Achilles' Ferse: "Veganer sind keine sabbernden Lappen"

Katharina HofmannExtreme Ernährung, extremer Sport: Mark Hofmann ist Veganer und läuft Ultramarathon. Aber ist der Verzicht auf tierische Produkte nicht schädlich für seinen Körper? Im Interview mit achim-achilles.de erklärt der 35-Jährige, woher er die Energie für seine ungewöhnlichen Ausdauerleistungen bezieht.

Achilles' Ferse: Marathonläufer Mark Hofmann ernährt sich vegan - SPIEGEL ONLINE
  1. #200

    Emotionsgeladene Debatte

    Irgendwie fasziniert es mich, wie emotional diese Debatte geführt wird.
    Ich selbst (fast 72) lebe seit über 40 Jahren weitgehend Bio, Vollkorn, ohne Zucker, viel Rohkost etc. Mein Speisezettel wurde durch die weitgehend vegetarische Ernährung weit vielfältiger. Ab und zu esse ich gerne und genussvoll einen Schweinsbraten oder eine Currywurst, vielleicht ein oder zwei Mal im Monat. Fisch mag ich nicht. Mit dieser Art Ernährung fing ich an, nachdem ich zeitlebens unter chronischen Entzündungen und mit 27 sogar einer Präkanzerose gelitten hatte. Seit meiner Ernährungsumstellung bin ich ziemlich gesund, und auch heute noch habe ich Spaß am Sex, wenn auch nicht mehr täglich. Ich habe Blutgefäße fast ohne Ablagerungen und einen niedrigen Blutdruck, BMI 26, naja. Mein Arzt sagte vor zwei Jahren bei einem Routinecheck zu mir, er wünsche sich, mit 70 auch so gesund zu sein wie ich.
    Ich spiele gerne und heftig Tischtennis und betreibe einige andere Sportarten. Mein Tischtennispartner ist 48 und wird ungefähr gleichzeitig mit mir müde.
    Vegane Ernährung habe ich nur kurzzeitig versucht. Ich nahm spontan 15 Kilo ab. Irgendwie fehlte mir was.
    Mein persönliches Resumé aus dieser Debatte und aus meiner persönlichen Erfahrung: Fleisch in GERINGEN Dosen ist für den Körper wohl nicht so schädlich. Unsere Vorfahren aßen mit Sicherheit viel weniger Fleisch als wir heute, weil sie es sich ganz einfach nicht leisten konnten oder weil es nicht vorhanden war. Das Wort Sonntagsbraten deutet darauf hin.
    Meine Empfehlung: erfreut euch am GELEGENTLICHEN Fleischgenuss und esst unter der Woche vegetarisch. Damit tut ihr euch und der Umwelt einen Riesengefallen.
  2. #201

    kein gen Soja!

    gentechnisch verändertes Soja wird hauptsächlich für tierfutter verwendet. Veganer essen und trinken Bio Soja Produkte, die nicht gentechnisch verändert sind. Einfach mal mit offenen Augen einkaufen gehen und nicht immer diese schlecht recherchierten Argumente nach plappern ;-)
  3. #202

    Augenwischerei

    Zitat von Stella Beitrag anzeigen
    gentechnisch verändertes Soja wird hauptsächlich für tierfutter verwendet. Veganer essen und trinken Bio Soja Produkte, die nicht gentechnisch verändert sind. Einfach mal mit offenen Augen einkaufen gehen und nicht immer diese schlecht recherchierten Argumente nach plappern ;-)
    Ich bin nicht ein Veganer, doch esse ich keine Tierteile.
    Ob es wichtig ist, auf das Label Bio zu gucken, kommt auf die Ware an.
    Bei Karotten z. B. ist es viel wichtiger, auf welchen Boeden sie wuchsen.
    Tobinambur, Kokos, Avocado sind praktisch Wildpflanzen, es bewdarf keines Biolevels.
    Kollusiver Betrug von Industrie und Politikern ist es aber, genmanipuliertes Soja-Kraftfutter als solches undeklariert an KZ-Tiere zu verfuettern.
    Entweder ist Gen-Soja schaedlich oder es ist es nicht.
    Unter beiden Varianten ist die Labelpraxis Augenwischerei.
  4. #203

