Forum


 

Absatzkrise: Peugeot streicht in Frankreich 8000 Jobs

AFPWegen der Schuldenkrise ist der Absatz in Europa eingebrochen. Der Autokonzern Peugeot verschärft daher seinen Sparkurs. Ein großes Werk nahe Paris wird geschlossen, insgesamt werden 8000 Stellen gestrichen.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...843954,00.html
  1. #1

    Kunden schaffen Arbeitsplätze

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Wegen der Schuldenkrise ist der Absatz in Europa eingebrochen. Der Autokonzern Peugeot verschärft daher seinen Sparkurs. Ein großes Werk nahe Paris wird geschlossen, insgesamt werden 8000 Stellen gestrichen.
    Auch Frankreichs neuer Präsident Francois Hollande wird lernen, daß der "Markt" immer stärker ist als die Regierung.
    Man kann zwar Kündigungen verbieten, aber keine Pleiten.
    Auch in Frankreich entscheidet nicht der Präsident über Arbeitsplätze, sondern allein die Kunden!
  2. #2

    Fehler über Fehler

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Wegen der Schuldenkrise ist der Absatz in Europa eingebrochen. Der Autokonzern Peugeot verschärft daher seinen Sparkurs. Ein großes Werk nahe Paris wird geschlossen, insgesamt werden 8000 Stellen gestrichen.

    Peugeot streicht in Frankreich 8000 Jobs - SPIEGEL ONLINE
    Schuld am Abstieg von Peugeot ist nicht allein die sogenannte Krise, sondern das eigenwillig dumme Verhalten der Peugeot-Manager Fahrzeuge zu produzieren, die keiner haben will. Ein Beispiel: Der Peugeot 405 Break, einst gepriesen als Kombi mit größtem Innenraumvolumen. Peugeot verkleinerte die nutzbare Fläche hinter den Sitzen, bei Limousinen "Kofferraum" genannt, und ließ seine Autoverkäufer arrogant behaupten, dies geschehe auf "Kundenwunsch". Aus einem guten Kombi wurde eine Schickeria-Karre im Kombi-Look. Da dürfte doch klar geworden sein, dass Kunden sich bald von Peugeot distanzierten. Und nun noch das Gemurkse mit General-Motors, ein Unternehmen wie eine Heuschrecke, die es nur noch mit leergefressenen Felder zu tun hat.
  3. #3

    die Wirtschaft

    " boomt " oder es geht aufwärts. Das soll mir mal jemand nachvollziehbar erklären. Vielleicht sollte er aber vorher mit Betroffenen ( Schlecker, Praktiker, Opelianer, Peugot-Mitarbeitern etc.) sprechen.
  4. #4

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Wegen der Schuldenkrise ist der Absatz in Europa eingebrochen. Der Autokonzern Peugeot verschärft daher seinen Sparkurs. Ein großes Werk nahe Paris wird geschlossen, insgesamt werden 8000 Stellen gestrichen.

    Peugeot streicht in Frankreich 8000 Jobs - SPIEGEL ONLINE
    Selbst Schuld...
    wir hatten einen Peugeot 307SW. Das Auto war neu entwickelt und hatte auch zahlreiche Fehler. Auspuff, Automatikgetriebe, Poltern bei Kurvenfahren, Schalter kaputt, die Liste ließe sich noch lange fortsetzen..

    Um ein paar Euro zu sparen, läßt Peugeot seine Kunden mit den Fehlern alleine. Die Autos sind gut, aber wenn man bekannte Fehler nicht abstellt, dann kommen die Kunde nicht wieder.

    Da kaufe ich mir doch lieber einen Golf ohne Turbolader :) ... weil man was Besseres tun kann, als sich über sein Auto zu ärgern
  5. #5

    Irgendwann sind Überkapazitäten fällig

    Die sogenannte Krise mag den Abbau von Kapazitäten zeitlich vorziehen, man darf aber durchaus bezweifeln ob sie allein ursächlich ist. Dass in Europa massig Produktionsüberkapazität vorhanden ist, berichten die Experten nun bald schon jahrzehntelang.
  6. #6

    Nicht wegen der Schuldenkrise

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Wegen der Schuldenkrise ist der Absatz in Europa eingebrochen. Der Autokonzern Peugeot verschärft daher seinen Sparkurs. Ein großes Werk nahe Paris wird geschlossen, insgesamt werden 8000 Stellen gestrichen.

