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Abgewürgt: Grüner fahren mit dem Plutonium-Prius

Elektroautos sind nur so umweltfreundlich wie der Strom, mit dem sie geladen werden. Wie viel CO2 ein Stromer tatsächlich in die Atmosphäre bläst, ist schwer zu durchschauen - am ökologischsten sind möglicherweise Autos, die mit Nuklearenergie fahren.

http://www.spiegel.de/auto/fahrkultu...673899,00.html
  1. #1

    Guter Artikel

    Man kann nur hoffen, dass die Diskussion über die gesamte Energiekette endlich in Gang kommt (was ADAC, Auto-Bild und die von der Industrie alimentierte Autojournaille sicherlich dann doch verhindern werden).

    Insgesamt sind aber die E-Autos schon heute besser, wie der Artikel zeigt. Erneuerbare Energien werden zulegen, auch in Polen. Es kann also nur besser werden.
    Hinzu kommt übrigens, dass die Stromer vor allen nachts aufgeladen werden. Das glättet die Last in den Kraftwerken, was einen Effizienzgewinn zur Folge hat.

    Alles sehr viel komplizierter als ein......Fahrrad. Now, there's an idea.
  2. #2

    Auf Thema antworten

    Zitat von brux Beitrag anzeigen
    Erneuerbare Energien werden zulegen,
    Es gibt keine "erneuerbare Energie". Ist Ihnen der Energieerhaltungssatz ein Begriff?
    Zitat von brux Beitrag anzeigen
    auch in Polen.
    Was hat der östliche Nachbar damit zu tun?

    Zitat von brux Beitrag anzeigen
    Hinzu kommt übrigens, dass die Stromer vor allen nachts aufgeladen werden. Das glättet die Last in den Kraftwerken, was einen Effizienzgewinn zur Folge hat.
    Sie haben den Artikel offensichtlich nicht gelesen, sondern nur überflogen.
  3. #3

    Lithium-Vorrat

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Elektroautos sind nur so umweltfreundlich wie der Strom, mit dem sie geladen werden. Wie viel CO2 ein Stromer tatsächlich in die Atmosphäre bläst, ist schwer zu durchschauen - am ökologischsten sind möglicherweise Autos, die mit Nuklearenergie fahren.

    http://www.spiegel.de/auto/fahrkultu...673899,00.html
    Naja dazu kommt auch noch, dass der Lithium-Vorrat wohl schnell ausgehen wird. Der Otto-Saugmotor hat sich auf dem freien Markt etabliert und das hat schon seine Gründe! Der Elektro-Motor hinkt seit über hundert Jahren hinterher, keine Ahnung warum man dort wieder Milliarden verbrennen will.

    http://www.gegenfrage.com/2-5-millio...utos-bis-2020/
  4. #4

    Endlich mal ein Blick über den Tellerrand

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Elektroautos sind nur so umweltfreundlich wie der Strom, mit dem sie geladen werden. Wie viel CO2 ein Stromer tatsächlich in die Atmosphäre bläst, ist schwer zu durchschauen - am ökologischsten sind möglicherweise Autos, die mit Nuklearenergie fahren.

    http://www.spiegel.de/auto/fahrkultu...673899,00.html
    In der Regel wird in fast allen Diskussionen und Beiträgen die Umweltfreundlichkeit von E-Autos hervorgehoben. Dass die Bilanz dieser Autos aber nicht ohne CO2-Ausstoß zu machen ist, wird meistens vernachlässigt. Deshalb bin ich dankbar, dass der Autor mal über den üblichen Tellerrand hinausgeschaut hat. Übrigens: Bei Toyota selber hat man mir nicht gerade dazu geraten, einen Prius zu kaufen, mit dem Argument, dass sei doch eher ein reines Stadtauto. Aus diesem – aber nicht nur aus diesem – Grund fahre ich im Moment noch einen Diesel.
  5. #5

    Titel

    Zitat von chrome_koran Beitrag anzeigen
    Sie haben den Artikel offensichtlich nicht gelesen, sondern nur überflogen.
    Wenn Sie hier auf die Aussage im Artikel abzielen, dass die Leute da "nicht mitspielen und ihr Auto vielleicht lieber tagsüber auf dem Firmenparkplatz laden": Wenn der Strom tagsüber das Doppelte kostet, entsteht das Problem nicht. Und notfalls lässt sich sowas problemlos per Steuer regulieren.

    BTW, der Artikel ist insgesamt eine ganz schön lässige Schwafelei, die mit Mühe als Lobbymache für Atomenergie durchgeht.
  6. #6

    Steckdose in der Platte?

    Hallo!

    Ich finde es ja toll, dass man ein Auto an einer Steckdose aufladen kann. Genz besonders toll finde ich es auch, dass dies auch nachts möglich ist. Und noch toller finde ich das Argument, dass man die zukünfigen Millionen von Elektroautos als Stomspeicher für Spitzenstrom verwenden kann, die Pumpkraftwerke werden dadurch überfällig. Ich finde das wirklich toll.

    Ich finde das toll für
    *) Garagenbesitzer. Garagenbesitzer haben sicherlich "Lichtstrom" in der Garage, da braucht man nur ein paar dickere Drähte verlegen, eine fette Sicherung einbauen und schon klappt das.
    *) Ein- und Zweifamilienhäuser mit Abstellmöglichkeit am Grundstück. Dort geht es sogar noch einfacher mit einer simplen Kabeltrommel, die man im Keller ansteckt und ein nettes Stolperkabel vom Haus zum Auto legt. Hat sogar den Vorteil, dass man damit Einbrecher zwar nicht unbedingt abschreckt, aber durch deren Stolpern genügend Lärm verursacht und so die Nachbarn aufweckt oder selber wach wird.