    Augenwischerei

    Zitat von Stella Beitrag anzeigen
    gentechnisch verändertes Soja wird hauptsächlich für tierfutter verwendet. Veganer essen und trinken Bio Soja Produkte, die nicht gentechnisch verändert sind. Einfach mal mit offenen Augen einkaufen gehen und nicht immer diese schlecht recherchierten Argumente nach plappern ;-)
    Ich bin nicht ein Veganer, doch esse ich keine Tierteile.
    Ob es wichtig ist, auf das Label Bio zu gucken, kommt auf die Ware an.
    Bei Karotten z. B. ist es viel wichtiger, auf welchen Boeden sie wuchsen.
    Tobinambur, Kokos, Avocado sind praktisch Wildpflanzen, es bewdarf keines Biolevels.
    Kollusiver Betrug von Industrie und Politikern ist es aber, genmanipuliertes Soja-Kraftfutter als solches undeklariert an KZ-Tiere zu verfuettern.
    Entweder ist Genverawndertes-Soja schaedlich oder es ist es nicht.
    Es kann zudem neutral sein
    Unter beiden Varianten ist die Labelpraxis Augenwischerei.
  5. #204

    Zitat von michael1974 Beitrag anzeigen
    Nicht nur ist es möglich, vegetarisch und vegan gesund zu leben (wurde letztens sogar in einer erzkonservativen Sendung wie "Hart aber fair" mehrfach betont), man kann sogar völlig abgehobenen Leistungssport damit betreiben!!
    Lustig finde ich an dauerlaufenden Veganern vor allem das der Mensch das nur so gut kann um Tiere zu Tode hetzen und dann zu essen.
  6. #205

    Ich hasse die Argumente der Veganer

    "Ihr seid krank, ihr esst Fleisch, weil es gut schmeckt und achtet nicht auf das Tier" Ich mag den Geschmack von Fleisch nicht so besonders. Trotzdem esse ich es, weil ich denke, dass es gesünder ist. Warum? Hier ein paar Beispiele:
    - Es gibt essentielle Fette und Eiweiße, die wichtig für Organe und Gewebe sind, aber keine essentielle Kohlenhydrate. Pflanzliche Eiweiße können vom Körper übrigens nicht so gut entwertet werden.
    - Soja ist die genmanipulierte Pflanze schlechthin, also als Vegetarier unzumutbar das in Mengen zu essen damit der Eiweißbedarf gedeckt ist.
    - Fleisch hält länger satt als Kohlenhydrate, weil langkettiger.
    Nur weil ein Veganer lange laufen kann, heißt es nicht, dass er gesund ist. Schon Steinzeitmenschen betrieben die sogenannte Ausdauerjagd. Einmal abgesehen davon bin ich nicht für Massentierhaltung. Aber konventionelle Weidehaltung ist ganz sicher ökologisch vertretbarer als sog. Monokulturen, wie der Anbau von Mais oder Getreide die Lebensräume von Kleintieren und Insekten zerstören.
  7. #206

