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Abstimmung in der Hauptstadt: In Berlin zeichnet sich schwache Wahlbeteiligung ab

Bei der Landtagswahl in Berlin droht die geringste Wahlbeteiligung seit der Wende: Bis mittags gaben gerade einmal rund 19 Prozent der Berechtigten ihre Stimme ab. Vor fünf Jahren waren es zu diesem Zeitpunkt deutlich mehr - und am Ende machten nur 58 Prozent von ihrem Wahlrecht Gebrauch.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...786912,00.html
  1. #40

    Ich hoffe Wowereit hat Recht und die niedrige Wahlbeteiligung ermöglicht kleinen Parteien den Aufstieg. Es ist kein Wunder dass Probleme nicht beseitigt werden, wenn eine hohe Sicherheit herrscht, dass man ohnehin gewählt wird. Der Druck fehlt. Die Piraten scheinen das zusein, was die Grünen einst waren und genau diesen Druck zurückzubringen und gleichzeitig selbst den nötigen Willen zu haben, Veränderungen herbeizuführen. Selbstverständlich ist es da völlig korrekt, alles etwas zu entschlacken. Sei es ein massiver Eingriff ins Urheberrecht, der einfach schon lange nötig ist oder aber schlicht die Beseitigung der Fahrkartenautomaten. Wer in Berlin mit öffentlichen Verkehrsmitteln fährt, weiß jedenfalls was in den letzten zehn Jahren passiert ist und warum es Änderungen braucht.
    Auch das Pochen auf die Grundrechte ist fundamental und dieser Partei im Gegensatz zu CDU oder SPD auch zuzutrauen.

    Dass es nicht nur bei den Piraten Defizite gibt ist klar aber ist das ein Problem? Seh ich nicht so. Wer neu ist, macht eben Fehler und ist unerfahren. Die etablierten Parteien hingegen können sich problemlos einen Patzer nach dem anderen leisten, zwielichte Geldgeschäfte oder sogar Angriffe auf die menschliche Vernunft selbst.

    Der Bürger kann nur davon profitieren, wenn die Kleinen plötzlich überproportionale Zuwächse zu verzeichnen haben. Mit Ausnahme radikaler, menschenfeindlicher Parteien wie der NPD versteht sich.
  2. #41

    Erstens

    Zitat von indiantiger Beitrag anzeigen
    Vorschußlorbeeren für eine sog. Partei, die gar nicht weiß, worum es in der Politik geht und noch mehr Wohltaten des Staates für Leistungsunwillige in Aussicht stellt? Toll!
    ...
    ist die Piratenpartei nach Mitgliedern die Nummer 6 in Deutschland und zweitens sollten Sie einmal kurz Ihren Satz reflektieren "worum es in der Politik geht"
    Ist das festgeschrieben? Gibt es da eine CDU/SPD Vorgabe was zu tun ist? Warum wird dann eigentich gewählt?

    In der Demokratie darf der Gewinner bestimmen wie er regiert, Politikerfahrenheit etc. sind Scheinargmente für verfilzte Lobbyparteien die meinen weil sie schon sehr lange Mist machen wäre das so irgendwie richtig.
  3. #42

    Piraten

    Zitat von A-Schindler Beitrag anzeigen
    Es wäre gut wenn die Piraten einziehen könnten. Mal neue Leute und keine Berufpolitiker die nur dumme Sprüche kloppen und Beamten-Mikado spielen.
    Und Piraten sind alle intelligent, oder was?
  4. #43

    Wahlbeteiligung

    Zitat von NormanR Beitrag anzeigen
    Ich hoffe nur und denke auch, daß wenigstens die Piraten-Wähler sehr zahlreich erscheinen und schön wären 8 %!!
    Schlechtes Wetter hat einen Piraten noch nie daran gehindert an Deck zu erscheinen - wenn für die nächste Kaperfahrt ein Kapitän gewählt wird ;)
  5. #44

    Wer keine Wahl hat

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Bei der Landtagswahl in Berlin droht die geringste Wahlbeteiligung seit der Wende: Bis mittags gaben gerade einmal rund 19 Prozent der Berechtigten ihre Stimme ab. Vor fünf Jahren waren es zu diesem Zeitpunkt deutlich mehr - und am Ende machten nur 58 Prozent von ihrem Wahlrecht Gebrauch.

    http://www.spiegel.de/politik/deutsc...786912,00.html
    der bemueht sich auch nicht zur Wahl zu gehen.Denke,die Berliner haben auch laengst aufgegeben ,jahrelang rot-rot hat ihnen wohl alle Illusionen genommen.
  6. #45

    -

    Zitat von spügel Beitrag anzeigen
    Aus meiner Sicht müssten die Plätze der nichtgewählten Politiker leer bleiben - so wären die Regierenden ständig damit konfrontiert, was das Volk von ihnen hält.
    Schöner Vorschlag, gefällt mir. :)

    Ich selbst bin ja auch Berliner und gehe heute nicht wählen. Denn ich hätte zwei wichtige Kriterien:

    Vorweg: Wir haben nachgewiesenermassen ein Bildungsproblem bei den Jungs (Mädchen bekommen für gleiche Leistung in allen Fächern bessere Noten und bei gleichen Noten häufiger eine Gymnasialempfehlung, Forschungsbericht auf der Seite des Bundesministeriums für alle außer Männer). Wir haben ebenso Ungerechtigkeiten im Sorgerecht, im Scheidungsrecht (Deutschland wurde vom europäischen Gerichtshof dafür mehrfach verurteilt), immer zu Lasten der Männer.

