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94-jährige US-Kommunistin: "Wenn ich Unrecht sehe, muss ich kämpfen"

Till MayerAls Kind trägt sie das rote Tuch der Jungen Pioniere, mit 16 ist sie Junggenossin, und zwar in den USA. Beatrice Lumpkin, 94 Jahre, ist eine der ältesten Kommunistinnen im Kernland der Kapitalisten. Sie marschiert auch heute noch für ihre Überzeugungen - und die Occupy-Bewegung.

US-Kommunistin Lumkin: Ein Leben im Kampf gegen die Ungerechtigkeit - SPIEGEL ONLINE
  1. #1

    Vorbild aus der Vergangenheit

    Schön das es noch Idialisten gibt die das bestehende System nicht als unveränderbar hinnehmen. Bzw. mit dem System arrangiert haben und sagen hauptsache ich und der Rest hat halt pech gehabt.
    Ist blos schade das diese Art von Menschen am aussterben ist. Die meisten sind nur Mitläufer und wollen etwas tun um ein besserers Gewissen zu haben und setzen dann ihr MBA Studium fort.
  2. #2

    Den Satz finde ich sehr spannend:

    An einen wichtigen Grund, warum sie ihren Glauben an den Kommunismus nie verloren hat, erinnert ein Wahlplakat im Unity-Center. Nicht halb so groß wie das Leninporträt bei den Bücherregalen. Frank Lumpkin in den fünfziger Jahren ist darauf zu sehen: Gewerkschaftler, Kommunist, Stahlarbeiter und vor allem ihre große Liebe.
    Viele extrem erfolgreiche Menschen ziehen ihre komplette Motivation aus Schlüsselerlebnissen. Es gibt etliche schwerreiche Unternehmer, berühmte Musiker oder erfolgreiche Menschen auf anderen Gebieten, die irgendwann zugegeben haben, dass ihre gesamte Motivation aus der Liebe zu einem Mädchen aus einer höheren gesellschaftlichen Schicht kam. Das Mädchen kann schon längst jemand anderen geheiratet oder gestorben sein, und trotzdem hat dieser Mensch irgendwann so starke Gefühle entwickelt dass sie ihn auf ewig antreiben.

    Aber nicht nur Liebe ist ein starker Motivator. Auch "Verlierertypen", die zu Schulzeiten gepenigt und gedemütigt wurden können daraus im späteren Leben eine enorme Motivation ziehen.
  3. #3

    optional

    Respekt an Frau Lumpkin. Chapeau. Nach so langen Jahren noch so optimistisch und kraftvoll. Sicher eine sehr interessante alte Dame.
  4. #4

    optional

    Respekt an Frau Lumpkin. Chapeau. Nach so langen Jahren noch so optimistisch und kraftvoll. Sicher eine sehr interessante alte Dame.
  5. #5

    Propaganda

    Elend, Hunger, Arbeitslosigkeit: Der Kapitalismus zeigt in jenen Jahren sein hässliches Gesicht. Ein Antlitz, das sich nie wandeln werde, meint die Kommunistin: "Denn der Kapitalismus ist nun einmal von Grund auf böse. Die Armen werden immer ärmer, die Reichen werden immer reicher. Was hat sich geändert?"
    Und der Kommunismus zeigt IMMER sein hässliches Gesicht mit Elend, Hunger und GuLag.

    Der Kapitalismus ist sicher nicht perfekt, setzt aber komischerweise auf das richtige Menschenbild - der Mensch ist Egoist. Das mögen einige Böse finden. Aber es funktioniert nun mal besser als die dümmliche-naive Sichtweise, der Mensch brauche nur etwas Erziehung um das Paradies auf Erden zu schaffen:
    "Und willst du nicht Genosse sein, so schlag ich dir den Schädel ein!"
  6. #6

    "Wenn ich Unrecht sehe, muß ich kämpfen""

    So etwas Aufrührerisches würde eine christliche Konservative nie sagen. Die würde sagen "Hilf dir selbst, dann hilft dir Gott!" Es ist eben ein ganz anderes Menschenbild, so daß letztlich nur mit recht wenigen Menschen Kommunismus zu machen wäre.
  7. #7

    Auch in der Schweiz und in der alten BRD gab es viele Kommunisten.
    Kommunist sein macht ja in einer freiheitlichen Gesellschaft erst so richtig Spass.
    Ich bin sicher, diese Dame war ein grosser Fan der SU und DDR und der Zustände dort, aber für sie selber fand Sie das Leben in einer Diktatur wohl nicht so passend.
  8. #8

    Eine Kommunistin als guter Mensch, herrlich!

    Die Dame scheint unter fortgeschrittener Demenz zu leiden und vergessen zu haben, daß ihre Ideologie, der Kommunismus, weltweit 120.000.000 (=einhundertzwanzig Millionen=) Todesopfer gefordert hat - so viel wie keine andere Ideologie oder Religion, die es bisher gab.

    Hauptsächlich mußte sie in ihrem Leben also wohl gegen den Kommunismus selbst kämpfen, wenn sie Unrecht sah - wie schizophren...
  9. #9

    Kommunismus und Demokratie

    Zitat von Artikel Beitrag anzeigen
    Ihren Glauben an den Kommunismus hat sie nie verloren, auch wenn der zeitweise real existierende Sozialismus sie enttäuscht hat: "Ohne Demokratie und eine wirklich vollständige Redefreiheit geht es nicht."
    Die Idee des Kommunismus wird letztendlich immer dort enden, wo der real existierende Sozialismus gelandet ist.
    Kommunismus und Demokratie+Redefreiheit zugleich ist Wolkenkuckucksheim, letztendlich wird es immer in Nordkorea enden.

    Die Idee einer alles-planenden Über-Institution, der jedes Individuum seine Bedürfnisse unterordnen muss, ist zutiefst undemokratisch.








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