    Turbomastfleich und Mutterkuheuter

    Zitat von wunderkerze Beitrag anzeigen
    "Ihr seid krank, ihr esst Fleisch, weil es gut schmeckt und achtet nicht auf das Tier" Ich mag den Geschmack von Fleisch nicht so besonders. Trotzdem esse ich es, weil ich denke, dass es gesünder ist. Warum? Hier ein paar Beispiele:
    - Es gibt essentielle Fette und Eiweiße, die wichtig für Organe und Gewebe sind, aber keine essentielle Kohlenhydrate. Pflanzliche Eiweiße können vom Körper übrigens nicht so gut entwertet werden.
    - Soja ist die genmanipulierte Pflanze schlechthin, also als Vegetarier unzumutbar das in Mengen zu essen damit der Eiweißbedarf gedeckt ist.
    - Fleisch hält länger satt als Kohlenhydrate, weil langkettiger.
    Nur weil ein Veganer lange laufen kann, heißt es nicht, dass er gesund ist. Schon Steinzeitmenschen betrieben die sogenannte Ausdauerjagd. Einmal abgesehen davon bin ich nicht für Massentierhaltung. Aber konventionelle Weidehaltung ist ganz sicher ökologisch vertretbarer als sog. Monokulturen, wie der Anbau von Mais oder Getreide die Lebensräume von Kleintieren und Insekten zerstören.
    Sorry: Viehweiden sind auch Monokulturen.
    Pflanzliche Nuesse halten laenger als tote Teile von Tieren.
    Der Koerper entwertet nicht pflanzliches Eiweisse, die tierischen entwerten ihn, da es evolutionaer eigentlich nur als Notlaufernaehrung konzipiert ist.
    Waren Sie Steinzeitmensch oder woher beziehen Sie Ihre Kenntnis, dass die sich lieber in stundenlangem Nachlaufen hinter Beutetieren verausgabten, anstatt die nechstgelegenen Kraeuter oder Blaetter zu essen?
    In unseren Breiten taten die das vielleicht mal an Weihnachten. Allerdings erst recht nicht per stundenlangem Hinterherlaufen. Solche Dummerjahns waeren entkraeftet gestorben, bevor sie Kinder, also uns machen konnten
    Auch nicht des Weihnachtsbratens wegen, sondern weil sie in diesen dunklen Gegenden an dunklen Tagen wegen hartgefrorener Boeden keine Wurzeln ausgraben konnten und nicht genuegend Haselnusskerzen fuer die Sippe fanden. Die Kerzen sind da noch ziemlich schuetter, wenngleich immerhin essbar. Sind auch schon ziemlich lange Ketten...

    Aehh... Fleisch und Fett wird als Koerperfett eingelagert. Ueberschuessige Kohlhydrate auch.
    Mehr Koerperfett haelt laenger als weniger. Egal, wie es gebildet wurde.
    Das mit den essentiellen Dingen, die nicht in Kohlhydraten sein sollen, war ein Schuss nach hinten.
    Pflanze ist nicht gleich Kohlehydrat. Das ist darin zwar auch enthalten aber alle "essentiellen Ingredentien", oft noch mehr, z, B, Chlorphyll.

    Was der Koerper zur Verwertung von Pflanzenessen benoetigt, lieferndie aber gleich mit.
    Nicht, weil Gott es so gefuegt hat, sondern, sondern weil das unsere evolutionaeren Urspruenge sind.
    Fleisch liefert allenfalls B12, Fettsaeuren, Eisen. Tun Pflanzen auch.
    Ist Nix essentiell oder existentiell mit dem Fleisch fuer uns.
    Ein paar Maden und Engerlinge in Pflanzenkost schaden jedenfalls nicht, sind zudem gesuender als Turbomastfleisch oder Rinderkindersaft aus Mutterkuheutern.
  8. #207

    Zitat von Ursprung Beitrag anzeigen
    Waren Sie Steinzeitmensch oder woher beziehen Sie Ihre Kenntnis, dass die sich lieber in stundenlangem Nachlaufen hinter Beutetieren verausgabten, anstatt die nechstgelegenen Kraeuter oder Blaetter zu essen?
    In unseren Breiten taten die das vielleicht mal an Weihnachten. Allerdings erst recht nicht per stundenlangem Hinterherlaufen. Solche Dummerjahns waeren entkraeftet gestorben, bevor sie Kinder, also uns machen konnten
    Auch nicht des Weihnachtsbratens wegen, sondern weil sie in diesen dunklen Gegenden an dunklen Tagen wegen hartgefrorener Boeden keine Wurzeln ausgraben konnten und nicht genuegend Haselnusskerzen fuer die Sippe fanden. Die Kerzen sind da noch ziemlich schuetter, wenngleich immerhin essbar. Sind auch schon ziemlich lange Ketten...
    Die ältesten Spuren des Homo Sapiens im Lonetal werden auf ca. 35.000 Jahre datiert. Auch sie deuten darauf hin, dass die damals lebenden Menschen sich hauptsächlich von der Jagd auf die Großtierarten der Eiszeit ernährten.
    Homo Sapiens - der moderne Mensch im Lonetal
  9. #208

