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Abitur: Entdeckung der Langsamkeit

In mehreren Bundesländern wenden sich Eltern und Politiker gegen die Abschaffung des 13. Schuljahrs. Aus Unmut über den missratenen Großversuch bleiben Schüler sogar absichtlich sitzen.

http://www.spiegel.de/0,1518,780349,00.html
  1. #1

    Wahnsinn

    "Auf bis zu 36 Wochenstunden plus Hausaufgabenzeit kommen Zehntklässler des Öfteren, mehr als eine Arbeitnehmerwoche."

    Stimmt in unserem Fall exakt, zusammen mit soch netten Geschichten wie 3 Stunden Spanisch hintereinander wech in der 9./10./11. Stunde.
  2. #2

    Nicht doch

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    In mehreren Bundesländern wenden sich Eltern und Politiker gegen die Abschaffung des 13. Schuljahrs. Aus Unmut über den missratenen Großversuch bleiben Schüler sogar absichtlich sitzen.

    http://www.spiegel.de/0,1518,780349,00.html
    Ich gehe zwar schonn lange nicht mehr zu Schule, hatte aber durchaus das Gefuehl, dass man auf die gymnasiale 13. Klasse verzichten konnte. Was bringt das, noch die letzten Klimmzuege in Seneca's Schachtelsaetzen zur Perfektion zu bringen?
    Die Halbwertszeit des Sachwissens ist wahrscheinlich nicht laenger als 6 Monate. Ein Starttest in Mathe an einer Technischen Universitaet im Anschluss an 15 Monate beim Bund brachte diese Erkenntnis an den Tag.

    Wer absichtlich sitzenbleibt, verzichtet auf ein geschlagenes Jahreseinkommen, und weist sich im Zeugnis als Schnecke aus. Nicht Karriere foerdernd, belastet die Eltern laenger, und ist einfach nur daemlich.
  3. #3

    Geht nicht über rote Ampeln!

    Also ich kann nur für mich sprechen, aber hier in Thüringen, wo ich Abitur gemacht habe, und ebenso in Sachsen gibt es keinerlei Probleme mit dem G8, das hier schon direkt nach der Wende eingeführt wurde. Und ich muss sagen, dass sämtliche Abiturienten, die ich kenne, denjenigen aus Bayern oder Ba-Wü in nichts nachstehen.
    Es wird im Prinzip die gleiche Menge an Wissen und Fähigkeiten vermittelt, halt nur mit einem etwas volleren Wochenstundenplan als beim G9.

    Ich will damit aber nicht sagen, ob das G8 besser oder schlechter ist als das G9. Ich will damir nur sagen, dass es auch funktioniert, halt zu dem Preis, dass die Schüler beim G8 etwas mehr Arbeitsaufwand in kürzerer Zeit haben.
    Viele Grüße
  4. #4

    ...

    Hier in Sachsen kann man dieses Gejammer nicht nachvollziehen. Hier wurde sofort nach der Wende das Abitur nach 12 Jahren eingeführt und es funktioniert einwandfrei. Schließlich ist Sachsen bei den PISA-Studien immer mit an der Spitze zu finden.
  5. #5

    Ich habe mein Abitur 2005 bestanden, in Baden-Württemberg. Und ich hatte bei neun Jahren Schulzeit nicht unbedingt das Gefühl, dass ich diese Zeit gebraucht hätte, was das Lernen angeht. In der 13. Klasse stand, abgesehen von den Abiprüfungen selbst, ausser Wiederholung kaum noch etwas auf dem Plan und wir hatten sehr viel Zeit, um uns noch um andere Dinge zu kümmern.

    Und da liegt meines Erachtens nach der Hase im Pfeffer, man braucht das 9. Schuljahr auf dem Gymnasium vielleicht nicht zum lernen, aber mir tun die G8-Kinder trotzdem leid, weil sie einfach nicht all das drumherum erleben dürfen. Urlaube, Partys, Studienfahrt in der 13. Klasse, Sport, Aktivitäten in der Schule ausserhalb vom Regelunterricht und eine richtig schöne Gemeinschaft. Durch das fehlende Jahr wird den heutigen Abiturienten einfach ein Stück wertvolle Entwicklungszeit weg genommen.

    Und auch wenn jetzt einige wieder aufschreien und sagen, dass Studienfahrten und Partys unnötig sind und die kleinen Kröffer ruhig ein Jahr früher malochen könnten, bitteschön, der Mensch ist nicht immer nur zum Arbeiten da und jung ist man nur einmal. Und geschadet hat es uns jedenfalls nicht. ;o)
  6. #6

    Bayern

    In Bayern gab es vor Einführung des G8 einen Schulversuch G8. Hierbei erhielten begabte Schüler die Möglichkeit, die Unter- und Mittelstufe in einer um ein Jahr verkürzten Zeit zu absolvieren, um anschließend die 12. und 13. Klasse wieder mit den anderen Schülern zusammen (im Kurssystem mit Leistungs- und Grundkursen) zu verbringen. Dies hat hervorragend funktioniert.

    Leider haben unsere Politiker die Besonderheit dieses Schulversuchs (Freiwilligkeit, Begabung fürs schnellere Lernen) nicht verstanden. Das Zwangs-G8 ist eine Zumutung für alle Schüler, Eltern und Lehrer und vermindert die Studienfähigkeit der Abiturienten.
  7. #7

    Das 12.Klasse-Abi war das beste,

    was mir passieren konnte. 13 fand ich schon immer doof.
  8. #8

    Zweiter Schritt vor dem ersten!

    Man schlicht den zweiten Schritt vor dem ersten gemacht.
    Man hätte erst den Lehrplan entrümpeln müssen und dann die Schulzeit verkürzen können.
    Den Stoff von 13 Jahre in 12 zu packen(eigentlich ja 9 in 8) konnte nicht gut gehen.
  9. #9

    ...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    In mehreren Bundesländern wenden sich Eltern und Politiker gegen die Abschaffung des 13. Schuljahrs. Aus Unmut über den missratenen Großversuch bleiben Schüler sogar absichtlich sitzen.

    http://www.spiegel.de/0,1518,780349,00.html
    Genau wehrt euch.
    Zurück zu G9!
    Verpflichtendes Vorschuljahr!
    Mindestens 6jährige Grundschule!
    Zweigleisiges Oberstufensystem - Gymnasium + Gesamtschule, Oberschule oder wie immer man es auch nennen will!

    Dann klappts auch wieder mit den Pisatests und man muss nicht schummeln, wie Bayern und Sachsen um die Ergebnisse zu schönen.

    Dazu bitte endlich mal die Lehrpläne ausmisten und dafür mehr Lehren des Lernens, statt überfrachtetem Faktenwissen.








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