Abiturienten-Typologie: Zwischen Superstrebern und falschen Freunden

Vor den Abi-Prüfungen beginnt unter Schülern das*gegenseitige Beäugen: Wer lernt schon, wer bleibt noch locker?*Es ist die Hochzeit*der*Intrigen und taktischer Lügen, weiß*Rick Noack. Im Abi-Blog schreibt er über die Angst vor den*Klausuren - und was sie aus seinen Mitschülern macht.

http://www.spiegel.de/schulspiegel/l...753859,00.html
  1. #1

    Es ist die Hochzeit der Intrigen und taktischer Lügen

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Vor den Abi-Prüfungen beginnt unter Schülern das*gegenseitige Beäugen: Wer lernt schon, wer bleibt noch locker?*Es ist die Hochzeit*der*Intrigen und taktischer Lügen, weiß*Rick Noack. Im Abi-Blog schreibt er über die Angst vor den*Klausuren - und was sie aus seinen Mitschülern macht.

    http://www.spiegel.de/schulspiegel/l...753859,00.html
    "Es ist die Hochzeit der Intrigen und taktischer Lügen" - oh mein Gott, und so jemand hat es tatsächlich bis kurz vor die Abi-Prüfung geschafft. Mich würde nämlich mal interessieren, was die Taktik hinter dem Intrigieren und Lügen ist. Da wir in Deutschland ja Gott sei Dank keine Notengebung nach Rangfolge/Durchschnitt haben (die Besten x% erhalten eine eins, die zweit besten y% eine zwei usw. usf.), bringt so ein Kindergarten nämlich rein gar nichts (ergo ist da auch keine Taktik zu erkennen).

    Oder geht's rein um das Ego, á la "Ich muß erst später anfangen als Du"? Dann sollte man sich das mit dem Abi auch noch mal überlegen, denn wenn man kurz vor so einer Prüfung seine Energei mit so einem Mumpitz verschleudert (ganz zu schweigen davon, sich über den Mumpitz anderer Gedanken zu machen und dann auch noch hier darüber zu schreiben), dann ist eh Hopfen und Malz verloren. Woebi, der ist eh verloren, wenn man sein persönliches Lernverhalten nach anderen richtet, anstatt sein eigenes Ding durchzuziehen.
  2. #2

    no title here

    Also ganz ehrlich:
    Wer wirklich denkt, dass alle die, die sagen sie lernen nicht/noch nicht die Wahrheit sagen muss auch ziemlich naiv sein. Meist kann man das doch relativ gut abschätzen und es gibt halt wirklich auch einige Leute die kaum lernen, weil, wie es in dem Artikel auch so schön steht, das Leben bisher auch immer gut ausging und es eben auch kaum nötig ist.
    Dass man dann natürlich keine oder nur sehr schwer ne 1 vor dem Komma bekommt ist halt ne andere Sache, muss doch jeder selbst wissen.
    Bei mir gab es da keine Intrigen keine Psychospielchen oder sonstwas, ich wusste doch ganz genau von wem ich das "ich lerne nicht" ernstnehmen konnte. Abitur war natürlich aufregend und wichtig, zumindest bis zur 1. Prüfung, das wars aber auch.
  3. #3

    Nerv...

    Hat dieser selbstmitleidige Windbeutel jetzt sein Abitur hoffentlich bald geschafft..? Weil die Blogbeiträge werden mit jedem mal schlechter und klischeehafter.
    Dass es in der Schule Leute gibt, die sagen, sie würden nichts lernen, aber doch heimliche Streber sind, ist ja wohl allgemein bekannt.
    Aber wie das Abitur und grade Mathe hochstilisiert wird, ist absolut lächerlich. Ich habe mein Abitur erst ein Jahr hinter mir und kann daher aus eigener Erfahrung sagen, dass gern ein bisschen viel Angst verbreitet wird. Das Abitur zu bestehen - sogar es GUT zu bestehen - ist nämlich keine mythische, unschaffbare Aufgabe, sondern verlangt nach einem guten Rezept. Und das sieht so aus:
    Man passe zwei Jahre lang in der Oberstufe auf, sodass man nicht zwei Jahre in zwei Monaten nachlernen muss, mache sich regelmäßig Notizen, kaufe sich zahlreiche Stark-Bücher, arbeite jene durch, bis man alle Prüfungstypen durchgespielt hat, mache sich nicht selbst unnötig verrückt - und heraus kommt ein wahrscheinlich ziemlich gutes Abitur.
    Das klingt langweilig und das ist es auch - zu langweilig für progressive, hippe SPON-Schulblogs.
  4. #4

    Gähn

    Für jede Klausur an der Uni lerne ich mehr, als für alle Abitur Klausuren zusammen (Ausnahmen bestätigen die Regel ;) ).
    Klar, wenn man das Abi hat, ist das einfach zu sagen. Aber so ist es numal:
    Das Abitur ist ein Witz im Vergleich zur Uni. (Elektrotechnik)

    Und mittlerweile ist das Abi sowas von egal. Keinen interessiert mehr die Note. Man benötigt es halt um in die Uni rein zu kommen (und je nach Studiengang benötigt man auch eine gute Note). Aber sonst...
  5. #5

    Abitur...und dann?

