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Acht Billiarden Berechnungen pro Sekunde: Japan hat den superschnellen "K-Computer"
Daran wird die Konkurrenz zu knabbern haben: Der schnellste Supercomputer der Welt steht jetzt in Japan. Seine Top-Position wird er lange behalten können - er ist dreimal schneller als der bisherige Spitzenreiter. Deutschland dagegen rechnet nicht mehr in der Top-Liga.
http://www.spiegel.de/netzwelt/gadge...769348,00.html
- #10 20.06.2011 17:09 von
Datenparallelität
Nein. Denn ein Flop ist eine "floating point operation". Verwaltung wird aber üblicherweise mit Ganzzahloperatoren gemacht...
Natürlich gibt es einen großen Overhead, insofern stimmt ihre Aussage zum Teil. Deshalb sind solche Maschinen natürlich prädestiniert für Rechenaufgaben, die datenparallelisierbar sind, z.B. Strömungsmechanik. Da kriegt jeder Knoten seinen Würfel, und nur wenn Objekte über Würfelgrenzen bewegt werden ist Kommunikation notwendig. - #11 20.06.2011 17:11 von
Zukunft
Das ist aber extrem ferne Zukunft. Von technischen Problemen abgesehen weiß noch niemand wie die Mathematik für einen Quantencomputer aussehen _könnte_.
Kann es sein, dass Sie Silizium und Silikon verwechseln?Diese alberne 'wer hat den schnellsten Silikonrechner' ist so als wenn 500 Pferdekutschen sich ein Rennen geben während Daimler den Ottomotor montiert.
Ganz sicher nicht.Aber mit wenigen Q-bits lässt sich diese schon riesige Anlage in Japan problemlos schlagen. - #12 20.06.2011 17:13 von
Quantenrechner?
Ja, aber ich behaupte einfach mal, ohne die "Silikondinosaurier" würde es NIEMALS auch nur einen Quantenrechner geben. Denn woher soll bitte die Rechenleistung in der entsprechenden Forschung kommen?
- #13 20.06.2011 18:23 von
Sequoia kommt bestimmt!
Er wird sich nicht lange an der spitze halten können nächstes ja komm IBM's Sequoia und der ist fast drei mal so schnell.
- #14 20.06.2011 19:39 von
titel
Ja und Nein. Eine Klimasimulation lässt sich tatsächlich schon lange nicht mehr per Hand in Assembler programmieren (und wenn doch, dann ist das Resultat mit Sicherheit einem vom Compiler optimierten C-/Fortranprogramm um Längen unterlegen). Allerdings benutzen alle Programme für die rechenintensiven Schritte spezialisierte Numerikbibliotheken (wie BLAS, LINPACK, LAPACK), und die sind tatsächlich noch in Assembler geschrieben.
Das Argument, dass die grossen Maschinen einen unglaublichen Verwaltungsoverhead haben stimmt so auch nicht. Die 8 Petaflops beziehen sich auf den LINPACK Benchmark, das heisst, dies sind tatsächlich Flops die zur Lösung eines (wenn auch akademischen) Problemes verwendet werden. Der Verwaltungsaufwand ist schon rausgerechnet (und beträgt laut top500 Liste) auch weniger als 10%.
Quantencomputer sind in der Klasse von Fusionsreaktoren - wie wir wissen in etwa 10 Jahren einsatzfähig (und das schon seit 60 Jahren...). - #15 21.06.2011 08:01 von
...
Man muss prinzipiell sagen, dass die Forschung in diesen Gebieten schon funktionierende Muster hat. Doch ist die Effizienz und Nutzbarkeit einfach noch nicht serienreif. In Frankreich steht ein Fusionstestreaktor. Die Kanadier meinen sie haben Q-Rechner, in Deutschland und den USA forscht man immer erfolgreicher an Meter langen, stabilen Nanotubes. Alles eine Frage der Zeit und des Geldes. Ich denke aber schon, dass die meisten von uns diese Fortschritte noch miterleben könnten. Bei vielen fehlen nur noch Kleinigkeiten. Gibt es erst die ersten Geräte/Tools etc. explodiert die Entwicklung.
