Abstimmung in Frankreich: Sozialist Hollande gewinnt ersten Wahlgang gegen Sarkozy

APFür François Hollande ist es der erste Etappensieg im Kampf um den Einzug in den Elysée-Palast: Der Sozialist hat laut einer ersten Hochrechnung die erste Runde der französischen Präsidentschaftswahl gewonnen - er liegt demnach knapp drei Punkte vor Amtsinhaber Sarkozy.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...829056,00.html
  1. #110

    Sarkosy, Le Pen und Bayrou haben zusammen 54 %, Hollande, Mélnchon und Joly zusammen 42 %. Klare Lage: Sarko hat die Wahl schon gewonnen! Oder wie viele Wähler von Bayrou werden zu Hollande wandern?
  2. #111

    Blödsinn

    Zitat von Worldwatch Beitrag anzeigen
    Die "Braunen", also die aus Ex-D., wussten hingegen genau, wen sie -u.a.- in ihre Hasstiraden einbanden und gnadenlos verfolgten. Naemlich konservative, parlamentarisch-buergerlich ausgerichtete Nationalisten.
    Das ist falsch. Die "Braunen" haben Kommunisten und Sozialdemokraten als Hauptgegner angesehen, die sie als zusammen "Marxisten" stigmatisierten, um den Sozialdemokraten die Verbrechen der russischen Kommunisten anhängen zu können (ein Trick, der heute bei Unbedarften immer noch funktioniert). Die bürgerlichen Nationalisten hingegen, parlamentarisch die DNVP, haben mit den Nazis paktiert; Stichwort Harzburger Front. Nicht nur das. Die erste Regierung Hitler war ein Kabinett, das mehrheitheitlich aus Deutschnationalen bestand; erinnert sei auch daran, dass Reichspräsident Hindenburg, gewiss kein Nazi, aber ein Deutschnationaler, Hitler zum Reichskanzler gemacht hat. Was das "Nationale" betrifft, wurde also von Goebbels nichts missbraucht, zumal der Antisemitismus in der DNVP ebenso notorisch war wie bei den Nazis.

    Zitat von Worldwatch Beitrag anzeigen
    Diese verlieren sich in Aktionismus fuer alles und jeden, nur fuer die eigene Nation, die eigenen, vor allem leistungstragenden Buerger, bleibt nichts uebrig.
    Alter Wein in neuen Hülsen; das ist nichts anderes als der Vorwurf, die Sozis seien vaterlandslose Gesellen, wie er im Kaiserreich bei den Konservativen sehr beliebt war.

    Zitat von Worldwatch Beitrag anzeigen
    Deutschland hat jedenfalls mehr Probleme mit seiner breiten anti-nationalistischen, demokratie-, verfassungs- sowie freiheits-fatalistischen Haltung, sowie falschen, parlamentarisch-demokratischen Verweigerungshaltungen.
    Bis 1871 gehörten "national" und "demokratisch" in Deutschland (wie in den westeuroäischen Staaten) durchaus zusammen; Bismarcks Reich aus Blut und Eisen hat aber die Freiheit der Einheit geopfert, oder, anders ausgedrückt, die Demokratie der Nation. Seitdem galt den deutschen Nationalisten die Demokratie wenig, das biologistisch verstandene "Volk" hingegen viel. Wohin das geführt hast, ist bekannt. Dann schon lieber "parlamentarisch-demokratische Verweigerungshaltungen".
  3. #112

    Zitat von sappelkopp Beitrag anzeigen
    ...Zwischenergebnis und sie wird es als Endergebnis zeigen, dass die europäische Idee gescheitert ist.
    Unsinn, Hollande steht eher für Europa als Sarkozy, der mit antieuropäischen und nationalistischen Ausfällen auf die Wähler der Le Pen hofft. Nur steht Hollande nicht für ein Europa nach Merkels Diktat.