Fehlerhafte Triebwerke sind ein großes Sicherheitsproblem für den Riesenjumbo A380 - das hat eine Untersuchung der australischen Flugsicherheitsbehörde gezeigt. Der Fehler liegt beim Triebwerkbauer Rolls- Royce. Doch beim Image leidet vor allem Airbus.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...732447,00.html
Ein Ölschlauch sei als das fehlerhafte Bauteil ausgemacht, wird behauptet.
Deshalb müssen alle Triebwerke ausgebaut und überholt werden?
Einen Ölschlauch wechselt man aus, das kann man im Vorbeigehen.
Bekannt wurde annormaler Verschleiß am gefährlichsten Teil des Triebwerks, an der heißen Turbine am Ende des Triebwerks. Dieses Teil ist auch auseinandergeplatzt und abgerissen. Es ist das am höchsten beanspruchte Teil des Triebwerks.
Jetzt wird das Vertrauen in den Flieger völlig untergraben: man versucht, sich herauszulügen. Dabei sind Kinderkrankheiten ganz normal, auch wenn sie lebensbedrohend sind. Reagiert der Hersteller normal darauf, kann man mit diesem Risiko leben.
Das Vertrauen ist hin, man sollte zum anderen Hersteller wechseln.
Ich bin Atomenergiebefürworter, aber zum Gegner geworden, weil ich erlebt habe, wie die Verantwortlichen lügen.
Es scheint sich zu bewahrheiten: je größer das Projekt, desto höher die Bereitschaft zur Lüge.
100 Millionen Jahre absoluter Sicherheit vor einem Gau, ich erinnere mich sehr wohl an dieses von der Atomindustrie abgegebene Versprechen unter Minister Matthöfer.
Wir Menschen sind nicht reif genug, um große Verantwortung zu tragen.
Das gilt anscheinend auch für das große europäische Projekt Airbus380.
Bernd Schlüter
Wieso hört man eigentlich bei den vergleichbar großen Antonov nie solche Meldungen?
Gut, die einzige AN-225 (etwas größer als der A380 und nur als Frachtflugzeug), die es gibt, wird wahrscheinlich jeden Morgen von ihren Erbauern persönlich begrüßt und gesegnet, aber dafür fliegt sie seit 1988. Die viermotorige Grundversion, die AN-124, ist Ende der 70er Jahre entwickelt worden und hat immerhin auch ein Startgewicht von ca. 400 Tonnen. Liegt es daran, dass Airbus versucht, die Flugzeuge möglichst nur noch aus Pappe und Spucke zu bauen, damit sie leichter werden, und die Triebwerke immer noch ein bisschen mehr mit ein bisschen weniger Treibstoff abgeben sollen?
Da hat Spon sich ja mal wieder selbst übertroffen: Das Image-Schäden durch das fehlerhafte Triebwerk von RR auch auf die Fa. Airbus durchschlagen, ist wahrhaft eine sensationelle Erkenntnis!
Es ließe sich auch formulieren: Morgen früh geht die Sonne wieder auf.
Ich frage mich immer öfter, warum bestimmte Einsichten hier immer wieder endlos recycled werden.
Liebe Leute: Information ist das (leider) nicht...
Was immerhin neben der unbestreitbaren Tatsache, dass Rolls Royce ein gravierendes Triebwerksproblem mit dem Trent 900 hat, auffällt, ist allerdings auch der Umstand, dass speziell Quantas offensichtlich überdurchschnittlich häufig mit Triebwerksproblemen auch an Boeing-Maschinen (747-400 z.B. zwei mal in den letzten 6 Monaten) betroffen ist. Da sowas angeblich im Leben eines Flugkapitäns nur ganz selten vorkommt, stellt sich die Frage, ob das alles reiner Zufall ist, oder on Quantas nicht auch ein Wartungsproblem hat?
Nein.
Es ist kein Oelschlauch.
Es ist die Bohrung eines Rohrs welches unter starker Druckbelastung Oel in Hochdruckbereiche des Aggregats leitet.
Niemand hat was von einem Schlauch gesagt. Das sind alles Fluechtigkeitsfehler und Uebersetzungfehler von schlampig arbeitenden Journalisten. Das ist nichtmal die Schuld vom Spiegel, der Oelschlauch wurde auch im Radio und in Agenturmeldungen genannt. Es hat sich aber keiner die Muehe gemacht, die Sicherheitsanweisung durchzulesen. Da ist sogar ein Foto von dem Rohr drin.
Und ja, man kann das Rohr aus dem Triebwerk ausbauen waehrend es am Flugzeug haengt. Wird aber nicht gemacht, weil es laenger dauert, als einfach das gesamte Aggregat auszutauschen.
Und da Rolls Royces Leasingmodell auf Betriebsstunden basiert ist, haben Rolls Royce und seine Partner ein Interesse daran, dass die Triebwerke moeglichst in der Luft sind und nicht am Boden.
Bestimmt nicht opjektiv aber wenn hauptsächlich die Kosten also die Buchhalter allein das Wort haben dann kann sowas passieren .....oft werden Einwände aus der Fertigung nicht ernst genommen weil es dann Geld kostet....und dann kommen Versprechen über eine frühe Auslieferung und Zuverlässigkeit die es real nicht geben kann....ich glaube es gibt jetzt auch wieder einen Modellbau bei Airbus um zu prüfen ob die PC Version auch zur Wirklichkeit passt.....fast wie im richtigen Leben....
Also nur eine normale Austauschaktion, um die jetzt Tamtam gemacht wird?
Ein Konstruktionsfehler einer Turbine sähe ja wohl anders aus.
Natürlich kann ein fehlerhaftes kleines Teil zum Absturz auch solch eines großen Flugzeuges führen und solche Schwächen sind einfach unvermeidlich. Es wurde aber der Eindruck erweckt, Rolls Royce ließe die Triebwerke in der Luft und so würde laufend neu der Fehler auftreten.
Offensichtlich ist aber dann das Gegenteil der Fall?
Rolls Royce wechselt vorsorglich alle Triebwerke aus und dies würde von Journalisten als Neuauftreten des Konstruktionsfehlers gewertet?
Wer versucht denn da, einen falschen Eindruck zu erwecken?
Es liegen also gar keine Triebwerksschäden vor? Es ist demnach nur in dem einen Fall die Schmierung ausgefallen und ein Lager hat gefressen, oder wie man sich das vorstellen muss?
Wäre gut, wenn einmal die Tatsachen ans Licht kämen.
Was man liest, hört sich anders an.
Absolut richtig:
Wenn ein Auto einen Defekt hat, wenden sich die meisten Leute an eine Vertragswerkstatt des Autoherstellers und nicht an die Zulieferer, oder? Denn wer hat sich denn den bzw. die Zulieferer ausgesucht und am Ende doch nur seinen Namen an das Fahrzeug geschrieben? Der Autohersteller, nicht wahr? Also geschieht's Airbus doch nur recht.
Und falls morgen solche "Themen" ausgehen, hätte auch ich noch welche für diese Saure-Gurken-Zeit: "Wasser ist nass!" / "Nachts ist's dunkel." / "Schimmel sind weiß."
Müsste man natürlich noch zu Sensationen oder Skandalen aufpimpen ...