- #16 21.06.2011 10:08 von
nihongo wo wakaru you ni
"Vielmehr bezieht sich das "K" auf das japanische Wort "Kei", das ursprünglich ein großes Tor bezeichnet. Für Fujitsu steht "Kei" repräsentativ für die Zahl 10 hoch 16 und soll das Ziel der Ingenieure symbolisieren, mit ihrem Riesenrechner eine Leistung von zehn Petaflops zu erreichen, was sie nicht ganz geschafft haben."
Das Schriftzeichen "Kei" (京) ist nicht nur "fuer Fujitsu", sondern allgemein in der japanischen Schrift das Zeichen fuer 10 Billiarden.
Dasselbe Zeichen wird auch "kyo(u)" gelesen und ist als solcher Bestandteil von "Kyo"to und To"kyo" sowie als "jing" im Chinesischen Bestandteil von "Beijing". Entsprechend duerfte die Bedeutung des Zeichens eher mit "Hauptstadt" als mit "Tor" wiederzugeben sein. - #17 22.06.2011 10:12 von
staatliches projekt?
japanischen medien(sankei-online z.b. ) berichten stolz über den "erfolg", ich deprimiere nur, dass das steuergeld von der bevölkerung für ,nach meinem eindruck, falschen stolz auch dies mal investiert wuerde, so ähnlich bei 5. generation pc-projekt. meine frage : warum finanziert die regierung für den sehr sehr teueren spielzeug, und nicht krankenpfleger oder altersheim, wo offensichtlich eigentlich noch gefördert werden muss? projektbefürworter behauptet dass solches project für japan nötig ist, aber erklärt nie "warum". ich schau mal, wie nützlich der super k-pc für uns sein könnte...
- #18 22.06.2011 10:50 von
Über den Nutzen läßt es sich vortrefflich streiten.
Die Rechenknechte sind durchaus brauchbare Werkzeuge,aber
die einseitige Ausrichtung der Gesellschaften auf diese
Technologie birgt eine sehr große Gefahr.Der Totalausfall
dieser überbordenen Vernetzung besteht durchaus,ein Sonnen-
sturm in der richtigen Richtung legt diese Technik lahm,die
Folgen werden katastrophal sein.Verlust sämtlicher auf dem
Internet basierender Kommunikation,selbst kabelgebundene
Telefone werden davon betroffen sein.Die Folgen kann jeder
an seinen Patschehändchen ausrechnen,vielleicht gibt es eine
Renaissance der Brieftaubenpost in diesem Zusammenhang.
Und superschnelle Rechner führen zu verquerten Weltsicht,
die Deutungshoheit über die Ergebnisse der Prozesse liegen
bei den üblichen Verdächtigen und die produzieren Ergebnisse
die auf Grund ihrer Komplexität nicht nachvollziehbar sind,
(siehe Klimamodelle)werden von Interessenten zum Nachteil der Gesellschaften mißbraucht. - #19 23.06.2011 13:54 von
Quantencomputer können nur bestimmte Probleme schneller lösen
Ich selbst bin Informatiker und verfolge die Entwicklung der Quantencomputer mit großem Interesse. Es stimmt in der Tat dass Quantencomputer bestimmte Berechnungen schneller durchführen können als klassische Computer allerdings nur bei einer ganz bestimmten Klasse von Problemen.
Quantenrechner können zum Beispiel große Zahlen viel schneller faktorisieren oder unsortierte Listen viel schneller nach Einträgen durchsuchen und natürlich können sie Simulationen von Quantensystemen durchführen, zum Beispiel Vorgänge in Atomen oder Molekülen.
Sie sind aber nicht schneller bei der Wettervorhersage oder der Simulation physikalischer Vorgänge. Da Quantenrechner also bei den meisten Problemen gar nicht schneller sind als klassiche Rechner ist es falsch zu behaupten das klassische Rechner in Zukunft komplett von Quantenrechnern abgelöst werden.
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