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Absatzeinbruch: Miserable Zahlen für den neuen Opel-Chef

DPADer Autobauer Opel ist im ersten Halbjahr 2012 tiefer in die Krise gerutscht. Das Unternehmen verkaufte in Europa nur noch rund 457.000 Fahrzeuge - und damit 15 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Den neuen Chef erwartet eine schwierige Aufgabe.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...844837,00.html
  1. #50

    Zitat von HaioForler Beitrag anzeigen
    2) In dem Segment kein Modell, das die breite Masse anspricht (VW hat den Golf) und breitentauglich ist

    3) Langweilige bis unauffaellige Werbung. Opel ist nicht "praesent" auf dem Markt
    Das ist also ein Management-Problem, meiner Mdeinung nach.
    Zu 2.)
    Mag für Deutschland gelten, wenn man jedoch die deutschen Zulassungen streicht dann ist der Astra europaweit dem Golf ebenbürdig.

    zu3.)
    Bis vor kurzem war Opelwerbung die schrecklichste Werbung überhaupt. Mittlerweile, vielleicht ein Verdienst von Hr. Stracke, ist hier wenigstens Besserung in Sicht.
  2. #51

    Richtig

    Zitat von timtowtdi Beitrag anzeigen
    Seit den Tagen, als ein Opel noch ein Auto war (z.B. mit Kapitän, Admiral, Diplomat, Rekord, Kadett, Commodore, Monza, Ascona, Manta, GT) haben sie bei Opel ja nur noch Ladenhüter produziert?
    diese ausschließlich von wirren Marketing-Ideen getriebenen Manager hatten nichts Besseres zu tun, als Typenbezeichnungen zu ersetzen. Das ist das ergebnis, wenn Finanzärsche ohne Benzin und Tradition im Blut eine Autofabrik leiten. Kulturlos! Die Marke Opel war ein Asset. Das ist so richtig kaputt gemacht worden.
  3. #52

    Zitat von key_art Beitrag anzeigen
    Die hinter der sozialen Marktwirtschaft steckende Denkart nach Henry Ford: "Autos können keine Autos kaufen" ist ihr völlig fremd.
    Henry Ford hat niemals gefordert, dass Staaten sich verschulden um ihren Bürgern Geld zu schenken, damit diese sich Autos kaufen.
  4. #53

    Zitat von key_art Beitrag anzeigen
    Es gibt einen Absatzrückgang, weil das Einkommen/der Wohlstand der Bevölkerung sinkt.
    Anders als in den südeuropäischen Ländern geht es den Deutschen sehr gut: Steigende Löhne im letzten Jahr und Rückgang der Arbeitslosigkeit. Richtig ist aber, dass ein Neuwagen für viele kein Statussymbol mehr ist. Die Deutschen investieren lieber ins Eigenheim (derzeit sehr niedrige Darlehenszinsen).

    Und die Generation U30 schaut aufs Smartphone, nicht aufs Auto.
  5. #54

    Zitat von deus-Lo-vult Beitrag anzeigen
    Könnte das vielleicht mit der Kooperation Opel-Peugeot-Citroen zusammenhängen? ;-)
    Das liegt an der Gruppenfreistellungsverordnung (GVO) oder mit anderen Worten - Mehrmarkenautohäuser waren vor 10/2003 defacto verboten
  6. #55

    Zitat von irreal Beitrag anzeigen
    ich hab in Deutschland (oder sonstwo ein Untenehmen) und verkaufe in einem Jahr 457.000 neue Autos, dann brauche weder ich mir Sorgen machen noch muss ich mich sorgen um die Arbeiter die dies mit ermöglichten.
    Rentabilität ist in Ihren Augen generell unwichtig?
  7. #56

    Zitat von kampfbuckler Beitrag anzeigen
    Dazwischen lag aber der Kostensenkungs-Messias Gomez, oder Lopez. Der neue Gomez Vectra hatte geradezu bizarre Pannen, vom Spiegel bis zur Schaltung. Da habe ich mir geschworen, nie mehr im Leben einen Opel zu kaufen: Vielleicht ungerecht gegen die jetzige Produktpalette.
    Mir erging es ähnlich.
    Ich kaufe nie wieder Opel. Nicht aus Image- oder sonstig nebulösen Gründen sondern weil ich viel Geld an Opelwerkstätten verloren habe und sich Rüsselsheim über meine Kulanzanträge wohl nur kaputtlachte, denn faire Ausgleichsangebote erhielt ich nie.
  8. #57

    Warum beklagen?

