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Achilles' Ferse: "So ein Stöhnen aus der Tiefe des Bauches"

Ernährungswissenschaftler Uwe Knop bricht mit dem*gängigen Klischee*von "gesunden" und "ungesunden" Lebensmitteln. Im Interview mit Achim Achilles*zweifelt*der Sachbuchautor populäre Ernährungsregeln an und*plädiert dafür,*das natürliche Essverhalten auszuleben.

http://www.spiegel.de/sport/sonst/0,1518,732410,00.html
  1. #50

    .

    seit 3 Monaten nehme ich keine tierischen Fette, keinen Zucker und kein Weißmehl , sowie Produkte wo solche Stoffe drin sind, zu mir. Aber sonst esse ich fast alles, und mehr wie vorher. Alkohol trinke ich nur noch wenig. ca. 10kg habe ich runter.Dazu brauchte ich kein Buch über Ernährung,
    und keinen Ernährungsberater, nur mein Gefühl was für mich gut ist.Mein Bauchgefühl ist auch besser geworden,ich habe keine Beschwerden mehr mit der
    Verdauung.
    Ich glaube, mein Körper vermeidet jetzt die Nahrung die nicht gut für ihn ist, bzw. ich habe die Nahrung gefunden die mir guttut.Ich möchte mich jetzt am liebsten noch
    vermehren.
  2. #51

    titel

    Zitat von keerborstel Beitrag anzeigen
    Ich möchte mich jetzt am liebsten noch vermehren.
    Lol.
    Eine gesundheitsverträgliche Methode mehr Gewicht auf den Erdboden zu bringen.
  3. #52

    Glückwunsch

    Zitat von keerborstel Beitrag anzeigen
    seit 3 Monaten nehme ich keine tierischen Fette, keinen Zucker und kein Weißmehl , sowie Produkte wo solche Stoffe drin sind, zu mir. Aber sonst esse ich fast alles, und mehr wie vorher. Alkohol trinke ich nur noch wenig. ca. 10kg habe ich runter.Dazu brauchte ich kein Buch .....
    10kg abnehmen in 3 Monaten ist eine reife Leistung.
    Das klappt aber nur, wenn vorher mehr als 10kg zuviel am Körper waren. Stimmt´s?
    Sie haben ihrem Körper weniger Nährstoffe zugeführt als er verbraucht hat. Ansonsten hätten sie nicht abgenommen.
    Wenn sie sich einem Gewicht nähern, mit dem sie zufrieden sein können, sollten sie ihre Ernährung langsam wieder in die Breite ziehen. Sprich: wieder tierische Fette, Kohlehydrate in die Ernährung integrieren. Auf Dauer kann es für den Körper nämlich auch stressig sein, wenn er partiell mangelernährt wird.
    Wichtig ist, dass eine Diät auch ein Ende hat. Ihr Körper kann derzeit die Unterversorgung durch das Verbrennen der eigenen Vorräte ausgleichen. Sind diese abgeschmolzen und die Nährstoffzufuhr bleibt weiterhin karg, fährt er in ein Sparprogramm, der Grundumsatz sinkt. Außerdem läuft man Gefahr, dass der Körper die Energielücke durch den Abbau von Muskelmasse schließt, was zur Folge hat, dass der Grundumsatz noch weiter sinkt. Sobald man dann wieder mehr zu sich nimmt, liegt man mit der Energiezufuhr schnell über diesem reduzierten Grundumsatz und der Jojo-Effekt droht.

    Man darf nie vergessen, dass der Mensch ein Allesfresser ist, also von allem etwas benötigt. Gleichzeitig lebt er vom Gleichgewicht. Zu wenig Fleisch/Vitamine/Kohlehydrate/.. ist deshalb ebenso falsch, wie zu viel.
  4. #53

    .

    Zitat von Marvel Master Beitrag anzeigen
    ...
    Vor 10.000 Jahren gab es kaum Fett und Zucker. Jedenfalls gab es dort kein Aldi oder eine Bäckerrei mit Kuchen. Und die Menschheit ist damit auch klar gekommen.
    Aber sie sind damals garantiert keine 80 Jahre alt geworden, wie heute.
  5. #54

    .

