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Abstimmung zur Euro-Rettung: Denn sie ahnen nur, was sie tun

Die Angst vor dem Abgrund zwingt zur Einigkeit: Mit großer Mehrheit segnet der Bundestag Angela Merkels Kurs in der Euro-Rettung ab. Aber viele Abgeordnete fragen sich, was die Beschlüsse wirklich*bringen. Die Folgen der Notmaßnahmen sind kaum abzusehen.*

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...794159,00.html
  1. #60

    Ich bin kein Kommi...

    Zitat von paul sartre Beitrag anzeigen
    Die Politik zahlt wieder mit unseren Steuern. Über die Ticker läuft gerade, dass der Bankenverband im Namen seiner Mitglieder sich weigert an der Griechenland-Rettung zu beteiligen. Wie immer, die es verbockt haben drücken sich auf Kosten der Allgemeinheit.
    ...eher war ich immer ein ECHTER Kapitalist, aber Banken gehoeren ALLE verstaatlicht. Das sage ich jetzt auch als Bankkunde. Warum soll ein Aktionaer an MEINEM Kapital beteiligt werden. Anstatt einer Dividende fuer den Aktionaer muss der Gewinn an die Bankkunden ausbezahlt werden, diese stellen schliesslich ihre Ersparnisse zur Verfuegung, werden aber nur mit einem ganz billigen Zins selber beglueckt...das Gleiche gilt uebrigens auch fuer alle Versicherungen die Aktiengesellschaften sind...

    Unser ganzes System ist genau so kaputt (oder besser von gestern), so wie es auch der Kommunismus ist. Der Unterschied ist nur, dass der Kommunismus seit den 90er Jahren verschwunden ist...naja und der der Kapitalismus ist verschwunden, seit es "too big to fail" gibt...
    ...seit dem gibt es nur noch eine globale Konzerndiktatur...
  2. #61

    Danke

    Immerhin vielen Dank an die Abgeordneten, die dagegen gestimmt haben und somit nicht zu den Landesverrätern gehören.
  3. #62

    leere Versprechen

    Zitat von Argentinien_Holdout Beitrag anzeigen
    ,was passieren kann, falls man die Krise nicht in den Griff bekommt. Der größte Default der Geschichte in Friedenszeiten ist der von Argentinien 2001. Als unmittelbare politische Folge des Defaults kam in Argentinien die extrem linksgerichtete, kommunistische Kirchner Regierung an die Macht, die das "argentinische Model" auch für Europa ständig weiterempfiehlt. Auch in anderen Ländern Südamerikas fand seitdem ein extremer Linksruck statt, in vielen Ländern regieren die Kommunisten, was früher unvorstellbar gewesen wäre. Es könnte bei einem Default Griechenlands und anderswo ähnlich verheerende politische Konsequenzen auch in Europa geben. Argentinien wurde jetzt von der Obama Administration unmissverständlich aufgefordert, den Default endlich zu beenden, auch hinsichtlich des möglichen Dominoeffekts in Europa.
    Wecken Sie hier keine falschen Hoffnungen. Dazu bräuchte es erstmal Klassenbewusstsein.
  4. #63

    Anpacken ?

    Zitat von urzeit Beitrag anzeigen
    Es ist besser, ein Problem anzupacken, also nur darüber zu schimpfen. In vielen Ländern gibt es leider das Phänomen, dass man über diejenigen, die ein schwieriges Problem zu lösen versuchen, herfällt, ohne selbst eine Lösung zu wissen oder den Sachverhalt verstanden zu haben. Der Rettungsschirm wird womöglich gar nicht oder kaum in Anspruch genommen. Er ist lediglich eine Art Versicherung für den Fall der Fälle. Und wenn es dann keinen solchen Rettungsschirm gäbe, sähe es sehr schlecht aus ...
    Es wird weitergewurschtelt, mehr nicht.

    Wäre ich 65 Jahre alt und ohne Kinder würde ich sagen: O.K. für mich reicht es noch.

