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Absagen für FH-Studenten: "Wir danken für Ihr Interesse an einem Studium"

Nach dem ersten Abschluss drängen auch viele FH-Absolventen für den Master an eine Universität - und dürfen in der Zulassung nicht benachteiligt werden. Einer Bremer Studentin passierte allerdings genau das, als sie sich an der FU Berlin bewarb.*Schließen Universitäten FH-Studenten systematisch aus?

http://www.spiegel.de/unispiegel/stu...725413,00.html
  1. #1

    Frage:

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Nach dem ersten Abschluss drängen auch viele FH-Absolventen für den Master an eine Universität - und dürfen in der Zulassung nicht benachteiligt werden. Einer Bremer Studentin passierte allerdings genau das, als sie sich an der FU Berlin bewarb.*Schließen Universitäten FH-Studenten systematisch aus?

    http://www.spiegel.de/unispiegel/stu...725413,00.html
    ist die Berliner Tante, die ihre Kompetenzen selbst festgelegt hat,
    zwischenzeitlich wenigstens rausgeflogen ??
    Und dann wundern wir uns über Bildungsprobleme wenn man so mit
    jungen Menschen umgeht.
  2. #2

    FH vs Uni

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Nach dem ersten Abschluss drängen auch viele FH-Absolventen für den Master an eine Universität - und dürfen in der Zulassung nicht benachteiligt werden. Einer Bremer Studentin passierte allerdings genau das, als sie sich an der FU Berlin bewarb.*Schließen Universitäten FH-Studenten systematisch aus?

    http://www.spiegel.de/unispiegel/stu...725413,00.html
    Das Problem ist doch, dass FH-Abschlüsse und Uni-Abschlüsse faktisch gleichgestellt werden. Was haben sich die Verantwortlichen eigentlich dabei gedacht? Ist ein BWL-Abschluss von der FH Bremen mit 1,3 etwa gleichwertig mit einem Abschluss von der Uni Köln mit derselben Note? Warum sind dann die Durchschnittsnoten an der Uni schlechter?

    Und an die FH-Studentin im Artikel: Warum hat sie nicht gleich an der Uni studiert? Aber in Zukunft ist es leider nicht mehr rational, nicht mehr seinen Bachelor an der Uni zu machen. Grund: Überfüllte Vorlesungen, miserable Betreuung und schlechte Noten. Die FHs bieten ein einfaches Studium und ein angenehmeres Umfeld - eigentlich selbst Schuld, wer da noch an die Uni geht.
    Allerdings frage ich mich wirklich, was die Politik mit der Besserstellung der FHs erreichen will...
  3. #3

    Richtig so..

    .... es straft sonst bloß jene ab, die sich den deutlich größeren Hürden eines Uniabschlusses stellen und dann von Leuten verdrängt werden, die kürzer studiert haben und aufgrund eines oftmals geringeren Anspruches leichter zu besseren Noten kommen.

    Hier sehe ich generell noch viel Nachholbedarf im deutschen Hochschulsystem. Berlin macht zumindest mal einen Anfang.
  4. #4

    Studentenverarsche!

    Das Problem liegt bei den FHs und nicht bei den Unis.
    Allein durch die vorgegaukelte Namensangleichung der FHs, die sich jetzt Hochschule oder University of Applied Sciences nennen, gehen Studenten der falschen Annahme, dass die Abschlüsse equivalent sind.
    Das sind sie eben nicht!
    Auch wenn in Ausnahmefällen FH-Studenten sehr erfolgreich an einer Uni weiterstudieren, muss es dennoch Recht der Uni sein, Studenten vor Überforderung und ihre Studiengänge vor Verwässerung zu schützen.
    Ich habe es selbst miterlebt, dass eine große Gruppe an Studenten mit mangelnden Voraussetzungen im Master das Niveau einer ganzen Lehrveranstaltung nach unten ziehen kann.
    Ein nachgelagertes "Rausprüfen" mag zwar die Chancengleichheit erhöhen, ist aber für die Studenten nicht die beste Lösung. Das passiert aber, wenn die Zulassungskomissionen zu lasch sind.
  5. #5

    sd

    Zitat von sic tacuisses Beitrag anzeigen
    ist die Berliner Tante, die ihre Kompetenzen selbst festgelegt hat,
    zwischenzeitlich wenigstens rausgeflogen ??
    Und dann wundern wir uns über Bildungsprobleme wenn man so mit
    jungen Menschen umgeht.
    Natürlich gibt es auch viele Uni´s die Abschlüsse "verschenken", aber an FH´s scheint dies einfach weiter verbreitet. Wenn ich sehe, welche Vorkenntnisse manche FH-Studenten unserer Uni für den master mitgebracht haben, wird einem schwindelig... die haben Großteils keine Ahnung, aber haben Notendurchschnitte um über 1 Note besser als an der Uni.


