Achilles' Ferse: "Dackel verfolgen Jogger eher als Bernhadiner"

Marc RehbeckDer Hund ist der größte Feind des Joggers. Martin Rütter, Deutschlands bekanntester Hundetrainer, erklärt im Interview mit achim-achilles.de, warum Hunde und Läufer sich in die Quere kommen, weshalb Weglaufen keinen Zweck hat - und warum mehr Männer als Frauen gebissen werden.

Interview mit Martin Rüttner: Jagdhunde verfolgen Jogger - SPIEGEL ONLINE
  1. #1

    Und was mache ich, wenn ....

    ... der Hund frontal aus einiger Entfernung auf mich zugestürmt kommt, bellend um mich rumläuft und nach mir schnappt?
    ... Frauchen mit Hund-an-der Leine entgegenkommt, Hund sich beim Treffen mit mir auf gleicher Höhe losreist und den Unterarm schnappt?
    ... gleiches Szenario, wie vorher, diesmal nur auf dem Fahrrad?

    Alles schon mehrfach erlebt.
  2. #2

    Hund - Mensch, Mesnch - Hund

    Wir sind im Besitz eine knapp 4 Monate alten Hündin, die begeistert hinter allem herrennt, was sich bewegt. Das versuchen wir ihr abzugewöhnen. Wir erleben tagtäglich viele erwachsene Hunde bei denen dies wohl vergessen wurde. Wenn so ein Dobermann vor einem steht und rumkläfft, wird einem schon mulmig.
  3. #3

    ...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der Hund ist der größte Feind des Joggers. Martin Rütter, Deutschlands bekanntester Hundetrainer, erklärt im Interview mit <i>achim-achilles.de</i>, warum Hunde und Läufer sich in die Quere kommen, weshalb Weglaufen keinen Zweck hat - und warum mehr Männer als Frauen gebissen werden.

    Interview mit Martin Rüttner: Jagdhunde verfolgen Jogger - SPIEGEL ONLINE
    Da ich mit Dackeln aufgewachsen bin, meine Mutter hat gezüchtet und zum Jagd-Gebrauchshund ausgebildet, kann ich nur diese beurteilen.
    Da habe ich alles erlebt, Dackel die auf das Wort, Handzeichen ohne Leine immer (!) folgten und andere die richtig falsche Tölen waren, da ging ohne Leine in der Öffentlichkeit gar nichts, die Ansatzlos zubissen, vorher nicht mal knurrten. Da man seine Pappenheimer aber kannte, muss man als Hundeführer eben das richtige tun, Leine kurz halten z.B.
  4. #4

    Was?

    Zitat von stefanryke Beitrag anzeigen
    ... der Hund frontal aus einiger Entfernung auf mich zugestürmt kommt, bellend um mich rumläuft und nach mir schnappt?
    ... Frauchen mit Hund-an-der Leine entgegenkommt, Hund sich beim Treffen mit mir auf gleicher Höhe losreist und den Unterarm schnappt?
    ... gleiches Szenario, wie vorher, diesmal nur auf dem Fahrrad?

    Alles schon mehrfach erlebt.
    Sie haben DAS ALLES schon MEHRFACH erlebt? Wohnen sie in einer Hundeschule?
  5. #5

    Ein Ärgernis

    Zitat von stefanryke Beitrag anzeigen
    ... der Hund frontal aus einiger Entfernung auf mich zugestürmt kommt, bellend um mich rumläuft und nach mir schnappt?
    ... Frauchen mit Hund-an-der Leine entgegenkommt, Hund sich beim Treffen mit mir auf gleicher Höhe losreist und den Unterarm schnappt?
    ... gleiches Szenario, wie vorher, diesmal nur auf dem Fahrrad?

    Alles schon mehrfach erlebt.
    Dass es diese Fälle gibt, ist auch für mich als Hundemensch und -Halter ein großes Ärgernis. Dadurch wird Ablehnung gegen mich und meinen vierbeinigen Freund erzeugt. Das macht mich traurig. Die wirklich allermeisten Hunden sind weit davon entfernt einen Menschen zu beißen. Hunde sind im Wesentlichen Konfliktvermeider. Das kann man schön erkennen wenn man Hunde untereinander beobachtet. Die Körpersprache des Hundes verrät viel.