    Aber Menschen die erst 20 oder 30 oder 40 .........
  5. #64

    Es zahlt

    Zitat von Isix Beitrag anzeigen
    Ich habe gelesen, man will den Rettungschirm "hebeln". Hebelprodukte, das sind diese hochriskanten Anlageformen, an denen der ehemalige Eigentümer der Firma ratiopharm gescheitert ist und schliesslich Selbstmord begangen hat. Woher nehmen die Politiker Ihren (Irr)Glauben, sich nicht zu verspekulieren?
    Doch wer kann denn ein solches milliardenschweres Hebelprodukt überhaupt anbieten? Auch bei Hebelprodukten muss jemand das Geld verlieren, damit es ein anderer verdienen kann. Glaubt Merkel, mit Hebelprodukten Geld aus dem nichts schaffen zu können? Wenn die ganze EU schon nicht diese Gelder zahlen kann, wer kann soviel Geld für den Hebel zur Verfügung stellen? und nicht zu vergessen, für Hebelprodukte müssen Garantien geleistet werden und mit Hebel nach gezahlt werden wenn es schief geht!
    Wenn es mit dem Hebel klappt, wer zahlt dann das "Hebelgeld" und geht daran Pleite? Müssen dann alle Banken verstaatlicht werden, da der EU-Hebel ihnen das Genick gebrochen hat? Was für ein Unsinn, die zu rettenden Banken sollen über einen Hebel das Rettungsgeld liefern...

    Und auf der anderen Seite, wenn es schief geht, wer zahlt dann die Zeche? Werden dann alle Deutschen mit Militärgewahlt enteignet um die Bankschulden wegen des Hebels bezahlen zu können.
    Je mehr man sich damit befasst umso klarer wird der Unsinn mit dem Hebel für den Rettungsschirm!
    Aber vielleicht stellt ja China das Geld zur Verfügung und wenn es nicht klappt mit der Hebelung werden wir alle Chinesen...
    der Steuerzahler. Bisher waren die 440 Mrd. als Bürgschaften vorgesehen, nur ein Teil der Fondmittel wäre beim Anleiheausfall wirklich weg gewesen. Beim Hebeln werden die Bürgschaften entsprechend zu größeren Anteilen fällig, bis hin zum Totalausfall. Der Erwartungswert hinsichtlich der tatsächlichen Kosten für den Steuerzahler steigt, der Satz "es sind ja nur Bürgschaften..." kann ad acta gelegt werden. Ein Katastrophe!
  6. #65

    ha ha

    Zitat von urzeit Beitrag anzeigen
    Es ist besser, ein Problem anzupacken, also nur darüber zu schimpfen. In vielen Ländern gibt es leider das Phänomen, dass man über diejenigen, die ein schwieriges Problem zu lösen versuchen, herfällt, ohne selbst eine Lösung zu wissen oder den Sachverhalt verstanden zu haben. Der Rettungsschirm wird womöglich gar nicht oder kaum in Anspruch genommen. Er ist lediglich eine Art Versicherung für den Fall der Fälle. Und wenn es dann keinen solchen Rettungsschirm gäbe, sähe es sehr schlecht aus ...
    Wer behauptet, die Banken würden einen billionenschweren Fonds, auf den sie zugreifen können, nicht auch ausleeren, ist entweder unglaublich naiv, oder hat ein gewisses Interesse, andere zu verschaukeln.
  7. #66

    Amerika bedauert die Deutschen

    US-Qualitätszeitungen sind voll von Berichten zur Euro-Krise: Einige raten Deutschland, sich von der kollabierenden Währung abzuspalten.

    Darunter New York Times, Washington Post oder Wallstreet Journal mit seitenweiser Sonderberichterstattung über den taumelnden Euro und seine tragische Figur inmitten der Schuldenunion: Die Bundesrepublik.

