9/11-Verfahren in Guantanamo: Mammutprozess gegen den Terror-Scheich

APShowdown in Camp Justice: Ein US-Militärgericht versucht ab Samstag zum zweiten Mal, den al-Qaida-Strategen Chalid Scheich Mohammed und seine Helfer für die Anschläge vom 11. September zu verurteilen. Wieder ist das Verfahren fragwürdig, die Beweise wurden durch Folter erzwungen.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...831273,00.html
  1. #10

    Zitat von Klaschfr Beitrag anzeigen
    Was scheren die USA Menschenrecht und Folterverbot. Es ist immer der Zweck der die Mittel heiligt. Wie wäre es einmal mit einem Prozeß gegen Bush und Schergen? Aber die US-Bürger sind ja die besten Menschen der Welt und Obama ihr Boss. Die können gar keine Verbrecher sein. Das ist westliche Doppelmoral.
    Sie scheren hier über einen Kamm und vermischen Verbrechen. Natürlich hat die Regierung Bush an der Grenze der Rechtsstaatlichkeit gearbeitet, allerdings hat das nichts damit zu tun, dass bei 9/11 knapp 2800 Menschen umgebracht wurden. Nicht von bösen Amerikanern oder Bush-Wählern, sondern von Fanatikern die das Wort Menschenrechte wahrscheinlich nicht mal kennen.

    Hier jetzt Menschenrechte und Rechtsstaatlichkeit für religiöse Hardliner einzufordern bzw. hier die Amerikaner verantwortlich zu machen und zu verurteilen, halte ich für verfehlt.
  2. #11

    Zitat von MuckiP Beitrag anzeigen
    Sie scheren hier über einen Kamm und vermischen Verbrechen. Natürlich hat die Regierung Bush an der Grenze der Rechtsstaatlichkeit gearbeitet, allerdings hat das nichts damit zu tun, dass bei 9/11 knapp 2800 Menschen umgebracht wurden. Nicht von bösen Amerikanern oder Bush-Wählern, sondern von Fanatikern die das Wort Menschenrechte wahrscheinlich nicht mal kennen.

    Hier jetzt Menschenrechte und Rechtsstaatlichkeit für religiöse Hardliner einzufordern bzw. hier die Amerikaner verantwortlich zu machen und zu verurteilen, halte ich für verfehlt.
    Fakt ist:
    Keiner von uns hier kennt die Hintergründe. Diejenigen mit gesundem Menschenverstand und entpsrechendem Infostand können allerdings mit ziemlicher Sicherheit sagen, daß die offizelle Version=Verschwörungstheorie Nr. 1 nicht der Wahrheit oder zumindest längst nicht der ganzen Wahrheit enspricht.
  3. #12

    Zitat von Klaschfr Beitrag anzeigen
    Was scheren die USA Menschenrecht und Folterverbot. Es ist immer der Zweck der die Mittel heiligt. Wie wäre es einmal mit einem Prozeß gegen Bush und Schergen?
    würde Obama KSM einem rechtsstaatlichen Prozess zuführen, dann wäre das gleichzeitig der Auftakt zu einem Prozess gegen Bush und seine Folterknechte. Weil Obama eben das nicht will, findet der Unrechtsprozess hinter verschlassenen Türen statt.

    Zitat von MuckiP Beitrag anzeigen
    Menschenrechte und Rechtsstaatlichkeit für religiöse Hardliner einzufordern bzw. hier die Amerikaner verantwortlich zu machen und zu verurteilen, halte ich für verfehlt.
    Menschenrechte und Rechtsstaatlichkeit gibt es nur für alle - oder für keinen.
    In dem Moment, in dem Sie sagen: Schwarze, Frauen, Homosexuelle oder Terroristen sind der Menschenrechte nicht wert, hat kein Bürger mehr Menschenrechte.
    Wenn Sie das nicht verstehen, dann denken Sie an jeden x-beliebigen Unrechtsstaat der Geschichte oder der Neuzeit, in dem Folter oder die Todesstrafe für beliebige Menschengruppen erlaubt waren oder es noch sind.
  4. #13

