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Abstimmung in Baden-Württemberg: S21-Gegner fürchten Volkes Stimme

Baden-Württemberg hat die Wahl: Am Sonntag*können acht Millionen Bürger über Stuttgart 21 abstimmen. Die Gegner des Bahnhofsprojekts erreichen womöglich die Mehrheit, trotzdem könnten sie am Ende verlieren. Drei Szenarien, wie es nach dem Votum weitergehen könnte.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...799722,00.html
  1. #100

    S21 Gegner sind auch Volkes Stimme

    Zitat von carlo02 Beitrag anzeigen
    Wie kann ein städtisches Problem vom gesamten Land entschieden werden? Man sollte nur die Betroffenen, also Stuttgarter, fragen.
    S21 ist kein städtisches Problem. Betroffen sind alle Baden-Württemberger: es geht darum ob ihre Steuergelder in dieses Projekt gesteckt werden oder nicht. Und genau darüber - den Ausstieg des Landes an der Finanzierung - wird am Sonntag abgestimmt. Wenn S21 gebaut werden sollte und die Kosten die 4,5 Milliarden Schwelle übersteigen, werden wohl die Steuerzahler Baden-Württembergs für jeden Euro Mehrkosten aufkommen müssen (Bundesmittel stehen für Mehrkosten definitiv nicgt zur Verfügung).
  2. #101

    Das verstehe wer will

    scheinbar sind hier mal wieder alle schlauer als ich!!!
    Für mich ist klar, wenn ich was unter der Erde bau, verbau ich mir die Chance diesen Bahnhof jemals zu erweitern.

    Dann scheint mir das die meisten schwierigkeiten haben mit großen Zahlen umzugehen.

    4,5 hört sich zwar nicht viel an, aber wenn man überlegt das das größte Hochhaus der Welt gerde einmal 2 gekostet hat, sind 4,5 meiner Meinung nach schon viel und das für eine Sache die nichtmal Leistungsfähiger ist als das bisher vorhandene.

    Ich finde es gut, daß die Bürger sich nicht alles gefallen lassen und man sollte den Demonstranten dankbar sein.

    Wenn die Bahn sagen würde alles über 4,5 Mrd zahlen wir, würde ich sofort nein ankreutzen, aber gestern in ner Diskusionssendung, da grinst der Käfer nur und sagt wir versuchen das Limit zu halten (also ist jetzt schon klar das überzogen wird) und wenn nötig wird die Bahn das Land gerichtlich zwingen mehr geld zu zahlen.

    Bis auf Nils Schmied scheinen das dann auch alle verstnden zu haben (und der ist für Finanzen zuständig)

    Außerdem wurden die richtigen Zahlen verschwiegen, jetzt heißt es plötzlich die Mehrkosten 4,5 anstatt 2,3 Mrd Euro wären auf allgemeine Preissteigerungen zurück zu führen.
    Jetzt wolle man sich aber an die Zahlen halten.

    Jetzt müsst ihr Finanzgenies mir mal erklären wenn ich 25% der geplanten ausgaben getätigt habe und den Puffer von knapp 100% schon verbraten hab, warum soll ich dann für die Restlichen 75% der Bauphase ohne Puffer auskommen.
  3. #102

    Stuttgart

    Zitat von plusplusplus Beitrag anzeigen
    von diesem unsäglichen Projekt. Und hier hat der Spiegel leider vergessen zu differenzieren. Selbst wenn im Land die Neinsager mehr Stimmen bekommen würden, warum auch immer, so muss in der Stadt Stuttgart nochmal genau hingeschaut werden. Eine Mehrheit für den Ausstieg allein in Stuttgart hätte auch eine grosse Symbolkraft.
    Und darüberhinaus darf man nicht vergessen: Murks bleibt Murks, wenn selbst K20 leistungsfähiger ist als S21 werden sich die Stuttgarter damit nie abgeben.
    Ja, die Stuttgarter werden am meisten betroffen sein. Und dann kommen noch die Pendler hinzu, die auf Jahre hinweg, sei es mit dem Auto im Stau (täglich 400 LKW) oder mit Bahn und S-Bahn mit Verspätungen zu rechnen haben.

    Der große Verlierer zumindest in Stuttgart wird verdientermassen die CDU sein.
  4. #103

    Warum...

    Warum sollten die S21-Gegner Volkes Stimme fürchten???
    Sie sind doch "Volkes Stimme"! Von Anfang an.
    Die Proteste gegen Stuttgart 21 kommen aus der Mitte der Stuttgarter Bevölkerung und sind nicht politisch motiviert. Auch wenn einige Politiker auf den Demo-Zug aufgesprungen sind, bleibt festzuhalten dass die Argumente der Stuttgarter Bevölkerung nach der Volksabstimmung immer noch ihre Gültigkeit haben. Es ist und bleibt ein Grundrecht, sich gegen ein offensichtlich falsches und unsinniges Projekt zu wehren und dagegen zu demonstrieren.
  5. #104

    Ein "Wunder" hat es schon gegeben, am...