    So etwa schreibt die "Washington Times" – als stellvertretendes Beispiel für viele andere Blätter und Finanzbloggs - unter der Überschrift "Europas Retter": „Aber an einem bestimmten Punkt müssen eine Nation und ein Volk tun, was notwendig ist, um die eigenen Interessen zu schützen, und das versuchen die Deutschen. Eine neue Deutsche Mark." Der Kommentator befindet, dass „lebensfähige Volkswirtschaften sich von der kollabierenden Euro-Währung abspalten müssen". Gemeint ist ein "Nord-Euro" der stabilen europäischen Volkswirtschaften. Dieser käme auch Resteuropa zugute, indem eine Abspaltung die Wettbewerbsfähigkeit der übrigen europäischen Staaten fördert.

    Etwas geringere Exporte aus dem nordeuropäischen Raum würden durch verringerte Inflation wettgemacht, doch vor allem könnte er einiges retten, bevor "der nächste wirtschaftliche Tsunami Europa trifft".

    Mit der Aufforderung, Deutschland sollte zum Vorteil ganz Europas aus dem Euro aussteigen, vertreten die großen Blätter eine grundverschieden andere Meinung wie Barack Obama. Dieser fordert Unterstützung und Transfers nach Athen und der übrigen PIIGS-Staaten bis zu Selbstaufgabe.
  8. #67

    Zitat von Argentinien_Holdout Beitrag anzeigen
    Griechen Pleite. Wenn Griechenland die Schulden nicht zahlt, warum sollten andere Staaten ihre Schulden zahlen. Also hören auch andere Staaten auf, ihre Schulden zu zahlen. Als Nächstes hören die Unternehmen auf, Schulden weiterzuzahlen. Wenn der Staat keine Schulden zahlt, warum sollten die Bürger ihre Bankkredite und ihre Steuer zahlen? Am Ende zahlt niemand mehr ihre Schulden, das Chaos ist perfekt. Und was passiert auf politischer Ebene? Der Kommunismus würde wiederkommen. Damit alles nicht passiert, müssten Politiker Staatspleiten vermeiden. Sonst wäre der Dominoeffekt unberechenbar. Der einzige G20 Staat im Default, Argentinien, müsste auch den Schuldendienst wieder aufnehmen.
    Vielleicht sollten Sie aufhören hier im Forum ihre eigene Agenda zu fahren und ein kaum zu vergleichendes Land in die Diskussion einzubringen. Jeder der in den 90ern Argentinien Geld geliehen bzw. argentinische Anleihen gekauft hat, wusste was er tat. Wenn er es nicht wusste war er entweder ein Erbe oder ein Vollidiot, wahrscheinlich beides. Argentinien ist seit Peron auf dem absteigenden Ast, da ist es heute noch, da wird es auch immer bleiben. Argentinien war schon so oft Pleite, hat Währungen gewechselt wie andere Leute Unterhosen, wer dann aufgrund der historischen Erfahrung in diesem Land auch nur einen Cent lässt- selber Schuld. Wer keine historische Erfahrungen hat und trotzdem mit seinem Geld um sich schmeisst ist entweder ein Erbe oder ein.... Sie wissen schon.

    Selbst Argentinier kämen nie auf die Idee ihrem Staat Geld zu leihen. Argentinier mit Geld tauschen es immer fix in Dollar um und ab nach Punta del Este. Deswegen sieht die Oberschicht das Ganze eher entspann, so wie die unvermeidliche Grippewelle im Winter. Argentinier ohne Geld haben ein Problem, das gilt aber generell und überall für geldlose Situationen. Wirklich verloren haben nur die dummen Gringos.

    Wenn Sie allerdings schon so vehement auf Argentinien rumreiten und ihrem auf Nimmerwiedersehen versenktem Geld hinterherweinen, sollten Sie vielleicht, aber nur ganz vielleicht sich in die argentinische Geschichte des zwanzigsten Jahrhunderts vertiefen. Falls Sie dort eventuelle zarte Parallelen zum Europa des 21Jahrhunderts glauben zu entdecken, tja dann, vielleicht aber nur dann können Sie die Zeichen an der Wand lesen und diesmal für sich und ihre verbliebenen Penunzen die diesmal wohl hoffentlich richtigen Konsequenzen ziehen.
  9. #68

    Deutschland ist wieder einmal größenwahnsinnig und wird kollabieren

    Vor ein paar Jahren meinte man in Berlin, man müsse durch besonders vorbildlichen Klimaschutz die Welt retten, die sich als präktische und kostspielige Gängelung jedes Immobilieneigentümers und -mieters erweist. Der Nutzen für das Klima ist gleich Null, außer deutschem Aktionismus.

