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9/11-Verfahren in Guantanamo: Mammutprozess gegen den Terror-Scheich
APShowdown in Camp Justice: Ein US-Militärgericht versucht ab Samstag zum zweiten Mal, den al-Qaida-Strategen Chalid Scheich Mohammed und seine Helfer für die Anschläge vom 11. September zu verurteilen. Wieder ist das Verfahren fragwürdig, die Beweise wurden durch Folter erzwungen.
http://www.spiegel.de/politik/auslan...831273,00.html
- #10 04.05.2012 19:02 von
Sie scheren hier über einen Kamm und vermischen Verbrechen. Natürlich hat die Regierung Bush an der Grenze der Rechtsstaatlichkeit gearbeitet, allerdings hat das nichts damit zu tun, dass bei 9/11 knapp 2800 Menschen umgebracht wurden. Nicht von bösen Amerikanern oder Bush-Wählern, sondern von Fanatikern die das Wort Menschenrechte wahrscheinlich nicht mal kennen.
Hier jetzt Menschenrechte und Rechtsstaatlichkeit für religiöse Hardliner einzufordern bzw. hier die Amerikaner verantwortlich zu machen und zu verurteilen, halte ich für verfehlt. - #11 04.05.2012 20:38 von
Fakt ist:
Keiner von uns hier kennt die Hintergründe. Diejenigen mit gesundem Menschenverstand und entpsrechendem Infostand können allerdings mit ziemlicher Sicherheit sagen, daß die offizelle Version=Verschwörungstheorie Nr. 1 nicht der Wahrheit oder zumindest längst nicht der ganzen Wahrheit enspricht. - #12 04.05.2012 20:41 von
würde Obama KSM einem rechtsstaatlichen Prozess zuführen, dann wäre das gleichzeitig der Auftakt zu einem Prozess gegen Bush und seine Folterknechte. Weil Obama eben das nicht will, findet der Unrechtsprozess hinter verschlassenen Türen statt.
Menschenrechte und Rechtsstaatlichkeit gibt es nur für alle - oder für keinen.
In dem Moment, in dem Sie sagen: Schwarze, Frauen, Homosexuelle oder Terroristen sind der Menschenrechte nicht wert, hat kein Bürger mehr Menschenrechte.
Wenn Sie das nicht verstehen, dann denken Sie an jeden x-beliebigen Unrechtsstaat der Geschichte oder der Neuzeit, in dem Folter oder die Todesstrafe für beliebige Menschengruppen erlaubt waren oder es noch sind. - #13 04.05.2012 21:09 von
- #14 04.05.2012 21:59 von
Schlimmer noch ...
Es geht längst nicht nur um die Aufklärung der Anschläge des 11.09.2001.
Dadurch, dass die westlichen Medien unisono die offizielle Lügengeschichte zum 11.09.2001 akzeptiert haben, ist eine allgemeine Paralyse eingetreten. Eine Unfähigkeit im Westen, die eigenen Verbrechen überhaupt nur zu erkennen.
Der Angriffskrieg gegen den Irak mit fabrizierten Lügen "begründet", die systematische Folter an gefangenen Widerstandskämpfern, allzuoft mit Todesfolge. Bis zu einer Million Tote im Irak. Dieses riesige Verbrechen wird im Westen mit einem Schulterzucken akzeptiert.
So etwas wäre vor dem 11.09.2001 nur schwer vorstellbar gewesen.
Eine allgemeine Akzeptanz eigener Barbarei, die inzwischen auch in Libyen ca 90.000 Menschen das Leben gekostet hat und die bereits nach weiteren Kriegseinsätzen in Syrien und im Iran schreit. - #15 04.05.2012 22:00 von
optional
Es spricht doch sehr vieles dafür, daß nach 183fachem Waterboarding des Angeklagten seine Persönlichkeit zerstört ist. Die Frage ist, ob dieser Mann überhaupt noch verhandlungsfähig ist.
Übrigens haben im 2. Weltkrieg japanische Militärs an amerikanischen Kriegsgefangenen Waterboarding verübt. Dafür wurden sie nach dem Krieg von den amerikanischen Siegern wegen dieser Kriegsverbrechen verurteilt.
Die U.S.A. sind kein Rechtsstaat.
Ob wohl Hillary Clinton bei ihrem Staatsbesuch in China von ihren Gastgebern auf die Lage der Menschenrechte in den U.S.A. angesprochen worden ist? - #16 05.05.2012 07:24 von
eine Prozess-Show
Wie ernst soll man diesen Spiegel-Beitrag nehmen? Da sollen die Beobachter die Aussagen der Angeklagten zeitversetzt zu hören bekommen, natürlich nur, um „geheime“ Informationen „geheim“ halten zu können? Wer beweist eigentlich, dass man tatsächlich die Angeklagten zu hören bekommt und nicht Synchronsprecher, die etwas gänzlich anderes erzählen, als die Angeklagten?
Der Spiegel schreibt:
Die vier Mitangeklagten hat Mohammed dabei sichtlich unter Kontrolle. Auch vor der neuen Verhandlung hatte er sie mehrmals zu Beratungen zusammengerufen.
Wer die Hochsicherheitsgefängnisse der USA kennt,, weiß, dass man dort nicht einfach Mitgefangene zu Beratungen „einladen“ kann, erst recht nich im Militär-Camp Guantanamo, wo beim Freigang die schwer gefesselten Angeklagten weit voneinander entfernt und permanent überwacht (siehe Foto) am Boden hocken.
Das ist kein Schauprozess, sondern eine Prozess-Show, die man in dieser Form auch auf jeder Theaterbühne aufführen könnte. - #17 05.05.2012 10:45 von
- #18 05.05.2012 11:00 von
Aus dem Artikel, letzter Absatz:
"SPIEGEL-ONLINE-Chefreporter Matthias Gebauer verfolgt die Terrorprozesse in Guantanamo Bay seit mehreren Jahren. Er beobachtete die erste Militärkommission gegen Chalid Scheich Mohammed und die weiteren 9/11-Verschwörer im Jahr 2008 vor Ort. Am Samstag wird er als einziger deutscher Journalist wieder aus Guantanamo Bay über die Anklageeröffnung im Camp Justice berichten."
http://www.spiegel.de/politik/ausland/11-september-in-guantanamo-beginnt-der-prozess-gegen-chalid-scheich-mohammed-a-831273.html
Wir freuen uns auf eine objektive Berichterstattung über die Verhandlung und die Rahmenbedingungen, unter denen sie stattfindet.
Sie wird den Epilog zu den Geschichten um die Anschläge des 11. Septembers 2001 bilden. - #19 05.05.2012 11:20 von
Titel
... Sie kennen die Aussagen vermutlich genauso wenig wie ich, nur sollten Sie nicht so tun, als gäbe es nicht genügend Sachverhalte welche die Mittäterschaft dieser Gesellen nicht naheliegen, oder gar beweisen lassen. Schon deren Eingeständnisse weisen darauf hin.
Diese religiös motivierten Gesellen einfach gewähren lassen ist keine Option.
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