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Abfälle im Pazifik: Brutstätte im Plastikmüll-Strudel

SIO/ UC San Diego In einem riesigen Plastikstrudel im Pazifik hat sich die Abfallmenge in den vergangenen 40 Jahren verhundertfacht. Vielen Tieren schadet der Müll, doch eine Art profitiert: Wasserläufer legen ihre Eier darauf ab und vermehren sich immens. Das könnte das gesamte Ökosystem beeinflussen.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/n...832238,00.html
  1. #30

    Das ist korrekt -

    Zitat von sirehenry Beitrag anzeigen
    Bei genauerer Recherche hätte man feststellen können, dass nicht nur das Wasser, sondern auch die UV-Strahlung einen beträchtlichen Teil zur Verkleinerung unseres Mülls beiträgt.
    UV-Licht (Sonne) haut bei uns im Sommer derart durch einen Plastikeimer oder chinesische Plastikgewaechshaeuser etc.,
    dass man da im Herbst mit dem Zeigefinger ein Loch
    hineinploppen kann : UV-resistenter Kunststoff ist teuer.
    Zum Glueck.

    Das mit den gefaehrlichen Wasserlaeufern habe ich gar nicht
    erst gelesen, aber was die toten Voegel mit Plastikschrott im Bauch betrifft, so sind ihre Verdauungsfkuessigkeiten schlicht ungeeignet
    (geringer UV-Anteil:), diese abzubauen - also bleibt dann
    am Ende so viel Beweismaterial uebrig, dass Manche (s.o.)
    glauben, es sei gestellt...
  2. #31

    Zu giftig fuer die Sonne

    Zitat von antonwitt Beitrag anzeigen
    Genau. Und dazu hier die Zahlen - vom römischen Club auch genehmigt und allen anderen Wissenschaftlern glaubwürdig bestätigt:
    Die Erde ist ca. 4 - 5 Milliarden Jahre alt (oder älter - religiöse Sinnstifter mögen anderes Gedankengut dazu haben) und in ca. 200 mio Jahren wird diese unsere Erde durch das Verlöschen unserer Sonne auf hören zu existieren - Juch-hu, wir haben also 95% unseres Daseins schon erreicht. Den Rest schaffen wir auch noch mit Müll oder ohne.
    Und für alle Bedenkenträger und Naseweiße: Ironie Ende (obwohl die Zahlen reell sind...)
    Nana, Zahlen reell?
    Wir haetten uns doch nicht 500 T hochangereichertes Waffenplutonium auf Lager gelegt, Halbwertszeit 240 Millionen Jahre, wenn die Sonne rund 40 Millionen Jahre frueher verloesche?
    Das waere nun wirklich Verschwendung von dem teuren Zeugs.
    Ausserdem: bevor sie verloescht, wird sie uns nach gaengiger Theorie vorher grillen und dann auffressen.
    Verloeschen kommt erst danach, weil wir zu giftig sind fuer die Sonne.
  3. #32

    Nicht recyclen ist noch profitabler

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    In einem riesigen Plastikstrudel im Pazifik hat sich die Abfallmenge in den vergangenen 40 Jahren verhundertfacht. Vielen Tieren schadet der Müll, doch eine Art profitiert: Wasserläufer legen ihre Eier darauf ab und vermehren sich immens. Das könnte das gesamte Ökosystem beeinflussen.

    Insekten brüten auf Plastik im Pazifik - SPIEGEL ONLINE
    Als Pessimist weiss ich, dass wir mit unseren Denkblockaden womoeglich bis zu dem eigenen Untergang weitermachen koennten.
    Man braucht da nur unsere Politiker und sogenannten Wirtschaftsfachleute mit ihren Kognitivleistungen beobachten.
    Als Optimist weiss ich aber zugleich dass wir bereits ueber eine Technogie verfuegen, das Plastik komplett aus dem Seewasser wieder herauszufischen und damit saubersten Oekodiesel machen zu koennen.
    Der break even point ist nur noch nicht erreicht.
    Nicht, weil es den nicht gaebe.
    Sondern weil es zur Zeit ein paar Schmarotzern unter uns noch immer erlaubt ist (weil die unsere Politiker schmieren), unsere Welt weiter absichtlich als Muellkippe zu missbrauchen, anstatt das Zeug gleich wieder aufzuarbeiten.
  4. #33

    Gefüllte Ente zu Weihnachten gefällig?

    Zitat von Oberleerer Beitrag anzeigen
    2. ob die Auslese bei den Tieren nicht mittlerweile dazu führt, Konststoff aus der Nahrung auszusortieren. Bunte Steine und Muschelschalen essen die ja wohl auch nicht, obwohl sowas am Strand herumliegt.
    Ich befürchte, wir sind leider schneller, irgendwelchen neuen dummen Unfug uns auszudenken, als Tiere (uns eingeschlossen) sich daran anpassen können.

