Abkommen mit der Schweiz: Deutsche müssen auf Schwarzgeld bis zu 41 Prozent Steuern z

REUTERSDas Schwarzgeld deutscher Steuersünder in der Schweiz soll höher besteuert werden als bisher geplant. Der Höchstsatz steigt von 34 auf 41 Prozent. Ein entsprechendes Abkommen haben Vertreter beider Staaten unterzeichnet. Außerdem werden nun auch Erbschaften erfasst.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...825988,00.html
  1. #190

    dicht!

    Zitat von gaiusbonus Beitrag anzeigen
    Wenn die Schweiz sich als total inkompatibler Nachbar rausstellt können wir ja mal schauen wie hoch die Staatsquote der Schweiz 2 Jahre nachdem die Grenze zu Deutschland geschlossen wurde ausfällt.
    Ich freue mich immer wieder darüber, daß unsere repräsentative Demokratie Leuten mit derart absurden Ideen keine Gelegenheit gibt, durch eine Politik der Kleinstaaterei den Lebensstandard auf ein unzumutbares Maß zu reduzieren, nur um ein paar spätpubertäre Machtphantasien ausleben zu können.
  2. #191

    Zu wenig

    41% Steuern auf Schwarzgeld?
    Das ist kaum mehr als der Otto-Normal Arbeitnehmer ohne Frau/Mann und Kinder an Einkommensteuer zahlt.
    Meiner Meinung nach sollte "Schwarz"geld komplett beschlagnahmt werden.
  3. #192

    Naja ich bin auch ein böser Schweiz Anleger - allerdings zu 100% versteuertes Geld, es wurden eben nur die Steuern die auf korrekt versteuertes Geld als Erträge angefallen sind hmmm "verkürzt" :D

    Inzwischen hab ich das mit Hilfe einer Steuerkanzlei das ehrlich gemacht. Vorteil war eben das angelegte geld war voll versteuert und nicht im Graumarkt angelegt - dank der recht hohen Gebühren im Schweizer Private Banking und der Anrechenbarkeit auf die Erträge ging das insgesamt ganz gut mit < 30%.
    Allerdngs das ganze Verfahren hat fast exakt 2 Jahre gedauert - weil natürlich keine Unterlagen da waren :)
    Letztendlich ist das natürlich jetzt mit den 26,5% Pauschaltsteuer sowieso interessanter in D anzulegen.
  4. #193

    Diese feinsinnigen Unterscheidungen,

    Zitat von Dominco Beitrag anzeigen
    Das rührt daher, dass ein Grossteil offenbar den Unterschied zwischen Schwarzgeld und Geldwäscherei nicht kennt. Für all diejenigen eine Kurzeinführung:

    Geldwäsche: Geld durch Kriminalität/Verbrechen erwirtschaftet (Raub, Drogenhandel etc.) ==> Geld wird "reingewaschen" indem es dem Wirtschaftskreislauf wieder zugefügt wird, weswegen gewaschenes Geld meistens versteuert werden muss (sonst wäre eine Wäsche gar nicht möglich) ==> Hier hat die Schweiz extrem harte Gesetze
    Schwarzgeld: Geld wird durch ehrliche Arbeit erwirtschaftet (Lohn, Kapitalgewinn etc.). Allerdings unterbleibt die Deklaration in der Steuererklärung. Das Geld wird folglich nicht versteuert ==> Hier ist der Schweizer Gesetzgeber relativ "grosszügig".
    bringen nichts, weil Sie weissgewaschenes Geld (im Wirtschaftskreislauf) noch schwieriger erkennen können als lagerndes Schwarzgeld. Die harten Gesetze scheitern ja gerade am Bankgeheimnis - es fehlt die Offenlegung. Sie müssen bei Steuerdelikten weiterhin die bewährte Beweisumkehr durchführen:
    Da liegt Bares oder Werte - nun weisen Sie mal nach woher und wie versteuert.
  5. #194

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Das Schwarzgeld deutscher Steuersünder in der Schweiz soll höher besteuert werden als bisher geplant. Der Höchstsatz steigt von 34 auf 41 Prozent. Ein entsprechendes Abkommen haben Vertreter beider Staaten unterzeichnet. Außerdem werden nun auch Erbschaften erfasst.