    ...27.März, als die 60 Jahre lang regierenden Schwarzen die Wahl verloren haben, mit ihrem bürgerschlagenden, verfassungswidrigen Mappus als Ministerpäsident. Daß die Entscheidung der Bürger goldrichtig war, beweisen die Umfragewerte für den grünen Ministerpräsidenten und seine Partei, bei der Wahl 25%, bei der letzten Umfrage 32%. Genauso goldrichtig werden die Bürger das unsinnigste Projekt des Landes abwählen am 27.November: Den Kellerbahnhof.
  6. #105

    Titel

    Zitat von Semjem Beitrag anzeigen
    Das witzige an unserer Demokratie ist, dass immer wieder Menschen über Dinge abstimmen, die sie nicht verstehen !
    Wieso ist das typisch für "unsere" Demokratie? In den Demokratien der anderen Länder ist das natürlich gaaaanz anders.
  7. #106

    Selten so ein unqualifizierte Planung gesehen.

    Das gesamte Projekt S21 ist eine einzige Fehlplanung und wird doch nicht von der Bahn bezahlt, sondern vom Steuerzahler. Deshalb werden alle Bauabschnitte nach Fertigstellung nach Aufwand abgerechnet, anstatt wie es üblich ist, nur zum Festpreis zu vergeben. Die Auftragnehmer sind doch alle CDU-Klientele. Das ganze Projekt ist doch hirnrissige. Bei diesem Planungsaufwand hätte doch der Bahnhof irgendwo zwischen Stuttgart und Esslingen oder Leinfelden, egal wo Platz ist, völlig neu gebaut werden müssen. Ein Haupt-Bahnhof dieser Größenordnung gehört heute genau so wenig in die Innenstadt wie ein Flughafen (siehe CDU-Plan, der zum Inhalt hatte Berlin Tempelhof zu erhalten).Auch gescheitert!
  8. #107

    1. Wann waren denn Ihre 80% Wahlbeteiligung?

    Zitat von Flowbama Beitrag anzeigen
    Die Demokratie in der Schweiz ist nicht "wirklicher" als eine repräsentative Demokratie. Ich kann ihnen auch sagen wer in der Schweiz vor allem abstimmt: alte, reiche Säcke. Statistisch belegt.

    Angenommen 60 % .....
    Und ansonsten:
    Wenn wie in Bayern bei der Raucherabstimmung wenige Wähler über ein Heer von Nichtwählern dominieren, spätestens dann hätten die Nichtwähler etwas gelernt.
    Auf jeden Fall würde dem Politikverdruß und dem Lobbyisten-
    Unwesen gegengesteuert.
    Und das wollen Sie ja auch - oder etwa nicht ?
  9. #108

    Titel

    Zitat von FrankDr Beitrag anzeigen
    Irrtum! Es war genau umgekehrt... die Landesregierung wollte eine "richtige" Fragestellung und hat dies entschieden kritisiert. Aber Hauptsache mal irgendwas vermuten, was ins eigene Konzept passt.
    ... nun habe ich das Interview selbst gehört welches Winfried Kretschmann zu dieser verkorksten Fragestellung gegeben hat. Er war damit sehr zufrieden.
  10. #109

    .

    Zitat von Stephantastisch Beitrag anzeigen
    Warum sollten die S21-Gegner Volkes Stimme fürchten???
    Sie sind doch "Volkes Stimme"! Von Anfang an.
    Die Proteste gegen Stuttgart 21 kommen aus der Mitte der Stuttgarter Bevölkerung und sind nicht politisch motiviert. Auch wenn einige Politiker auf den Demo-Zug aufgesprungen sind, bleibt festzuhalten dass die Argumente der Stuttgarter Bevölkerung nach der Volksabstimmung immer noch ihre Gültigkeit haben.
    Mag so sein, ich weiß es mangels Know How in dieser Sache nicht.
    Zitat von Stephantastisch Beitrag anzeigen
    Es ist und bleibt ein Grundrecht, sich gegen ein offensichtlich falsches und unsinniges Projekt zu wehren und dagegen zu demonstrieren.
    Im Prinzip ja natürlich; wenn es darum geht "die andere Seite" zu überzeugen sind Proteste und der Austausch von Argumenten wichtig, aber wenn sich eine Mehrheit bereits dafür ausgesprochen hat und die Entscheidung final gefällt wurde ist ein weiterer Protest in meinen Augen sinnlos, ja sogar albern und zeigt mir ein mangeldes Demokratieverständnis dieser Leute auf...


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