    Das mit den Steinen ist nicht so ganz zutreffend. Dass manche Vögel Steine verschlucken, haben Sie vielleicht mal gehört. Ebenso machen das Krokodile, Alligatoren, Robben, Seelöwen...

    Gastrolith

    Im Magen eines Seelöwen kann man manchmal einen ganzen Eimer voll ordentlich große Steine finden. Sehr beeindruckend!

    Ebenso, wenn nicht noch mehr beeindruckend sind die Bilder von den Plastik-gefüllten Albatrossen auf Midway, die Forist Schakutinga hier eingestellt hat. Vielen Dank!
  5. #34

    Das ist furchtbar, wenn man sich vorstellt, wie diese Tiere verendet sein müssen

    Zitat von Schakutinga Beitrag anzeigen
    Das Mittelalter ging als "finsteres Zeitalter" in die Geschichte ein, das 20. Jahrhundert werden kommende Generationen wohl das "Zeitalter des Unrats" bezeichnen.
    Zur "Erbauung" eine Fotostrecke...
    Chris Jordan - Midway
    Danke für diese aufrüttelnden Bilder, die jeder gesehen haben sollte um bewusster zu werden.
  6. #35

    Zur Fotostrecke fällt mir ein:

    Zitat von Schakutinga Beitrag anzeigen
    Das Mittelalter ging als "finsteres Zeitalter" in die Geschichte ein, das 20. Jahrhundert werden kommende Generationen wohl das "Zeitalter des Unrats" bezeichnen.
    Zur "Erbauung" eine Fotostrecke...
    Chris Jordan - Midway
    uns geht es ganz analog: in unseren Nahrungsmitteln ist immer weniger Nahrhaftes durch die allgemeine Verarmung der Böden. Dadurch muss man immer mehr essen und sich immer mehr belasten. Auch wir sterben so am immer vollen Magen der leer ist wie bei diesen Vögeln. Das nenne ich ausgleichende Gerechtigkeit.
  7. #36

    ich frage mich...

    ...wer braucht bloß das ganze Plastik etwa wir Menschen?
  8. #37

    Ich sags ja, Dosenpfand is nix

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    In einem riesigen Plastikstrudel im Pazifik hat sich die Abfallmenge in den vergangenen 40 Jahren verhundertfacht. Vielen Tieren schadet der Müll, doch eine Art profitiert: Wasserläufer legen ihre Eier darauf ab und vermehren sich immens. Das könnte das gesamte Ökosystem beeinflussen.

    Insekten brüten auf Plastik im Pazifik - SPIEGEL ONLINE
    Das ist also der Ort, wo unsere PET-Pfandflaschen gesammelt werden und wir bezahlen das Duale System auch noch dafür.
  9. #38

    Paßt schon

    Zitat von gadus Beitrag anzeigen
    Ich habe die Studie nicht gelesen, kann mir aber nicht wirklich vorstellen, dass ein auf dem Oberflächenfilm lebendes Insekt nachhaltig in die Planktongemeinschaft der oberen Wasserschichten eingreifen kann...
    Soweit mir bekannt ist, sind Wasserläufer Wanzen.
  10. #39

    Was wohl Erich dazu sagen würde?

    Zitat von dduck Beitrag anzeigen
    UV-Licht (Sonne) haut bei uns im Sommer derart durch einen Plastikeimer oder chinesische Plastikgewaechshaeuser etc.,
    dass man da im Herbst mit dem Zeigefinger ein Loch
    hineinploppen kann : UV-resistenter Kunststoff ist teuer.
    Zum Glueck.
    Davon kann ich ein Lied singen. Erst seit wenigen Jahren beobachte ich, dass jeglicher neu gekaufter Plastik-Krimskrams (heutzutage alles Made in China), der direktem Sonnenlicht ausgesetzt wird (wie eine Gießkanne, Wäscheklammern), spätestens nach einem Jahr in Splitter zerfällt, die man zwischen zwei Fingern mühelos in feines Pulver zerreiben kann. Die 30 Jahre alten Wäscheklammern aus DDR-Produktion hängen unbeeindruckt und unverwüstlich neben den schwächelnden Newcomern und sehen immer noch aus wie neu. Zu gerne wüsste ich, wie der Unterschied zustande kommt.

    Ihren Anmerkungen entnehme ich, dass Sie offenbar den nicht-UV-resistenten Kunststoff für das kleinere Übel halten. Ich weiss nicht! Mir scheint es besser zu sein, wenn in der Landschaft intakte Plastiktüten umherliegen, die man einsammeln und verbrennen oder recyceln kann, als wenn die Plastiktüten allmählich in Nanopartikel zerfallen, die dann in meinen Adern zirkulieren.


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