    Man sollte halt mal hinterfragen, wie es sein kann dass an manchen FH´s Notendurchschnitte von 1,4 und ähnlichem die Regeln sind, damals bei uns in der Uni der Schnitt um die 2,9 lag.
  6. #6

    Eingangsprüfungen für FH-Absolventen

    Zitat von moppito Beitrag anzeigen
    .... es straft sonst bloß jene ab, die sich den deutlich größeren Hürden eines Uniabschlusses stellen und dann von Leuten verdrängt werden, die kürzer studiert haben und aufgrund eines oftmals geringeren Anspruches leichter zu besseren Noten kommen.

    Hier sehe ich generell noch viel Nachholbedarf im deutschen Hochschulsystem. Berlin macht zumindest mal einen Anfang.
    Dem kann ich nur zustimmen. Wer sich an einer FG schnell und einfach ein paar Grundkenntnisse aneignet, kann nicht erwarten, von den Unis, die ihre Anfänger aufwändig und gründlich ausbilden, mit offenen Armen empfangen zu werden. Eingangsprüfungen für FH-Absolventen würden da sehr schnell die Spreu vom Weizen trennen!
  7. #7

    Maulkorb genügt doch...

    Zitat von sic tacuisses Beitrag anzeigen
    ist die Berliner Tante, die ihre Kompetenzen selbst festgelegt hat,
    zwischenzeitlich wenigstens rausgeflogen ??
    Und dann wundern wir uns über Bildungsprobleme wenn man so mit
    jungen Menschen umgeht.
    ... wenn man dem Bürger aus Versehen mal die Wahrheit sagt.
    Warum immer gleich rauswerfen?
  8. #8

    Warum haben FH-Studenten bessere Noten?

    Ja diese Frage sollte man erst beantowrten, wenn man wirklich zwei äquivalente Studiengänge an FH und Uni verglichen hat. Der Vorteil an der FH ist natürlich (meistens) die bessere Betreuung. Der Nachteil ist, dass es (meinstens) häufiger anwesenheitsflichtige Veranstaltungen gibt. Ein höheres Wochenpensum also. Das Studium an der FH ist kürzer, vor allem weil es straffer organisiert ist.


    Aus meiner Erfahrung kann ich nur sagen, dass in meiner Studienzeit viele UNI-Studenten unsere FH-Seminare mitbesucht haben, da es viel organisierter zuging. UNI-Gastdozenten waren bei unseren Referaten regelmäßig über die wissenschaftliche Arbeitswesie erstaunt. Klar haben wir bei denen im Vergleich bessere Noten bekommen, als die UNI-Studenten. Aber auch nur, weil wir bessere Leistung gezeigt haben.

    Ich finde ein Motivationsschreiben mit einer aktuellen Fragestellung und Lösungsansatz aus dem Fachbereich für einen Masterstudiengang aussagekräftiger als eine Note. Die Note hat ja auch bei jeder UNI einen anderen Wert.
  9. #9

    Sind dies alles Ur- oder nur Vorurteile?

    Sind dies alles Ur- oder nur Vorurteile?

    Ich bin von einer Uni zu einer FH gewechselt, der Arbeitsaufwand an der FH ist bedeutend größer, allerdings ist sowohl die persönliche Betreuung durch das Lehrpersonal als auch durch die Univerwaltung WESSENTLICH besser. Die Noten sind insgesamt gleich.
    Man sollte also von Uni zu Uni schauen und dann ein Statement abgeben? Besser als pauschal alle FHler als wahlweise Faul, zu unbegabt für eine "richtige" Uni oder einfach zu ungebildet abzubilden wie es einige hier tun.

    Wir haben hier sehr viele Studenten die von der Uni auf eine FH wechseln und dies sind oft NICHT die Abbrecher sondern durchaus leistungsstarke Leute die einfach auf Deutsch "die Schnauze voll" von überfüllten Hörsälen und unpersönlichen Profs hatten und dann lieber einen dicken NC in Kauf nehmen (Ich beziehe mich auf Berlin, wie es in anderen Bundesländern aussieht - keine Ahnung).
    Daher eine pauschale Benachteiligung fordern – Schwachsinn.

    lg








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