Nach einem Berlin-Besuch muß ich sagen, daß ich die Berliner Wähler nur schwer verstehen kann. Wenn ich in so einem Gammel leben müsste, würde ich den regierenden Bürgermeister nicht bestätigen.
Kurz nachdem sich Klaus Wowereit mit der CDU in Berlin auf eine Koalition geeinigt hat, rechnet er mit seinem einstigen Wunschpartner ab: Bei den Grünen herrschten "katastrophale Verhältnisse", sagte*der Regierende Bürgermeister dem SPIEGEL. Die Kritik an der Union nahm er nun zurück.
http://www.spiegel.de/politik/deutsc...798819,00.html
Nach einem Berlin-Besuch muß ich sagen, daß ich die Berliner Wähler nur schwer verstehen kann. Wenn ich in so einem Gammel leben müsste, würde ich den regierenden Bürgermeister nicht bestätigen.
Diesen Eindruck habe ich auch und würde mich dieser Auffassung anschließen. Die Grünen wollen immer auf Augenhöhe verhandeln, begreifen aber nicht, dass die anderen Parteien fast immer mehr Stimmen haben. Diese Partei ist absolut kompromisslos und möchte 100% grün durchsetzen, was als kleiner Partner nicht geht. Aber die Damen und Herren der Grünen Partei begreifen es nicht!
Ein bischen erstaunt mich seine 180-Grad-Wende schon. Die Berliner CDU ist ein derart desolater Haufen, dass selbst CDU-Mitglieder in Berlin sich überlegen, ob sie die wählen. (Meist tun sie es dann doch, aus aler Gewohnheit und wider besseren Wissens) Dass die mit einmal zukunfstfähige Politik machen sollen, ist selbst mir als CDU-nahem Menschen eher suspekt.
Dass die Grünen sich sehr verbohrt zeigen können, ist nun wirklich nichts neues. Das wußte er doch vorher.
Da versucht jemand, aus einer Kröte die er schlucken muss, einen Prinzen herbeizureden.
Verbohrt ist Wowi als wären die Konservativen besser für Berlin. Ich hoffe das die SPD die Quittung bei der nächsten Wahl bekommt.
Das war sowieso nur perfide Wahlkampftaktik.Wowi wollte von Anfang an mit der CDU koalieren.Das erfolgreiche Scheitern dieser Koalition ist damit vorprogrammiert.
Wer Prinzipien hat und diese nicht auf dem Altar der Macht opfern will ist verbohrt. Ich denke das ergibt ein klares Bild von H. Wowereit. Die Grünen haben richtig gehandelt.
Ich bin sicher auch kein Fan der Grünen und gebe Ihnen in dem Punkt in gewisser Weise Recht, was die Verbortheit betrifft. Denn diese vehemente Anti-Haltung gegen solche Projekte wie die A100 ist ziemlich albern.
Allerdings muss man der Fairness halber dazu sagen, dass es die Grünen dann auch nicht richtig machen konnten bzw. können.
Denn wenn sie sich vehement gegen die A100 stellen und dadurch die Verhandlungen scheitern, werden sie als "verbohrt" oder "realitätsfern" bezeichnet. Wenn sie aber in diesem Punkt nachgegeben hätten, wären sie mit Sicherheit als "machtgierig" und "opportunistisch" bezeichnet worden.
In Ergänzung hierzu muss man sagen: Selbst innerhalb der SPD ist die Verlängerung der A100 umstritten. Dieses Thema zur Sollbruchstelle bei Koaltionsverhandlungen machen, ist also völliger Unsinn und daher sind die SPD-Linken in Berlin auch stocksauer. Leider jedoch zeigt sich die SPD einmal mehr als Führerpartei und so wird wohl der "Aufstand der Anständigen" innerhalb der Partei auch dieses Mal ausbleiben.
Natürlich muss man zugeben, dass auch die Grünen im Wahlkampf und auch danach ungeschickt, um nicht zu sagen dilettantisch agiert haben, aber die Hauptschuld am Platzen der Koaltionsverhandlungen trägt eindeutig Wowereit.
Das Eingehen einer großen Koalition angesichts eines Anteils von 75% für linke Parteien in Berlin ist aus meiner Sicht Wahlbetrug seitens der SPD. Die Quittung hierfür wird sicher nicht ausbleiben.
Gruß
Peter
Wowereit hat den richtigen Riecher. Nicht dass die CDU über Nacht sich gewandelt hätte. Aber die Grünen würden der SPD einfach die Butter auf dem Brot streitig machen, das war gut erahnt und erkannt. Bestes Beispiel ist Ba-Wü. Blasser und konturloser war die SPD hier noch nie. Qualifizerte Sachpolitik, auch im konsequenten Durchziehen, mag hin und wieder auf der harten Oppositionsbank landen, aber sie ist unverzichtbar für Verständnis und Vertrauen.
Das scheint heutzutage zugunsten der Regierungsfutterkrippen bei den Genossen zurückgestellt zu werden