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Absolventen in Praktika: Biete qualifizierte Arbeit, brauche Stütze

Die "Generation Praktikum" machte im vergangenen Jahrzehnt*Furore - als Begriff für die Ausbeutung junger Akademiker. Hat sich die Situation inzwischen gebessert? Nicht besonders, so eine Gewerkschaftsstudie: Rund ein Fünftel*ist nebenbei*sogar auf Stütze vom Staat angewiesen.

http://www.spiegel.de/unispiegel/job...760620,00.html
  1. #1

    ...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die "Generation Praktikum" machte im vergangenen Jahrzehnt*Furore - als Begriff für die Ausbeutung junger Akademiker. Hat sich die Situation inzwischen gebessert? Nicht besonders, so eine Gewerkschaftsstudie: Rund ein Fünftel*ist nebenbei*sogar auf Stütze vom Staat angewiesen.

    http://www.spiegel.de/unispiegel/job...760620,00.html
    Ich ziehe da mal das orginal herran, anstelle der Interpretation von Spon..
    Innovationsreport:
    http://www.innovations-report.de/htm...ss_174687.html

    Studie langfassung
    http://www.boeckler.de/pdf/pm_2011_0...eport_lang.pdf

    Studie Kurzfassung
    http://www.boeckler.de/pdf/pm_2011_0...eport_kurz.pdf

    nun kann sich jeder ein objetives Bild machen..
  2. #2

    ???

    War hier nicht gestern noch zu lesen, daß dies alles eine "Legende" sei?
  3. #3

    ...

    Zitat von VPolitologeV Beitrag anzeigen
    War hier nicht gestern noch zu lesen, daß dies alles eine "Legende" sei?
    Tja..
    dann weiß man ja, was man von den Mythen zu halten hat ;)
    Wenn immernoch jeder Zweite Hochschulabsolvent (Streuunug je fachrichtung:
    mehr bei Sozial/Geisteswissenschaft, und am wengigstens bei Ingeneuren) noch Praktika macht, und auch die Entlohnung für Praktika sinken, dass ist es immernoch ein gravierendes Problem, vor dem man eben nicht die Augen verschließen kann.
    Dannach folgen ja meist eh nur befristete Arbeitsverträge..
  4. #4

    Absolventen in Praktika

    Es dürfte ein Fakt sein, dass sich in gewissen gewerblichen und industriellen Bereichen - z.B. Medien, Design, Architektur - seitens der Unternehmen, i.d.R. in solchen ohne Arbeitnehmervertretung, eingebürgert hat, dem Prinzip Ausbeutung zu huldigen, sowohl durch Einstellung von Praktikanten zum Nulltarif oder Einsteigerjobs zum Hungergehalt (Aufstockung nötig). Und das bei Forderung nach unbegrenzter Einsatzbereitschaft, also z.B. Überstunden und Wochenendarbeit ohne Entschädigung, Urlaubsbeschränkung etc. Von Ethik und Moral seitens der Arbeitgeber und der Pflege sozialer Marktwirtschaft keine Spur.Und wer macht's möglich? Die Politik unserer verehrten Regierung mit ihrer Liberalisierung des Arbeitsmarktes, über Zeit- und Leiharbeit bis hin zur Generation Praktikum. Als perfide Krönung schmückt man sich dann in Berlin noch mit der Schaffung neuer Arbeitsplätze und Reduzierung der Arbeitslosenzahl. Nur zu welchem Preis? Die Betroffenen können vom Arbeitsentgelt nicht leben, werden zwangsläufig Aufstocker, tragen so nichts zur Sozialversicherung bei,und kommen sich trotz exzellenter Ausbildung minderwertig vor. Was sind solche Arbeitsplätze wert? Nichts. Sie bieten weder Perspektive noch berufliche Erfüllung.Armes Deutschland, dergestalt wird das Setzen auf Bildung als Schlüssel für Zukunftssicherung scheitern. Schließlich kann nicht jeder Ingenieur werden, der einzige Bereich, wo diese Entwicklung (noch?) nicht eingerissen ist. Und all dies bei gleichzeitig steigenden Gewinnen der Unternehmen. Schändlich!
  5. #5

    25-40% verdienen 3,5 Jahre nach Ende des Studiums praktisch nichts?

