. Leistung muss sich lohnen - das sehe ich auch so. Nur: JEDERMAN´s Leistung muss sich lohnen, und das ist in unserem Lande leider nicht so.
  6. #25

    a.b. surd --- 3

    Zitat von a.b. surd Beitrag anzeigen
    Tatsache ist, dass in dieser von Ihnen gepriesenen angeblichen sozialen Marktwirtschaft soziale Ungerechtigkeit nicht systematisch abnimmt, sondern das Gegenteil der Fall ist. Wir werden ja selbst von Ländern, die nun auch alles andere als sozialistisch / kommunistisch sind, dafür gescholten (Chancenungleichheiten in der Bildung, Kinderarmut usw.).
    Keiner behauptet, dass in unserer freiheitlichen sozialen Marktwirtschaft nichts zu verbessern ist. Genau das ist ja die Stärke, dass sich eben um Probleme gekümmert wird. Die Frage ist nur, in wieweit liegt die entsprechende Massnahme in der individuellen Verantwortung und wofür soll die Gemeinschaftsaufgabe herhalten. Soll z.B. die Gemeinschsft auch die NAchteile häßlicher Menschen ausgleichen? Die Behauptung der systematischen Abnahme ist methodisch nicht zu rechtfertigen (s.o.) sondern ist eine Behauptung, die vor allem von jenen aufgestellt wird, die keine Eigenverantwortung tragen wollen und den allumfassenden Taschengeldstat wünschen oder die dadurch die demagogische Beeinflussung von unbedarften Gemütern legitimieren.

    Zitat von a.b. surd Beitrag anzeigen
    Die Freiheit in unserem System ist nur ein trügerischer Schein. Es ist die Freiheit der Privilegierten.
    Nein, das sehe ich komplett anders und habe es am eigenen Leib erlebt, wie durchlässig unser freies System auch für "arme Würstchen" ist.

    Zitat von a.b. surd Beitrag anzeigen
    Wie frei ist ein Land, in dem Menschen, die sich systemkritisch mit sozialen Missständen auseinandersetzen und sich zu einer Gruppe zusammenschließen, gleich mit Verbotsforderungen konfrontiert werden?
    A.) Wirkliche Missstände oder vorgeschobene, nicht existente Missstände?
    B.) Bedingt Freiheit auch die Tolerierung der Abschaffung des bestehenden freiheitlichen Systems durch Ausnutzung eben jener Freiheit im Austausch gegen eine dann unfreie Gesellschaftsordnung? Oder sollte dieser Selbstmord des freiheitlichen Systems induziert durch ideologisce Verführer nicht "be- oder sogar verhindert" werden? Gerade diese Erfahrung hat doch die Väter des GG zur Schaffung der repräsentativen Demokratie bewogen - oder?

    Zitat von a.b. surd Beitrag anzeigen
    Da fällt es mir schwer, den Begriff der Würde für mehr als nur eine Worthülse zu halten, wenn Unternehmer wie die Albrechtbrüder mehrere Milliarden Privatvermögen anhäufen dürfen, während ihre Angestellte unter zum Teil menschenverachtenden Arbeitsbedingungen für einen Lohn arbeiten müssen...
    Niemand MUSS seine Lebensarbeitszeit an einen Dritten zu verkaufen und sich dann über diese Situation zu beschweren. Die Würde liegt in einem selbst, nämlich, dass man charaktervoll "NEIN" sagt, wenn einem etwas nicht passt und man sich nicht opportunistisch dem "Zuckerle Geld" unterwirft und sich hinterher über den, der es gibt beschwert.

    Und dass jemand mit einer guten Idee Milliarden verdienen kann, ist genau die Attraktivität dieses Systems, die ich schätze. Andererseits, so, wie es für den Unternehmer normalerweise keine "Ernährungsgarantie" gibt, kann es die normalerweise auch nicht für Menschen geben, die eben eine Qualifikation haben, die es in Massen gibt oder die gar nicht gebraucht wird. Aber - gerade diese Garantie bietet aber unser System der sozialen Marktwirtschaft, in dem keiner verhungern muss.

