Hmm, aber was er genommen hat steht natürlich nicht drin.
DPAAlejandro Valverde hat die 17. Etappe der Tour de France gewonnen. Der Spanier siegte in den Pyrenäen vor Christopher Froome. Dritter wurde Bradley Wiggins, dem der Sieg bei der Frankreich-Rundfahrt damit kaum mehr zu nehmen ist.
http://www.spiegel.de/sport/sonst/0,1518,845382,00.html
Hmm, aber was er genommen hat steht natürlich nicht drin.
Diesen unglaubwürdigen Sport sollte man verweigern.
Ich bin nicht sicher, ob Sie überhaupt Ahnung vom Radsport haben oder kategorisch einfach nur das abschreiben, was alle Anderen auch immer so schreiben. Valverde hat seine Sperre abgesessen und gilt auch ohne Doping als einer der weltbesten Kletterer. So gesehen war das Ergebnis der heutigen Etappe keine wirkliche Überraschung. Hätten Sie sich die heutige Etappe angesehen, hätten Sie festgestellt, dass er am Ende auch ordentlich Zeit verloren hat. Aber nicht etwa weil er eingebrochen ist, sondern weil ausgerechnet ein ehemaliger Bahnradweltmeister den Bergspezialisten fast eingeholt hat. Die Art, wie Froome und Wiggins an ihn herangefahren sind, sollte eher zu denken geben. Sie haben sich den Falschen ausgesucht.
Unabhängig davon gehe ich einfach mal im guten Glauben davon aus, dass diese Tour aufgrund verstärkter Kontrollen und der Geschehnisse vergangener Jahre weniger gepimpt an den Start geht als in den Jahren zuvor. Dennoch: Anti-Doping-Programme in allen Ehren – die Tour 2012 mit einem prognostizierten Gewinner, der sein Programm so ungewöhnlich souverän runterspult, ist die langweiligste seit Jahren. Und wenn dies das Ergebnis ist, dann wünsche ich mir gelegentlich Epo & Co wieder zurück.
Früher waren vermutlich alle gedopt. Aber was nützt eine Tour, in der fast alle clean sind – bis auf eben zwei, drei Ausnahmen? Wenn Wiggins in Paris auf dem obersten Podest steht – und davon ist jetzt schon auszugehen – bleibt für mich ein extrem fader Beigeschmack. Ich weiß nicht, wie man es ausdrücken soll, aber die Tour hat deutlich an Sex verloren. Die Jahre mit Armstrong, Ullrich, Pantani und meinetwegen auch Contador waren irgendwie spannender - auch auf die Gefahr hin, dass ich mit dieser Meinung allein stehe.
Also Wiggins wäre ohne Froome nicht da, wo er jetzt ist. Wiggins war die letzten Jahre schon sehr stark, 2011 mußte er frühzeitig verletzt aufgeben... Der Froome macht mir Angst - hätte man ihn immer gewähren lassen, hätte er jetzt sicher gelb und genügend Vorsprung auf Wiggins für`s Zeitfahren. Also entweder haben wir mit Froome ein Jahrhundert-Talent oder er hat das richtige "Rezept". Der war ja bei der Vuelta 2011 schon so stark.