    Zitat von huggi Beitrag anzeigen
    ... keine Frage, der Rechtsstaat ist bei diesen Gesellen des öfteren auf der Strecke geblieben, nur bin ich mir in diesen Fällen nicht sicher was das grössere Übel gewesen wäre, den Rechtsstaat um jeden Preis hochhalten und diese Verbrecher gewähren lassen, oder die Kette der Untaten dieser religiös motivierten Verbrecher zu unterbrechen.

    Schön für Sie dass Sie sich in Ihrer Position so sicher sind.
    Sie sind doch gefangen. Wenn man sich sicher ist, wozu foltern? Einfach Recht sprechen. Oder reichen etwa die Beweise nicht? Und was sind Aussagen wert, die unter der Folter entstehen?
    Ich sage es Ihnen: Nichts sind die wert.
  5. #14

    Schlimmer noch ...

    Zitat von wernerthurner Beitrag anzeigen
    Dieses normale Strafverfahren, mit normalen Beweisen ist offensichtlich nicht möglich, w e i l es keine gerichtsfesten Beweise gegen die angeblichen Täter gibt, und w e i l bei einem öffentlichen Verfahren die Hintergründe und weiteren Hintermänner/Frauen von 9/11 zusammen mit den damit verbundenen gigantischen Lügen aufdeckt werden würden.

    Stattdessen wird gefoltert, Beweise vernichtet , gelogen dass sich die Balken biegen und es wird der Rechtsstaat mit Füssen getreten, es werden Geheimprozesse wie früher unter den Kommunisten oder auch den Faschisten geführt.

    So wird das nichts mit der Aufklärung von 9/11.
    Es geht längst nicht nur um die Aufklärung der Anschläge des 11.09.2001.
    Dadurch, dass die westlichen Medien unisono die offizielle Lügengeschichte zum 11.09.2001 akzeptiert haben, ist eine allgemeine Paralyse eingetreten. Eine Unfähigkeit im Westen, die eigenen Verbrechen überhaupt nur zu erkennen.

    Der Angriffskrieg gegen den Irak mit fabrizierten Lügen "begründet", die systematische Folter an gefangenen Widerstandskämpfern, allzuoft mit Todesfolge. Bis zu einer Million Tote im Irak. Dieses riesige Verbrechen wird im Westen mit einem Schulterzucken akzeptiert.
    So etwas wäre vor dem 11.09.2001 nur schwer vorstellbar gewesen.
    Eine allgemeine Akzeptanz eigener Barbarei, die inzwischen auch in Libyen ca 90.000 Menschen das Leben gekostet hat und die bereits nach weiteren Kriegseinsätzen in Syrien und im Iran schreit.
  6. #15

    optional

    Es spricht doch sehr vieles dafür, daß nach 183fachem Waterboarding des Angeklagten seine Persönlichkeit zerstört ist. Die Frage ist, ob dieser Mann überhaupt noch verhandlungsfähig ist.
    Übrigens haben im 2. Weltkrieg japanische Militärs an amerikanischen Kriegsgefangenen Waterboarding verübt. Dafür wurden sie nach dem Krieg von den amerikanischen Siegern wegen dieser Kriegsverbrechen verurteilt.
    Die U.S.A. sind kein Rechtsstaat.
    Ob wohl Hillary Clinton bei ihrem Staatsbesuch in China von ihren Gastgebern auf die Lage der Menschenrechte in den U.S.A. angesprochen worden ist?
  7. #16

    eine Prozess-Show

    Wie ernst soll man diesen Spiegel-Beitrag nehmen? Da sollen die Beobachter die Aussagen der Angeklagten zeitversetzt zu hören bekommen, natürlich nur, um „geheime“ Informationen „geheim“ halten zu können? Wer beweist eigentlich, dass man tatsächlich die Angeklagten zu hören bekommt und nicht Synchronsprecher, die etwas gänzlich anderes erzählen, als die Angeklagten?
    Der Spiegel schreibt:
    Die vier Mitangeklagten hat Mohammed dabei sichtlich unter Kontrolle. Auch vor der neuen Verhandlung hatte er sie mehrmals zu Beratungen zusammengerufen.