    Unter denjenigen, die nach der Uni ohne Praktikum in den Job gelangten, gaben drei Viertel an, ihr Einkommen genüge nun, dreieinhalb Jahre nach dem Abschluss, für ihren Lebensunterhalt. Bei den Ex-Praktikanten waren es nur knapp 60 Prozent.
    Im Klartext: Dreieinhalb Jahre nach dem Berufseinstieg können 25-40% der Akademiker noch immer nicht von ihrem Gehalt leben??!

    Muss man bei solchen Zahlen überhaupt noch über Studiengebühren reden? Und wann sollen diese Leute dann jemals in der Lage sein, eine Familie zu gründen, wenn sie sich noch nicht mal im Alter von dann geschätzt um die 30 selbst versorgen können?
  6. #6

    ...

    Zitat von sponleser_2011 Beitrag anzeigen
    Im Klartext: Dreieinhalb Jahre nach dem Berufseinstieg können 25-40% der Akademiker noch immer nicht von ihrem Gehalt leben??!

    Muss man bei solchen Zahlen überhaupt noch über Studiengebühren reden? Und wann sollen diese Leute dann jemals in der Lage sein, eine Familie zu gründen, wenn sie sich noch nicht mal im Alter von dann geschätzt um die 30 selbst versorgen können?
    Als Krönung des ganzen..
    Durchlauferhitzt in den Arbeitsmarkt

    Ministerin Schavan verspricht, dass auch Bachelor-Absolventen schöne Jobs finden. Die Union will sie aus den Master-Studiengängen heraushalten


    Durchlauferhitzt, ehrgeizig, so jung wie möglich – so möchten die Bildungspolitiker die Studierten in den offenbar stündlich wachsenden Fachkräftebedarf der Wirtschaft einspeisen. Welche Haltung man bei der Union gegenüber denjenigen pflegt, die sich vom Bachelor nicht genügend ausgebildet und gebildet fühlen, vielleicht sogar ein tieferes Interesse an ihrem Thema gefasst haben, gab heute der bildungspolitische Sprecher der Unionsfraktion im Bundestag, Albert Rupprecht kund: „Wer nicht in die Wissenschaft will, sollte sich fragen, ob er auf Kosten des Steuerzahlers eine überflüssige Ausbildungsschleife drehen will“. Entsprechend bewertete er auch die Forderung, mehr junge Leute weiter studieren zu lassen: Wer den Master für alle fordere, „geht unverantwortlich mit der Lebenszeit der jungen Menschen, dem Geld der Steuerzahler und nicht zuletzt auch dem wissenschaftlichen Anspruch dieses Studiums um“, so Rupprecht. Wie wollte man die Verachtung für Bildungshunger diplomatischer ausdrücken?

    Man wünscht den Studierenden zumindest noch so viel Freizeit, dass sie darüber nachzudenken imstande sind, wann sie das nächste Streiksemester einlegen.


    Sagt doch alles, bei solchen Bildungspolitischen Darstellern.. CSU, was will man da erwarten..
    Hat ja seinen Abschluss in Buyright gemacht..
  7. #7

    na wenigstens..

    ...sind (der Sozialstruktur der Absolventen geschuldet) ja meist noch die Eltern da um bis weit über 30 den Lebensstandard - direkt oder indirekt - zu pimpen. Das muss bis zum Erbe reichen.

    Wen wundert das? 'Absolventen' sind ja auch nur Arbeitnehmer.

    Mit Arbeit zu Geld kommen - so weit soll es ja nicht kommen!

    Bei Stundenlöhnen über 20.-€ tritt spontaner Fachkräftemangel ein.
  8. #8

    Demographie

    Und da fragen sich unsere "Staatsmänner", warum gerade die jungen AkademikerInnen keine Kinder bekommen? Wer soll diese Kinder ernähren?
  9. #9

    Praktikum

    Praktikum hies bei mir einen Behindertentransporter zu fahren täglich 8 Stunden mein eigenes Auto zu Schrott zu fahren und Nazisprüche anhören.


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