    Was will man mehr?
  7. #26

    @a.b. surd ------ 4

    Bezüglich des Einflusses von Spekulation auf Rohstoffpreis habe ich mich schon geäußert. Selbst mit den COT Daten ist dieser Einfluss nicht zu ermitteln, da jede spekulative Position sofort in eine nicht spekulative umgewandelt werden kann und umgekehrt. Ausserdem fallen die Weize Preise seit Anfang 2011 - daran sind dann auch die Spekulanten schuld oder? Diese ganze Argumention ist einfach sachfremd, überflüssig und falsch. Sie wird im Wesentlichen von Menschen ohne richtigen Bezug zu den Märkten betrieben.

    Zitat von a.b. surd Beitrag anzeigen
    Wenn Sie zu denen gehören, die der Auffassung sind, ein solches Vermögen sei tatsächlich "verdient", dann bleibe ich dabei: diese Haltung ist wahrsten Sinne des Wortes asozial!
    Ich bin tatsächlich der Meinung, dass auch solche Vermögen "verdient" sind, freue mich, dass es das gibt und sehe das als Vorbild. Man muss realisieren, dass heute auch Ideen und die Art der Umsetzung zu Erfolg führen, nicht nur manuelles "Stein auf Stein" und ALDI ist - bei genauer Betrachtung ein Finanzunternehmen. Alleine nur den Gewinn auf die angebliche Unterbezahlung von Regaleinräumern und Kassiererinen zurückzuführen, ist wieder die typische demagogische Unterstellung. Unsere Beteiligungsgesellschaft ist übrigens an drei Supermärkten beteiligt und daher denke ich zu wissen wovon ich spreche.
  8. #27

    @ Spekulant: Das muss ich noch loswerden !!!

    Zitat von Spekulant Beitrag anzeigen
    Unsere Beteiligungsgesellschaft ist übrigens an drei Supermärkten beteiligt und daher denke ich zu wissen wovon ich spreche.
    Wikipedia: "Eine Beteiligungsgesellschaft ist ein Unternehmen, dessen Geschäftstätigkeit überwiegend oder ausschließlich darin besteht, Beteiligungen an anderen, eigenständigen und unterschiedlichen Branchen angehörenden Unternehmen zu erwerben, zu halten und zu veräußern. Die Art, wie eine solche Gesellschaft organisiert ist, kann sehr unterschiedlich sein, jedoch unterscheidet sie sich klar von einer Holding. Im Unterschied zu Holdings, die als Mutterunternehmen einen einheitlich geführten Konzern bilden und ihre Tochtergesellschaften in ihrer Konzernrechnung konsolidieren, steht bei Beteiligungsgesellschaften lediglich die Kapitalbeteiligung als Aktionär im Vordergrund. Für gewöhnlich wird hierbei nicht eine Mehrheits-, sondern eine gewinnorientierte Minderheitsbeteiligung an ausgewählten Unternehmen angestrebt. Den Beteiligungsgesellschaften ähnlich sind Investmentgesellschaften und Immobilienaktiengesellschaften."

    Also, das muss ich nun wirklich noch loswerden: SIE schaffen keine Werte, sondern verdienen an der Wertschaffung anderer durch Spekulation. Das bezahlen die Verbraucher! Beteiligungsgesellschaften gehören nach meiner Auffassung genau zu den Strukturelementen, die im Sinne sozialer Gerechtigkeit und leistungsangemessener Entlohnung verboten gehören. Denn SIE verdienen umso mehr, je mehr Gewinn die Unternehmen, an denen Sie beteiligt sind, abschröpfen - und das geschieht eben auch dadurch, dass Menschen für diese Unternehmen arbeiten, die bei möglichst hoher Leistung (gleich Wertbildung) möglichst wenig kosten.
  9. #28

    @ a.b. surd

    Zitat von a.b. surd Beitrag anzeigen
    In all Ihren "Antworten" sind Sie nicht einmal auf meine Kritik bezüglich Ihrer totalitaristischen und undemokratischen "Argumentation" eingegangen, die Andersdenken per Staatsgewalt das Reden verbieten möchte. Sie argumentieren monarchistisch - wobei das Kapital und die Gier der Monarch sind. Das werden Sie aber nach meiner Einschätzung niemals verstehen. Ich denke von daher, dass wir diese Diskussion beenden sollten. Meinen Respekt als Mensch und als jemand, der offensichtlich aus eigener Kraft etwas aufgebaut hat, von dem er leben und auf das er stolz sein kann, haben Sie allemal. Sie scheinen sich angestrengt zu haben. Leistung muss sich lohnen - das sehe ich auch so. Nur: JEDERMAN´s Leistung muss sich lohnen, und das ist in unserem Lande leider nicht so.
    Doch, bin ich - siehe Ausführung zum Selbstschutz eines freiheitlichen Systems vor seiner Zerstörung durch Ausnutzung eben dieser Freiheit (z.B. wie im 3. Reich)