    Jetzt aktuell will Berlin mittels diverser Schutzschirme zumindest Europa retten, dabei weiß jeder Zeitungsleser, dass das gesamte deutsche Steueraufkommen pro Jahr bei Bund/Land/Kommunen bei etwa 700 Mrd EURO liegt, der gesamte Bundeshaushalt etwa 320 Mrd EURObeträgt. Die genannten Zahlen für die Schutzschirme, die zunächst als Bürgschaft erscheinen, aber nach allem, was man aus Griechenland/Irland/Spanien/Italien weiß, in voller Hohe kassenwirksam werden. 620 Mrd. EURO können und werden Deutschland belasten.
    Es bleibt schleierhaft, wie diese Allparteienkoalition (ohne LINKE) so was beschließen, wie der deutsche Michel hier noch schlafen kann. Es ist die deutsche Mentalität, dass er eben dumm und inkompetent ist, die jeweilige Führung aber größenwahnsinnig.

    Es ist immer am besten, man wirft ein Blick in die Geschichte: 1914 und 1939 überschätzten auch deutsche Politiker die Leistungsfähigkeit Deutschland und führten beide Male das deutsche Volk ins Verderben. Auch damals gab es vom Volk kein Widerstand, hinterher gab es salbungsvolle Fragen - bis zum heutigen Tag - wie so eine Katastrophe passieren konnte. Kaum ein Verantwortlicher konnte nachher zur rechenschaft gezogen werden.

    Der 26. Oktober 2011 wird in die deutsche Geschichte eingehen. Es war der Tag, als man den deutschen Wohlstand und die Zukunft verspielte. In ein paar Jahren werden wir Bürger von unseren Kindern gefragt werden, wie wir solchen inkompeten Politikern nicht in den Arm gefallen sind.
  10. #69

    ********************

    Zitat von Hubert Rudnick Beitrag anzeigen
    Glauben sie oder irgendeiner daran, dass Griechenland jemals diese hohen Schulden zurückzahlen könnte?

    Wenn ja dann müsste ein Wunder geschehen und aus Griechenland müsste ein Wirtschaftswunder hervorgehen, aber das wird wohl nicht geschehen, oder?

    Viel mehr kommt es doch darauf an, dass man Länder nicht erst in so einer Situation bringen darf.
    Wo ist da nur die Verantwortung der Banker geblieben, sie hätten so ein Land doch nicht ständig mit neuen Krediten versorgen dürfen und auch die EU hat hier jämmerlich versagt.

    Aber so ergeht es doch allen Ländern, auch bei uns in Deutschland werden die Schulden immer größer, aber an die Schuldentilgung hat noch kaum einer gedacht.

    Wann und mit welchen Mitteln wollen wir als starke Wirtschaftsnation denn unsere Schulde zurückzahlen und damit meine ich nicht nur die fälligen anstehenden Zinsen?

    Und auch heute hat das deutsche Parlament nur zu einem weiter so zugestimmt, eine Veränderung ist nach wie vor nicht in Sicht und alles was man jetzt beschließt ist doch morgen schon wieder nur noch Makulatur.
    HR
    Glauben Sie allerdings, dass Deutschland seine Schulden jemals zurückzahlen können wird? Ohne Enteignung? Die Oberschichte könnet man locker dafür hernehmen, die könnten die Schulden komplett begleichen und hätte immer noch mehr als 80% des Volkes ZUSAMMEN. Aber das wäre das exakte Gegenteil der derzeitigen Schnellrichtung, in 90% ausgebeutete werden und nur diese 10%, die ohneh schon 2/3 des Vermögens haben, noch mehr bekommen und teils sogar explizit haben wollen.








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