    Wer einen Hund möchte, soll bitte auch das Leben mit einem Hund in Gänze annehmen, dazu gehört auch, die Erziehung. Nur ein gut erzogener Hund macht der Familie auf Dauer Freude, da nur diese Tiere überall dabei sein dürfen, der Mensch nicht in ständiger Angst lebt, es könne jeden Moment etwas passieren.

    Ich verstehe nicht, dass Menschen sich nicht informieren, dass Sie keine Hundeschule aufsuchen, ihre Tiere nicht sozialiseren. Denn es ist auch ärgerlich, wenn ein Hund auf meinen Hund los geht und nicht einmal mehr die Beschwichtigungssignale des defensiven Tieres zu erkennen mag.

    Ganz klar, solche Menschen, sollten besser keinen Hund führen dürfen, egal welchen.
  6. #6

    Bitte verbreiten Sie doch

    nicht zwecks Stimmungsmache solch sträflichen Unfug.
    In vierzig Jahren Hundeauslaufgebiet nie auch nur annähernd ähnliches erlebt. Fuchteln Sie Hunden mit Stöcken vor der Nase herum?
  7. #7

    Ja, Dackel

    Zitat von jujo Beitrag anzeigen
    Da ich mit Dackeln aufgewachsen bin, meine Mutter hat gezüchtet und zum Jagd-Gebrauchshund ausgebildet, kann ich nur diese beurteilen.
    Da habe ich alles erlebt, Dackel die auf das Wort, Handzeichen ohne Leine immer (!) folgten und andere die richtig falsche Tölen waren, da ging ohne Leine in der Öffentlichkeit gar nichts, die Ansatzlos zubissen, vorher nicht mal knurrten. Da man seine Pappenheimer aber kannte, muss man als Hundeführer eben das richtige tun, Leine kurz halten z.B.
    Ich bin Hundeliebhaber und Hundehalter und eigentlich angstfrei gegenüber Hunden.

    Ich bin in meinem Leben genau zweimal von Hunden gebissen worden: In beiden Fällen waren es Langhaardackel.

    Auf jeden Fall gilt, dass man an Orten, an denen Jogger oder Fahradfahrer zu erwarten sind, seinen Hund an der Leine oder anderweitig unter Kontrolle haben sollte.
  8. #8

    Immer diese Panikmache.

    Man muss dem Hund einfach nur in "Hundesprache" klar machen, dass man nicht einverstanden ist, mit dem was er gerade tut. Sei es hochspringen, ablecken, etc. Die meisten Missverständnisse entstehen weil der Hund nicht versteht/verstehen kann, was der Mensch gerade von ihm möchte. Von scharfgemachten Kampfhunden mal abgesehen wird jeder Hund darauf reagieren, denn daran ist er als sozial lebendes Rudeltier gewöhnt.

    Stehen bleiben, den Hund direkt anschauen, Arm ausstrecken, die Handfläche zeigen und ein scharfes:"Nein" (oder irgendein Wort das ähnlich klingt). Wenn der Hund dann inne gehalten hat, kann man den Kopf zur Seite drehen, demonstrativ den Hund nicht anschauen, und dazu gähnen. Beides sind Beschwichtigungsgesten bei Hunden.

    Das funktioniert praktisch immer. Und zum Thema hinterherlaufen: Hunde spielen miteinander indem sich gegenseitig jagen, einfach mal beobachten. Der Hund missversteht den Jogger einfach als Spielpartner. Sagt's dem Hund dass ihr im Moment nicht spielen möchtet, und er wird das verstehen.
  9. #9

    Selbstverteidigung

    Ich wurde gestern auf einem asphaltierten Feldweg zum dritten Mal innerhalb eines Jahres von einem freilaufenden Hund belästigt, dessen Besitzer natürlich kommentarlos an mir vorbeiging.
    Nach dem ersten Mal habe ich mir ein Pfefferspray gekauft. Ich werde es einsetzen wenn ein Hund einen Abstand von unter einem Meter zu mir unterschreitet.
    Das scheint mir angemessener als Hundisch zu lernen.