    Zitat von Taske Beitrag anzeigen
    Was Herr Knop zu sagen "vergisst":

    Unsere durchzivilisierte Gesellschaft, verfügt kaum noch über "natürliche" (im Sinne von unbehandelten) Lebensmitteln. Wer wissen möchte, wohin "ausgelebtes Essverhalten" in diesem Zusammenhang führen kann, sollte sich einmal "Supersize me" ansehen.
    Das war ein selten dämliches Experiment. Drei Wochen nur Mahlzeiten von McDonalds und dann wurde er langsam impotent ... :D

    Sie können ja mal versuchen, sich einen Monat ausschließlich von Bircher-Müsli zu ernähren. Da werden Sie am Ende auch verdammt elend aussehen.
  6. #55

    .

    Zitat von bambus07 Beitrag anzeigen
    das sei allen seinen Kritikern hier im Forum gesagt, hat keineswegs zu einem verantwortungslosen Essverhalten aufgerufen. Wer seine Aussagen nicht nur visuell erfaßt, sondern auch versucht zu verstehen, wird zu dem Schluß kommen: Der Mann hat schlicht recht!
    Hat er auch. Es gibt nun mal keine Beweise für die Vorteile "gesunder" Ernährung. Wie auch, man müßte mehrere Tausend Säuglinge wegsperren und ein Leben lang bis zu ihrem Tode im Alter kontrolliert ernähren samt Kontrollgruppen.

    Unsere Alten, die nicht sterben wollen und die gesündeste und fitteste Rentnergeneration aller Zeiten ist, die sind mit Wonne durch die Freß-, Rauch- und Saufwelle der Fünfziger und Sechziger gegangen und das hat sie auch nicht umgebracht.

    Gesundheit ist die Religion des 20. und 21. Jahrhunderts, es gehört auch ne Menge Glauben dazu.
  7. #56

    kein ratgeber ist auch ein ratgeber

    ....man wird definitif das gefühl nicht los, dass es sich hier um kundenorientiertes beratertum handelt. mit der aussage keinerlei ratgebern zu folgen gibt er gleichzeitig eine ganze batterie von regeln vor, denen folge zu leisten ist.
    - man soll auf sein bauchgefühl achten, aber nur wenn es einem das "richtige" sagt. sagt es einem das falsche hat man leider nicht richtig zugehört und: braucht einen berater!!!

    - anschließend kommt immer das argument, dass wir zivilisationsmenschen einfach nicht mir der natur in einklang leben und desshalb alles schlecht ist.... also zurück zur natur.
    heißt: wir warten bis wir hungrig sind
    und schlendern dann über den biomarkt um für unser frisch zubereitetes, unbehalndeltes mittagessen einkaufen zu können.... super vorstellung, leider sieht das leben von 99% der arbeitenden bevölkerung anders aus.

    Apropos hunger = niedriger blutzuckerspiegel = großer hunger = noch niedrigerere blutzuckerspiegel => stress für den körper fettreserven zu aktivieren => verlangen nach hochkaloriger nahrung !!SCHNELL!! ...so sind fast alle säugetiere programmiert. Sie können gern einmal zu hause den test machen, sie legen sich morgens einen apfel und ein deftiges wurstbrot/schokolade bereit, essen den ganzen tag nichts und wählen dann wenn sie abends nach hause kommen worauf sie jetzt "lust" haben.

    So, und nu noch meinen senf bezüglich der evolutionär getriebenen diät:
    es wurde hier bereits gesagt, dass die menschen vor 20000 jahren lediglich 20 jahre als wurden, wenn überhaupt. also war nur eicheln und beeren essen wohl nicht sooo toll. außerdem ist unser körper nicht mit diesen menschen vergleichbar. die menschheit hat seit ca. 5000 jahren zugriff auf kohlenhydrat reichere kost und dadurch eine sehr gut verwertbare energiequelle, daher ist die menschliche biochemie (glycolyse + citratsäurecyclus) hervorragend in der lage kohlenhydrate zu verarbeiten.

