Abgehört: Die wichtigsten CDs der Woche

Jetzt mal ehrlich: Die Hipster-Paten Animal Collective haben eine Menge mit den Mainstream Punks von Green Day gemein. Die Heiterkeit erheitert mit gepflegter Gelangweiltheit, Cat Power schneidet sich die Haare ab - und die Sixties-Alben von Vicky Leandros' sind voller Wahrheit.

http://www.spiegel.de/kultur/musik/0...852429,00.html
  1. #1

    optional

    Wunderbar - endlich kann ich mich auf Jan Wigger berufen, wenn mich jemand ob meiner Bewunderung von Vicky Leandros ungläubig anschaut. Unter all meinen "Ne Me Quitte Pas" - Versionen ist ihre eine besondere.
  2. #2

    -

    Keine Wertung für Animal Collective? Ist das Absicht?
  3. #3

    Unfreiwillig heiter

    Als die Heiterkeit einst im lokalen Poser-Klub auftraten hielt ich das für einen mauen Scherz angesichts geballten Dilettantismus und Belanglosigkeit. Wenn die Spiegel Kritiker deren CD jetzt unter die wichtigsten Alben der Woche einsortieren passt da wirklich Arsch auf Eimer. Das sind wohl Begleiterscheinungen des 90er Revivals?!
  4. #4

    Gaaanz unten

    Zitat von kaoru_is_here Beitrag anzeigen
    Keine Wertung für Animal Collective? Ist das Absicht?
    Da ist schon 'ne Bewertung, 11.9 oder 9,11 oder 19 zu Wurzel aus drei oder was auch immer (who cares). Aber hier ist zu allem Überfluss auch noch das Layout derart versemmelt, dass man hofft, die Suada sei zu Ende, geht dann aber noch gefühlte drei Seiten weiter. Und ganz, ganz unten, im Keller des Artikels sozusagen, kommt dann die Lottozahl der Woche.
  5. #5

    Heiter bis wolkig

    Auweia, heute gibt's aber wieder Haue ;)

    Klar, bei der leichten Muse hört der Spaß bekanntlich ganz schnell auf.

    Aber weil bräsig-bedeutungsschwangerer, selbstgerechter, immerhin humorloser und total relevanter Prog-Rock lange tot ist und die ganzen Zahlen auch nicht mehr sind, was sie mal waren, bleiben uns doch nur noch heiter dilletierende Berufstöchterlein und - Vicky Leandros.

    Doch, @rosie_ , das passt. Das soll so sein und ist genau so gemeint.
    Und ehrlich, "Die Liebe eines Volkes" von den heiteren Mädels ist echt einen Download wert.

    Weil, die CD ist ja eigentlich auch tot (auchdasnoch ...)
  6. #6

    Burn-Out droht

    Zitat von papene Beitrag anzeigen
    Auweia, heute gibt's aber wieder Haue ;)

    Klar, bei der leichten Muse hört der Spaß bekanntlich ganz schnell auf.

    Aber weil bräsig-bedeutungsschwangerer, selbstgerechter, immerhin humorloser und total relevanter Prog-Rock lange tot ist und die ganzen Zahlen auch nicht mehr sind, was sie mal waren, bleiben uns doch nur noch heiter dilletierende Berufstöchterlein und - Vicky Leandros.

    Doch, @rosie_ , das passt. Das soll so sein und ist genau so gemeint.
    Und ehrlich, "Die Liebe eines Volkes" von den heiteren Mädels ist echt einen Download wert.

    Weil, die CD ist ja eigentlich auch tot (auchdasnoch ...)
    Nee, schon klar. Wie heisst dieses Phänomen, dass man in Blog-Kommentaren Ironie oder Sarkasmus ohne eindeutige Emoticons in der Regel nicht als solchen erkennt? Die Frage ist nur, wie Martin Sonneborn es schafft, Woche für Woche die ganzen Kolumnen, Kommentare und CD-Kritiken zu schreiben. Und ob der Titel 'die wichtigsten...' nicht schon zu überzeichnet ist. Aber Satire darf ja alles ;)
  7. #7

    Zähne und Suppen

    Kerl, Andreas,
    Du über die Frisur Chan Marshalls urteilend und daneben Dein ehrliches Bild... Haare gehören auf die Zähne oder in die Suppe, wenn einem die Sache nicht schmeckt, aber nicht in die Besprechung einer neuen Cat Power. Dein Text liest sich (waslässtsichmaximaldisqualifizierendsagen?) wie ein FAZ-Artikel: da "offenbaren sich Schichten", "wilde Entschlossenheit" ist "energisch treibend" und führt "einen Schritt weiter". "Musikalische Schichten" und "fragil" habe ich syntaktisch gerade nicht untergebracht, sorry.
    Ich freue mich auf die Musik, Cat Power ist noch da, Ribisi bleibt einer der Großen, und Du, Kerl: ab zum Frisör.
    Mit freundlichem KlippKlapp
    der Mattl in Frankn
  8. #8

    Wegen der ehrlichen Worte... ;)

    »Geschwister mit Dylan-Platten und Salinger-Büchern gab es nicht.«
    Das erklärt vieles - traurige Adoleszenz!