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Abschlussfeier-Rede eines US-Lehrers: "Ihr seid nichts Besonderes!"

YoutubeIhr seid verhätschelt und verwöhnt, bildet euch nicht ein, etwas Besonderes zu sein: Bei der Abschlussfeier einer elitären US-Highschool hat ein Englischlehrer seinen Schülern diese harten Worte mit auf den Lebensweg gegeben. Jetzt wird er im ganzen Land dafür gefeiert.

http://www.spiegel.de/schulspiegel/0...838176,00.html
  1. #20

    @Emil Peisker

    Zitat von Emil Peisker Beitrag anzeigen
    Der Lehrer hat seine Schüler nicht niedergemacht, sondern ihnen vor Augen führen wollen, dass sie nicht deshalb was besonderes sind, weil sie jetzt einen Abschluss haben, und auch nicht weil ihre Eltern sie gepampert haben.

    Warum halten eigentlich viele Menschen jüngere Menschen automatisch pauschal für dumm? Besonders klug ist das auch nicht.
  2. #21

    Das Besondere im Menschen ...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Ihr seid verhätschelt und verwöhnt, bildet euch nicht ein, etwas Besonderes zu sein: Bei der Abschlussfeier einer elitären US-Highschool hat ein Englischlehrer seinen Schülern diese harten Worte mit auf den Lebensweg gegeben. Jetzt wird er im ganzen Land dafür gefeiert.

    Lehrer ermahnt Absolventen bei Abschlussfeier an US-Highschool - SPIEGEL ONLINE
    "Ihr seid nichts Besonderes!" Ein solcher Ausspruch eines Lehrers ist sein persönlicher Offenbarungseid: nicht in der Lage zu sein, das Besondere in einem jungen Menschen zu wecken. Eine übertriebene AWARD-Kultur ist allerdings ein anderes Thema.
  3. #22

    Staate Maine?

    Zitat von Maynemeinung Beitrag anzeigen
    Der Mann ist kein Hochschullehrer, da eine US-amerikanische Highschool keine Hochschule ist.

    Was sollte dies Bewirken oder Verändern?

    Wie wäre es damit, erst einmal einen klaren Blick auf die USA zu bekommen? Die meisten Anti-Amerikanisten, denen man so begegnet, waren noch nie dort, haben ihre Kenntnisse aus einem AStA-Workshop zu Nicaragua und glauben, eine Highschool wäre eine Hochschule.

    Meien Sie, man sollte Ihren Werdegang, wenn er denn einer ist, nachvollziehen?

    Man muss schon Europäer oder ignorant oder am besten beides sein, um zu glauben, dass sich der Nationalcharakter der USA bzw. der US-Amerikaner mit dem jeweiligen Präsidenten wandelt.
    Ja, ich bin überzeugter Europäer. Und ich denke das ´nationale Gefüge´der USA ändert, sich ganz entscheidend, dahin gehend welche der zwei Parteien dominieren.
  4. #23

    Wie jetzt?

    Zitat von Spiegelwahr Beitrag anzeigen
    Meine Kinder sind was besonderes und ich werde sie nicht niedermachen, nur weil es ein Lehrer so will oder der Zeitgeist. Sie werden immer was besonderes bleiben, auch wenn sie scheitern. Ich werde ihnen immer in Rahmen meiner Kräfte unterstützen, wenn ich einen Sinn in meiner Hilfe sehe und es für gut halte. Wenn meine Kinder versagen, dann muss ich mich fragen, ob ich versagt habe bei meiner Erziehung und in ihrer Bildung. Meine Kinder verdienen meinen Schutz. Gute Lehrer haben Schüler, die sie selber überragen und übertreffen werden. Gute Eltern wollen das ihre Kinder sie überragen und besser sind. Nur Untertanen hält man dumm und unwissend.
    Wenn das eine Replik auf den Lehrer sein soll, hat einer von uns beiden etwas gründlich missverstanden. Nach meinem Verständnis hat der Lehrer den Absolventen nicht einer Grundschule, sondern einer Eliteoberschule in einer Elitegegend gesagt: bleibt bescheiden und besinnt euch auf das, was wirklich wichtig ist im Leben, das Werkzeug habt ihr dazu. Das halte ich für verdienstvoll und nötig. Das meine ich als "Vater in diesem Alter", dessen Sportsgeist von gern kultivierten Versorgungsansprüchen einerseits und kompromissloser Weltverbesserungsmission andererseits gefordert wird. Die Erziehung ist abgehakt, im Disput zeigt sich jetzt, was sie gebracht hat. Und dieser Lehrer hat den Startschuss dafür gegeben. Das ist kein Niedermachen.
  5. #24

    Von Papa zu Papa...

    Zitat von Emil Peisker Beitrag anzeigen
    Der Lehrer hat seine Schüler nicht niedergemacht, sondern ihnen vor Augen führen wollen, dass sie nicht deshalb was besonderes sind, weil sie jetzt einen Abschluss haben, und auch nicht weil ihre Eltern sie gepampert haben.

    Erst wenn sie in ihrem eigenen Leben etwas erreichen, wenn sie ihre selbstgesteckten Ziele erreichen, und wenn sie dabei ihre soziale Verantwortung nicht vergessen, dann beginnen Sie, etwas besonderes zu werden, weil sie nämlich ein selbstbestimmtes und erfülltes Leben führen.

    Bei der Abiturfeier meines Sohnes hat man sich in Lobhudeleien gesuhlt, die Lehrer haben für 100 Abis mehr als 50 Preise, für bestes Abitur, m+f, beste Mathenoten, beste dies und jenes, gestrickt.

