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Absolventen-Studie: Auslandsbonus nutzt der Karriere kaum

DPAEine andere Sprache lernen, neue Leute treffen, ein fremdes Land erkunden: Studenten, die für ein paar Monate ins Ausland gehen, lernen meist viel. Aber machen sie später auch schneller Karriere? Eine Studie zeigt: nicht unbedingt.

http://www.spiegel.de/unispiegel/job...-a-885002.html
  1. #1

    Vorher, nachher

    Es ist richtig, dass eine Auslandstaetigkeit nicht unbedingt einen Karriereschub zur Folge hat. Aber es traegt erheblich zur Personlichkeitsentwicklung bei. Der Unterschied voerher/nachher wird erst so richtig deutlich, wenn man zurueckkehrt und wieder mit den (noch verbliebenen) Kollegen zusammenarbeitet, die zurueckgeblieben sind.

    Man erkennt, die sind nicht nur oertlich zurueckgeblieben.
  2. #2

    Lustig

    ... ich kenne süddeutsche Hochschulen, an denen etwa die tollen Wirtschaftsingenieure (spätere "Führungskräfte" in der Industrie) im Rudel zum Auslandssemester an die Partnerhochschule fahren - das macht sich für diese Studierenden gut im Lebenslauf, da man sich ansonsten zum eigtl. Studium nicht einmal aus der Heimatregion herausgetraut hat.
  3. #3

    Also wo ich arbeite

    wird Auslandserfahrung in der Regel vorausgesetzt. Ausserdem ist das eine tolle Möglichkeit, den eigenen Horizont zu erweitern.
  4. #4

    Tolle Studie...

    Das sind zahlen von Leuten die 2000 ihren Abschluss gemacht haben, als die dann vor 14, 15 Jahren irgendwo eingestellt wurden war ein Auslandsjahr noch lange nicht so verbreitet wie heute, Wer heute kein Auslandsjahr macht, dem fehlt nicht nur was im Lebenslauf - vorallem wenn man in der Wirtschaft anfangen will - sondern hat auch eine tolle Chance verpasst eine andere Kultur intensiv kennen zu lernen und die bekommt man im Berufsleben in der Regel nicht mehr
  5. #5

    Provinzler an der Spitze

    Während man sich im Ausland um eine weitere Qualifikation bemüht, arbeiten die in der "Heimat" Gebliebenen zielstrebig an ihrer Karriere im Unternehmen, spinnen ihre Netzwerke, legen die Schleimspur, sind in den Gremien, z.B. im Betriebsrat, und blockieren alles, was nicht ihrem Provinzdenken entspricht. Zuerst wird der Neue mit dem ausländischen Titel abgewertet - arrogant, bringt nichts, nicht "bodenständig", passt nicht zu uns, hat zu hohe Erwartungen, usw. - dann wird gegen ihn systematisch intrigiert, bis er von selbst aufgibt.

    Mir sind Leute untergekommen, die es mit 30 schon zum "Partner" gebracht haben - Kindergarten, Gymnasium, Abitur, Hochschule - alles in der Stadt ihrer Geburt. Nie im Ausland, es sei denn zum Badeurlaub.
    Nur A-Leute stellen A-Leute ein - B-Leute stellen C-Leute ein.
  6. #6

    @tailspin

    einige Firmen verlangen eben Auslandserfahrung - daher erhöht das in vielen Einzelfällen die Chancen auf den Job beim Wunsch-AG. Dabei kommt es aber nicht auf die Fremdsprache an, sondern auf den erweiterten Horizont und vor allem die Bereitschaft dazu sich darauf einzulassen. Es muss auch nicht immer Ausland sein - auch ein Wohnortfernes Studium zeigt das. Alle die so oder so fern der Heimat waren zeigt sich ein deutlicher Unter Unterschied zu den Zurückgebliebenen. Weltoffenheit und ein viel weiterer Horizont! (man darf nicht alles nur unter ökonomischen Gesichtspunkten betrachten. Meine inzw. verst. Großtante hat in den 60gern USA gelernt und gearbeitet - es war immer eine Freude, wenn man ihre leuchtenden Augen gesehen hat wenn sie davon erzählen konnte....da hat sie 50 Jahre später noch von profitiert....
  7. #7

    Zitat von narbonne Beitrag anzeigen
    ...
    Nur A-Leute stellen A-Leute ein - B-Leute stellen C-Leute ein.
    Jetzt mal im ernst, wo sind den tatsächlich A-Leute an der Unternehmensspitze?
  8. #8

    Welche Form von Karriere?

    "Zum Beispiel seien Absolventen ohne dieses Auslandserfahrung nicht stärker von Arbeitslosigkeit bedroht. Insgesamt ist dieses Risiko bei Akademikern jedoch ohnehin gering".

    Aha, kann mir das irgendwer schriftlich geben, mit Referenz?
    Es gibt glaube ich auch genug arbeitslose Akademiker.

    Im Rahmen meines Masters gehe ich für ein halbes Jahr ins Ausland (kein Erasmus) und denke schon, dass ich dadurch bessere Chancen habe als die, die 2 Jahre an Ort und Stelle bleiben.
    Da ich aber auch international arbeiten und nicht in Deutschland bleiben möchte, ist das wiederum eine Frage des Wollens.
    Viele haben bereits mit Mitte 20 einen festen Partner und richten sich nach dem, möchten daher auch gern an Ort und Stelle bleiben.
    Mich würde das in Anbetracht der Jobsuche zu sehr einschränken, aber das muss jeder für sich persönlich entscheiden.
    Deutschland hat für mich keine Zukunft, deswegen gehe ich viel ins Ausland, sammle Arbeitserfahrung.
    Natürlich gehört dazu auch viel Mut, den hatte ich auch nicht immer. Mir fällt es aber von mal zu mal leichter Deutschland den Rücken zu kehren. Ausland heißt ja auch immer, sich anpassen zu können und ist daher eogentlich immer ein Vorteil.
  9. #9

    Hm.

    Zitat von aquarelle Beitrag anzeigen
    [...]Es gibt glaube ich auch genug arbeitslose Akademiker.[...]
    Mir fällt es aber von mal zu mal leichter Deutschland den Rücken zu kehren. Ausland heißt ja auch immer, sich anpassen zu können und ist daher eogentlich immer ein Vorteil.
    Vermutlich sprechen Sie ein wahres Wort gelassen aus.

    So mancher, der hierzulande Arbeits- oder Studienzeit im Ausland vorzuweisen hätte, tut dies gar nicht, sondern erkennt, daß Deutschland gar nicht das Akademikerparadies (Bildungsrepublik') ist und zieht die Konsequenzen.

    Daß demgegenüber ein zwar horizonterweiterndes, aber auch zeit- und ggf. notenschnittraubendes Auslandssemester nicht so karrierewichtig scheint, vermag nicht zu überraschen.

    Grüße, tutmosis


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