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Aberglaube in Thailand: Leg dich nicht mit Geistern an

Karl-Ludwig GünscheGeister leben überall, in Bäumen, Höhlen, Seen, da sind sich Thailänder sicher. Weil sie auch Grundstücke bevölkern, tun deren Besitzer gut daran, den Wesen ein Häuschen samt Opfertisch bereitzustellen. Denn die Vergangenheit hat gezeigt: Sonst drohen Unheil und Tod.

http://www.spiegel.de/panorama/gesel...-a-872769.html
  1. #1

    Nicht mit Geistern anlegen!

    Eher legen sich die Geister oder auch Dämonen genannt mit jemanden an als jemand mit Dämonen.
  2. #2

    An den Geistern liegts!

    Jetzt versteh ich, dass keiner von den Botschaftsmitarbeitern für diese unglaublichen Superleistungen der ultraschnellen Zustellung und sogar visionären Beurkundungen verantwortlich ist: Die Geister waren das!

    Die Geschichte kann man dort lesen: Thailand Forum Korat-Info • Thema anzeigen - Elektronische Deutschenliste.
  3. #3

    Geisterglauben

    Gerade auf dem Land noch sehr verbreitet. Ich habe in Haus im Isaan und wir haben alle erforderlichen Rituale genau beachtet und auch ein prächtiges Geisterhaus und Wasserbecken. Auch wenn man dem vielleicht skeptisch gegenuebersteht, es ist nicht zu leugnen das man durch diese Dinge gezwungen wird mal innezuhalten und nachzudenken. Das ist schon ein Wert an sich.
  4. #4

    Wann immer ich nach Bangkok komme,

    eine Stunde Besinnlichkeit am Erawan-Schrein gehört als eines der ersten Dinge dazu.
    Bing-Bing
  5. #5

    Weniger Hoffahrt, mehr Toleranz

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Geister leben überall, in Bäumen, Höhlen, Seen, da sind sich Thailänder sicher. Weil sie auch Grundstücke bevölkern, tun deren Besitzer gut daran, den Wesen ein Häuschen samt Opfertisch bereitzustellen. Denn die Vergangenheit hat gezeigt: Sonst drohen Unheil und Tod.

    Aberglaube in Thailand: Wie Geister das Leben der Menschen bestimmen - SPIEGEL ONLINE
    Was unterscheidet den "Aberglauben" an Hausgeister von dem "Glauben" an "Heilige", die angeblich aus dem Jenseits Wunder bewirken?
  6. #6

    Geister in der Deutschen Botschaft Bangkok?

    Geister mengen in Botschafts- und Konsularangelegenheiten mit? Da muss was Wahres dran sein:

    Zustellung über die DB Bkk, die aber in Thailand nicht mit Zwang zustellen kann. Also wird das Schriftstück per Einschr. m. Rücksch. versandt. Dabei steht, man sei nicht zur Annahme verpflichtet, könne es innerhalb von vier Wochen an die Botschaft zurücksenden. Dann gälte es nicht als zugestellt, könne aber noch über einen Thai Gerichtsvollzieher zugestellt werden.

    Das Einschr. m. Rücksch. wurde an ein Postfach gesandt. Der Empfänger nahm das Schriftstück am 23. Tag nach dem später von der Botschaft behaupteten Datum in Empfang und unterschrieb den Rückschein. Das Begleitschreiben war auf einen Tag vor dem angeblichen Zustellungsdatum datiert. Also die Botschaft arbeitet mit Supergeschwindigkeit: ein Tag vom Schreibtisch des Ausstellers bis zur Zustellung in Korat. Geisterhaft!

    Innerhalb der vier Wochen wurde das Schriftstück an die Botschaft zurückgesandt. Später stellte sich heraus, dass in D ein "Zustellungszeugnis" der Botschaft vorlag, das ergibt, dass die 28 Tage Annahmeverweigerungsfrist nicht abgewartet wurden, denn es die Zustellung wurde ja bereits am 26 Tag nach dem attestierten Zustellungsdatum bescheinigt, die. Also wurde die Botschaft aufgefordert, dieses unzutreffende "Zustellungszeugnis" zu widerrufen. Dann hörte man nichts mehr. Bis vor kurzem. Da verlautete, dass die Botschaft zwar die Unterlagen der Annahmeverweigerung auf die zweite Aufforderung nach D zurückgesandt sandt hatte, aber nicht das "Zustellungszeugnis" widerrufen habe. Deshalb sei als Zustellungsdatum jener Tag maßgebend, den die DB zwei Tage vor dem Ende der Annahmeverweigerungsfrist als Zustellungsdatum attestiert hatte. Von jenem Tag nach Ausfertigung des Begleitschreibens an gerechnet sei die Annahmeverweigerung deshalb zu spät erfolgt. Der Gegenbeweis des fehlerhaften "Zustellungsprotokolls" sei nur mit dem damals unterzeichneten Rückschein möglich. Die Botschaft hatte die Akte aber bereits vernichtet, sie müsse solche Akten nicht länger als fünf Jahre aufheben. C'est la vie!

    Man könnte sich vorstellen, dass die DB an Berichtigung interessiert sei, angesichts solcher Widersprüche wie Attestierung erfolgter Zustellung vor Ablauf der Annahmeverweigerungsfrist oder der "Superleistung" einer Beförderungszeit von einem Tag vom Schreibtisch in der Botschaft bis Korat als auch derunterlassenen Weiterleitung der Unterlagen über die Annahmeverweigerung an die um Zustellung ersuchende Behörde. Also erfolgte Kontaktaufnahme zur Botschaft und es wurde um korrekte Berichtigung gebeten. Schließlich war es ja sicherlich nur ein kleiner Fehler, dass der Botschaftsmitarbeiter nach Rücklauf des Rückscheines auf dem "Zustellungszeugnis" nicht den Tag der Aushändigung der Einschreibsendung als Zustellungsdatum vermerkt hatte sondern höchstwahrscheinlich das Datum der Einlieferung durch die Botschaft.

    Seitens eines Herrn Konsul wurde versprochen, man werde sich um die Angelegenheit kümmern und für eine Berichtigung Sorge tragen. Das ist jetzt ein Jahr her, und es wurde seitdem nichts mehr gehört, Emails auch nicht mehr beantwortet. Die Geister scheinen unzufrieden!
  7. #7

    Ach, ach, diese Hybris... Wenn es nicht das transzendentale Ein-Gott-Gedöns ist, dann handelt es sich um Aberglaube...
  8. #8

    Aberglaube?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Geister leben überall, in Bäumen, Höhlen, Seen, da sind sich Thailänder sicher. Weil sie auch Grundstücke bevölkern, tun deren Besitzer gut daran, den Wesen ein Häuschen samt Opfertisch bereitzustellen. Denn die Vergangenheit hat gezeigt: Sonst drohen Unheil und Tod.

    Aberglaube in Thailand: Wie Geister das Leben der Menschen bestimmen - SPIEGEL ONLINE
    Die Überschrift "Aberglaube in Thailand" finde ich etwas unpassend. Das ist der Glaube dieser Leute. Christen glauben an einen Tischler, der an ein Stück Holz genagelt wurde.

    D.h. der Glaube des anderen ist immer ein Aberglaube...?
  9. #9

    P.S. Ansonsten fand ich den Artikel sehr interessant und informativ, vielen Dank dafür!
    Aber ich finde, man sollte auch vor solch einem Glauben, der bei uns im Westen seltsam anmutet, Respekt haben.

    Gruß


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