    Mich würde mehr interessieren, wie sich unsere Abiturienten die Zeit nach den Prüfungen vorstellen, und wie es ihnen dabei geht.

    In meinem Leben haben die Schulnoten übrigens keine Rolle gespielt: Physik hatte keinen numerus clausus, im Physikstudium hat sich niemand für meine Abiturnote interessiert, und später im Job bin ich auch nie danach gefragt worden.
    Much ado about nothing, würde ich daher sagen.
  6. #6

    Wer ist nicht stolz auf sein Abi?

    Zitat von Rotaermel Beitrag anzeigen
    Man passe zwei Jahre lang in der Oberstufe auf, sodass man nicht zwei Jahre in zwei Monaten nachlernen muss, mache sich regelmäßig Notizen, kaufe sich zahlreiche Stark-Bücher, arbeite jene durch, bis man alle Prüfungstypen durchgespielt hat, mache sich nicht selbst unnötig verrückt - und heraus kommt ein wahrscheinlich ziemlich gutes Abitur.
    Das klingt langweilig und das ist es auch - zu langweilig für progressive, hippe SPON-Schulblogs.
    So ist es tatsächlich.

    Und ja, man lernt tatsächlich in der Uni für jede Klausur mehr als fürs gesamte Abi, sagen wir mal zumindest in den mittel- bis schweren Unifächern.

    Aber mal ehrlich: Haben wir uns nicht damals genauso verrückt gemacht? Im Nachhinein scheint immer alles leicht, wenn das Abi schon Jahre zurückliegt und man vielleicht sogar schon das Studium hinter sich hat.

    Aber es ist doch eine Prüfung, auf die man im Nachhinein immer stolz sein wird! Mal davon abgesehen, dass sehr viele Studienfächer mit schlechter Note schwer bis gar nicht zugänglich sind. Und viele Arbeitgeber halten die Abinote noch immer für eine ehrlichere Aussage über die Leistung des Bewerbers als die Studienabschlussnote (wo doch in so einigen Fächern die Durchschnitte irgendwo bei gefälligen 1,X liegen).

    Ich war dann wohl auch einer der heimlichen Streber. Kann man doch niemandem erzählen, dass man PC-Vokabelprogramme zu eigenen Zwecken mit Stoff füttert und sich eine Zusammenfassung des Lernstoffs auf Band aufnimmt, um sie dann vorm Einschlafen anzuhören ;-)
  7. #7

    Alles klar...

    Wow, das ist ja mal unglaublich weinerliches Geseire, was in diesem Blog steht. Ganz ehrlich, mein Abi ist zwar schon 5 Jahre her, aber bei uns gabs so einen BS mit Mind Games nicht. Keine Ahnung, an was für einem seltsamen "Gymnasium" der Autor dort ist. Und dann auch die tiefgründigen Kommentare seines Freundes: "In Wahrheit lernen wir alle". Wer redet denn so?! Und warum kommt es überhaupt zu so einem Dialog?!

    Ganz ehrlich, wer sich über sowas ernsthafte Gedanken macht und meint, er müsste unbedingt in einem Blog darüber schreiben, der hat ganz, ganz andere Probleme als Abiturstress.
  8. #8

    Hört hört!

    Zitat von kaigue Beitrag anzeigen
    Für jede Klausur an der Uni lerne ich mehr, als für alle Abitur Klausuren zusammen (Ausnahmen bestätigen die Regel ;) ).
    Das kann ich nur unterschreiben.

    Vielleicht herrscht mitunter auch soviel Stress um das Abi, weil Teile der Jugend heutzutage einfach wahnsinnig statussymbolgeil zu sein scheinen. Umso mehr wenn man als Schüler richtig gut in der von Pro7-Produktionen und Schülerreise-Veranstaltern gemachten heilen deutschen Oberstufen-Disneyland-Welt aufgeht. Quasi der deutschen Version des High School Musicals.
  9. #9

    Man wächst mit seinen Aufgaben

    Mal an diejenigen, die das Abitur im Nachhinein runterspielen:

    Mein Abitur ist jetzt knapp 8 Jahre her und vor kurzem hab ich meinen auserwählten Diplomstudiengang bestanden und muss sagen, dass das Abitur damals schon eine Leistung war.

    Natürlich wars nicht dasselbe, wie die Uni-Klausuren in Ingenieursmathe oder "Elektromagnetische Felder", die dann darauf folgten, aber man wächst ja schließlich mit seinen Aufgaben. Im Nachhinein kann jeder sagen, dass es leicht war, aber in dem Moment, in dem man so einen Meilenstein meistert, ist es für denjenigen auf alle Fälle eine Leistung und je größer der Schritt ist, der dabei gemacht wird, desto mehr ist man daran gewachsen und desto leichter war dann alles, was davor war - im Nachhinein.