    Die Rede des amerikanischen Lehrers hätte besser gepasst, denn so überragend waren sie alle nicht. Ich hatte den Eindruck, die Lehrer des Gym meines Sohnes hatten das für die Eltern aufgeführt.

    Dass alle Eltern ihren Kindern immer, und auch in Notlagen helfen, ist ja völlig normal, ist aber kein Gegenentwurf zu dieser Abschiedsrede.
    Hallo, sind Sie so herzerfrischend, wie Sie da schreiben?

    Irgendwie sind mir quasi versehentlich drei Kinder zugewachsen, die mirimmer intellektuell 'über' waren. Mein Glück: Ich habe ihnen anscheinend immer die richtigen Bücher gekauft.

    So habe ich es auf insgesamt fünf 'Abiturfeiern' gebracht.

    Und so im Rückblick weiß ich auch, wie das gemeint war.
  6. #25

    Es gibt so viel zu erzählen...

    ...hier nur ein Executive Summary:
    Es geht nicht um das Heruntermachen seiner Kinder (oder seiner Mitarbeiter...) und auch nicht um das "in höchsten Tönen" loben. Es geht um den Mittelweg, mit Anerkennung und Halt zu motivieren, zu bestärken, zum selbstbewussten eigenständigen Menschen zu erziehen. Waren Sie schon einmal auf einem Elternabend im Kindergarten oder in der Schule? Das ist regelmäßig sehr aufschlussreich: Alles Wunderkinder und künftige Nobelpreisträger. Kurzum: Der Lehrer möchte - und das ist meines Erachtens ein sehr gutes Zeichen dafür, dass ihm seine Schüler nicht egal sind - dass die Bodenhaftung nicht verloren wird!
    Auch mit anderen Aspekten will er wirklich auf das kommende Leben vorbereiten: Lebenslanges Lernen und die Erfüllung seiner Bedürfnisse (z.B. nach Abraham Maslow) dürften die wichtigsten Punkte sein.
    Mr. McCullough spricht im Übrigen von Selflessness als das Beste was man für sich tun kann. Dem muss ich eindeutig widersprechen, denn dies erfüllt ausschließlich die Bedürfnisse anderer Personen. Self-fullness bezeichnet die goldene Mitte zwischen Altruismus und Egoismus.

    Es mag sein, dass 12 Minuten kaum ausreichen, die wirkliche Botschaft zu überbringen. Es mag sein, dass man sich ein wenig mit dem Thema beschäftigen muss, um den Inhalt in jedem Detail zu erfassen (und nicht nur als warme Worte zu verstehen). Hart im Sinne von demotivierend sind die Worte mitnichten.
  7. #26

    Also ICH...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Ihr seid verhätschelt und verwöhnt, bildet euch nicht ein, etwas Besonderes zu sein: Bei der Abschlussfeier einer elitären US-Highschool hat ein Englischlehrer seinen Schülern diese harten Worte mit auf den Lebensweg gegeben. Jetzt wird er im ganzen Land dafür gefeiert.

    Lehrer ermahnt Absolventen bei Abschlussfeier an US-Highschool - SPIEGEL ONLINE
    ...persönlich lebe ja besser mit dem Gefühl etwas
    Besonderes, ja etwas geradezu Einzigartiges zu sein .
    Ich bin definitiv das Zentrum eines Universums, auch wenn es "nur" mein eigenes ist.

    Und nach einer anderen Devise möchte ich nicht leben.
  8. #27

    naja

    Zitat von MarkusW77 Beitrag anzeigen
    Ein Lehrer der seinen Beruf als Berufung sieht und eine Abschlussklasse logischerweise schon Jahrelang kennt hat sehrwohl die Kompetenz seinen Schülern dermaßen ins Gewissen zu Reden, bzw. sich ein Urteil über diese zu bilden
    Ein Lehrer sieht seine Schüler nur wenige Stunden die Woche, und auch nur in einer speziellen Situation. Er kennt sicherlich nicht die Kompetenzen der einzelnen Schüler und hat überhaupt nicht die Basis sich ein Gesamturteil zu bilden, sondern nur im entsprechenden Fach bezogen auf die gegebene Situation. Alles andere wäre anmaßend.
  9. #28

    Meistens bin ich jeden Augenblick ich

    Zitat von spdf Beitrag anzeigen
    Ein Lehrer sieht seine Schüler nur wenige Stunden die Woche, und auch nur in einer speziellen Situation. Er kennt sicherlich nicht die Kompetenzen der einzelnen Schüler und hat überhaupt nicht die Basis sich ein Gesamturteil zu bilden, sondern nur im entsprechenden Fach bezogen auf die gegebene Situation. Alles andere wäre anmaßend.
    Das ist sehr unterschiedlich - ist meine Erfahrung aus eigenem Erleben, Gesprächen mit den Lehrern meiner Kinder und dem Austausch mit Freunden, die Lehrer sind. Auch ein Kunstlehrer mit 2 Std./Woche kann zu wesentlichen Erkenntnissen kommen. Wichtig ist, dass die Lehrer selbstkritisch in ihrem Urteil bleiben.
  10. #29

    Der übliche SPONsinn:

    " McCullough wollte dem
    Absolventenjahrgang der staatlichen
    Schule in einem gut betuchten Vorort
    von Boston die Augen öffnen, bevor
    er sie in die weite Welt entließ."

    Die entscheidenden Worte sind nicht "gut betucht", sondern "staatliche Schule". Die echten Eliten und viele die es gern wären, schicken ihre Kinder auf Privatschulen. Also gehörten die Schüler vmtl. der (gehobenen?) Mittelschicht an. Kein Grund für Sozialhäme.








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