    Kampf um Anpassung

    Zitat von waddehaddeduddeda Beitrag anzeigen
    Die ältesten Spuren des Homo Sapiens im Lonetal werden auf ca. 35.000 Jahre datiert. Auch sie deuten darauf hin, dass die damals lebenden Menschen sich hauptsächlich von der Jagd auf die Großtierarten der Eiszeit ernährten.
    Homo Sapiens - der moderne Mensch im Lonetal
    Nun, Eiszeiten sind ja nicht gerade paradiesische Kontexte, in denen uns die Fruechte in den Mund fallen koennen beim Spazierengehen.
    Da bleibt zum einstweiligen Ueberleben kaum was anderes uebrig als irgendwas zu essen und seien es ein paar muehsam habhafte Grosstiere.
    Wir koennen ja Aasfresserei zum kurzzeitigen Ueberleben ab, ergab sich so aus der Evolution.
    Ich glaube, die Steinzeit wird auf eine Dauer von rund 300 T Jahre definiert, vor 30 T Jahren im Lonetal, zudem waehrend einer Kaltzeit, das duerfte also nicht den Normalzustand einer Steinzeit aufzeigen, sondern allenfalls ein punktuelles Bild.

    Der Punkt, auf den ich hinauswill:
    Eiszeit heute erleben allenfalls die Inuit. Muessen sie aber nicht, die koennten einfach weiter suedlich fahren, ertragens also freiwillig.
    Eine zivilisatorische Minderheit der Menschen glaubt aber, nein, wird von Geschaeftemachern zum Glauben manipuliert, man muesse hauptsachlich Fleisch von Grosstieren essen.
    Pflanzen, die ueberall wachsen, reichten nicht hin zum Leben, wollen die uns aus Profitgruenden weismachen. Die koennten ja nichts mehr verdienen an uns, wenn wir uns ueberwiegend lokal aus heimischen Pflanzen ernaehren wollten.

    Also werden wir bewusst fehlgeleitet fuer unsere Ernaehrung.
    Das alles mag ja unternehmerisch o.k. sein und koennte als tolerabel akzeptiert werden.

    Wenn wir dabei eine Kleinigkeit nicht uebersehen wuerden: bei mittlerweile 7 Milliarden funktioniert das Geschaeftsmodell aber nicht mehr.
    Weil die Erde und Biospaehre daran kaputt gehen wird.
    Sie ist nicht bei 7 Milliarden und noch mehr, die kommen werden, auf dieses raubbauende Geschaeft mit der Grosstierfresserei, zu dem uns die Evolution nur als Notfall befaehigt hat, ausgelegt.

    Gehen wir dem weiter nach, werden wir uns mit der Biosphaere zusammen erledigen.
    Wir haben also eine etwas andere Situation als in der Steinzeit. Stecken nur noch mental und verhaltensmaessig in ihr.
    Was heisst: wir leben heute absolut unangepasst an die heutige globale Realitaet.
    Einer unangepassten Spezies wird aber das geschehen, was allen Unangepassten blueht: Untergang.
    Ich kaempfe also fuer eine Anpassung an die heutige Realitaet.
  10. #209

    Ich glaube, die Steinzeit wird auf eine Dauer von rund 300 T Jahre definiert, vor 30 T Jahren im Lonetal, zudem waehrend einer Kaltzeit, das duerfte also nicht den Normalzustand einer Steinzeit aufzeigen, sondern allenfalls ein punktuelles Bild.
    Ich habe den Eindruck das viele ihrer Aussagen auf Glauben basieren.
    Alleine der Gedanke das der menschliche Körper nicht gerne Fleisch essen würde...
    Wenn ich Sachen nicht essen soll sagt mir der Körper das, soviel Vertrauen hab ich in die Natur.

    Ob die Erde soviele Menschen und Fleischkonsum verträgt ist eine ganz andere Geschichte und hat nix damit zu tun ob der Mensch Fleisch verträgt (ja), braucht (zur Not nicht) und essen sollte (ja, wenn er will)