    Aber das war schon mal mit dem Aufladen. Denn ich denke mit Grauen daran, dass in den Städten ein Spinnennetz von Kabeln aus dem 3., 4. oder 12. Stockwerk quer über die Straße zum Parkplatz das Stadtbild beherrschen wird.

    Sowas wie hier:
    http://www.das-chrisx.de/bilder-thai...l-thailand.jpg

    Gut, so mancher Energiekonzern denkt daran, dass Ladestationen am Bürgersteig errichtet werden, flächendeckend natürlich. Das ändert aber nur etwas an der Kabellänge, nicht an der Tatsache, dass trotzdem tausende von Kabeln von diesen Ladestationen zur Steckdose am Auto gelegt werden. Ganz toll wird das bei all jenen Straßen sein, wo zwischen Bürgersteig und Parkfläche ein Radweg angelegt ist -- die armen Radfahrer!

    Und ja, es kommt flächendeckend -- irgendwann mal. Und irgendwann werden auch alle Innenhöfe der Wohnsilos mit Ladestationen versehen sein, bis dahin ist auch dort ein Kabelgewirr zu befürchten. Und irgendwann werden auch in Hintertupfingen diese Ladestationen angebracht, nicht nur in den Ballungszentren. Irgendwann eben, nur werde ich dann schon die Radieschen von unten bestaunen -- und viele Leser ebenfalls.

    Elektroautos schön und gut, für den Garagenbesitzer und für Einfamilienhäuser durchaus eine Alternative. Für die Masse eine Utopie.
  7. #7

    technisch machbar...

    Und irgendwann werden auch alle Innenhöfe der Wohnsilos mit Ladestationen versehen sein, bis dahin ist auch dort ein Kabelgewirr zu befürchten. ...

    Elektroautos schön und gut, für den Garagenbesitzer und für Einfamilienhäuser durchaus eine Alternative. Für die Masse eine Utopie.
    Wartet mal die Technik ab. So ließen sich auf vielen Parkplätzen Induktionsschleifen verlegen; Aufladen beim Parken. Der Stromzähler sitzt dann im Auto und gibt die Daten zwecks Abrechnung über Funk an einen Stromprovider durch. Hätte auch den Effekt, das es im Halteverbot keine Induktionsschleifen gibt...wer im falsch parkt, dem geht bald der Saft aus...also der Phantasie sind hier keine Grenzen gesetzt. Und technisch machbar ist da heute schon Vieles.
  8. #8

    Atomenergie ist die Lösung!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Elektroautos sind nur so umweltfreundlich wie der Strom, mit dem sie geladen werden. Wie viel CO2 ein Stromer tatsächlich in die Atmosphäre bläst, ist schwer zu durchschauen - am ökologischsten sind möglicherweise Autos, die mit Nuklearenergie fahren.

    http://www.spiegel.de/auto/fahrkultu...673899,00.html
    Uran wächst ja im AKW und kann dort CO2 neutral und umweltfreundlich geerntet werden. Außerdem wenn es erst einmal gespaltet wurde, dann ist es weg- oder?
    Wozu brauchen wir eigentlich die sicheren (!?) Endlager und was ist nochmal in Tschernobyl passiert? Ach ja, das passiert ja nie wieder (versprochen!) und die Endlager sind ab sofort per Beschluß wirklich sicher. Zur Not wird ein Gesetz erlassen, damit die Dinger per Gesetz absolut sicher sind. Habe ich ganz vergessen. Also, Augen zu und alles auf Atomenergie setzen, damit diesen gefährlichen CO2-Molekülen endlich der Gar ausgemacht wird.

    Wer noch etwas über das "ungefährliche und umweltfreundliche" Plutonium lesen möchte, kann hier einen kleinen Überblick bekommen
    http://de.wikipedia.org/wiki/Plutonium
  9. #9

    grenzenlose Phantasie -- begrenzte Realität

    Zitat von the_flying_horse Beitrag anzeigen
    Wartet mal die Technik ab. So ließen sich auf vielen Parkplätzen Induktionsschleifen verlegen; Aufladen beim Parken. Der Stromzähler sitzt dann im Auto und gibt die Daten zwecks Abrechnung über Funk an einen Stromprovider durch. Hätte auch den Effekt, das es im Halteverbot keine Induktionsschleifen gibt...wer im falsch parkt, dem geht bald der Saft aus...also der Phantasie sind hier keine Grenzen gesetzt. Und technisch machbar ist da heute schon Vieles.
    Ach ja. Also ich ein Kind war, da hat mein Vater oft diese Zeitschrift Hobby gekauft. Ist schon etwas länger her, kann man hier nachlesen http://de.wikipedia.org/wiki/Hobby_(Zeitschrift)
    Und dort wurde auch geschwärmt, dass man auf den Autobahnen ganz toll irgendwelche Kabel verlegen kann und die Autos dann entlang dieser Kabel automatisch fahren -- man schwärmt immer noch, nur bin ich schon lange kein Kind mehr.

    Insoferne: Ja, der Phantasie sind hier keine Grenzen gesetzt. Aber der Realität sind Grenzen gesetzt.


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