    Jedermanns Leistung kann sich nur lohnen, wenn es jemand gibt, der diese Leistung auch will und entsprechend dafür bezahlt. Beispiel, ein Fussballer rennt 90min auf dem Platz herum und verdient Millionen - weil eben viele diese Sache sehen wollen und dafür bezahlen.

    Was Sie verlangen, ist, dass für eine Leistung unadäquat bezahlt wird, die es wohl im Überfluss gibt oder nicht gebraucht wird nur weil das anbietende Individuum nicht einen Weg finden will, oder kann, eben eine Leistung zu bieten, die gesucht und auch entsprechend bezahlt wird.

    Letztendlich der Versuch eines versöhnlichen Schlusswortes

    Die extremistische Ausprägung des kollektivistischen (linken) Gedankens ist der Totalitarismus durch völlige Übergewichtung der Gemeinschaftsaufgabe (Staat)

    Die extremistische Ausprägung des individualistischen (liberalen) Gedankens ist der Feudalismus mit völliger Übergewichtung eines Einzelnen (Monarch) - oder besser als Monarch des zentralen Monopolisten, da der Monarch ja qua Geburt in diese Stellung kommt

    Beides lehne ich ab und sehe in der derzeit realisierten freien Marktwirtschaft mit kollektivistischen Komponenten (Sozialfürsorge, Krankenversicherung, Altersvorsorge etc.) - ergo: soziale Marktwirtschaft - das Optimum. Ich tendiere aber eher zur Minimalversion der kollektiven Merkmale auf das Mass, dass ethisch moralisch und nicht willkürlich begründbar ist (Existenzsicherung).
  10. #29

    @ Spekulant

    Nein, Sie sind nicht auf meine Kritik bezüglich Ihrer Argumentation gegen Andersdenkende eingegangen - da nützen auch die Ausführungen nicht, die Sie hier anführen.

    Auch wenn ich meinem "zu guter letzt" widerspreche. Besonders interessant finde ich folgendes Statement:

    Zitat von Spekulant Beitrag anzeigen
    Jedermanns Leistung kann sich nur lohnen, wenn es jemand gibt, der diese Leistung auch will und entsprechend dafür bezahlt. Beispiel, ein Fussballer rennt 90min auf dem Platz herum und verdient Millionen - weil eben viele diese Sache sehen wollen und dafür bezahlen.
    Ich verstehe. Nach Ihre Auffassung brauchen wir keine
    - unterbezahlten Verkäufer/-innen (das geschlechtsdifferenzierende lasse ich nachfolgend mal der Einfachheit halber weg
    - unterbezahlten Arzthelfer
    - unterbezahlten Altenpfleger
    - unterbezahlten Rechtsanwalts- und Notarsgehilfinnen (da ist es übrigens besonders schlimm)
    - unterbezahlten Lageristen
    - unterbezahlten Hilfsarbeitern in der Produktion
    - unterbezahlten ...

    Nein, SIE kommen ja ohne all diese Menschen aus, die ich hier listenweise anführen könnte. Die sind ja alle adäquat bezahlt, weil wir sie in Wirklichkeit gar nicht brauchen. Weil es viel zu viele von ihnen gibt. Stimmt! Im Aldi könnte ja auch eine Angestellte allein all die Paletten schieben, die Ware einsortieren, dem Kunden bei der Suche helfen und schließlich auch noch abkassieren.

    Für SIE hat ja auch Caesar allein ganz Gallien erobert, und SIE ignorieren, dass schon Brecht vor vielen Jahren die Frage stellte: Hatte er nicht wenigstens einen Koch dabei?

    Der war sicherlich auch unterbezahlt.

    Lassen wir das, denn wir werden keine versöhnlichen Worte finden.