    Die Überkapazitäten sind in ganz Europa das Problem. Wenn Opel mehr verkaufen würde, dann würde es einen anderen Autobauer treffen. Natürlich baut Opel keine attraktiven Autos, aber irgendwer muß die Kapazität zurückfahren. Aber wenn alle mehr Autos verkaufen?
    Die Opel-Arbeiter und ihre Gewerkschaft sind mitschuld. Mitleid ist fehl am Platz1
    1) Die Gewerkschaften sind rot-grün. Das grüne Feindbild -Nummer 1 ist das Auto. Das Opel-Mangement hat sich so dieser Macht angepaßt, daß es sich keinen politischen Widerspruch mehr traut. Man denke nur an den Slogan "Wir haben gelernt." Was haben sie gelernt? Daß Autofahren keinen Spaß machen darf.
    2) Die Gewerkschaft sind eine Vorfeld-Organisation der SPD. Wenn Gabriel, der SPD-Lehrer, eine Angleichung der Lebensverhältnisse in Europa will, dann ist es nur konsequent, wenn mit deutschen Steuergeldern in den EU-Kassen Arbeitsplätze raus aus Deutschland nach Süd- und Osteuropa verlagert werden. Die Opel-Arbeiter können doch nach Polen ziehen. Soviel Mobilität ist schon notwendig, wenn man dieses Europa will. Haben sie das nicht gewußt?
    3) Europa und der Euro sind den Gewerkschaften eben auch wichtig. Der Euro ist die Ursache der Nachfragekrise in Südeuropa. Den Euro wollen aber alle. Warum dann klagen? Dafür sparen die Opelaner doch Umtauschgebühren, wenn sie verreisen. Das ist doch ein Hauptargument für den Euro gewesen und alle waren begeistert.
  9. #58

    und warum....

    Zitat von key_art Beitrag anzeigen
    Kein Wunder, dass der Wähler trotz der negativen Entwicklung immer wieder die gleichen Parteien wählt, er versteht die Zusammenhänge wohl nicht und lässt sich irgendwelche "alternativlosen" Ausreden auftischen ...
    ...verkauft sich dann z.B. VW wie geschnittenes Brot?
  10. #59

    Also tentabel

    Zitat von gazettenberg Beitrag anzeigen
    Rentabilität ist in Ihren Augen generell unwichtig?
    ist doch schon das eigentlich was sich rentiert, oder?

    Und genau das ist ein wenig relativ, weil im realen Erleben eines Menschen nur wahrnehmbar.
    Während für einen Hartz4 Empfänger es durchaus rentabel sein kann, das gleiche Hartz4 Geld zu erarbeiten um nicht mehr in dieses bürokratische Wahnsinnspaket eingeschnürt zu werden um daran fast intellektuell zu ersticken, wird es für einen Millionär niemals rentabel sein.

    Ergo ist rentabilität immer eine eigene Wahrnehmung und hat mit keiner vorstellbaren Rentabilität eines Wunschdenkenkens zu tun.

    Also, auf Deutsch, ich spiel kein Lotto, weil ich es für unrentabel halte, was sicher jeder Lottomillionär anders sehen wird.
    Opel wird scheitern und die Opelaner werden unsere sehr guten Hartz4 gesetze auffangen als soziale Hängematte.
    Und da soll sich bloß keiner beschweren, ansonsten schaue er nach Afrika und lese die Kochbücher von SARRAZIN.
    Da soll sich bitte keiner beschweren.


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