    5000 jahre sind mehr als genug zeit sich an solche dinge zu gewöhnen, asiaten haben in dieser zeit angefangen tee zu brauen und kein bier - also können sie heute nicht mehr so viel bzw. keinen alkohol vertragen, wenn sich die physiologie nicht anpassen würde, wären auch sie noch geborene trinker....
  8. #57

    Auch in der normalen Zivilistion möglich

    Zitat von uw234 Beitrag anzeigen
    heißt: wir warten bis wir hungrig sind
    und schlendern dann über den biomarkt um für unser frisch zubereitetes, unbehalndeltes mittagessen einkaufen zu können.... super vorstellung, leider sieht das leben von 99% der arbeitenden bevölkerung anders aus.
    Das ist prinzipiell richtig. Aber es muss doch auch nicht gleich so extrem sein.

    Einmal hat man auch in der heutigen Zivilisation Spielräume. So haben beispielsweise Restaurants/Kantinen auch eine bestimmten Zeitraum offen. Wenn man dann um sagen wir mal 12:00 noch keinen Hunger verspürt, geht man eben erst später, vielleicht gegen 13:30. Auch kann man der Bedienung sagen, dass sie eben weniger aufladen sollen, oder man isst nicht komplett alles auf.

    Sicherlich hat hier die Zivilisation schon eine Mitschuld, denn wenn man etwas auf dem Teller noch zurück lässt, ist das für den Gastgeber ein Zeichen, dass es dem Gast nicht geschmeckt hat. Auch viele Redensarten, wie beispielsweise "lieber den Magen verrenken als den Wirt was schenken", wenn man nicht aufisst, wird am nächsten Tag das Wetter schlecht, sind alles Dinge, bewirken, dass man in Wirklichkeit häufig über seinen Appetit ist.

    Auch muss man sich nicht jeden Tag - gemäß der Routine - auch immer - beispielsweise in der Kantine - eine Suppe und ein Nachtisch auf das Tablett tun. Zumindest den Nachtisch kann man auch sich später noch holen.

    Und hier sind viele Ansatzpunkte vorhanden, bei der man auch in unserer Zivilisation mehr nach dem wirklichen Bauchgefühl leben kann.

    Gefährlich ist eben immer die Routine, dass man eben immer - unabhängig vom wirklichen Bedarf - bestimmte Portionen zu sich nimmt.
  9. #58

    Quatsch mit Sauce

    Frage: Und woran erkenne ich, ob ich das Richtige gegessen habe?
    Knop: Wenn Sie das essen, was Ihr Körper haben will, dann gibt es so ein Stöhnen aus der Tiefe des Bauches. Das kennt jeder, wenn er mal richtig gut genossen hat. Wenn Sie dieses Gefühl spüren, dann können Sie sicher sein: Sie haben das Richtige gegessen. Wenn es fehlt, haben Sie entweder keinen Hunger, oder Sie essen nicht das, was Ihr Körper möchte, sondern das, was Ihr Verstand will.

    Toll, absolut in sich stimmig und nachvollziehbar, nach der 3 Flasche Rotwein. Vorher fragt man sich in welchen Esoterikgebrabbel man gelandet ist. Die These von Hrn. Knop, dass die sogenannten etablierten Ernährungsregeln fragwürdig sind, ist noch nachvollziehbar, jedoch seine Empfehlung: "Friss los wenn das kleine Hüngerchen" sich meldet klingt bedenklich; lässt fragen, wer ihm diesen Stuss sponsort.

    Wann, wann gibt die Ernährungsberatung, die mit dem individuellen Stoffwechsel kompatible ist?
  10. #59

    "kleine Hüngerchen"

    Zitat von Lochblech.19 Beitrag anzeigen
    jedoch seine Empfehlung: "Friss los wenn das kleine Hüngerchen" sich meldet klingt bedenklich; lässt fragen, wer ihm diesen Stuss sponsort.
    Da haben Sie wohl den Artikel nicht richtig gelesen.

    Er schreibt dazu:
    "Dann sollte man versuchen, nur noch zu essen, wenn man auch echten Hunger hat - nicht aus Frust, Stress, Langeweile oder gelernter Essroutine."
    Echter Hunger dürfte doch etwas anderes sein als Ihr angesprochens "kleine Hüngerchen", was in den meisten Fällen eher mit Gelüstchen gleichzusetzen ist.


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