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Abgeschossener Kampfjet vor Syrien: Türkei erwägt Ausrufung des Nato-Bündnisfalls
AFPIm Fall des durch Syrien abgeschossenen Kampfjets plant die Türkei, die Attacke als Angriff auf die Nato zu werten. Dann müssten Mitgliedstaaten militärischen Beistand leisten. Gleichzeitig erklärt Vize-Ministerpräsident Arinc: "Wir haben nicht die Absicht gegen irgendjemanden in den Krieg zu ziehen."
http://www.spiegel.de/politik/auslan...840895,00.html
- #1 25.06.2012 22:19 von
Hmmm
Genau zu der Zeit als eine türkische F4 Phantom in den Luftraum von Syrien eingedrungen ist und deshalb abgeschossen wurde, hat die türkische Luftwaffe Stellungen der kurdischen PKK im Norden vom Irak bombardiert. Auf der Webseite des türkischen Militärs wurde gemeldet, Kampfjets griffen am Freitag neun Verstecke und Höhlen im Gebiet des Berges Qandil an, wo die verbotene PKK hauptsächlich ihre Basen an der irakisch-iranischen Grenze hat.
Die PKK wird von der Türkei, den Vereinigten Staaten und der Europäischen Union als terroristische Organisation eingestuft. Sie benutzt den Norden des Irak als Ausgangspunkt für Attacken auf türkische Ziele.
Ist es nicht deshalb eine völlige Doppelmoral und Heuchelei der türkischen Regierung und des Westens, wenn sie das was sie selber bekämpfen, im Fall von Syrien erlauben, in dem sie den Einfall von Terroristen von türkischen Boden aus nach Syrien fördern und massiv unterstützen? Man stelle sich vor, Damaskus würde das selbe machen, in die Türkei reinfliegen und die Ausbildunglager der Terroristen bombardieren, dann würden die westlichen Politiker und Medien vor lauter Empörung im Dreieck springen und einen Krieg verlangen. - #2 25.06.2012 22:23 von
Einen Buendnisfall
nach Artikel 5 hatten wir am 19.4.die syrische Armee beschoss ein Fluechtlingslager auf tuerkischem Staatsgebiet.In dieser Situation konnte ich verstehen,dass die Sicherheit des Landes in Frage gestellt wurde.Im Zusammenhang mit dem Abschuss des Kampfjets wurde aber kein tuerkisches Gebiet angegriffen.Also,warum fliegt solch ein Jet ueber ein Gebiet wo offensichtlich Krieg herrscht? Drohungen und im gleichen Atemzug wird beteuert,dass niemand einen Krieg will.Ein Angriffskrieg waere eine Entscheidung des Wahnsinns,auch fuer die Tuerkei.
- #3 25.06.2012 22:24 von
- #4 25.06.2012 22:26 von
Wer hat angefangen?
[- Die Türkei will auf der anstehenden Sondersitzung der Nato darauf dringen, den Abschuss eines türkischen Kampfflugzeugs als Angriff auf das Militärbündnis zu werten.
Es wurde von der Türkei bestätigt, dass syrisches hoheitsgebiet von dem türkischen Flugzeug überflogen wurde.
Was soll hier das Bündnis der Nato zu tun haben bei einem einseitigen Angriff der Türkei! - #5 25.06.2012 22:27 von
Wenn das so weiter geht werden sich immer mehr Deutsche fragen, ob wir ...
Im Fall des durch Syrien abgeschossenen Kampfjets plant die Türkei, die Attacke als Angriff auf die Nato zu werten. Dann müssten Mitgliedstaaten militärischen Beistand leisten. Gleichzeitig erklärt Vize-Ministerpräsident Arinc: "Wir haben nicht die Absicht gegen irgendjemanden in den Krieg zu ziehen."
in dem Verein der sich NATO nennt, noch Mitglied sein sollen.
Ein türkisches Flugzeug fliegt tief und schnell in den Luftraum Syriens und das soll als Angriff auf die Nato bewertet werden ?
Und dann soll noch ein anderes Flugzeug beschossen worden sein.
Wann und wo soll das stattgefunden haben ?
Gibt es dafür irgendwelche Belege, die neutral nachprüfbar wären.
Bisher kann oder will die Türkei ja noch nicht einmal die Uhrzeit angeben, wann das geschehen sein soll.
Aber den Verteidigungsfall der Nato ausrufen ?
Wegen dieser Sache ?
Sollen deutsche Soldaten am deutschen Parlament vorbei in einen Krieg gezogen werden ?
Was sagt unser verantwortliche Minister dazu ? - #6 25.06.2012 22:31 von
Was soll das denn werden?
Klare Sache. Ich warne nicht vor, schicke auch keine Jagdflieger um mal zu sehen was da eigentlich angerauscht kommt. Ich drücke den Knopf und die Rakete brezelt einfach mal hoch. Mir doch egal obs n Jagdbomber is oder ne voll besetzte Boeing nach Beirut oder Tel Aviv. Militärs sind manchmal schlimmer als Kindergartenkinder.
- #7 25.06.2012 22:38 von
In einer normalen Situation mag der Abschuss eines Flugzeuges ein sehr extremes Verhalten sein.
Syrien ist aber kein Normalfall. Syrien befindet sich in einem Krieg und die Türkei leistet aktiv logitische Unterstützung für die Gegner Syriens. Sie lassen die Rebellen auf türkischen Boden ihre Kommandostrukturen unterhalten und die Kämpfer von dort nach Syrien eindringen und sich hinterher dorthin zurück zu ziehen um sich für die nächsten Angriffe zu sammeln und zu erholen.
Was liegt da näher als den Aufklärer als aktive Aufklärungshilfe für die Rebellen zu werten? - #8 25.06.2012 22:45 von
optional
Artikel 5 besagt zwar, dass die Mitgliedsstaaten Hilfe leisten müssen, aber diese muss nicht zwinigend militärisch sein.
- #9 25.06.2012 22:50 von
NATO = Verteidigungsbündnis
Dummerweise ist die NATO ein Verteidigungsbündnis und nicht zuständig für über fremden Luftraum abgeschossene Flugzeuge. Das die Phantom den Luftraum Syriens verletzt hat ist klar, dass sie dann über internationalen Gewässern niedergegangen ist, ist bei solch hohen Geschwindigkeiten klar.
Der Abschuss des Oldtimers von der syrischen Luftabwehr ist für die Türkei mehrfach peinlich.
Peinlich, weil man beim Verletzen des syrischen Luftraums erwischt wurde.
Peinlich, weil die syrische Luftabwehr unterschätzt wurde. Peinlich, weil die Türkei dieses 50 Jahre alte Flugzeug immer noch als primären Aufklärer einsetzt.
Siehe http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Waffensysteme_der_Türkischen_Luftstreitk räfte
Peinlich, weil man jetzt um Hilfe bitten will.
"Mami, Mami der Kaufhausdetektiv lässt mich nicht los"
Um internationale Politik zu verstehen, stelle man sich einen Kindergarten vor...
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