    Wer die Hochsicherheitsgefängnisse der USA kennt,, weiß, dass man dort nicht einfach Mitgefangene zu Beratungen „einladen“ kann, erst recht nich im Militär-Camp Guantanamo, wo beim Freigang die schwer gefesselten Angeklagten weit voneinander entfernt und permanent überwacht (siehe Foto) am Boden hocken.
    Das ist kein Schauprozess, sondern eine Prozess-Show, die man in dieser Form auch auf jeder Theaterbühne aufführen könnte.
  8. #17

    Zitat von atech Beitrag anzeigen
    würde Obama KSM einem rechtsstaatlichen Prozess zuführen, dann wäre das gleichzeitig der Auftakt zu einem Prozess gegen Bush und seine Folterknechte. Weil Obama eben das nicht will, findet der Unrechtsprozess hinter verschlassenen Türen statt.


    Menschenrechte und Rechtsstaatlichkeit gibt es nur für alle - oder für keinen.
    In dem Moment, in dem Sie sagen: Schwarze, Frauen, Homosexuelle oder Terroristen sind der Menschenrechte nicht wert, hat kein Bürger mehr Menschenrechte.
    Wenn Sie das nicht verstehen, dann denken Sie an jeden x-beliebigen Unrechtsstaat der Geschichte oder der Neuzeit, in dem Folter oder die Todesstrafe für beliebige Menschengruppen erlaubt waren oder es noch sind.

    Also Terroristen können natürlich aus allen ethnischen Gruppen entspringen, stellen selbst aber keine dar ?? Homosexuelle, Frauen und Terroristen....die geschlechtsspezifischen, ethnischen Gruppen des 21. Jahrhundert : )
  9. #18

    Aus dem Artikel, letzter Absatz:
    "SPIEGEL-ONLINE-Chefreporter Matthias Gebauer verfolgt die Terrorprozesse in Guantanamo Bay seit mehreren Jahren. Er beobachtete die erste Militärkommission gegen Chalid Scheich Mohammed und die weiteren 9/11-Verschwörer im Jahr 2008 vor Ort. Am Samstag wird er als einziger deutscher Journalist wieder aus Guantanamo Bay über die Anklageeröffnung im Camp Justice berichten."

    http://www.spiegel.de/politik/ausland/11-september-in-guantanamo-beginnt-der-prozess-gegen-chalid-scheich-mohammed-a-831273.html

    Wir freuen uns auf eine objektive Berichterstattung über die Verhandlung und die Rahmenbedingungen, unter denen sie stattfindet.
    Sie wird den Epilog zu den Geschichten um die Anschläge des 11. Septembers 2001 bilden.
  10. #19

    Titel

    Zitat von rakatak Beitrag anzeigen
    Sie sind doch gefangen. Wenn man sich sicher ist, wozu foltern? Einfach Recht sprechen. Oder reichen etwa die Beweise nicht? Und was sind Aussagen wert, die unter der Folter entstehen?
    Ich sage es Ihnen: Nichts sind die wert.
    ... Sie kennen die Aussagen vermutlich genauso wenig wie ich, nur sollten Sie nicht so tun, als gäbe es nicht genügend Sachverhalte welche die Mittäterschaft dieser Gesellen nicht naheliegen, oder gar beweisen lassen. Schon deren Eingeständnisse weisen darauf hin.

    Diese religiös motivierten Gesellen einfach gewähren lassen ist keine Option.