    Peugeot streicht in Frankreich 8000 Jobs - SPIEGEL ONLINE
    bricht der Absatz bei PSA ein, sondern wegen der schlechten Qualität der Produkte. Selbst hier in Frankreich kann PSA seine Fahrzeuge nur noch mit hohen Rabatten verkaufen. Viele meiner Kollegen sind oder wollen zu Autos ausländischer Hersteller wechseln da französische Fahrzeuge keine preisgerechte Alternative mehr bieten.
  7. #7

    Hausgemacht

    Halte das Problem von Peugeot definitiv für hausgemacht.

    1) Nichts gegen etwas erfrischenderes Design, aber ein Auto ist, allem Marketinggefasel zum Trotz, keine Designerstück, sondern vor allem ein recht banaler Gebrauchsgegenstand. Daran hat sich die Gestaltung zu orientieren.

    2) Teils sind gerade die Peugeot durch das unglaubliche Breitenwachstum unpraktisch geworden. Man muss zB im 308 nicht nur über gealtige Schweller beim Aussteigen kommen, sondern macht sich mit der Breite in Parklücken das Leben unnötig schwer. Auch zB der Partner verschenkt einfach sehr viel Platz, ein Auto dieser Maße müsste innen sehr viel mehr Platz und Variabilität bieten.

    3) A propos schwer: Die Wagen sind im letzten Jahrzehnt gewaltig schwerer geworden. Mehr als im Schnitt.

    4) Bei den Garantien/ Wartungsintervallen hat Peugeot exakt nichts voran gebracht. Würde auch privat einen Koreaner nehmen, wenn ich 5 oder 7 Jahre Ruhe hätte in Bezug auf Kostenüberraschungen. Und die meist nur 20tkm Intervalle bei den Dieseln sind nicht mehr zeitgemäß. Das macht sogar Renault weitaus besser.

    5) Fazit: Innovationen habe ich von Peugeot, abgesehen vom Partikelfilter - großes Lob dafür! - nicht gesehen.
  8. #8

    Peugeot sitzt in der Klemme

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Wegen der Schuldenkrise ist der Absatz in Europa eingebrochen. Der Autokonzern Peugeot verschärft daher seinen Sparkurs. Ein großes Werk nahe Paris wird geschlossen, insgesamt werden 8000 Stellen gestrichen.

    Peugeot streicht in Frankreich 8000 Jobs - SPIEGEL ONLINE
    PSA wird gleich an mehreren Fronten bedrängt. Zum einen ist man auf den euroopäischen Markt konzentriert und der ist nun mal von den Folgen der Staatsschuldenkrise gebeutelt.
    Dann ist man auf das margenschwache Volumengeschäft konzentriert, also auf Klein- und Kompaktwagen. Genau hier brechen aber derzeit die Koreaner massivin den europäischen Markt ein. Seitdem Freinhandelsabkommen der EU mit Südkorea im letzten Sommer, ist die Zahl der importierten Fahrzeuge aus Korea um 40 Prozent gestiegen und auch die in Osteuropa gebauten Hyundais und KIAs haben im Segment von PSA Erfolg.
    Als i Tüpflchen ist meines Wissens nach im letzten Jahr in Frankreich eine Abwrackprämie ausgelaufen. PSA und Renault zahlen jetzt für die damit ausgelösten Vorzieheffekte.
    Alles in allem eine existenzbedrohende Situation für PSA, denn wer jetzt wegen laufender Verluste kein Geld in die Entwicklung neuer Antriebsssysteme stecken kann wird in ein paar Jahren mächtig im Hintertreffen sein.
    Ach ja, dass jetzt ein globalisierungskritischer Minister für "Ankurbelung der Produktion" (Reindustrialisierung könnte man es auch übersetzen) in den LAden rein regiert wird bestimmt auch noch ein Problem werden.
  9. #9

    EURO....??? Qualitätsprobleme...!!!

    Ich hatte einer Freundin dringend davon abgeraten, sich einen 207CC zuzulegen - aber das Auto war stärker. Mittlerweile bereut sie es bitter (einige andere Foristen haben die Themen auch schon auf dem Schirm): Werkstattaufenthalte, schlampige Verarbeitung, Elektrik, Klappern und Klötern......... Wer solchen Schrott produziert und in den Markt zu drücken versucht, braucht sich über Absatzeinbrüche nicht wundern. Und wer ihn kauft erst recht nicht über den Ärger. Solche Vehikel braucht kein Mensch. Zu bedauern sind die Mitarbeiter/innen von PSA, die den Murks des Managements ausbaden müssen. Wie immer kommt Mißmanagement zuerst unten an.


TOP



TOP