    Abkommen mit der Schweiz: Deutsche müssen auf Schwarzgeld bis zu 41 Prozent Steuern zahlen - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft
    Was ist eigentlich genau "Schwarzgeld"? Auch wenn jemand sein hier in Deutschland ehrlich erworbenes und versteuertes Geld dort anlegt, wo es ihm sicherer erscheint? Dann wäre nämlich nur der Ertrag aus diesem angelegten Geld zu versteuern. Und die Zinsen für solche Konten liegen meines Wissens in der Schweiz nahe 0%, wenn man nicht in andere Geldanlagen wie Aktien, Wertpapiere etc. geht.
    Leider habe ich kein so großes Vermögen, daß die Schweiz für mich interessant wäre, deswegen kenne ich mich da nicht so gut aus...
  6. #195

    So ist es nicht ganz, sondern

    Zitat von Humboldt Beitrag anzeigen
    Komisch, ich muss bescheuert sein, dass ich noch kein Schweizer Konto besitze. Und das deutsche Finanzamt? Ja, nervt mich ungemein und ist manchmal echt kleinlich, aber das sie sich bisher von meinem Konto gleich selbst bedient hätten oder auch nur konkret wüssten, wieviel ich da drauf habe*, ist mir nicht bekannt.

    *Die Bank ist meldepflichtig über die Existenz eines Kontos. In das Konto hineinschauen dürfen Steuerbehörden meines Wisserns erst nach einem konkreten Anfangsverdacht mit richterlichem Beschluss
    die Obere Finanzbehörde FFM kann über ihre Schnüffelabteilung in Frankfurt/Oder mit 800 Beamten ohne Anfangsverdacht auf Antrag eines Nichtjuristen( Finanzbeamter, sowohl im eigenen Interesse oder auch auf Amtshilfeersuchen jeder anderen Behörde) ohne Wissen der Banken bundesweit in die EDV-Systeme und die Konten elektronisch erschnüffeln, mit Sicherheit auch Kontensstände, das geht wohl mit der Software, wenn auch vom BVG verboten.

    Eine ordentliche juristische Prüfung eines Staatsanwaltes bei Vorliegen einer Anzeige ist nicht notwendig, juristische Laien können ohne Grund diese Anträge stellen. Ist also nichts mit richterlichem Beschluss, das hat Ihr Exkanzler Schröder elegant aus der Zuständigkeit der Justiz entfernt.
    Toller Rechtsstaat.
  7. #196

    Nicht Aufgabe der Schweiz deutsches Recht durchzusetzen

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Das Schwarzgeld deutscher Steuersünder in der Schweiz soll höher besteuert werden als bisher geplant. Der Höchstsatz steigt von 34 auf 41 Prozent. Ein entsprechendes Abkommen haben Vertreter beider Staaten unterzeichnet. Außerdem werden nun auch Erbschaften erfasst.

    Abkommen mit der Schweiz: Deutsche müssen auf Schwarzgeld bis zu 41 Prozent Steuern zahlen - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft
    in der Schweiz gilt ja wohl nur Schweizer Recht, nur wenn Deutschland nachweisen kann das Geld nicht versteuert war, muss die Schweiz etwas tun. .... Schweizer Geld ist nicht automatisch nicht versteuert! .. mag es oder nicht .... es gibt auch Leute die ganz legal Geld in andere Laender senden.
  8. #197

    Zitat von gaiusbonus Beitrag anzeigen
    irgendwann reicht es einfach mal liebe Nachbarn ... wie wäre es mal mit Erarbeiten?!
    Arbeiten ist doof, wir nehmen lieber das Geld von denen die auch in Deutschland nicht arbeiten - weil sie nämlich bei uns soviel steuerfreie Rendite kriegen dass sie das nicht müssen.


    /Ironie-
  9. #198

    Volle Zustimmung.

    Zitat von Heller-Winkel Beitrag anzeigen
    Der Steuer-Höchstsatz im Abkommen ist lächerlich.
    Ja, lächerlich hoch.

    Zitat von Heller-Winkel Beitrag anzeigen
    Der fällt nur an wenn man jahrelang sein Geld in der Schweiz hatte und schon einen ziemlichen Haufen Zinsen, Dividende oder Wertzuwachs kassiert hat.
    Korrekt, denn genau diesen Wertzuwachs versteuert man damit pauschal.

    Zitat von Heller-Winkel Beitrag anzeigen
    Die deutschen Politiker (SPD) sollen ruhig weiter pokern.
    Auch hier stimme ich Ihnen zu, und ich freue mich darüber, daß die SPD sogar freiwillig Wahlkampf für die rationaleren Parteien betreibt.
  10. #199

    Zitat von greentiger Beitrag anzeigen
    ...müssten halt als letztes Mittel die diplomatischen Beziehungen eingefroren werden und die Grenzen zur Schweiz streng kontrolliert werden, inclusive Visa-Zwang für Schweizer.

    Ich weiss nicht, was sich dieses Mini-Land noch so alles herausnehmen will.
    Geht nicht: Wir sind im Schengenraum! Die Zeiten sind vorbei, als D noch machen konnte, was es wollte!