    Kriterium 1) Welche Parte geht diese Mißstände an und kümmert sich um die Jungs (das fällt uns in 20-30 Jahren böse auf die Füsse) und um männliche Benachteiligungen?

    Kriterium 2) Bei welcher Partei ist der Abgeordnete noch das, was er zu sein hat: Volksvertreter (und hat damit den Willen des Volkes zu vertreten, nicht seinen eigenen)?

    Beispiel: Das Volk sagt in Umfragen klar, dass es mehrheitlich gegen die Vorratsdatenspeicherung ist. Es gibt etliche Nachweise dafür, dass diese wenig bis gar nichts bringt. Und SPD, CDU, ... schreien ständig nach der VDS. So etwas darf es von "Volksvertretern" in meinen Augen nicht geben.

    Und woran sollte man sich orientieren? An den Wahlprogrammen? Wieviel sind die wert, angesichts solcher Aussagen: http://www.youtube.com/watch?v=vGuXV...eature=related
  7. #46

    Achja

    Zitat von gumba Beitrag anzeigen
    Das ist nicht erst heute so. Diese Feststellung machte schon Max Weber, wenn er davon sprach, dass es sich bei diesem Kampf um Macht um das "Ringen von Ämterpatronage" handelt. Das war 1919. Dieses "früher war selbst die Zukunft besser" und "heute regieren die Konzerne und der Turbokapitalismus" hat einen barbarossischen Bart.

    Das die Wahlbeteiligung so gering ist, überrascht nicht, wenn alle Parteien das Gleiche predigen. Im Ergebnis heißt es dann für den Einzelnen, dass es eh keinen Unterschied macht.
    Chantal Mouffe hat das in ihrem Büchlein "Über das Politische" sehr schön nachgezeichnet. Dabei muss man ihre Schlussfolgerung und linken Auswüchse nicht mögen. Jedoch ist ihre Forderung nach Leidenschaft in der Politik und deutlichen abgegrenzten Gegnern eine legitime Forderung.
    Tut mir leid, Herr oder Frau Gumba, ich schreibe über jetzt und heute und nicht über Max Weber 1919. Eine historische Abhandlung lag mir fern.

    Ihre Phantasien über die Wahlbeteiligung in allen Ehren ... aber es ist jetzt 15.41 Uhr. Die Wahllokale schließen um 18.00 Uhr. Erst dann wird es konkrete Zahlen geben, auch wenn die Journaille sich wieder in Stimmungsmache übt und die verschreckten Gläubigen darauf hereinfallen.
  8. #47

    Bestätigung für

    a) Es geht den Deutschen sehr sehr gut

    b) Revolutionen finden in Deutschland nur auf der Couch statt

    c) Der Deutsche hat immer eine große Schnauze und kann meckern, aber was ändern - nein - dann hat man ja wohlmöglich nichts mehr zu meckern und müsste Verantwortung übernehmen.
  9. #48

    Und das ist auch gut so!

    Zitat von andynm Beitrag anzeigen
    ....

    Eine niedrige Wahlbeteiligung wird den kleinen Parteien nur nutzen. Piraten, FDP und vielleicht noch eine rechte Partei könnten besser abschneiden als bei den Umfragen.
    Wie sagte ich bei der letzten Wahl zu meinen Schwiegereltern? Geht wählen, wählt egal wen, Hauptsache nicht die CDU,SPD,FDP und die Grünen. Eine Änderung in den großen Parteien erreicht man nur durch eine Abstrafung auf Wahlzettel. Die satten Listenplätze müssen für alle diese Nieten weniger werden.

    Oder wie es mal einer in einem Forum vorschlug: Anzahl der Sitze nach Höhe der Wahlbeteiligung.
  10. #49

    Muppetsshow

    Zitat von Airkraft Beitrag anzeigen
    ...die schwache Wahlbeteiligung kommt dadurch zustande, weil potenzielle FDP-Wähler zu hause geblieben sind.
    Lieber Herr Barth, Hauptsache einen Spruch zu Wasser gelassen. Die FDP kann sich schon wieder rappeln. Oder gibt es Mitgliederbefragungen zur Eurokrise bei den anderen Abnickparteien?
    Da dürfen Sie wählen zwischen:
    Ja, ich bin murrend für die Griechenlanhilfe und den ESM
    Ja, ich bin für die Griechenlanhilfe und den ESM
    Ja, ich bin sehr für die Griechenlanhilfe und den ESM, nur müsste das schneller kommen.
    Nein, ich bin für die Vereinigten Staaten on Europa, eine Eirtschaftsregierung und Eurobonds

    Jetzt dürfenn sie wieder einen Spruch ablassen.
    Wie wär es mit GW ist mein Bruder. Da wird mir warm ums Herz, haha. Lustig oder?


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