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Abgehört: Die wichtigsten CDs der Woche
Totgesagte leben länger und klingen wie dreckverschmierte Byrds, staunt Jan Wigger über das überraschende neue Album*der britischen Indie-Legende*The Bevis Frond - und lächelt*über einen*restaurierten Beach-Boys-Klassiker. Andreas Borcholte rumpelt mit Tom Waits über die Landstraßen der Krise.
http://www.spiegel.de/kultur/musik/0...796498,00.html
- #1 08.11.2011 13:27 von
Kleingeister allerorten
Zitat: "..., ich muss mir jetzt schnell noch die wöchentliche Playlist mit zehn total abseitigen und komplett unbekannten Interpreten ausdenken. Macht man doch so, um cool zu sein und sich abzugrenzen, oder?".
Danke, Herr Wigger, das musste mal gesagt werden. Ich habe mir mal die Kommentare der letztwöchigen Kolumne angesehen und bin fast sprachlos ob des kleingeistigen Mobs, der sich da auftat, um Platten, die ohnehin schon jeder halbwegs musikalisch interessierte Leser kennt, besprochen haben zu wollen. Als ob es dafür nicht schon tausend andere mehr oder weniger bekannte Seiten (Pitchfork, Plattentests, Rolling Stone US, Rolling Stone DE, Spex, kulturnews, Intro, Musikexpress etc. pp.) gäbe.
Auch wenn ich nicht mit jedem Ihrer Tips was anfangen kann (warum sollte es bei unterschiedlichen Geschmäckern auch anders sein?): ich freue mich jede Woche auf Ihre Kolumne und die des Kollegen Borcholte, weil's immer mal was "abseitiges und komplett Unbekanntes" zu entdecken gibt. Danke dafür! - #2 08.11.2011 13:52 von
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Tja Herr Wigger, die Wahrheit tut weh, nöcht?
Über die Inhalte der Plattenkritiken möchte ich mich gar nicht gross äussern (leider nur seltenst interessant, im Gegensatz zu manchen vorgestellten Platten), aber die Playlists sind nun doch eher ein Versuch, auch mal bei den coolen Jungs anzukommen. Man will doch zeigen wie subversiv man eigentlich ist, und so.
Ich traue mich zu wetten, dass sie nicht einmal zwei der Titel wirklich anhören.
Trotzdem gratuliere ich, dass sie so ihr täglich Brot verdienen dürfen.
Es spricht: der Neid (natürlich). - #3 08.11.2011 14:04 von
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Meine Güte, ich dachte das wäre alles längst durch mit der Nörgelei! Mittlerweile gibt es die von vielen ersehnte Metal-Kolumne, in den letzten Wochen wurden hier Coldplay, Tom Waits oder die Beach Boys besprochen...wat denn nun noch?
Wem das alles nix sagt, der hat vielleicht keine Ahnung von Musik. Macht ja nix, man kann nicht alles wissen. Aber wieso hier lieber Leute schreiben sollen, die auch keine Ahnung von Musik haben, das bleibt doch rätselhaft. - #4 08.11.2011 15:08 von
Bevis rocks
Lieber Herr Wigger,
egal, was die anderen Forumsteilnehmer hier über Sie sagen: Aber dass Sie hier die wunderbaren Bevis Frond (a.k.a. Nick Salomon) besprechen, dafür gebürt Ihnen ein großes Lob. Der Mann ist verantwortlich für einige der größten, allerdings weitgehend unbekannten Platten der späten 80er und 90er. Die drei von Ihnen aufgezählten Platten sind zweifellos großartig, die beste aber ist m.E. "New River Head" mit dem unschlagbaren Titelstück und "Stain on the Sun". Wer die herrlichste Gitarrenmusik auf diesem Planeten hören will, muss sich das hier anhören, die von Ihnen angeführten Vergleiche sind absolut treffend. Ich höre "The Leaving of London gerade" und fühle mich wie in einer Zeitmaschine. Für Fans natürlich stilecht als Doppelvinyl und unbedingt auf dem Woronzow-Label. - #5 08.11.2011 16:10 von
Thnx ..
@krusty20
Da bin ich voll dabei - oder: d’accord, wie der Dings, der Connoisseur sagen würde ;)
Und was hab' ich schon alles (mit)entdeckt an dieser Stelle.
Dankeschön, weil ICH so viel Zeit zum Buddeln&Hören gar nicht hätte.
Geschweige denn, von der siechen "Plattenindustrie" auch nur eine einzige Promo-CD zugesandt bekäme ...
Außerdem sind wir beide, diese Kolumne und ich, bekanntlich die beiden letzten lebenden Adepten Paddy McAloons/Prefab Sprouts (Das A-Wort steht hier, mindestens in Bezug auf mich, mit voller Absicht)
D.h.: Ohren steif!
:) - #6 10.11.2011 19:10 von
Dampfhammer.
Eine sehr schöne Neuerscheinung auf Compost Records: Pitchben mit seinem 1. Longplayer "Pitchslap". 1a Disco-Funk-Brett
- #7 11.11.2011 08:20 von
Der Herr Wigger
Wer die Abgehört-Kolumne regelmäßig liest, merkt schnell, dass Wiggers Rezensionen überhaupt nur durch diesen Distinktionsfetischismus funktionieren. Erst ein bisschen Klatsch und Tratsch über die Band und irgendwelche Referenzen reingeworfen, dann eine nur in Wiggers Vorstellung existierende Gruppe von Hörern beschimpft und zum Schluss ein bedeutungsschwangerer Satz, der cool klingen soll. Immer dasselbe Schema. Und in Metal-Magazinen macht sich Wigger dann selbst darüber lustig und gibt zu, dass er diese Musik sowieso nie privat hört, sondern lieber Black Metal. Lasst euch nicht verarschen!
- #8 11.11.2011 13:04 von
Smile
Smile ist schlicht: göttlich. Ein Kunstwerk, um das Wilson 40 Jahre gerungen hat - allein so ein Vorgang ist anrührend und hyperaktuell, weil sehr sehr selten.
Good Vibrations dieses Jahrtausends, wie sie etwa die süddeutsche Combo The Savants rüberbringen, wären ohne die kreativ umgearbeiteten Flashbacks von Wilson nicht denkbar. - #9 20.11.2011 17:20 von
Aufrechter Musiker
Dem kann ich nichts hinzufügen - die Guten und Aufrechten gehen in der Mainstreamsosse verloren. Ich hab The Bevis Frond vor Jahren mal live in einem kleinen Club in München (Atomic Cafe??) gesehen. Es war grossartig und danach haben wir noch ein bisschen mit Nick Salomon gesprochen. Ich habe noch nie so einen bescheidenen und netten Musiker getroffen! Allen Respekt für Nick Salomon.
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